6 m³ erdfeuchten Beton mit der Schubkarre bewegen

07.02.2017 raiha



Hallo,

für das Fundament eines Gartenhauses möchte ich gern ca. 6m³ erdfeuchten Beton anliefern und in meine Einfahrt kippen lassen. Leider gibt es keine Möglichkeit das Mischfahrzeug bis zum gepl. Fundament zu bekommen. Der Beton muß also via Schubkarre ca. 25m zum Ziel gefahren werden. Laut dem Betonwerk kann ich Verzögerer für ca. 3h zusetzen lassen. Frage: Bekommt man binnen 3h zu zweit/dritt die 6 m³ 25m befördert und "eingebaut" oder ist das Zeitfenster zu klein. Wie sind da eure Erfahrungen? Vielen Dank für den Rat! Rainer
PS: Eine Betonpumpe möchte ich gern vermeiden, weil recht teuer und ein EFH im Weg steht ...



Fundament



Vorschlag:
Reduzieren Sie einfach die Menge indem Sie kein Floßfundament für einen Flakbunker bauen.
Für ein Gartenhaus geht auch weniger, viel weniger.





mein Gartenhaus steht auf 5 cm Gehwegplatten.

Die 6m³ würden für demnach 120 qm 'a 5 cm reichen !

noch ein Gedanke:

ein Gebäude ist fest mit dem Untergrund verbunden und benötigt i.d.R. daher eine Bauantrag. für Gehwegplatten gilt das nicht, die kann man wegräumen.

Was soll mir das sagen?

Ein Bauwerk, dass so ein 6m³ Fundament benötigt, benötigt zumeist auch eine Bauantrag!



...



Hallo,

Danke für die schnelle Antwort. Die Betonmenge möchte/kann ich nicht reduzieren und diese ist wohlüberlegt dimensioniert, für das geplante Bauwerk mit seinen abzutragenden Lasten.
Das war aber nicht meine Frage ;). Gibt es Erfahrungswerte wieviel erdfeuchten Beton man mit der Schubkarre (im genannten Zeitfenster) bewegen kann?





dann kommt's nur darauf an, wie schnell man 60 Karren mit 200 kg 25 m bewegen und Verarbeiten kann!

wenn man weniger tragen kann, muss man halt öfter laufen!

Ich empfehle den Selbstversuch (Trink- und Pinkelpausen nicht vergessen).



Fundament



"Die Betonmenge möchte/kann ich nicht reduzieren und diese ist wohlüberlegt dimensioniert, für das geplante Bauwerk mit seinen abzutragenden Lasten. "
Ahja.
Da kann ich dann leider nicht helfen.
Nur mal so aus reinem Interesse:
Für welche Bodenart bzw. Sohlpressung und Einbindetiefe haben Sie die Fundamente bemessen?



6cbm



6cbm sind ja eine Hausnummer....aus dem Bauch heraus 15t

Willst du ein Fundament oder gleich das Gartenhaus betonieren?

Also ich würde mindestens 4 Leute karren lassen...2 Mann kümmern sich ums in die Karre schippen und 2 am anderen Ende für das in die Schalung kippen, verdichten, was auch immer



um



real zu sein - es ist locker zu schaffen. Die Leute sollten aber Smartfon-Verbot für diesen Tag haben :-)

1. Verzögerer geht sicherlich mehr als 3 Stunden.
2. Nicht bei 30° betonierten - kühl bis kalt sollte es sein.
3. Rüttelflasche zum Verdichten nicht vergessen
4. noch einen Mann Reserve ist immer gut - oder eine schöne Frau zum Antreiben

Erdbeucht ist ungünstig - die Masse wird schneller fest und beimE inbau dauert es länger - also lieber zähplastisch und genug Auffangbleche am Ausladeort. (Sandwall oder Pfosten umlaufend!) Wieso ich so sicher bin: Ich habe mal 5 m3 allein als Estrich in einem Keller verbaut mit Transport - aber da war ich noch jung !



ich



hatte auch von Erdfeucht abgeraten und zähplastisch empfohlen ....



Mit der



Menge kriegt man eine Sohlplatte für ein Fertighaus hin. Das ist echt übertrieben! Hat da mal ein Praktiker draufgeschaut? Ihr macht euch unnötige Arbeit!
Auf der Fläche reichen 5cm und dort wo Bodenanker hinsollen max. Spatentiefe. Da komm ich auf 1,5 m³.



Die Menge



dann vor Ort im Mischer herstellen, das wird stabiler als eine Erdfeuchte Mischung, die bis zum Einbau schon halb verbrannt ist.



@GEhlerding



Sie schreiben zum Thema Genehmigung: "für Gehwegplatten gilt das nicht, die kann man wegräumen."

Hier ein Zitat aus der BauO NW:
"Eine Verbindung mit dem Erdboden besteht auch dann, wenn die Anlage durch eigene Schwere auf dem Erdboden ruht"

Ist in anderen Bundesländern aber vielleicht anders.





Hallo,

die 6m³ sind leider schon nötig. Wir reden von 24m² Bodenplatte (16cm stark mit Armierung) + Frostschürze, für ein gemauertes Gartenhaus mit Ziegeldach. Wie man mit 6m³ eine Sohlplatte für ein Fertighaus hinbekommt würde mich da schon interessieren.
Ein Mischer wäre sicher eine Alternative. Kann man so eine Bodenplatte auch "Trommel für Trommel" zusammenstückeln?

Danke für die Tipps!



Fundament



Streifenfundamente 30 x 30, Bodenplatte bzw. Rohfußboden 5-8 cm auf mineralischer Tragschicht, keine Bewehrung.
3 bis 3,5 m³ Beton sind dafür ausreichend.
Frostschutzschürze bei frostsicherem Boden (Klasse F1) überflüssig.
Erst Fundamente einbauen, Mauern erstellen. Der Rohfußboden kann später gleich als Estrich eingebaut werden.
Mauern nicht 1 Stein dick sondern 0,5 Stein dick mit einigen integrierten Pfeilern zur Aussteifung. Mauerlatte als Ringanker und Auflager für das Dach (Brettbinder).
Die zulässige Tragfähigkeit des Baugrundes wird mit etwa 55% ausgenutzt.
Das zur überschläglichen Bemessung.
Den Tragfähigkeitsnachweis für die Gründung können Sie gerne selber führen.
Ich bin von C 20/25 KR, nichtbindigem Boden und einem Bemessungssohlwiderstand von 280 kN/m² ausgegangen.

Nachtrag: Aus erdfeuchtem Beton eine Stahlbetonplatte herstellen zu wollen ist natürlich gaga.



Gartenhausbau



Warum nicht Schalsteine als Fundament verwenden ?
Erspart die Schalung und reduziert die benötigte Betonmenge.

Wenn Buddelei reduziert werden soll: einige Punktfundamente mit ausbetonierten Schalsteinen herstellen, Fertigstürze darüber legen und darauf weitermauern. Boden nur als Estrich 6-8 cm dick herstellen auf tragfähigem Untergrund- Mutterboden natürlich wegräumen.

Bei entsprechender Reduzierung der Betonmenge kann das Konstrukt leicht von Hand ohne Fertigbeton hergestellt werden.

Soll das Häuschen nur im Sommer oder Übergangszeiten ohne Dämmung verwendet werden?
Als Zweitwohnsitz oder nur für Gartengeräte?

Ein Gartenhaus aus Holz oder zB Siebdruckplatten könnte auf Schraubfundamente ganz ohne Beton gestellt werden und ist mit Dämmung auch ganzjährig gut zu benutzen und viel flexibler und später leicht adaptierbar an geänderte Bedürfnissen (und bei entdeckten Baurechtsverstößen problemlos zu verschieben oder zu beseitigen)

Andreas Teich



Schalsteine



für ein Streifenfundament? Typisch Herr Teich! Für das verschwendete Geld und die Arbeit kann man sich locker eine Betonpumpe gönnen.



Schalsteine



Kosten liegen bei unter 12,-€/qm , abhängig vom örtlichen Einkaufspreis.
wenn man die Schalung für beide Seiten umsonst bekommt braucht man natürlich keine Schalsteine.
Hier werden die auch von Baufirmen für solche Zwecke wie auch für andere Fundamente verwendet.
Zudem kann man dann gut von Hand gemischten Mörtel verwenden und benötigt eh nicht mehr so viel.

Andreas Teich



@ Methusalem: stimmt,



bei uns heisst es

"Bauliche Anlagen sind mit dem Erdboden verbundene oder auf ihm ruhende, aus Bauprodukten hergestellte Anlagen"

Für Gartenhäuser gelten bis 40 m3 als genehmigungsfrei (20 im Außenbereich).

Gruß GE



p.s.:

bei genehmigungsfreien 40 m3 und 24 qm Bodenplatte könnte das mit der Höhe schon knapp werden.



Fundament oder Sockel???



Danke für den Hinweis,
aber der Unterschied ist sicher jedem bewußt und hier ohnehin nicht bedeutsam. Wer extra Schalmaterial besorgen und die Schalung herstellen muß kann genauso gut und evt wirtschaftlicher ein Fundament aus Schalsteinen herstellen, wie es viele Baufirmen hier machen-vor allem bei kleineren Bauvorhaben.

Andreas Teich



wir lassen's besser



es ist doch ziemlich klar, wozu Schalsteine verwendet werden können und was man sich erspart oder auch nicht.

Vorschläge gibts jetzt schon mehr als genug dazu.

Schalsteine sind ohnehin kein wahnsinnig kompliziertes Baumaterial-
Verwendung, Kosten, Betonbedarf etc sind ggf überall nachlesbar.



@ Oli



Wenn Du im Betonwerk mit einem Ausbreitmaß kommen mußt, um Beton zu bestellen, dann sind das dort Theoretiker. Bei Bedarf bestelle ich immer auf zähflüssig und lasse nicht alles Wasser zugeben - erst auf der Baustelle so, wie ich es brauche. Wenn ich mehrere Sachen zu betonieren habe, bestimme ich als handwerker, wie es rauskommen soll aus der Trommel - und die Fahrer sind da immer flexiebel, Natürlich nicht bei betonüberwachung - hier geht es aber um eine Gartenlaube auf einem Hubschrauberlandeplatz. Macht mal nicht so ein Geschrei um die Frage - er wollte nur wissen, ob man es schafft - und man schafft es .....!



Vorschlag



Frischen Beton in eine Schubkarre schaufeln und transportieren funktioniert nicht.

Statt dessen: 16/32 Betonkies ordern und am Grundstück abkippen lassen, Zementsäcke auf Palette ordern und möglichst weit auf dem Grundstück mit dem LKW-Kran absetzen lassen, Betonmischer leihen oder kaufen, Kies mit der Schubkarre anfahren und den ganzen Beton frisch, nach Bedarf selbst anmischen und einbauen, Funktioniert tadellos, auch in schwierigen Einbausituationen.

Ich habe auf diese Art 25 to Kies etc. für ein Gartenhausfundament und eine 15m2 Betonterrasse mit Streifenfundamenten und Böschungsmauer verarbeitet, in einem Gelände in Hanglage, das von der Strasse nicht angefahren werden konnte.



Fast richtig



Den Mischer neben den Kies stellen, dann schüppt man nur 1x



habt



ihr mal nachgerechnet, Ihr Planer und Ingenieure - 6 m3 sind gerade mal ca. 70 bis 100 Schubkarren voll - macht Euch nicht lächerlich vor den anwesenden Arbeitern! Kein Wunder, daß kein Bau mehr fristgerecht fertig wird !!



Ab 1 oder 2 m³



mach ich das allerdings so wie hier auf dem Bild. Dazu musst du aber auf dem Dorf wohnen. Kostenpunkt 30 EUR je m³ und geht schön schnell. Quälen sollen sich andere.



ok dann mal ne andere rechnung



Moin..
Damals als ich noch klein war stand ich als schüpper an ner Estrichmaschine,,,zu zweit kannste da schon mal 2 LKW´s voll Sand wegschüppen ....am Tag..und am nächsten tag wieder..
aber das war ja letztes jahrtausend...
6 kubik bewegen würde ich entweder mit 1 mann der Schüppt und 3-4 leuten die Karre fahren und 1 mann baut ein,, dann ist das gelumpe bis mittags glatt...
Alternativ die Beste idee hierzu war Beton vor ort selbst mischen,,das geht immer..

aber es ist halt Arbeit..
und ja das ist zu schaffen:)

gutes gelingen Flakes



Fundament



Bei der Betonschippchallenge klinke ich mich aus; was die Konsistenzklassen betrifft hier ein paar Informationen.
Viele arbeiten noch mit den althergebrachten Konsistenzklassen der DIN 1045:
KS (steif),
KP (plastisch, 350- 410 mm,
KR (Regelkonsistenz) 420- 480 mm,
KF (fließfähig) 490 - 600 mm.

Nach DIN EN 206-1 sind die Konsistenzklassen wie folgt eingeteilt:
F 1 (steif) - 340 mm
F 2 (plastisch) 350 - 410 mm
F 3 (weich) 420 - 480 mm
F 4 (sehr weich) 490 - 550 mm
F 5 (fließfähig) 560 - 620 mm
F 6 (sehr fließfähig) größer 620 mm.
Die Zahlen geben das Ausbreitmaß an.