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Schwellbalken verschrauben ?

Hallo Gemeinde,

ein Zimmermann verschraubt den neuen Schwellbalken mit dem neuen Fundament mit M20 Gewindestangen in Schwerlastanker alle 100 cm; ein anderer begnügt sich mit Alibiverschraubung ( M10 Gewindestange und Fischerdübel) ein letzter behauptet, das ist alles Unfug ( "haben die früher auch nicht gemacht")
Kann mir eine Orkan das Haus vom Fundament wehen ? Ist das DIN-Schwachsinn oder was ist die Idee hinter dieser Maßnahme ? Und neuerdings muss ich lesen, dass Teerpappe oder Schweissbahn zwischen Schwellbalken und Fundament auch eher schädlich ist ( ..habe also danach alles falsch gemacht..?)

Das Wissen von heute ist der aktuelle Stand des Irrtums !
Wer kann mit Praxiswissen erhellendes beitragen ?

Gruß an alle
Hartmut Gaulke | 25.12.08
restitutio ad integrum
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Ob das "DIN-Schwachsinn" ist....
kleine Anmerkung zur Bescherung - Grundsätzlich kann ich meinen ...weiß ich auch nicht.
Aus "dem Bauch heraus" würde ich es wie der letztere halten ("hat man früher auch nicht gemacht").

Bei der Erneuerung meiner Schwellbalken habe ich die Möglichkeit des Verschraubens auch in Erwägung gezogen, sie aber aus folgenden Gründen verworfen:

Ich könnte mir vorstellen, das im Bereich der Bohrungen eine Schwächung des Balkens eintritt.

Unter Umständen könnte in die Bohrungen Feuchtigkeit (auch aus dem Fundament) in den Balken eindringen.

Und wie der letztere Zimmermann: "Hat man früher auch nicht gemacht und die Häuser stehen immer noch".

Allerdings hat sich auf meiner "Baustelle" ein Schwellbalken ein wenig nach Außen gedrückt, da die Last nicht ganz lotrecht auftraf. Jetzt ist die Wand an einer Stelle eben etwas schief, das ist aber das ganze Haus eh.

Und die Teerpappe ist hier immer ein "willkommenes" Thema. An stark exponierten Stellen macht sie durchaus Sinn. Idealerweise aber nicht direkt unter dem Balken, sondern wenn es möglich ist im Sockel (also zwischen den Sockelsteinen).

Ob ein Orkan dir das Haus vom Sockel fegen kann, hängt vermutlich von der Größe des Hauses ab. Bei einem Gartenhaus aus Fachwerk könnte das vielleicht passieren. Bei Fachwerkwohnhäusern habe ich so etwas noch nie gehört.


Gruß
Martin
Martin Wittwar, Dipl. Ing. (FH) | 26.12.08
Fachwerk ist Lebensqualität (nicht immer, aber oft)
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Auflager Schwellhölzer
Neues BV in Brandenburg (2) - Das ist bisher schon passiert und die Fachwerkkonstruktion wurde bereits wieder fachgerecht rekonstruiert.
Der Natursteinsockel aus Findlingssteinen wurde nachträglich Stück für Stück wieder unterbaut. Eine Sperrlage zwischen Holz und Sockel ist nicht eingebaut worden.
Als Gesamtplaner war hier DrSchwelle natürlich ablastend (punktionale Auflager) ausbilden.
So wie es unsere Altvorderen getan haben. Keine Pappen oder Folien darunter, sondern mit Natursteinen und Kalken arbeiten.

Handwerklicher Gruß
LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk | 26.12.08
LEHM - natur am bau
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