1973 ZENKER RAUM ZELLE BUNGALOW FERTIGHAUS - WANDAUFBAU HILFE GESUCHT!!

17.05.2016



Guten Tag,
wir haben einen Bungalow aus dem Jahr 1973 besichtigt
(ZENKER RAUM ZELLE), nirgends gibt es mehr informationen über die Bauart. Hingegen der vielen OKAL und Zenkerhäuser im Internet besitzt dieser Bungalow eine offene Stahlkonstruktion nach aussen hin(alle paar Meter Stahlträger).

Intensive Recherchen brachten nichts, vielleicht kennt sich hier jemand über diese Bauart bzw. Wandaufbau aus? Als Aussenfasade dienen Asbestplatten. Im Inneren des Hauses ist kaum Modergeruch wahrnehmbar, sonderlicher Weise nur explizit im Wohnzimmer, welches über Panoramafenster verfügt und lediglich eine ca. 2m x 0,80 m lange Wandverkleidung nach aussen hin und in Zimmern mit Teppichboden. (Küche, Bad, Abstellraum, Heizraum sind geruchlos).

Kann dieser wahrnehmbare Geruch auch vom Teppich stammen?

Wichtig wäre zu erfahren, ob jemand noch Unterlagen zu dieser "seltenen" Bauart besitzt und welche Materialien dort verwendet wurden.

Laut Bauplan ZENKER RAUM ZELLE - 1973.

Viele Grüße



Hallo Michael



Wenn der Teil mit der Beschreibung des Wandaufbaues nicht vorhanden ist, wende Dich bitte an die Fa.: Zenker.
Beim zuständigen Bauamt müssten die Unterlagen ebenfalls vollständig vorliegen.

Rudi



Danke Rudi



Hallo Rudi und dankeschön,
die Fa. Zenker konnte leider nicht mehr helfen. Nur mit einem Wandaufbau ab 1976.
Mit dem Amt steht die Verbindung schon allerdings kostet das sehr viel Zeit...

Letztlich wird schätzungsweise nur eine Wohnraum / Wohngiftanalyse aufschluss bringen.

Wir würden nur ungern von diesem Haus Abstand nehmen, da es für unsere Zwecke mehr als ideal geschnitten ist. Kaufen ist sicherlich einfacher aber ein Miethaus zu finden... fast unmöglich.

Falls sich hier doch noch jemand mit Ideen findet, oder der selbst ein Zenker Haus von 1973 besitzt so freue ich mich über weitere Antworten.

Liebe Grüße
Michael



Mieten?



Wenn Du das Haus mieten möchtest, wozu benötigst Du den Wandaufbau.

Wir können auch gerne mal telefonieren, Daten auf meiner HP.
Wo steht das Haus, wenn ich fragen darf.

Rudi



MIETEN?



Hallo Rudi,
danke nochmals für Ihre Antwort.
Es sollte nur Aufschluss darüber bringen, ob in den frühen 70er Jahren und mit dieser "Stahlkonstruktion" ebenfalls Spanplatten verwendet wurden, die Chloranisole etc. ausgasen können.

Im Prinzip haben Sie recht, wenn das Haus anfängt zu stinken kann man wieder umziehen und man hat lediglich diese Kosten jedoch handelt es sich hierbei um einen komplexen Umzug, und da möchten wir sicher gehen, da wir gerne längerfristig dann nicht mehr umziehen möchten...

Wohin das Auge reicht, gibt es zahlreiche Fertighäuser der 70er / 80er noch mit Asbestfassade, die keinen sanierten Eindruck machen und Menschen wohnen ja auch darin.

Würde man hier vielleicht jemand finden, der ebenso ein Haus aus diesem Jahr besitzt, der einem die Sorge eingerenzen kann so ist schon geholfen..

Daher weiß man langsam nicht mehr, ob die Beiträge im Netz ebenso angsteinflößend nur sind, wie eine Selbstdiagnose der Gesundheit durch Internetrecherche...



Chloraniesole



sind verantwortlich für die Geruchsbelastung und kommen nicht aus den Spanplatten sonder sitzen in der Dämmung der äusseren Wände, in der Regel Glaswolle.
Wom Wandaufbau gehe ich davon aus das (von Aussen gesehen) hinter der Eternittfassade eine Spanplatte verbaut ist, dannzwischen den Stahlträgern? die belastete Dämmung und die Innenwand Span- und Rigibsplatte oder nur Rigipsplatte.

Rudi



Heizkosten ?



Stahlkonstruktion ist ja schon mal vielversprechend... Wärmebrücken ohne Ende.



Heizkosten / Risiken / Nebenwirkungen



Guten Tag und danke für Ihre Antwort. Sachdienliche Hinweise wären jedoch eher von Wert.

Zur Info! Diese offenen Stahlträger sind alle 2-3 Meter gesetzt, die nur von aussen sichtbar sind und nicht ins Haus innere gehen. Entfernt erinnert es an einandnergestellte Container. Es handelt sich jedoch NICHT um ein reines Stahlhaus wie einst von Hoesch.

Über die Risiken der erhöhten Heiz- und Mietnebenkosten sind wir uns sicherlich bewusst. Wir haben uns an dieses Forum gewendet um Informationen zu erlangen, da es keine Bilder, Daten oder sonstiges zu dieser Zenker Baureihe im Internet oder beim Hersteller mehr gibt.

Hier liest man zumeist von belasteten Fertighäusern von anderen Marken, die Doppelstöckig sind.

Über belastete Flachdachbungalows ohne Unterkellerung gibt es kaum Hinweise.

Vielleicht mal eine Frage an die Experten:
1972 hiess die Firma noch OKAL-Zenker Raumzellen AG
1973 im Bauplan dann Zenker Raumzellen AG, waren in den frühen 70er Jahren die Firmen fusioniert und trennten sich dann?



Schadstoffanalyse



Hallo,

fertigen Sie doch selbst eine Schadstoffanalyse an, so könnten Sie Kosten einsparen.

Mfg Marcus



1-Chlornaphthalin anstatt Chloranisol / Boden V100G



Guten Tag,
nachdem weitere Nachforschungen stattgefunden haben, lässt sich die Geruchsquelle nun eingrenzen.

Die Wände, Steckdosenschächte und Decken riechen nicht nach dem muffigen Geruch. Der Fußboden in den Räumen in denen Teppich verlegt ist, jedoch deutlich.

In den Containerbauten / Raumzellen Bungalows aber auch in Pavillions und anderen Containerbauten wurden in den 70er Jahren je nach Hersteller Böden aus V100G Spanplatten verbaut. Diese können Chlornaphtalin abgeben, welches ebenso muffig riecht wie Chloranisol und sofort an der Kleidung haftet (wir waren 1,5 Std. im Haus und der Geruch verflog erst nach Stunden) jedoch laut Recherche gesundheitsschädlich ist.

Daher riecht es in den gefliesten / mit Linoleum veklebten Räumen wohl auch nicht.

Der Bungalow besitzt keine Unterkellerung, dementsprechend wird eine Herausnahme und Ersetzen des Fußbodens deutlich schwieriger. (Abstand zum Erdboden ca. 30-40 cm).

Nun meine Frage: Kann der Geruch aus den Bodenplatten durch Überfliesen bzw. Überstreichen / mit dickem Fließestrich ebenfalls eingeschlossen werden?

Gibt es beim Boden andere Möglichkeiten als bei der Wandsanierung?

Viele Grüße und einen guten Start in die Woche!



Endergebnis!



Gerne möchte ich nun das Ergebnis mitteilen.

Wir hatten die Möglichkeit uns mehrere Stunden in dem Haus aufzuhalten um vorerst einen Formaldehydtest zu nehmen.

Da diesesmal das Haus nicht durch den Vermieter gelüftet werden konnte, kam gleich zu Beginn ein enormer Schwall von stechenden Gerüchen entgegen, Kratzen im Hals und unwohlsein trat bei beiden Personen sofort auf.

Nachdem wir das Haus nach 30 Minuten für zwei Stunden verlassen hatten und uns an dem stechenden Geruch in Kleidung, Haut und Haaren erfreuen durften, kam das unschöne Ergebnis zum Vorschein.

Vorletzte Stufe des Formaldehyd Test und somit alleine schon eine sehr hohe Raumluftbelastung hierdurch, abgesehen von möglichen Chlornaphtalinen und Chloranisolen.

Für uns ein niederschmetterndes Ergebnis, aber so ist für uns das Haus nicht bewohnbar.

Somit muss man wirklich sagen, die zahlreichen Beiträge im Internet sollte man sich vor einem Bezug sehr gut durchlesen und das Geld in Tests investieren. Lage und Preis sollten nicht vor der Gesundheit stehen.

Was der Geruch an der Kleidung, Haut und Haaren nach nur 30 Minuten gezeigt hat, nein so sollte dann doch sein Hab und Gut nicht riechen, abgesehen von allen gesundheitlichen Faktoren.



....Grundsatzentscheidungen...



Hallo Michael,
an Deiner Stelle würde ich dort auch nicht mit liebäugeln. Ja eine Mietsituation auf dem Markt ist schwierig aber ein fragwürdige Immobilie zu kaufen noch schwieriger. Wenn man sich nicht sicher ist was genau verbaut ist und die gängigen Materialen mit ihren Zusatzstoffen in dieser Zeit in betracht zieht würde ich einen großen Bogen machen. Berücksichtige auch den Werterhalt Deiner Investition für die Zukunft(Wiederverkaufbarkeit, Abriss und Entsorgungskosten usw.). Wenn Euch das Grundstück serh gut gefällt und der Gesamtpreis es rechtferigt kannst Du über einen Abriss und Neubau nachdenken alles andere wäre mir auch zu yoga. Weder Spanplatten noch Mineralwollen sind heute mit den alten Mixturen erlaubt, die meisten Kleber für Bodenbeläge ebenfalls und tolle PVC Böden o.ä. gewinnen auch bestimmt nicht einen Öko-Award. Wenn Du dann noch mit Farbmixturen aus der Zeit das Haus gestrichen hast ist das ein klarer Fall von purer Sondermüllentsorgung im mehrfachen Kilotonnenbereich. So schön kann man sich ein Haus auf Dauer nicht schön trinken das da was positives bei rum kommt. Sorry Eure Immobilien-suche sollte besser weitergehen...auch wenn der Markt sehr angespannt ist.

VG Hüpenbecker