Nachträgliche Dämmung, zweischaliges Mauerwerk Bauj. 1978
Ich habe durch Zufall diese Seite gefunden und bin begeistert von Ihrem Forum!
Wie gesagt haben wir ein 2 Fam.-Haus mit Keller und zweischaligen Wänden. Außen Voll Klinker und Innen einer 24er Wand ( der Stein sieht grau aus mit Hohlräumen, dieser Stein mit einer anderen Form wurde auch für die Decken verwendet d.h. wir haben Stahlbeton- Träger und dazwischen wurden diese Steine gelegt, Name fällt mir nicht ein).
Die Dämmung soll das Luftposter zwischen den Wänden darstellen. Das Luftpolster ist ca.6-8cm. ( leider ohne wenig Wirkung). Trotz abbuddeln und trockenlegen der Kelleraußenwände mit aufwendiger Dämmung und neuer Fenster, haben wir im Winter kalte Füße und Schwitzränder an den Fenstern.
Mir wurde eine Schüttung von Perliten empfohlen.......
1. Wer hat Erfahrungen mit nachträglichen Schüttungen
2. Wie ist das mit der Feuchtigkeit, brauch man ein paar Schlitzöffnungen zur Belüftung.
3. Das einblasen der Perlit würde ich ja gerne selber machen, aber wo bekommt man die Perlite, alle Anfragen wurden bisher verneint, nur an Firmen....nicht Privat???
Mit freundlichen Grüßen
Th. Miche
Th.Miche | 29.09.05
Hohlschichtdämmung
Ich mache seit über 10 Jahren Erfahrungen mit der Hohlschichtdämmung und kann es fast bedenkenlos weiter empfehlen. Die Perlite als HyperliteKD bekommen tatsächlich nur die verarbeitenden Betriebe. Vom Wärmedurchgang noch besser als die Perlite ist ein mineralischer Dämmstoff aus aufgeschäumtem Glas. Das Material heißt SLS20, WLG 035 während die Hyperlite WLG 045 hat. Aber auch das erhalten meines Wissens nur die Fachbetriebe.
Sie brauchen keine Belüftungsöffnungen.
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 29.09.05
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Feuchte?
Hallo Rainer,
bei mir ist es ähnlich, Außen Ziegelschale, Innen Fachwerk. Wobei die Ziegelschale praktisch eine hinterlüftete Wand ist. Habe auch schon mit dem Gedanken gespielt, den Zwischenraum zu füllen. Befürchte aber, nach dem Befüllen eine Diffusionssperre zu haben, die mir das Fachwerk auf Dauer kaputt macht.
Viele Grüße
Stephan Schöne | 29.09.05
keine Panik!
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Materialien
Die mineralischen Dämmstoffe (Perlite und SLS) haben keine dampfsperrenden Eigenschaften und leiten Wasser nicht kapillar.
von anderen materialien würde ich auch die Finger lassen, also z.B. Mineralwolle, Kork, Hanf und was sonst noch so angeboten wird.
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 29.09.05
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Ich schließe
mich Rainer Stasch an. Jedoch empfiehlt die Firma Perlite im unteren Bereich geöffnete Stossfugen, damit evtl. Kondensat, dass vermutlich hinter den Klinkern anfällt, ablaufen bzw. abtrocknen kann. ich nehme an, dass die graue hintermauerung aus Bimsbeton besteht.
eigendlich finde ich es gut, dass diese Materialien nur durch Fachfirmen eingebaut werden dürfen. Werden hier fehler gemacht, kann es schon zu einigen Schäde führen.
Für Fachwerkwände anstelle der Hintermauerung, halte ich eine solche Konstruktion immer für bedenklich.
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 30.09.05
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Tatsächlich Bj. 1978 ?
War zu der zeit nicht mehr ganz state of the art ..Dann ist aber davon auszugehen , dass nicht viel gegen einblasen von
hyperlite spricht . Bei älteren Gebäuden , zB in südniedersachsen kommt es vor , dass die Innenwände bis zum aussenmauerwerk durchgezahnt sind , dann drohen Wärmebrücken/Feuctigkeit an innenwänden . Neue Fenste gibts ja schon , dann nochmal überlegen , wo in diesem Leben noch ein Loch in Wand gemacht werden soll , das Zeuch rieselt nämlich sehr gut .. - und los ! GGfls hilft zusätzlich Dämmung der Fensterlaibungen ( Innen ! ) .
Gruss J. Kube
Ahja , Wärmeschutzgutachten geben Aufschluss über Einsparmöglichkeiten , bisherige Dämmwerte , u.U. Taupunkte etc. ..
Brüggemann + Kube ZiMMEREi | Anne Brüggemann Jürgen Kube | 01.10.05
FensterEcke Brüggemann + Kube / Brüggemann + Kube ZiMMEREi
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Wärmebrücken
Die Befürchtungen, dass durch Durchbinder (Steine, dei Innen- und Außenschale miteinander verbinden) Probleme, wie Schimmel entstehen könnten, sind nicht haltbar. Ganz im Gegenteil. Dadurch, dass die Durchbinder anschließend von vier Seiten mit dem Dämmstoff umsschlossen sind verbessert sich die Situation eher. Ich habe es auch schon mit einer durchbindenden Betondecke oberhalb eines Bades versucht - seit 8 Jahren gibt es dort, wo vorher Schimmel war, keinen mehr.
Zu den offenen Stoßfugen: Kondensat darf in diesem Bereich gar nicht nennenswert auftreten. Was passieren kann ist, dass Schlagregen durch die Außenschale dringt. Deshalb mache ich es bei Neubauten so, wie von Fred Heim beschrieben, mit den offenen Stoßfugen. Bei den alten Häusern, wo keine Ablauföffnungen und auch keine Z-Sperre vorhanden ist verzichte ich darauf. Meine Überlegung: wenn das Mauerwerk bislang dicht war bleibt es das auch zukünftig. Wenn es nicht dicht war, wo ist das Wasser geblieben? Die Dämmung aus SLS20 führt zu keiner Verschlechterung der Situation - also lasse ich alles beim Alten. Ich hatte bislang keinen Fall, wo es zu Problemen gekommen ist wegen der fehlenden offenen Stoßfugen.
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 01.10.05
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Nachträgliche Wärmrdämmung in Hohlmauerwerken.
Ich habe seit 27 Jahren mit AMINOTHERM Dämmschaum zweischalige Mauerwerke gedämmt.(www.isobau-wissing.de) Ich habe nicht eine einzige Beschwerde oder nachteiligen Bericht über diese Art ein Haus zu dämmen bekommen. Wir arbeiten zu 60% in den Niederlanden. Dort hat mann ein Innenmauerwerk von nur 10cm,8cm Luftschicht und 10cm Klinker. Selbst bei so dünnen Innenwänden hat es nie Probleme gegeben.Im Gegenteil, der Staat hat das Ausschäumen von Privathäusern mit 6,- €/m² subventioniert. In den Niederlanden und in England gibt es keine Diskusionen über Nachteile, da es wirklich keine gibt. Bei den Beiträgen in diesem Forum Sträuben sich mir die Haare über die vielen gutgemeinten, aber unfachmämännischen Ratschläge. Man darf auch nicht den Dämmschaum mit den PU-Montageschaum aus Sprühdosen verwechseln. Dieser wird mit einem Treibgas aufgeschäumt und expandiert gewaltig. Er würde ganze Mauerwerke auseinanderdrücken.
Beim Speziellen Dämmschaum kann ich ohneweiteres Dächer ohne Hinterlüftung bis an die Dachpfanne ausschäumen, ohne das die Pfannen sich heben oder gar festkleben. AMINOTHERM oder andere Markenfabrikate Kleben nicht und werden mit Luft aufgeblasen. Ich als Handwerksunternehmen mit Dem Meistertitel für das Wärme-Kälte-Schallschutzhandwerk muß mit meinem vollen Vermögen für Schäden die ich verursache haften.
Mein eigenes Haus habe ich 1984 gekauft und natürlich komplett mit Dach und Wand ausgeschäumt.
Diethelm Wissing | 30.03.06
Aminotherm
Hallo,
Ich habe einige Meinungen gelesen und war erstaunt über so viel "Fachpalaber".
Vor 6 Jahren habe ich mein Haus Ausschäumen lassen - mit Aminotherm - alles Super - feuchte stellen an Fenster und Türen waren innerhalb kürzester Zeit wie weggeblasen. Meine Empfelung: halten Sie sich an die Firma Wissing in Bocholt vom Preis - Leistungsverhältnis sehr zu Empfehlen.Von Perlite und anderen Schüttgütern konnte ich mich nicht überzeugen lassen.
H. Teichmann
Holger Teichmann | 30.01.07
Giftpampe
Hallo Herr Teichmann,
ich würde keinem Menschen empfehlen, sich diese "Giftpampe" irgendwo ins Haus füllen zu lassen: "Aminotherm ist ein kalthärtender Harnstoff-Formaldehydharz in wässeriger Lösung." (Zitat aus der Homepage von isoteam-bocholt). Beim Stichwort Formaldehyd sollten sich schon die Nackenhaare aufstellen. Vor allem in der Anfangszeit ist das Formaldehyd-Abgabepotential erheblich. Es gibt einige untersuchte Fälle, in denen sogar der Grenzwert überschritten wurde, allerdings nicht bei der Verfüllung von 2-schaligem Mauerwerk. Aber an die Verarbeiter sollte man vielleicht auch mal denken.
Zudem sollte man sich Gedanken über einen irgendwann anstehenden Rückbau machen. Der Schaum darf nicht mit in den mineralischen Baustoffcontainer (= billige Entsorgung), sondern muss in den Restmüll (=teure Entsorgung).
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 31.01.07
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Nachtrag
Ich habe mal versucht im Internet zu recherchieren. Angaben zur bauaufsichtlichen Zulassung von Aminotherm habe ich gefunden, allerdings mit Ablauf zum 31.07.1986. (http://www.baufachinformation.de/zulassung.jsp?bzp=6451). Auf der Seite der BZP, in der die bauaufsichtlichen Zulassungen dokumentiert sind bin ich auch nicht fündig geworde (http://www.irbdirekt.de/baz/). Die Homepage (www.aminotherm.com) ist außer Betrieb. Das würde mich alles sehr, sehr nachdenklich stimmen.
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 31.01.07
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Zum Nachtrag von Herrn Reiner Stasch
Es gibt einen zugelassenen Dämmschaum der hat die Gültigkeit bis zum 30.09.2011 fündig geworden unter www.irbdirekt.de oder www.schaum-systemzentrale.de
Gruß aus Ostfriesland
Wolfgang Mannott
Wolfgang Mannott | 13.05.07
Krebserregendes Formaldehyd
Es scheint Absicht zu sein, dass die Homepage nicht darüber informiert auf welcher Basis die beiden Komponenten sind. Wer jedoch ein wenig recherchiert bekommt heraus, dass Aminoplastverbindungen durch Kondensation von Aldehyden (i.dR. Formaldehyd) entstehen. UF-Schäume, wie sie auf der Herstellerseite von Isoschaum gekennzeichnet sind, heißen auch Harnstoff-Formaldehyd-Schaum (UF= Urea-Formaldehyd). Formaldehyd steht im Verdacht Krebs zu erzeugen.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung sagt dazu (www.bfr.bund.de):
"Krebserregende Wirkung von eingeatmetem Formaldehyd hinreichend belegt
Formaldehyd wird weltweit in hohen Mengen produziert und ist in vielen verbrauchernahen Produkten enthalten. Die Substanz entsteht außerdem in geringen Mengen im Zellstoffwechsel von Menschen und Tieren. Formaldehyd ist gesundheitsschädlich, es reizt die Schleimhäute und kann Krebs im Nasenrachenraum auslösen, wenn es eingeatmet wird. Das ist das Ergebnis einer Bewertung neuer Studien, die das Bundesinstitut für Risikobewertung heute der Öffentlichkeit vorgestellt hat. Das Institut sieht es als hinreichend bewiesen an, dass die Substanz im Nasenrachenraum Tumore auslösen kann, wenn sie eingeatmet wird, und schlägt deshalb eine Änderung der geltenden Einstufung vor. Die schädliche Wirkung von Formaldehyd ist konzentrationsabhängig. „Bei Raumluftwerten von oder unterhalb von 124 Mikrogramm Formaldehyd pro Kubikmeter ist praktisch keine krebsauslösende Wirkung mehr zu erwarten“, sagt der Präsident des Bundesinstituts, Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. „Bei wiederholter, deutlicher Überschreitung dieses Wertes können gesundheitliche Risiken bestehen.“
Ich würde mir nie krebserzeugendes Material in meine Außenwände einbauen, wo ich es auch nicht wieder heraus bekomme. Ich würde das auch den Verarbeitern nicht antun. Schließlich gibt es unschädlichere Alternativen.
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | rainer stasch | 14.05.07
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Fehlerhaftes Ausblasen, was nun?
Mahlzeit.
Mein Problem:
Ich habe eine 2-schalige Giebelwand in Richtung Süden, mt ständigem Schlagregen und sommerlichen Hitze. Im Winter ist es kalt und im Sommer fast ne Sauna.
Nun habe ich den Zwischenraum mit Zellulose ausblasen lassen, KEINE WIRKUNG. Ich vermute mal, dass die Ausführung fehlerhaft war. Ich habe nun vor die Giebelseite mit einer Holz-Dämmungskonstruktion zu versehen und dann mit Perlit-Platten zu verkleiden. Ist das möglich oder gibt es da Bedenken mit der Diffusion?
Danke schon mal im Vorraus für die Antworten
Gruß
M.Behnke
Manuel Behnke | 20.07.07
Wer hatte denn diese Idee?
Zellulosedämmung hat als Kerndämmung gar keine Zulassung. Hat der Handwerker sie darauf nicht aufmerksam gemacht? Oder wer hat die Zellulose eingebaut?
Es wäre interessant festzustellen, was mit der ellulose in der Wand geschehen ist.
Ingenieurbüro + baubiologische Beratungsstelle IBN | Fred Heim | 01.08.07
Der Weg ist das Ziel
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
nachträgliche hohlschichtdämmung
nabend,
bei der hohlschichtdämmung sollte man darauf achten das ein ausreichende endoskopie durchgeführt wird, und festgestellt wird ob eine sogenannte Z-Folie eigebaut ist.
sollte das nicht der fall sein sind perlite, rockwoll,sls20 usw. auch nicht das optimale, weil das Material dann im unteren Sockelbereich ständig "nasse füsse" hat.
denn die hydrophobierungsschicht wird bei der verarbeitung in der Maschine und beim einblasen beschädigt.
dann kann das material feuchte aufnehmen und wird mit der zeit ein toller schwam. von Schaum würde ich abraten s.h beitäge.
es gibt ein material von der firma rigips(rigiperl) mit einer wlg035. dieses material nimmt keine feuchte an und ist absolut sauber und staubfrei zu verarbeiten. mehr unter www.BlowFill.de
h.hartmann | 08.08.07
Der Dämmer
Ob rigiperl das richtige ist weiß ich auch nicht da, schon im Prospekt steht das es leuchte Feuchtigkeit annimmt und daher muss das Haus alle 5 Jahre Versiegelt werden! (so wäre die die richtige ausführung)
Würde Fachkündige Firma fragen wie z.B. Firma Wattjes Großefehn Kanalstraße Süd seit über 14 Jahren im Einsatz der Wärmedämmung
Folker Buss | 22.02.08
Wo steht das?
@volker buss: Dass das Haus alle 5 Jahre neu versiegelt werden muss, habe ich auf der Homepage und in den Prospekten von Rigiperl nicht gefunden (inzwischen heißt es anscheinend Rigibead). Oder ist das Ihre Interpretation? Was wäre so schlimm daran, wenn es eine begrenzte(!) Feuchtigkeitsaufnahme gäbe?
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 23.02.08
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Der Dämmer
Da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt.
Da das Prudukt leichte Feuchtigkeit annimmt sollte man das Haus versiegel, damit eine leichte Feuchtigkeitsaufnahme erst garnicht stattfinden kann. Und dieses sollte alle 5 Jahre wiederholt werde, da mir keine Versieglung bekannt ist die länger oder besser gesagt mehr als 5 Jahre Garantie gibt.
Das was Herr Hartman über die Z- Folie geschrieben hat, ist meiner Meinung nach auch nicht richtig, da das Objekt von 78 ist und im Norddeutschen Raum erst mitte der 90 ger begonnen wurde eine Z-Folie einzubauen.
Daher muss bei der richtigen Ausführung bei so einem Objekt so oder so die Hohlschicht im Sockelbereich verschlossen werden, so das kein Produkt bis auf das Erdreich gelangt.
Danke für den hinweis
Folker Buss | 23.02.08
Lasst
die guten alten Hohlwände in Ruhe. Solange nix dran gemacht wird, funktionieren sie. Wenn Dämmung installiert wird, verändern sich die physikalischen Verhältnisse in der Wand. Es besteht die Wahrscheinlichkeit der Kondenswasserbildung, das dann nicht ordentlich abgeführt wird, sondern am Fusspunkt der Dämmung im Bauwerk versickert. Ist die Einblasdämmung erstmal feucht, lässt sie sich nicht mehr entfernen und ich hab einen irreparablen Bauschaden. Wenn Dämmung, dann eine Aussendämmung für solche Wände. Alles andere wäre mir zu riskant.
MfG
dasMaurer
Maurermeister | Ulrich Warnecke | 23.02.08
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Was ist mit Innendämmung,
wenn Ausfüllen des Hohlraumes nicht sinnvoll ist und Aussendämmung wegen des anzupassenden Dachüberstandes und der Dämmung bis hinein in den Erdbereich nicht bezahlbar. Von Redstone.de gibt es mineralische Dämmplatten, die einfach von Innen wie Ytongsteine an die Wand geklebt/geschraubt werden. Sollen eine gute Feuchtigkkeitsdurchlässigkeit besitzen und Kondensation innen verhindern. Oder ist da auch der Wunsch der Vater des Gedanken? Irgendetwas sinnvolles muss es doch geben?
Henrik Sander | 29.09.08
Es gibt schon
eine ganze Menge sinnvolles, Innendämmung ist möglich, allerdings muss das richtig gemacht werden. Was im Einzelfall richtig und gut ist, hängt von vielen Faktoren ab. Am besten vor Ort mit einem Fachmann besprechen, und dann anfangen.
MfG
dasMaurer
Maurermeister | Ulrich Warnecke | 30.09.08
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Aminotherm nimmt Wasser auf
Von einem örtlichen Betrieb, der seit 2 Jahren mit Aminotherm dämmt, habe ich im Dez. 2008 einen ca. 5x5cm großen Klotz des weißen Schaums bekommen.
Auf der digitalen Briefwaage wog er ca. 1,5 Gramm.
Dann habe ich ihn auf der Fensterbank bei 20 Grad Celsius, ca. 8 Stunden in einem 15mm tiefen Wasserbad schwimmen lassen (ohne ihn unter Wasser zu drücken). Jetzt wiegt er 17 Gramm. Jetzt warte ich, dass er trocknet. Man spürte anfangs, dass die meiste Feuchtigkeit unten sitzt, aber auch bis oben hin ist die Feuchtigkeit durchgezogen!!
Ohne Übertreibung - fast wie ein Schwamm....
Das gibt mir zu denken, wenn ich an Schlagregen denke.
Laut Hersteller ist eine Wasseraufnahmefähigkeit von 0,3 Vol. % gegeben. Das stimmt dann ja nicht.
Nun ist die Frage: Kann man das Material falsch anmischen, falsch schäumen? - eben falsch verarbeiten?
Daher würde ich so etwas nicht einschäumen lassen, oder wie seht ihr das?
G. Mill
G. Mill | 16.12.08
und andere Gründe
Das oben beschriebene Material ist formaldehydhaltig. Es gibt Länder in denen Formaldehyd als krebserregend gilt. Ebenso stuft die IARC, das ist die internationale Agentur für Krebsforschung der WHO, Formaldehyd als krebserregend für Menschen ein. Ich würde mir so etwas nicht einbauen!
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 16.12.08
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Luftschichtdämmung
Ich kann das Material Polystyrol-Perlen empfehlen.
Dieser Stoff nimmt kein Wasser auf, wird über eine Bohrung per/10qm eingebracht, kann im Notfall sehr gut wieder abgesaugt werden und ist schadstoffrei bei einem Wert von < 0,035.
Auch Mineralwolle und Perlite sind gute Dämmstoffe aber leider bringen sie nicht die oben genannten Vorteile. Durch diese Materialien bleibt, wie eben auch bei Polystyrol-Perlen, die "ehemalige" Luftschicht atmungsaktiv. Ein großer Nachteil bei Mineralwolle und Dämmschaum ist die Menge an Löchern, die gebohrt werden müssen. Dazu kommt beim Schaum noch die schlechtere Atmungsaktivität und der Inhaltstoff Formaldehyd.
Ich empfehle beim Einbau einer nachträglichen Dämmung im zweischaligen Mauerwerk grundsätzlich das Öffnen von Stoßfugen im unteren Sockelbereich als Sicherheitsöffnungen für eventuell auftretenden Wasseranfall. Diese Öffnungen können mit Einsteckteilen (Bienenbeisser) gegen Insekten und ggf. auslaufendes Material geschützt werden. Das Polystyrol-Material wird in Ostfriesland (Schlagregengruppe 3) sehr häufig, mit sehr guten Ergebnissen, verwendet. Es ist auch ein hervorragender Schallschutz. Meine Erfahrungswerte sprechen für diesen Stoff.
Eine recht gute Beschreibung von diesem Stoff finden Sie auch unter: www.nordseebau.de
Viele Grüße und gutes Gelingen wünscht
Ralf Bieneck - gepr. Gebäudeenergieberater -
Ralf Bieneck Bau- u. Immobilienberatung | Ralf Bieneck | 06.03.09
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Alles lachhaft
Formaldehyd ist in jedem Dämmstoff für hohlschichten vorhanden, sonst bekämen sie keine Zulassung. Zum letzten Beitrag: Als 'Energieberater sollten sie wissen das eine Lüftung NICHT eingebracht werden sollte, weil dann wieder eine Hohlschicht entsteht und die Dämmung umsonst ist. O-Ton eines unabhängigen Energieberaters für die Verbraucherzentrale. Zum Thema Aminotherm: Alle sprechen von Formaldehyd und Krebsgefahr. Haben sie sich alle schon mal genau erkundigt? Aminotherm hat mittlerweile den blauen Engel verliehen bekommen, man kann es sogar essen wenn man Lust dazu hat. Formaldehyd ist im Harz der zum binden da ist vorhanden. Das hat jeder Dämmstoff. Und der Anteil ist im Aminotherm bei 0,0015, wobei der Wert bei 0,15 anfängt um für ein Kind schädlich zu sein. Die 0,15 sind sogar noch ein Sicherheitsrichtwert. Ein weiterer Vorteil von Aminotherm ist, das man Rolladenkästen damit ausschäumen kann und das kann wahrlich kein anderer Dämmstoff!!!!
M. Kowal | 16.10.09
Vorsicht Falsch-Infos
Herr Kowal,
machen Sie sich doch bitte bei einem Gebäudeenergieberater Ihres Vertrauens schlau. Alle, mir bekannten Kollegen empfehlen EPS-Dämmstoffe.
Es könnte doch sein, dass ein paar Gutgläubige Ihre (leider) falschen Infos übernehmen.
1. EPS-Perlen(expandiertes Polystyrol) wird ohne Formaldehyd hergestellt. Das Blähmittel ist Phentan. Das EPS ist baubiologisch unbedenklich.
2. Selbstverständlich haben Stoffe (ohne Formaldehyd) wie Jomaperl 33, Rigi-Bead 35 und HK 35 eine bauaufsichtliche Zulassung. Siehe www.immolight.net
Zum Beispiel Jomaperl 33 (WLG 033) kann ab 4cm Schichtstärke, sogar in der Schlagregengruppe 3 eingesetzt werden.
Tun Sie uns doch bitte den Gefallen und verbreiten Sie nicht weiter Halbweisheiten. Was hat das für einen Nutzen?
MfG Ralf Bieneck
- Gebäudeenergieberater HWK -
Ralf Bieneck Bau- u. Immobilienberatung | Ralf Bieneck | 17.10.09
Qualität ist das Anständige!
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)
Alles Lüge?
Ich habe gerade in die aktuelle "Blaue Engel"-Liste geschaut: Einen Schaumdämmstoff zur nachträglichen Verfüllung von 2-schaligem Mauerwerk habe ich nicht gefunden. Und wie Herr Bieneck schon anmerkte gibt es bewährte Dämmstoffe ohne Formaldehyd.
Was bitteschön soll der Wert von 0,0015 beschreiben? ppm je cbm? Der Raumluftwert, der für Menschen schädlich ist kann erst einmal nicht in Beziehung gebracht werden zum Formaldehydgehalt des Dämmstoffes. Hierzu muss man die Randbedingungen definieren, wie das bei Spanplatten auch gemacht wird.
Leider wird der Formaldehydgehalt der einzelnen Komponenten im Internet nicht mehr veröffentlicht, angeblich Betriebsgeheimnis. Aber der Gehalt ist interessant, denn vor allem wenn die Pampe nicht richtig abbindet kann Formaldehyd freigesetzt werden.
Architektur + Baubiologie Rainer Stasch | Rainer Stasch | 19.10.09
Altbauten qualitätvoll sanieren
Mitglied der Fachwerk.de Community (Profil)