30 Jahre altes, gepflegtes Fachwerkhaus kaufen - Sachverständiger in Bremen gesucht



Wir haben heute ein ca. 30 Jahre altes, sehr gepflegtes Fachwerkhaus im Raum Bremen besichtigt. Es ist ein absoluter Traum und haben ein sehr gutes Bauchgefühl. Nun wird aber ja eine Zweitbesichtigung mit Sachverständigen empfohlen, gibt es da wen im Raum Bremen? Sollte man unbedingt nochmal mit einem Sachverständigen schauen? Haben Sorge, dass uns jemand das Haus wegschnappt. Wollen uns aber natürlich auch gerne absichern, da wir Fachwerkneulinge sind.

Eckdaten zum Haus:
Baujahr. 1989
inkl. Fachwerk-Garage
Gasheizung Bj 2014 + Kaminofen
Fachwerk mit petrolfarbenen Balken von Zimmereibetrieb für hochwertige Fachwerkhäuser
Kalksandstein hinter Fassade
Dach mit Dachziegel auch auf Garage
Vollholzfenster mit Sprossen und Jalousien
Türen 3 Eingänge mit Sicherheitsschlössern
Vollholztreppe und -türen im Innenbereich
naturbelassene Holzdecke mit Naturbalken
Balken in dunkelbraun gestrichen
Parkett und Fliesen
Dachboden gedämmt und vertäfelt
Kein Keller

Ich hoffe ich hab nichts wichtiges vergessen.
Freu mich über Tipps und Empfehlung bzgl Sachverständigen, und ggf. auch Bedenken.

Lg Chrissi



Kauf eines Fachwerkhauses



Hallo allaboutchrissi ,

wenn es ein Fachwerkhaus aus Eichenholz von dem renommierten Herstellern Emil von Elling oder Fuhrberger ist, sind sie auf der sicheren Seite.

Sehr genau würde ich hinschauen, wenn Nadelholz für das Fachwerk verbaut wurde.

Viel Erfolg



Sachverständiger



Hallo,

uns hat man in ähnlicher Situation dazu geraten, die IG Bauernhaus zu kontaktieren. Ich weiß nun nicht, ob die sich für solche "Neubauten" interessieren, aber grade der Ansprechpartner für Bremen ist auch Gutachter und Sachverständiger. Und ein Anruf kostet ja nichts. Telefonnummer hat Google.

Viel Glück und viel Erfolg!



Die Freude ist groß



trotzdem sollten Sie nüchtern den Bau besichtigen.

Wie bereits geschrieben, ist das „A und O“, dass das Fachwerkhaus von einem renommierten Hersteller errichtet wurde. Der Grund ist, dass gerade zu dieser Zeit, zwischen Ende der siebziger bis Anfang der neunziger Jahre viele „Pseudofachwerkhäuser“ errichtet wurden. Die sehen toll aus, haben aber häufig massive Baumängel.

Z.B. wurde statt Hartholz, Fichtenholz genutzt. Die Wetterseite ist völlig ungeschützt. Die Gefache wurden mit Ziegeln ausgemauert, die völlig ungeeignet waren. Zwischen Gefache und Balken gibt es häufig Risse, die mit Silikon verschmiert waren. Zwischen Vertäfelung und Außenwand bildet sich häufig Kondenswasser. Die verwendeten Holzschutzmittel können stark gesundheitlich sein etc....

Stress und eine vorschnelle Entscheidung kann hier fatale Folgen haben. Lassen Sie sich alle Unterlagen zeigen. Fragen Sie nach bereits reparierten Schäden. Achten Sie oder fragen Sie nach Ameisen im oder um das Gebäude als Zeichen von Holzschäden und vereinbaren Sie einen Termin mit einem Gutachter.

Wichtig: Ein Makler ist hier die völlig falsche Ansprechperson. Er darf Ihnen alles erzählen ohne dafür haftbar gemacht zu werden. Befragen Sie also drigend die Bewohner oder die Nachbarn.

Verneint der Besitzer eine dieser Fragen oder weicht aus, würde ich sofort weiter Suchen.