Günstige Innendämmung?
Nachdem wir uns jetzt ein "Groschengrab", in Form eines alten Fachwerkhauses gekauft haben, stellt sich jetzt die Frage der Dämmung.
Da Kläranlage, Kamin, Heizung (Holzvergaser), Fenster, Bad, Reetdach, etc, etc, erneuert werden müssen sind auch schon die finanziellen Mittel geschrumpft.
Da auch noch Zeitnot (baldiger Einzug), und der Wunsch die Innenräume nicht zu stark zu verkleinern dazukommt haben wir folgende Überlegungen:
1.Innenwände vorerst gar nicht dämmen, nur Tapeten runter Wände kontrollieren und Lehmputz drauf oder
2.Lehmmörtel dünne Schilfrohrmatte und 2-lagiger Lehmputz.
Dazu folgende Fragen:
Dämmt die Schilfrohrvariante so gut, daß sich der Aufwand überhaupt lohnt?
Mit welchen Trocknungszeiten kann ich rechen?
Oder gibt es es noch andere preiswerte Alternativen?
Da es sich um sehr viel Quadratmeter handelt scheiden viele sehr gute Systemlösungen von vornherein aus Kostengründen aus.
Bin für jeden Tip dankbar!
Grüsse
jörg
jörg | 02.06.05
wenn Strahlungsheizung,dann kaum noch Wandisolierung notwendig
Hallo Jörg,
falls Du als Heizsystem eine Hüllflächenheizung,z.B. Fußleisten oder Temperierung entlang der Außenwände gewählt hast, ist eine größere Außenwand-Innendämmung bei Strohlemgefachen kaum notwendig. Wichtig ist,daß es durch die Gefache nicht durchzieht(eine sog. winddichte Lehmputzschicht verhindert das).Laß die Schilfmatten weg und nimm einen Leichtlehm-Wärmedämmputz,den Du in einer Lage bis zu 5 cm aufziehen kannst. Sollte der alte Lehmputz noch fest sein, streich die Wände mit guten Naturfarben-z.B.LehmFarben-und lass die Dämmung bleiben. Tapete muß allerdings komplett weg.
herzl. Grüße
Klaus Schillberg
www.texbis.de
TEX-BIS Naturbaustoffe GmbH | klaus Schillberg | 02.06.05
Fachwerksanierung mit Lehm- und Naturbaustoffen
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Die Dämmwirkung aller Leichtbausysteme
kann man vergessen, gerade als Nachtrag im Massivbau. Und rechnen tun sie sich nie. Also alles lassen wie gehabt. Richtig ist der Hinweis auf die Temperierung, das ist uneingeschränkt zu empfehlen.
Zum Reetdach ist zu sagen, daß seine Trockenhaltung ohne Rauchdach ein gravierendes Problem ist. Ohne entsprechende Maßnahmen im Verbund der Heizung und Lüftung der darunter liegenden Räume hat man dann u.U. Moosbefall, überhöhte Konstruktionsfeuchte und Befall der Dachkonstruktion.
Weitere Info in Hülle und Fülle auf Links:
Richtig und falsch heizen - Zur Hüllflächentemperierung
Dämmstoff dämmt nicht und bringt Schäden
Dämmstoff dämmt nie - die Praxis beweist es
Zu Wandbildnern und Fachwerk - Technische Daten und Aufklärung
Rund ums Dach
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 08.06.05
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