Seifenhydrophobierung beim Kalk- Fassadenanstrich
Andreas Degener | 25.05.07
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Kalkanstrich für Wetterseite
Kalkanstriche sind generell nur bedingt wetterbeständig.
Die Basis für einen guten Kalkanstrich ist ein geeigneter Untergrund - in diesem Fall sollten Anstriche auf Dispersionsbasis vollständig entfernt werden (chemisch - bspw. Scheidel Asur bzw. SG 94 und anschließend mechanisch). Lose, pudernde Kalkanstriche könnten mechanisch abgebürstet werden oder eventuell mit einem Kieselsäureesther (bspw. KSE 100 von Remmers) gefestigt werden.
Eine Verseifung des eingesumpften Kalkes erreicht man durch die Zugabe von 2 - 5 % Leinölfirnis. Der Kalk sollte noch nicht verdünnt sein. Kalkteig und Leinölfirnis werden homogen verrührt (Rührwerk empfehlenswert) - dadurch tritt eine Verseifung des Kalkes ein. Nach ca. 2 - 5 Tagen Standzeit kann der verseifte Kalk verarbeitet werden (dünner, lasierender Auftrag - immer feucht halten). Der Kalk kann natürlich auch gespritzt werden. Durch die Verseifung mit Leinölfirnis erhöht sich die Wetterbeständigkeit des Kalkes erheblich. Eine 100%ige Hydrophobierung (Wasserabweisend) erreicht man dadurch aber nicht.
Thomas Hunkel
denkmal konkret | Atelier für Putz- und Wandgestaltung | 11.07.07
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