Die Hausratversicherung

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Hausratsversicherung bei Fachwerkhäusern

Besitzer von Fachwerkhäusern können sich in der Regel mehr als glücklich schätzen. Und das gleich aus mehreren Gründen. So atmet ein Fachwerkhaus als Bestandsimmobilie nicht nur Geschichte aus jeder “Ritze” des Hauses, sondern Fachwerkhäuser sind darüber hinaus noch besonders, individuell und optisch ansprechend anders. Darum ist es wichtig, nicht nur das Haus selbst, sondern auch sein Hab und Gut zu schützen, welches sich im Haus befindet. Auf alle Eventualitäten vorbereitet und richtig abgesichert sein - doch wie?

Fachwerkstadt Quelle: https://pixabay.com/de/stadt-häuser-kleinstadt-architektur-3378773/

Was das Inventar des Fachwerkhauses angeht, lassen sich über die Hausratversicherung viele Risiken abfangen - sofern sie über Baukastenmodule auf den tatsächlichen Bedarf korrekt zugeschnitten sind. Nicht jedes Risiko ist in Basisverträgen für die Besitzer von Fachwerkhäusern abgefangen und muss möglicherweise über Zusatzklauseln abgedeckt werden.

Hausrat im Fachwerkhaus - was fällt darunter?

Der Hausrat im Fachwerkhaus, der im Leistungsumfang der Hausratversicherung enthalten ist, wird von den Versicherern recht deutlich spezifiziert. So werden in der Versicherung, die das eigene Hab und Gut im Haus schützen soll, die Dinge und Einrichtungsgegenstände versichert, die dem Ver- oder Gebrauch dienen. Das wären laut Informationen der Gothaer:

  • Sämtliche Möbel im Fachwerkhaus
  • Elektrogeräte als Haushaltsgeräte oder Unterhaltungselektronik (Fernseher, Computer, Konsolen für Spiele und Co)
  • Bekleidungsgegenstände
  • Normale Schmuckgegenstände
  • Werkzeuge zur Instandhaltung des Fachwerkhauses
  • Dekorationsmaterialien wie Gardinen, Teppiche, Blumen usw.
  • Kunstgegenstände

Doch ist automatisch jeder Wertgegenstand - zum Beispiel die teure Uhrensammlung, die Briefmarkensammlung, der teure Erbschmuck - mitversichert? Sie gehören im Grunde mit zum Hausrat, sollten aber bei herausragendem Wert separat im Versicherungsvertrag inkludiert werden. Das liegt daran, dass im Versicherungsfall der jeweilige Neuwert der Gegenstände ersetzt wird und bei “alten Stücken” mit besonderem materiellen Wert lohnte es darum, diese Dinge mit einem Wertgutachten gesondert aufzunehmen.

Vor was schützt die Hausratversicherung Besitzer von Fachwerkhäusern genau?

Dinge, die man sich für sein Fachwerkhaus angeschafft und mit denen man das Objekt nach eigenem Gusto wohnlich gestaltet hat, liegen einem in der Regel am Herzen. Darum gilt es, diese Gegenstände gegen Gefahren abzusichern und im Versicherungsfall ersetzt zu bekommen, um einen finanziellen Schaden gering zu halten. Doch vor was schützt die Hausratversicherung den Besitzer des Fachwerkhauses nun genau?

Im Basisvertrag sind Beschädigungen, die Zerstörung oder der Verlust (zum Beispiel durch Einbruchdiebstahl) abgefangen. Detailliert sieht die Risikoabdeckung im Regelfall wie folgt aus:

  • Sturm und Hagel
  • Einbruchdiebstahl und Raub oder Vandalismus
  • Schäden durch einen nicht vorsätzlich ausgelösten Brand
  • Blitzschlag mit Überspannung
  • Schäden durch Leitungswasser bei defekten Rohren im Fachwerkhaus

Im Segment der Risikoabkofferung fehlen Risiken? Zum Beispiel Überschwemmung, Schneeschäden, Erdbeben oder auch Glasbruch? Das sind Risiken, die in bestimmten Regionen entstehen und die generell über eine Zusatzklausel im Vertrag mitversichert können. Bestehen diese Risiken, zum Beispiel die Überschwemmung, weil das Fachwerkhaus nah an einem Fluss steht, sollte das zusätzlich in die Police inkludiert werden.

Wichtige Grundfaktoren bei der Hausratversicherung für Fachwerkhäuser

Grundsätzlich gilt: Es gibt im Grunde nichts, was sich im Zuge der Hausratversicherung nicht schützen lässt - sofern es sich im Hause selbst befindet. Und exakt das ist der entscheidende Punkt. Sollen zum Beispiel Fahrräder oder teure E-Bikes mitversichert sein, die sich aber nicht im Keller oder der Garage des Hauses befinden, sind hier Zusätze in der Police freizuschalten. Dann werden auch Dinge versichert, die sich auf dem Grundstück des Fachwerkhauses befinden - inklusive der Wäsche auf der Leine im Garten oder des Rasenmähers, selbst wenn er sich nicht gesichert im Schuppen oder im Gartenhaus befindet.

Wichtig ist ebenso, dass die Wohnfläche sehr genau spezifiziert wird und das bereit zu Vertragsbeginn. Sie dient als wesentlicher Bestandteil, um eine Versicherungssumme festzurren zu können und damit eine Unterversicherung zu vermeiden. Wer eine Versicherungssumme von rund 650 Euro je Quadratmeter Wohnfläche als Maßstab anlegt, ist auf der sicheren Seite. Doch was gehört zur Wohnfläche?

Hier sind alle Räume des Fachwerkhauses zu inkludieren. Unberücksichtigt bleiben können jedoch bei der Wohnflächenfeststellung die Kellerräume, der Dachboden und andere Räume, sofern sie nicht als Wohnraum genutzt werden. Das heißt, ein Büro-, Sport-, Werk- oder Hobbykeller sollte immer in die Wohnfläche eingerechnet werden. Und wenn die Kinder den ausgebauten Dachboden als Jugendzimmer nutzen oder er als Lagerfläche genutzt wird, ist auch der Bereich aufzunehmen.

Hausratversicherung - Das eigene Hab und Gut im Fachwerkhaus absichern

Auch wenn die Einbruchszahlen laut BKA rückläufig sind, so gab es im Jahr 2017 immer noch die recht hohe Zahl von 116.540 versuchten und vollendeten Wohnungseinbrüchen mit Diebstahl, Raub und Vandalismus. Im Zehnjahresvergleich ein Tiefststand. Und doch sind die Risiken nicht von der Hand zu weisen, selbst zum Opfer einer solchen Straftat zu werden. Darum ist der Bewohner eines liebevoll hergerichteten Fachwerkhauses stets gut damit beraten, sich wie auch sein Hab und Gut abzusichern.


Hausratversicherung - verbrannte Regale im Fachwerkhaus

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