Wandheizung oder Deckenheizung?
Hallo zusammen,mich plagt die Frage welche der beiden Heizungsarten die bessere ist. Die Raumhöhe beträgt ca. 275cm.
Wer kann mir mal sämtliche Vor- und Nachteile der beiden Heizungsarten nennen und welche ist eurer Meinung nach zu bevorzugen.
Bob der Baumeister | 26.06.09
Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das!
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Puhhh..
Deckenheizungen erzeugen heiße Köpfe und kalte Füße.
Ich empfehle mal:
"Falsch geheizt ist halb gestorben." von Alfred Eisenschink.
Schon etwas älter, aber immer noch wertvoll.
Gruß
Wolfgang
Wolfgang Mües | 27.06.09
Heiz - aber richtig
Hallo
Wand oder Decke!
Eisenschink ist schon sehr gut. Empfehlenswert aber nicht immer nachzubeten!
Ich hab mal bei einem Vortrag vor Jahren gehört:
Die haben einen Versuch aufgebaut:
Raum - 1. Türe ein Fenster 3,0 x 3,0 x 3,0
Raum 1 - Fußbodenheizung
Raum 2 - Wandheizung
Raum 3 - Deckenheizung
die Probanten wussten nicht welcher welcher war - mussten nur auf einem Zettel ankreuzen welchen sie am angenehmsten empfanden:
50 % - Decke
35 % - Wand
15 % - Boden
hab leider da ca.15 Jahre her keine Unterlagen mehr!
Für "Decke" spricht auch die Tatsache, dass die Deckenstrahlplatte schon Industrie-Standard seit Adolfs Zeiten ist. (Flugzeughangars) und viel in Hochregallagern verwendet wird (Strahlung ist sinnvoll und kommt von oben - wie die Sonne)
gutes Entscheiden
FK
Architekturbüro slow-house | Dipl.-Ing. (FH) Florian Kurz | 27.06.09
langlebig - nachhaltig - einfach
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Deckenheizung ?
Hallo,
das ist ja ein ziemlich dürftiger Versuchsaufbau.
Adolfs Technik ist wahrhaftig nicht mehr zeitgemäß. Vor allem waren die Vorlauftemperaturen der sg. "Deckenstrahlungsheizungen" viel zu hoch, mußten Sie auch, weil nahezu ungedämmte Räume zu heizen waren. Die Energieverschwendung wurde in riesigen Heizzentralen mit ständig bedienten Kohlebrandkesseln erzeugt.
Heute kann man auf Bauteilaktivierung zurückgreifen, was besagt, daß niedrige Vorlauftemperaturen über die Heizleitung sofort an die einschließenden Bauteile weitergegeben werden. Dass. gilt auch für Kälteleitungen.
Dann ist es für die reine Beheizbarkeit zunächst egal, ob Innenwände, Decken, Fußböden oder Außenwände "aktiviert" werden.
Im Fachwerkhaus kommt es darauf an, Außenwände Trocken zu halten, daraus folgt die Bevorzugung von Heizleitungen in der Außenwand.
In hohen bis sehr hohen Räumen will man einen gleichmäßigen Temperaturverlauf in der Höhe haben, also greift man auf Fußbodenheizungen zurück.
Die Deckenheizung ist einfacher nachgerüstet als die Bodenheizung, weil kein druckfester Belag nötig ist.
Suchen Sie sich also das passende aus.
Grüße vom Niederrhein
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 27.06.09
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Deckenheizung - nicht mehr zeitgemäß?
Dann geben Sie mal:
deckenstrahlplatten
bei google ein!
Das ist so unmodern, dass zum Heizen und Kühlen neue Systeme entwickelt wurden um Büros effizient heizen und kühlen zu können.
Bei nicht automatisierten Hochregallagern werden die Fahrgänge gezielt "bestrahlt".
FK
Architekturbüro slow-house | Dipl.-Ing. (FH) Florian Kurz | 28.06.09
langlebig - nachhaltig - einfach
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Ideal ist keine von beiden.
Beide haben den Vorteil, dass sie vorrangig durch Strahlung
heizen. Zugleich jedoch den Nachteil, dass sie diese von der
falschen Stelle aus verteilen. Die eine macht vorrangig die
Fußsohlen warm, die andere hauptsächlich den Kopf.
Um die Außenwände Trocken zu halten, müssen diese erwärmt
werden. Strahlung, die seitlich auf den Körper trifft wird
entsprechend angenehmer empfunden.
Heizleitungen in der Außenwand bergen ein grundsätzliches
Risiko.
Einen gleichmäßigen Temperaturverlauf bringt keine der
beiden Heizarten. (Überprüfbar mit einem IR-Thermometer)
Wenn möglich, bei Bekannten oder auch Heizungsfirmen zu
Besuch mal einquartieren und selber ausprobieren.
Schöne Grüße
Bernhard Fürstberger
BF-Dienstleistungsservice / Heizungs-&Ofenberatung | Bernhard Fürstberger | 28.06.09
Vernünftig bauen + richtig heizen = schöner wohnen
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Die Wandheizung schafft die größte Behaglichkeit
da die angestrahlte Köperfläche deutlich größer als bei der Fußboden- oder Deckenheizung ist.
Die Deckenheizung kann in hohen Räumen oder bei großen Fensterflächen eine Alternative sein.
Auch spielt die Vorlauf bzw. die Oberflächentemperatur eine wichtige Rolle. Ist diese knapp über der Raumtemperatur ist es aus Behaglichkeitsgründen egal wo die Heizung befestigt.
Nur wir die Heizfläche und damit auch die Kosten größer desto niedriger die Vorlauftemoperatur ist.
Die Wandheizung lässt sich problemlos bis max. 45°C anfahren, das sorgt für kleine Wandflächen und Kosten und eine hohe Behaglichkeit.
Grüße
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | Gerd Meurer | 29.06.09
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Entscheidung gefallen
Danke nochmal für die Infos. Wir haben uns nun für die Deckenheizung entschieden. Ich werd dann mal berichten, wenn der erste Winter rum ist.
Grüße
Nici (Die Frau vom Bob) ;-)
Bob der Baumeister | 13.07.09
Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das!
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Bei einer
Deckenheizung sollte nach unseren Erfahrung die Vorlauftemperaturen aus Behaglichkeitsgründen auf max. 35°C begrenzt werden.
Grüße
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | Gerd Meurer | 14.07.09
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Danke für die Info
Wir werden mit Erdwärme heizen. Da ist die niedrige Vorlauftemperatur sowieso nötig.
Viele Grüße
Nici
Bob der Baumeister | 18.07.09
Können wir das schaffen? Jo, wir schaffen das!
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Wie sind die Erfahrungen?
Hallo Nici,
der letzte Beitrag ist von 2009 - gibt es mittlerweile Erfahrungen mit der Deckenheizung? Wir überlegen nämlich auch gerade, welches Heizsystem wir einbauen sollen.
Viele Grüße
Maja
maja192 | 15.05.11
Danke für die vielen Tipps!
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Gleichfalls
Wir sind auch gerade am Planen und eine kombinierte Decken-/ Wandheizung rückt immer stärker in den Focus. (ungedämmter Ziegel-Altbau)
Nici, wie sieht es aus mit den Erfahungen? Ich bin etwas Kopf-Hitzeempfindlich, würde ich sagen. Spürt man da das was? Ist es im Geringsten unangenehm?
wiggum | 31.10.11