Bauzeit

Die Junkernschänke wurde ursprünglich zu Beginn des 16. Jahrhunderts als spätgotisches Haus erbaut. Die Wandständer erstreckten sich über zwei Geschosse und lediglich die niedersächsische Schiffskehle war als Ornament vorhanden. Die heutige Form ist 1547 / 49 durch Giselher Swanenflogel beauftragt worden. Der Ratsherr und Bürgermeister von Göttingen ließ die prachtvollen Renaissanceerker anfügen.

Renaissancefachwerk

Junkernschänke Renaissancefachwerk Die Hausfront an der Barfüßerstrasse wird von geschnitzten Gestalten des Alten Testamentes beherrscht: Delila, die dem Schlafenden Simson die Locken abschneidet, denen er seine Kraft und Stärke verdankt. In der Hand hält der Schlafende noch den Eselskinnbacken, mit dem er Tausende der Philister erschlug, von denen einer schon mit einem Speer bewaffnet bereit, um den seiner Kraft beraubten Simson in die Gefangenschaft zu führen. Über der ganzen Szene schwebt triumphierend der Liebesgott Amor.

Figürliche Fachwerkschnitzereien

Junkernschänke Göttingen - Schnitzereien Dann darüber auf den Ständern des Erkers Adm und Eva mit dem Paradiesengel, der drohend sein Schwert schwingt, Judith mit dem Haupte des Holofernes, König David als Psalmensänger mit der Harf, die thronende Königin von Reicharabien mit einer Geschenkschale, Bathseba, die Frau des Uria, mit einer Fruchtschale und König Salomon.

Junkernschänke Göttingen - Die Knagge mit Johannes dem Täufer und Christus Junkernschänke Göttingen - Der Erker An der Schmalseite des Erkers ist die Kreuzigungsszene angebracht. An der Knagge am Eckständer der Junkernschänke erscheinen als zentrale Figuren Johannes der Täufer und Christus, während die Erkerfront an der Jüdenstraße die Evangelisten und den Zyklus der Planetengötter zeigt.