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Erfahrungen mit Wolkensteiner Fachwerkhaus

Hallo Fachwerkhaus Bauherren,
wir planen den Bau eines Fachwerkhauses und sind dabei auf Wolkensteiner Fachwerkhaus aufmerksam geworden.
Fragen:
Wer hat Erfahrungen mit Wolkensteiner Fachwerkhaus?
(Bauausführung, Qualität, Werkstoffauswahl(!))
Hat diese Firma etwas mit Ligno-Fachwerkhaus zu tun??http://www.ligno.pl/

Gruß Frank M.
Frank | 13.01.07
Wolkensteiner
Wenn man die HP von Ligno anschaut, dann könnte man eine Zusammenarbeit vermuten - das Bildmaterial ist nämlich ziemlich identisch...
Veronika | 07.08.07
Wolkensteiner
Wolkensteiner - Hallo,

wir stolze Besitzer eines solchen Hauses (Ausbauvariante).
Bisher alles top gelaufen und ordentlich verarbeitet.

Wir werden Anfang nächstes Jahr einziehen.

Grüße OliverHallo,

wir stolze Besitzer eines solchen Hauses (Ausbauvariante).
Bisher alles top gelaufen und ordentlich verarbeitet.

Wir werden Anfang nächstes Jahr einziehen.

Grüße Oliver
Oliver | 04.11.08
Warum nicht neubauen!
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Wolkensteiner
Die Geschäftsführerin von Wolkensteiner, Frau Klapperstück, war vormals auch die Geschäftsführerin von LIGNO.
Die Schulden hat man aber in Polen gelassen...
Carola Gerlach | 02.05.11
Wolkensteiner
Hallo Frank,

kannst mich gerne mal abends anrufen unter:
0151-16335347

Die Ligno PL haben einfach die Bilder geklaut (Polen halt!).

Gruß Olli
Barwitzki | 02.05.11
Warum nicht neubauen!
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Eigene Erfahrungen
Da wir noch nirgends im Netz eine Einschätzung der Firma Wolkensteiner gefunden haben, möchten wir an dieser Stelle unsere Erfahrungen mit dieser Firma veröffentlichen.

Wolkensteiner hat sich auf den Bau von diffusionsoffenen Fachwerkhäusern spezialisiert, welche zunächst in Zusammenarbeit mit einem polnischen Werk vorgefertigt wurden und jetzt laut Aussage der Firma ausschließlich in Chemnitz entstehen.
Die Firma produziert nach eigenen Angaben aufgrund begrenzter Lagerkapazitäten immer nur ein Haus zu einer Zeit. Die (Leimholz-)Balken werden im Werk geschnitten, zu Wänden zusammengesetzt und mit Holznägeln fixiert. Ebenfalls wird im Werk das Gefache in Form von Weichholzplatten eingeklebt und das Ganze wohl auch schon verputzt, so dass zum Aufstellen fast komplette Wände geliefert werden sollten.
Die Firma arbeitet nach unserem Kenntnisstand mit festen Subunternehmen zusammen, die dann für Elektrik, Sanitär, Heizung, Estrich, Dacharbeiten usw. zuständig sind. Die Planung wird durch einen Architekten übernommen, der u.a. für Wolkensteiner arbeitet und deren Häuser plant.

Wir sind durch ein von Wolkensteiner gebautes Fachwerkhaus in unserem Ort auf diese Firma gestoßen und waren nach einer vorhergehenden Enttäuschung sehr erfreut darüber wie schnell sich zunächst alles entwickelte. Der Kontakt mit einem Vertreter und dem Architekten war sehr intensiv und produktiv, wobei sich im Nachhinein einige Aussagen des Vertriebsleiters als so nicht machbar erwiesen. So waren z.B. Aussagen zur möglichen Position des Gebäudes auf dem Hof verkehrt, so dass später Nebengebäude abgerissen werden mussten. Ein Bodengutachten wurde wegen der unkomplizierten Lage vom Vertreter als unwichtig bezeichnet und später vom Architekten gefordert (war dann doch sehr nützlich, da z.T. bis zu einer Tiefe von 1,20 m Boden ausgetauscht werden musste). Der Spitzgiebel sollte als wohnfläche nutzbar sein, wird aber vom Bauordnungsamt untersagt…usw.
Fazit hier: nicht alles glauben

Für die ersten Planungen mit dem Architekten (Skizzen zur Position auf dem Grundstück und zur Raumaufteilung) fallen auch die ersten Kosten an, die später im Festpreis des Hauses enthalten sind aber in unserem Fall vorgestreckt wurden, da wir noch keinen Vertrag mit Wolkensteiner hatten. Der Architekt macht auch sämtliche Bauunterlagen fertig was dann die zweite Rechnung nach sich zieht.

Stichwort Kosten: Die durch den Vertreter ermittelten Kosten/ Preisminderungen für ausgelagerte Leistungen waren für uns nicht transparent und mussten in der genannten Summe hingenommen werden. So lag z.B. der Unterschied der Kosten zwischen Ausbauhaus (reine Hülle mit Dach und Isolierung an senkrechten Wänden) und der Standardvariante (Ohne Spachteln/ Tapezieren/ Fußboden/ Fliesen/ Innentüren und einigem Sanitärzubehör (z.B. Duschabtrennung)) bei ca. 40000 Euro…dafür kann man diese Leistungen nicht durchführen lassen. Auf Verhandlungen um Nachlässe wurde bei uns nicht eingegangen.

Bis heute ist uns immer wieder aufgefallen, dass die benannten Kosten für Zusatzleistungen meist Pauschalsummen waren und daher für uns nicht nachvollziehbar sind (z.B. wollten wir eine Wendeltreppe -> der runde Deckenausschnitt kostet 2000 EUR; Die Gastherme steht nicht ganz außen -> der kurze Luft-Abgasschacht macht pauschal 1200 EUR, egal an welcher Stelle die Terme steht, Tonziegel statt Betonziegel auf dem Dach -> 2000 EUR mehr (engobiert nochmal mehr) usw.)

Die Bemusterung und Vertragsunterzeichnung findet in Wolkenstein statt, wo auch ein Blick in das Wohnhaus eines Vertreters möglich ist.

Der Vertrag sollte sehr genau durchgelesen und im Standardvertrag auf folgende Dinge geachtet werden (das ist uns zumindest bis heute aufgefallen)
• Im angegebenen Festpreis ist immer nur die einfachste Ausstattung enthalten (z.B. Betondachsteine, Gipskarton an den Wänden usw.)
• Der Spitzgiebel ist NICHT gedämmt (-> Kaltdach)
• Die Elektroinstallation sieht nur 15 Steckdosen im ganzen Haus vor (weitere sind Aufpreis pflichtig)
• Es wurde bei uns kein Liefertermin festgehalten
• Finanzierungsplan: hier steht bereits welche Kosten zu welchem Zeitpunkt fällig werden -> Die Banken haben meist ein Problem damit, dass die erste Zahlung erfolgt, bevor irgendetwas auf der Baustelle zusehen ist (Materialbestellung)

Nach der Vertragsunterzeichnung begann eine Phase des Organisierens und des Wartens
• es gibt keine Bauleitung, es muss vieles selbst bedacht und organisiert werden, Abläufe sind nicht vorgegeben (Medienanschlüsse, Behördengänge, einholen von Informationen der Subfirmen usw. …wir wissen aktuell nicht, ob wirklich alles richtig in die Wege geleitet wurde)
• Es gibt kaum Einblicke in die aktuellen Abläufe bei Wolkensteiner -> wir wissen also meist nicht wie gerade der Stand der Werks-/Feinplanung ist. Wie weit die Materialbestellung erfolgt ist und ob bereits mit dem Bau begonnen wurde.
-> wenn man nicht fragt erfährt man nichts, wenn man fragt kann eine Antwort eine Weile dauern
-> besonders ärgerlich: der Vertreter hat es bei uns – außer einem kurzen Telefonat zu einer beanstandeten Rechnung - schon seit einem Monat nicht mehr auf Mails reagiert und so sind einige wichtige Fragen zu Kosten bestimmter Leistungen offen (und in drei Wochen soll laut Info der Firma das Haus aufgestellt werden)
Die per Mail beanstandete erste Rechnung wurde jedoch noch am selben Tag neu aufgesetzt und zugeschickt…die Mails kommen also an und werden auch gelesen

Stichwort Kosten die zweite:
Im Vertrag steht, dass nach Fertigstellung der Werksplanung die erste Tranche für das (zu bestellende) Material zu zahlen ist. Als wir nach dem Eintreffen der ersten Rechnung nachfragten, was denn mit der Werksplanung wäre, da wir sie noch nicht gesehen und bestätigt haben, bekamen wir nur den Hinweis, dass die Werksplanung dynamisch ist und erst kurz vor der Fertigstellung abgeschlossen wird.
Ergo wird laut Vertrag die erste Rechnung als Vorkasse gezahlt und macht bei uns immerhin 40000 EUR aus…die Bank hat uns davor gewarnt - wir haben es überwiesen und hoffen das alles klappt. Die zweite Rechnung soll laut Vertrag bei Anlieferung der Fertigteile fällig werden.

Weiterhin ist uns aufgefallen, dass wir selbst vergebene Leistungen vor Ort deutlich günstiger bekommen. Allein die Bodenplatte wurde bei uns von einer Firma vor Ort satte 8000 EUR günstiger angeboten!


Update
Gestern trudelte eine Mail ein, die alle in letzter Zeit versendeten Mails enthielt und in denen auf unsere Fragen endlich geantwortet wurde. Da unsere Schreibweise von unbeantworteter Mail zu unbeantworteter Mail ironischer wurde entsprach die Antwort dem Stil der letzten Mails und enthielt neben den Antworten Vorwürfe zu unseren (angeblichen) Versäumnissen und Fehlverhalten. Weiterhin erlaubte die Mail auch ein paar kleine Einblicke in die Abläufe in der Firma, so dass wir jetzt wissen, dass laut Aussage von Wolkensteiner das Material wohl schon bestellt ist und im Werk liegt. Der Termin hat sich wegen Problemen mit einem Lieferanten noch einmal 1-2 Wochen nach hinten verschoben


Fortsetzung folgt….
Cistron | 22.09.11
die Natürlichkeit der Baumaterialien ist entscheiden für das Wohnklima
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