Fachwerk.de - Balkentausch, wie groß ist der Aufwand? (länger)

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Region: Rheindland zwischen Köln und Bonn

Balkentausch, wie groß ist der Aufwand? (länger)

Balkentausch, wie groß ist der Aufwand? (länger) - Hallo zusammen,

nachdem im Wohnhaus nun so langsam alles fertig ist kann ich mich mal um andere Sachen kümmern.
Der ganze Hof hatte bisher keine Dachrinnen. Den größten Teil habe ich bereits nachgerüstet und die Schäden durch Spritzwasser sind trotz 130jähriger Einwirkzeit eigentlich im Rahmen gHallo zusammen,

nachdem im Wohnhaus nun so langsam alles fertig ist kann ich mich mal um andere Sachen kümmern.
Der ganze Hof hatte bisher keine Dachrinnen. Den größten Teil habe ich bereits nachgerüstet und die Schäden durch Spritzwasser sind trotz 130jähriger Einwirkzeit eigentlich im Rahmen geblieben (ich nehme an, weil das Mäuerchen unter den Schwellbalken (für das es sicher einen Fachbegriff gibt..) sehr hoch war.
Ich hatte im letzten Jahr als der Gutachter wegen meines Hausbockproblems da war (welches Gott sei Dank keins war)alle Balken von Wohnhaus und Nebengebäuden überprüfen lassen.
Nun gibt es eine Wand, die mir schon lange Sorgen macht.
Bild: http://www.sipsnet.de/uebersicht.jpg
Der Schwellbalken selber ist nur teilweise untenrum etwas ähm "tuffig" (eher torfig...) aber nur 1 -2 cm, sonst fest.
Auf dem obigen Bild ist der Problembereich im Überblick. Gut erkennbar auch das durch die fehlende Dachrinne (liegt schon in der Scheune, muss aber noch angebracht werden) begünstigte Feuchtbiotop.
Detailaufnahme:
http://www.sipsnet.de/detail.jpg
Das Problem ist nicht so sehr (aber sicher auch) das Spritzwasser, sondern das Wasser was vom Wind immer direkt an den Balken kommt.
Ich habe eine Probebohrung in den rot markierten Bereichen gemacht:
http://www.sipsnet.de/probebohrung.jpg
Die Späne vom Schwellbalken sind richtig fest, die Späne vom Eckständer sind eher Pulver...

So, Ursache erkannt und Abstellmaßnahmen eingeleitet (=Dachrinne montieren). Nun ist der Eckbalken in diesem Bereich auf etwa 20cm nur noch Humus (warum fällt die Scheune eigentlich nicht um?) und sollte wohl in diesem Bereich getauscht werden. Als nun langjähriger Fachwer.de-Mitleser weiß ich, dass der Balken angeflickt werden kann.
Kann mir jemand sagen, welcher Aufwand da getrieben werden muss? Muss da nur das Gefache ganz unten links entfernt werden? Oder muss der ganze Schwellbalken mit raus.
Der Bereich ist ja im Bild gut erkennbar.
Balken habe ich genug. Was würde man da (ungefähr)für einen guten Zimmermann anlegen müssen?

Wer kann jemanden im Bereich K/BN/SU empfehlen?
Der Bereich ist ja im Bild gut erkennbar.

So, das war wieder länger. Danke für Eure Geduld!

Gruß Markus
Markus Sips | 20.03.07
Einfach etwas mehr tun als man muss...
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Detailbild
Bilder - So, hier noch Bilder. SInd auch über die obigen Links erreichbar.So, hier noch Bilder. Sind auch über die obigen Links erreichbar.
Markus Sips | 20.03.07
Einfach etwas mehr tun als man muss...
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Probebohrung
Probebohrung - Hier die Probebohrung.Hier die Probebohrung.
Markus Sips | 20.03.07
Einfach etwas mehr tun als man muss...
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Warum fällt die Scheune nicht um?
Weil die Kräfte über andere Wege abgeleitet werden, genügend Ständer, Riegel und Streben sind ja noch da. Ich würde da keinen Aufwand betreiben, so schlecht sieht das Holz gar nicht aus. Sehen Sie zu, daß das Holz Trocken bleibt, und die Scheune bleibt locker auch die nächsten hundert Jahre stehen.
mfg
K. Hildebrandt | 21.03.07
Der Aufwand kann
je nach Heftigkeit des Schadens recht groß ausfallen. Wir lassen diese Arbeiten gerade an unserem Haus durchführen. Im Einzelnen: am Eckständer müssen die Gefache an beiden Seiten herausgenommen werden, damit die zu reparierende Stelle an beiden Seiten freiliegt. Je nach Sschadenshöhe im übertragenden Wortsinn müssen das untere Gefache, vielleicht noch das darüberliegende Gefache und mit ganz viel Pech auch noch das darüber liegende Gefache ausgebaut werden, wie geagt, an beiden Seiten. Eventuell braucht man ein Gerüst, meistens nicht. Abhängig vom Zustand des Gebäudes und dem Vorhandensein von Zwischenböden kann man die Steine der Gefache nach Innen umwerfen, man kann sie auch nach Außen umwerfen und die Steine wegwerfen. Man kann sie auch mit viel Liebe und noch mehr Zeit einzeln "abheben", entkalkmörteln, lagern und wieder vermauern. Dann den Ständer gesundschneiden (lassen) und Anschuhen (lassen). Gefache wieder ausmauern und verputzen, Grill anwerfen und voll Stolz das Werk betrachten. Soweit ein grober Überblick. Ob das nun viel oder wenig arbeit, möge ein jeder selbst entscheiden. wir müssen einemal komplett rundherum, da kommt es auf ein Gefache mehr oder weniger nicht an. Viel Erfolg, es ist wie immer im Leben nur ein (sich) Drangeben, Grüße, Mario Albrecht
Mario Albrecht | 21.03.07
Eigene Selbstschuld...
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Zimmerleute
Hallo, folgende Fachleute sind mir persönlich bekannt:
1)Markus Reßmann, Zimmerer und Restaurator aus Nörvenich
2)Fachwerkstatt, Zimmerei Commes aus Düren
3)Schneider Willi aus Zülpich
Näher an Köln Bonn gibt es bestimmt auch noch Fachwerk-Fachleute, evtl. beim Denkmalamt mal nachhören.
Viele Grüße, Johannes Prickarz
Lagerhaus Vlatten | Dipl. Ing. Johannes Prickarz | 22.03.07
Altbausanierung - Denkmalpflege - Ökologisches Bauen
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