Fassadendämmung bei aufsteigender Feuchtigkeit und EG 1,20m über Geländeoberkannte
möchte mein Haus von Außen dämmen lassen mit Mineralwollplatten. Ist das sinnvoll bei aufsteigender Feuchtigkeit? Der Keller (vollunterkellert) ist mit Bruchstein bis zur Geländeoberkannte aufgebaut und darüber noch ca. 1,20m mit Klinker bis zum Fußboden EG. Der Übergang vom Keller zum EG ist um ca. 6 cm nach Innen abgesetzt (von außen). Soll ich die Dämmung bis auf die Geländeoberkannte montieren oder reicht es, wenn nur bis zu dem Übergang EG - Keller dämme?
Viele Grüße
Felix
Felix | 24.06.10
Ich würde bis ca. 50 cm über Gelände 00 (Spritzwasserbereich) dämmen um keine Wärmebrücke am Übergang Keller/ OG zu konstruieren.
Das Feuchtigkeit 1,2m im Klinkermauerwerk aufsteigt dürfte äußerst unwahrscheinlich sein.
Grüße aus Schönebeck
BAUST Bau& Sanierung Struve | Oliver Struve | 24.06.10
“Das Durchschnittliche gibt der Welt ihren Bestand, das Außergewöhnliche ihren Wert.” Oscar Wilde
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Dämmungsüberlegung
Hallo
bringen tuts nur der Psyche was und dem Hersteller, evtl dem Handwerker.
Sonst niemandem!
Investieren Sie in Strahlungsheizung und guten Kalkputz, einfache Fenster - das passt dann!
Alles andere ist Humbug!
FK
Architekturbüro slow-house | Dipl.-Ing. (FH) Florian Kurz | 24.06.10
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wie
wäre es denn, sich erst einmal um die aufsteigende Feuchte zu kümmern, z.B. durch den Einbau einer horiz. Sperrschicht. Ein trockenes Mauerwerk wäre erst einmal wärmer, würde einer späteren Dämmung weniger Schaden und würde andere Bauschäden verhindern. Du tust doch Deine Auto auch nicht nur neu lackieren, wenn der Rost so richtig blättert ....
Olaf aus Sachsen | 24.06.10
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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Fassadendämmung bei aufsteigender Feuchtigkeit und EG 1,20m über Geländeoberkannte
Hallo Olaf,
das Bruchsteinmauerwerk vom Keller wurde mit Dernoton "abgedichtet" gegen das drückende Wasser von außen. Eine Horizontalsperre spare ich mir. Sooo viel Wasser kommt dort nicht hoch. Isolieren lassen möchte ich die Giebelseite. Im EG ist die Mauer noch 40cm stark aus massivem Klinker aber im OG und Spitzboden wird es schon erheblich dünner. Meine Überlegung war, was nützt die gute Dachdämmung (18cm Pavatex), wenn die Wärme durch die dünne Wand an der Giebelseite raus kann?
Felix | 25.06.10
Dernoton
Hallo
Warum haben Sie aufsteigende Feuchtigkeit bei einer Dernoton-Abdichtung?
Zum Thema Wärmedurchgang und Dämmstoff - Lichtenfelser Experiment!
Was bringts effektiv?
FK
Architekturbüro slow-house | Dipl.-Ing. (FH) Florian Kurz | 25.06.10
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Da drängen sich aber viele Fragen auf!
Die zur unmöglich aufsteigenden Feuchte spar ich mir.
Vor allem: Wer gab den Rat, zu dämmen? Die Werbung? Der Hype? Spaß an der Dämmolympiade? WDVS-WM? Denn selbst bei den normgerechten Annahmen zum Sparpotential wird da niemals eine wirtschaftlich sinnvolle Sache draus. Das kann nach Norm gerechnet werden!
Grüßla an den Esel-streck-dich-Besitzer!
Konrad Fischer
Taschenrechner
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 30.06.10
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aufsteigende Feuchte
Herr Kurz,
Herr Fischer,
warum ich trotz Dernotonabdichtung aufsteigende Feuchte habe, kann ich mir nur daraus erklären, daß das Dernoton noch nicht allzulange an der Wand ist und eben seine Zeit bis zur Wirkung braucht und daß ich eine 60cm starke Bruchsteinwand als Kellerwand habe, die mit Lehm zusammengesetzt ist. D.h. die Feuchtigkeit, die die Sohle zieht, habe ich immer.
Na ja, macht etwa eine Wärmedämmung bei DIESEN Energiepreisen keinen Sinn?
Felix | 01.07.10
Rechnung
Was kostet es - Was bringt es ein?
Risiken abwägen bezüglich fraglicher bauphysikalischer Aufbauten.
Nachfragen ob das gewählte System auch wirklich das bringt was versprochen wird: geben Sie sichs "schwarz auf weiss" und eine Gewährleistung, dass alles länger als 50 Jahre die werte bringt und dass es "klimaneutral" und kostenlos entsorgt werden kann.
FK
Architekturbüro slow-house | Dipl.-Ing. (FH) Florian Kurz | 01.07.10
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Mein Verdacht:
1. Sie haben versalzene Wände, das könnte auch das einzige Problem sein, und da hilft Tonabdichtung rein gar nix gegen. Oft macht ein un-/falschberatener Bauherr ja was, was sich ihm als wohlfeiles (vielleicht gar nicht so billiges) Wundermittel zeigt, aber in Wahrheit gar keins ist. Weil es an der korrekten Ursachenanalyse fehlt.
2. Sie haben überhaupt keine Wirtschaftlichkeitsanalyse gemacht. Wenn ich nachrechne, zeigt sich jedenfalls selbst bei EnEV-Berechnung, daß sich Dämmung fast nie amortisiert. Und oft ist der Grund für hohen Energieverbrauch nicht mangelhafte Dämmung oder Wandstärke, sondern die Unterputzverlegung der Heizrohre. Dort zieht nämlich die Wärmeleitung wahnsinnig Energie ab, die dann an der Wandoberfläche nur in extrem gedämpfter (abgekühlter) Form zur Verfügung steht.
Konrad Fischer
"Sherlock Homes"
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 01.07.10
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aufsteigende Feuchte
Na, da bin ich aber froh, daß ich ausschließllich eine Holzofenheizung habe. Gibt also keine Heizungsrohre ;-)
So viel Salpeterausblühungen hatte ich nicht und wenn das drückende Wasser von Außen weg ist, sollte doch auch die Wand wenigstens ein wenig trockener werden, oder?
Felix | 01.07.10
Und wenn
es kein drückendes Wasser war, sondern nur hygroskopische Feuchteanlagerung am Mauersalpeter? Das ist nämlich nicht gerade selten der Fall, wenn der Bauherr mit Kanonen nach Spatzen schießt und die dabei immer noch kilometerweit verfehlt.
Konrad Fischer
Kunstschütze
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 01.07.10
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