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Käfer in der Ceralith-Dämmung - schon mal gehört?

Wir haben den Fußboden im Erdgeschoss unter den Holzdielen mit Ceralith-Schüttung gedämmt. Schon nach einem halben Jahr haben wir einen massiven Käferbefall (Schimmelkäfer) in der Schüttung. Wie ist das möglich? Das Produkt ist für seine Schädlingsresistenz zertifiziert! Kennt jemand einen ähnlichen Fall im Zusammenhang mit Ceralith?
Danke!
Gruß, Karin
anonymus | 16.10.07
Ceralith
Abgesehen davon,
das ich es pervers finde, Nahrungsmittel als Dämmstoffe einzusetzen, was sind eigentlich "Schimmelkäfer"?

Viele Grüße
Georg Böttcher
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 17.10.07
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Ceralith
Nachtrag:
Das mit dem Schimmelkäfer habe ich mittlerweile selbst herausgefunden.
Danach ernährt er sich von Schimmelpilzen; das würde bedeuten, es gibt noch mehr Kostgänger in der Schüttung.
Anscheinend ist hier Kondensat ausgefallen, wie ist denn die Verarbeitung und der Einbau der Schüttung genau erfolgt?

Viele Grüße
Georg Böttcher
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 17.10.07
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Herstellerinformationen??
Hier wäre es natürlich auch sinnvoll, den Hersteller/Produzenten sofort mit ins Boot zu holen, um auch darüber Erklärungsnotstand abzuarbeiten.
Leider können wir auch keine positiven Erfahrungen zum Ceralith mit geben, da wir in den Anfängen der Materialeinführung ebenfalls Schwachpunkte dieses Produktes erkannten bzw. erfahren mußten.
Auch aus gewissen Fehlinformationen heraus, die uns damals gegeben wurden.

@G.B.
Leider ist hier die Betrachtung hinsichtlich "Nahrungskette" nicht ganz richtig.
Hierbei handelt es sich leider nicht um Roggen, welcher für die Nahrungskette bestimmt wäre, sondern um artverwandte Züchtungen.

Haben Sie das Material selbst eingebaut?
Wie sieht die Konstruktion aus?
Wurden Sie von einem Fachbetrieb beraten und begleitet?

Fragende Grüße

Udo Mühle
LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk: | 17.10.07
LEHM - natur am bau
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Käfer im Ceralith
Danke für die prompten Reaktionen!
Ja, wir denken auch, dass Kondensat hier eine Schlüsselrolle spielt. Dass ein Dämmstoff deshalb gleich zu einem Insekten-Biotop wird, irritiert mich schon gewaltig und lässt mich auch an dem Produkt zweifeln. Wir stehen dehalb auch in Kontakt mit der Herstellerfirma, haben bislang aber noch keine Einigung erzielen können.
Der Fußbodenaufbau ist standardmäßig mit Dampfsperre. Das Erdgeschoss ist nicht unterkellert.
Weiterhin interessiert uns, ob es ähnlich gelagerte Fälle im Zusammenhang mit diesem Dämmstoff gibt.
Dankbar für Hinweise / Tipps ist
Karin
anonymus | 17.10.07
Ceralit Schädlinge
Vielleicht hatten wir das gleiche Problem, bei uns waren es Motten. Wir hatten aber auch ein Feuchtigkeitsproblem da die Folie nicht korrekt verlegt war.
Karin Ressel | 19.10.07
Hallo Karin Ressel
Ja, auch bei uns gibt es dieses Feuchtigkeitsproblem, wobei immer noch unklar ist, woher die Feuchtigkeit kommt. Kondensat / Nederschlag befand sich nur oberhalb der Dampfsperre, es hat sich also kein Wasser von unten durch die Bodenplatte nach oben gedrückt. Unser Eindruck ist, dass das Ceralith dazu neigt, Feuchtigkeit / Kondensat wie ein Schwamm aufzunehmen, es aber nicht mehr hinreichend abzugeben und statt dessen anfängt zu schimmeln. Damit verliert es offenbar seine Schädlingsresistenz.
Haben Sie eine Erklärung für die bei Ihnen aufgetretene Feuchtigkeit? Haben Sie die Dämmung komplett ausgetauscht?
Hatten Sie im Zusammenhang mit den Motten Kontakt zur Herstellerfirma aufgenommen?
Viele Fragen... Es würde mich freuen, mich mit ihnen weiter auszutauschen. Auf eine Antwort freut sich
Karin Nellinger
anonymus | 19.10.07
Gesprächskontakt
Hier ein weiterer Kontakt gleich aus der Plattform:

Planungsbüro für gesundes Bauen
Michael Reisinger
Horst-Vieth-Straße 19
01445 Radebeul
Tel.: 0351-8387089 oder 0172-7042990
Fax : 0351 - 8956792
eMail: info@gesundes-Bauen.com

Hat als Planer dieses Material ebenfalls einige Male einsetzen lassen und ist auch böse enttäuscht worden.
Rückfragen sind erwünscht!!

Wir denken uns auch, daß das Material kritisch auf Kondensat reagiert, denn es ist ja ein Extruderprodukt aus Roggenschrot, Roggenkleie, Kalk, Molke und Wasserglas.
Diese Kombination neigt somit sicherlich zu genau diesen Befallsituationen.

Wir hatten damals das Material im Mischverfahren zum Lehmputz mit beigemengt und mußten hinterher die gesamten Wände als Sondermüll zurückbauen und entsorgen.
Es entstand ein Cocktail von Pilzkulturen, die einen derartigen Gestank produzierten, daß man nur noch mit Atemmaske die Räume betreten konnte. Dazu ein Farbspiel an den Wandflächen, einfach unbeschreiblich!!!

Grüße und nicht den Kopf hängen lassen

Udo Mühle
LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk: | 19.10.07
LEHM - natur am bau
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