Rothalsbock im Fenster
Meine Fragen sind nun: Können wir das befallene Holz komplett entfernen, den gesunden Rest austrocknen und Fehlendes ersetzen? Oder muss das komplette Fenster bzw. Rahmen ausgetauscht werden?
Ist eine professionelle Schädlingsbekämpfung erforderlich oder kann man das selber machen? Falls ja, wie?
Ist es möglich, dass der Käfer sich am Haus weiter verbreitet? Wir haben z.B. eine ältere Fassade aus Lärchenholz, die jedoch Trocken und in gutem Zustand ist. Und eine Terrassendeck aus Eiche, die wird jetzt gerade neu gemacht. Ich habe gelesen, dass der Käfer nur feuchtes, pilzbefallenes Holz und auch nur Nadelholz befällt. Stimmt das?
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar!
Nicole Elsenbach | 27.06.09
Rothalsbock
Hallo,
reparieren reicht vollkommen aus. Sie sollten aber die Ursache der Feuchtigkeitsbelastung abstellen, sonst freut sich der nächste Holzbock.
Der Käfer wird sich nur dort weiterverbreiten, wo ähnliche Verhältnisse vorhanden sind, also weiter ein "Gemeinschaftswerk" von Pilzen und Insekten vollbracht werden könnte.
Schädlingsbekämpfung ist wirkungslos, solange der Feuchtigkeitszutritt nicht unterbunden wird, danach ist sie überflüssig.
Grüße vom Niederrhei
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 27.06.09
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Rothalsbock
Vielen Dank für die rasche Antwort! Jetzt sind wir ein wenig beruhigt und müssen nur(!) noch das Fenster reparieren und dann die Ursache der Feuchtigkeit beseitigen. Das Fenster war im Estrich bzw. der Türschwelle eingelassen. Da ist dann wahrscheinlich immer das Wasser reingelaufen. Das kann man aber sicherlich beheben, indem man es freilegt und für Ablauf sorgt.
Grüße aus Hückeswagen
Nicole Elsenbach | 27.06.09
Pilzbefallenes Holz sollte (nach DIN sogar ein muss) in jedem Fall ausgetauscht werden. Nur so können Sie auch sicher sein das sich nicht noch weitere Laven im Holz befinden.
zahn-der-zeit | 27.06.09
lieber ein offenes Herz als ein offenes Bein
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Rothalsbock
Hallo liebe Nicole
Wie die "Vorredner" bzw. "Vorschreiber" bereits darstellten, genügt es das pilzbefallene Holz auszutauschen und ansonsten dauerhaft Trocken zu halten.
Dietmar Beckmanns "Holzbock" wird sich allerdings nie für das Holz interessieren, hier handelt es sich um ein Spinnentier.
Der Rothalsbock (Stictoleptura rubra) benötigt nach Langendorf für seine Entwicklung eine Holzfeuchte von über 20% im Nadelholz. Von daher besteht für die trockenen Holzbauelemente deines Hauses keine Gefahr.
Gruß
L. Parisek
PARISEK saniert GmbH & Co KG | L. Parisek | 27.06.09
Mutabor
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