Ofenanschluß an altem Schornstein
Der zuständige Schornsteinfeger meinte, er würde es zwar abnehmen, aber nur unter Bauchschmerzen. Es wäre eben schwierig einzuschätzen, wie der komplette Zustand des Schornsteins ist und wo Holz in den Wänden wäre.
Nun habe ich einige Bedenken, denn so gerne ich auch so einen Ofen hätte, ich möchte doch nicht irgendwann auf einem Häufchen Asche sitzen.
Hat jemand Erfahrungen mit Öfen in alten Fachwerkhäusern?
Martina Züllighofen | 09.01.03
Alter Schornstein
Hallo Frau Züllighofen.
Hier einige Gedanken zu Ihrem Problem. Bedenken Sie, das es früher die einzige Möglichkeit war mit Holz zu Heizen. Das heist, das ihr Schornstein je nach alter des Hauses unter Umständen schon mehrere Jahrhunderte genutzt worden ist. Früheren Handwerkern dürfte die Gefahr eines Brandes durchaus bewusst gewesen sein, und den Bewehrungstest hat der Schornstein wohl bestanden.
Natürlich ist mit Feuer im Fachwerkhaus nicht zu spaßen, mann muss immer auf der Hut sein, sei es der Ofen, der Herd in der Küche, der Weihnachtsbaum ect. Ich beführworte jedoch das Heizen mit Holz da es ein nachwachsender Rohstoff ist und die Umwelt schont. Ich selbst wohne ebenfalls in einem Fachwerkhaus und habe dort drei Holzöfen angeschlossen, jedoch mit niedriger KW Zahl. Hoffe, Ihnen bei der Entscheidung weitergeholfen zu haben. Viele Grüße aus Nordhessen
Lehmbau & Sanierung | Mathias Josef | 12.01.03
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Bauen mit Naturbaustoffen
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Ofenheizung
Hallo Herr Josef,
vielen Dank für Ihre Antwort. Ja, das dachte ich mir nämlich auch schon, daß vor ca. 300 Jahren ja schon auf diese Art geheizt und folglich wohl schon richtig geplant und gebaut wurde damals. Der Kaminfeger hat wohl wegen des hohen Alters des Schornsteins Bauchweh, aber immerhin würde er es ja abnehmen.
Ich denke, daß ich mich wohl für einen Ofen entscheiden werde, aber dann eben auch nur mit 4-5 KW, und nicht mehr. Die Möglichkeit, mit einem Ofen heizen zu können, war unter anderem für mich einer der Gründe, dieses Haus zu kaufen.
Viele Grüße vom Rhein :-)
Martina Züllighofen
Martina Züllighofen | 13.01.03
Ofenheizung im Fachwerkhaus
Vorsicht !
Natürlich ist die Ofenheizung das Beste für ein Fachwerkhaus.
Aber bitte beachten Sie, dass die alten Öfen kaum mehr als 1 kW hatten. Dafür durften dann auch mal Balken auf dem Schornsteinmauerwerk liegen oder manchmal auch durch den Zug gehen ! Aber um höhere kW an einen alten Schorstein anzuschließen, braucht man doch ein ganzes Stück (unnötigen) Mut. Denn wenn diese Esse wirklich alt ist, sind die Fugen wahrscheinlich z.T. ausgebrannt und Steine versottet. Mit einem Schornsteineinsatz kann man doch dieser Gefahr begegnen, ohne dass man etwas am Aussehen merkt.
Architekturbüro Merkel | W.Merkel, Architekt | 13.01.03
Fachwerk- und Schrotholzbauten
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Stahleinsatz geht leider nicht
Vielen Dank für Ihre Antwort, habe mich sofort mal erkundigt und mit dem Schornsteinfeger gesprochen. Leider besteht die Möglichkeit eines Edelstahleinsatzes nur für Gas- oder Ölheizung, nicht jedoch bei festen Brennstoffen. Ausserdem sei der Kamin zu klein im Durchmesser, da bekäme man solch ein Rohr gar nicht eingesetzt :-(
Auf meine Frage, ob er bei einem kleineren Ofen sein OK geben würde meinte er, da hätte er keine Bedenken. Also werde ich wohl einen Ofen mit niedriger KW-Zahl wählen. Ist ja auch nicht zum kompletten heizen des Hauses, dafür habe ich ja eine Gastherme, die über einen separaten Abzug läuft.
Viele Grüße
Martina Züllighofen | 15.01.03
Schornsteinsanierung
Die einzig richtige und sichere Möglichkeit, einen leistungsstarken Ofen einzubauen, ist wohl eine Schornsteinsanierung. Diese haben wir in unserem Fachwerkhaus ebenfalls durchgezogen. Die Meinung des Schornsteinfegers, dass eine Sanierung nicht möglich sein, können wir so ohne weiteres nicht nachvollziehen. In unserem Fall (gemauerter Schornstein, ca. 24 x 24 cm innen, ca. 150 Jahre alt) wurde durch einen Schornsteinsanierer ein Edelkeramikrohr eingezogen und demnächst ein großer Kachelofen im Erdgeschoss mit ca. 12 kw und ein Schwedenofen im 1. Obergeschoss mit ca. 8 kw angeschlossen. Das ganze hat super funktioniert und das, obwohl unser Schornstein zum Giebel hin "geschweift" ist (d.h. eine Kurve von ca 15 Grad beschreibt). Die Schorsteinsanierung ist maximal bis zu einem 40-Grad-Winkel durchführbar. Auf dieses Edelkeramikrohr haben wir 30 Jahre !!!!! Garantie und der zuständige Schornsteinfeger bezeichnete dies als die beste und sicherste Lösung. Die Kosten für die Sanierung unseres ca. 10 m hohen Schornstein inkl. des Kurvenstücks betrugen 2.400,-- Euro; ein Betrag, der sich aus Sicherheitsaspekten sehr schnell amortisiert! Für weitere Infos könnt Ihr uns gerne anmailen!
Bernd Golling | 19.01.03
Seit Oktober 2002 stolzer Besitzer eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses
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Schornsteinsanierung mit Edelkeramikrohren
Hallo, Frau Züllighofen!
Leider konnte ich Ihre Email nicht beantworten, da die Antwortadresse (Zuelli2403@aol.com) nicht korrekt zu sein scheint und die Email daher zu mir zurück kam.
Hier nun meine Antwort auf diesem Wege:
Die besagte Kaminsanierung in unserem alten Fachwerkhaus wurde von der Firma Rainer Zimpfer, Schornsteinsanierung, in 77743 Neuried durchgeführt. Diese Angabe alleine wird Ihnen wohl nichts nutzen, da die Firma Zimpfer – meines Wissens – nur Aufträge im Ortenaukreis abarbeitet. Das ist auch o.k. so, denn ansonsten würden die Kosten wahrscheinlich explodieren.
Viel wichtiger für Sie ist wohl die Angabe des Herstellers dieses Edelkeramikrohrs. Dies ist die Firma ERLUS, die meines Wissens im Bayern angesiedelt ist. Leider habe ich keine Web-Adresse dieser Firma; aber die werden Sie sicherlich finden. Und dann können Sie mit Sicherheit über diesen Umweg einen Schornsteinsanierer in Ihrer Gegend finden, der mit diesem Herstellermaterial arbeitet.
Ich kann es Ihnen wirklich nur empfehlen, denn nach der Sanierung hat der Schornsteinfeger eigentlich gar nichts mehr zu melden und kann auch keine Bedenken mehr anführen. Außerdem gewährt diese Firma – wie schon gesagt – 30 Jahre Garantie!!
Also, viel Spaß beim Suchen und Finden!
Viele Grüße
Bernd Golling
Bernd Golling | 23.01.03
Seit Oktober 2002 stolzer Besitzer eines denkmalgeschützten Fachwerkhauses
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