Klinkersteine direkt in Sand verlegen - Warum eigentlich nicht?
"Warum können wir nicht einfach Klinkersteine nehmen und diese genauso Verlegen als würden wir unseren Hof pflastern?"
Wer kann uns Argumente dafür bzw. dagegen liefern.
Vielen Dank im Voraus
Angela und Matthias
Krein Matthias | 10.04.04
Holzbau
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Ziegelboden
Klar, gute Idee und wurde wohl auch schon vor Jahrhunderten so gemacht. Ein diffusionsoffener Bodenaufbau ist in einem altem Bauernhaus in jedem Fall vorzuziehen, durch eine Betonplatte wird aufsteigende Feuchtigkeit nur in die umgebenden Wände geleitet. Bei dem geplantem Ziegelpflaster kann ggf. anfallende Feuchtigkeit großflächig verdunsten und schlägt so kaum ins Gewicht. Ebenso wirkt sich die Feuchtigkeitsregulierende Wirkung positiv aufs Raumklima aus. In jedem Fall sollte aber eine kapillarbrechende Schicht eingebaut werden. Idealerweise mit Schaumglasschotter, Basalt geht auch, dann ist aber kein Wärmeschutz wie beim Schaumglas vorhanden. Viele Grüße nach Ostfriesland, habe dort vor einigen Jahren auch mal gewirkt. Naturschutzstation Lübbertsfehn, nähe Aurich. ein alter Gulfhof, der übrigens auch ein Ziegelpflaster im Flur liegen hat.
Viele Grüße
Mathias Josef
Lehmbau & Sanierung | Lehmbau & Sanierung - Mathias Josef | 12.04.04
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Bauen mit Naturbaustoffen
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Missverständnis?
Hallo Mathias,
erst mal vielen Dank für Deinen Hinweis. Ich muss jedoch gestehen, dass wir schon eine Bodenplatte aus Beton hergestellt haben. Der Ziegelsteinboden soll also anstelle eines Fliesenbodens bzw. Dielenbodens auf der fertigen Bodenplatte eingebaut werden. Wir Überlegen ob die sonst übliche Verlegung im Dickbettmörtel erforderlich ist. Und wenn nein, wie der Aufbau hergestellt werden muss?
Vielen Dank im Voraus
Matthias Krein
Matthias Krein | 12.04.04
Holzbau
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Ziegelboden 2
Wenn die Betonplatte nun schon vorhanden ist, würde ich eine Verlegung im Dickbettverfahren (Trasskalkmörtelbett) vorziehen, die Steine können natürlich auch auf einem Feinplanum verlegt werden, bei der Verlegung im Mörtelbett können aber eben auch die entstandenen Fugen ausgefugt werden und somit eine geschlossene Oberfläche erreicht werden. Das Risiko erhöhter Salz und Feuchtebelastung in den umgebenden Wänden besteht eben bei dichten Bodenaufbauten und fehlender Horizontalsperre in den Wänden. Hängt natürlich noch von anderen Faktoren (Bodenfeuchtigkeit, Grundwasserspiegel etc.) ab.
Viele Grüße
Mathias Josef
Lehmbau & Sanierung | Lehmbau & Sanierung - Mathias Josef | 13.04.04
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Insekten und Verschmutzung
Hallo Mathias,
vielen Dank für Deine Antwort. Was denkst Du bzgl. der offenen Fugen:
1. Insekten (Ameiesen, Kellerasseln) im Fugenraum
2. ...
Vielen Dank im Voraus
Matthias
Matthias Krein | 13.04.04
Holzbau
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Fugen
Wegen Insekten hätte Ich keine Bedenken, wenn Die im Haus sind finden Sie ohnehin Ihre Ecken. Bei einer Verlegung in Sand kann es im schlimmsten Fall passieren das sich eine Maus unter dem Pflaster verirrt und durch deren Gänge einige Steine anfangen zu wackeln. Im scharfkantigem Basaltsplitt wird das so schnell nicht passieren, der wird aber in Ostfriesland nicht leicht zu beschaffen sein. Im Mörtel verlegte Steine und eine geschlossene Oberfläche haben sicher Vorteile auch im punkto Reinigung. Letzten endes ist das aber Ansichtssache und auch eine Geschmacksfrage.
Gruß vom Edersee
Mathias Josef
Lehmbau & Sanierung | Lehmbau & Sanierung - Mathias Josef | 13.04.04
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Hallo Häuslebauer... habe gerade Teile eines lippischen Bauernhofes renoviert und bin dabei z.T. so vorgegangen:
Auf eine Schüttung aus Splitt (wegen der Mäuse) wurde der Stein (Tegola light) verlegt. Dabei habe ich darauf geachtet, dass der Pflasterstein nicht so dick ist, denn es muß ja kein LKW drüberfahren, habe diese Art der Verlegung aber nur in der Werkstatt und in der Abstellkammer (ehemailger Stall) praktiziert.
ansonsten noch frohes schaffen
Walter | 08.05.05
Kaki aus Buggingen?
Da regnet es bestimmt rein!!
Thomas S. | 03.11.11