Krumme Balken, und jetzt?
WAS MEINT DENN IHR?
Kay van Treeck | 06.02.04
...gut Ding will Weile haben...
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hallo kay :)
irgendwie gebe ich annette recht :)
was sagt denn der "dachexperte" zum "aushoehen"? so wollen jedenfalls hier alle 3 befragten Dachdecker an die vom letzten Sturm verursachte "kuhle" im Dach ran.
also wenn ichs richtig verstanden habe wird dabei nach dem abdecken ein kantholz seitlich an die Balken geschraubt, so dass die latten wieder "im lot" laufen koennen und die Last trotzdem korrekt verteilt wird...
liebe gruesse aus dem windigen letter
heide
Heide Scholz | 06.02.04
Ich mache es einfach wie mein Haus: I will survive
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krumm &schief = sehr wertvoll!!
Hallo,
jedes Urteil Bedarf natürlich einer genauen Betrachtung des Gegenstandes. Ich habe mir Euer Foto angesehen. (Ist es das abgedeckte Dach im Hintergrund?? oder das Haus vorn...)Soo viel Einzelheiten hab ich nicht erkannt. Aber grundsätzlich würde ich bei intaktem Holz nie mal so ein paar Sparren (oder sogar ein ganzes Dach) auswechseln, nur weil der "Dachexperte" Dollaraugen hat!! Im Gegenteil: Ich würde versuchen den Aufwand abzuwägen und so viel wie möglich original lassen. Kein Zimmermann würde "Neu" diese herrliche Krümmung der Dachfläche hinbekommen. Sie ist einzig durch die Jahrzente gewachsen. Das wichtigste ist aber, dass die Balkenköpfe in Ordnung sind, d.h. dass das Holz sämtlich ohne Schäden (Pilz&Tier) ist. Die Kosten können ins unermeßliche steigen, wenn die Balkenenden ausgetauscht werden müssen. Schwierig ist auch, wenn man einen neuen Sparren in ein sonst altes Dach auswechseln muss/will: Er würde recht unschön aus der Dachfläche herausstehen, abgesehen von bautechnischen Nachteilen. Mein Vorschlag also, wenn das Dach holztechnisch in Ordnung ist, (v.a. die Sparren) würde ich nie im Leben das ganze Dach erneuern. (Wie gesagt: Geldbeutel...) Ab einem bestimmten Alter geht Liften nur noch in die Hose bzw. ist sauteuer, und die schönen Falten fehlen irgendwie...
Es ist so eine Masche, heute alles clean und gerade zu haben. Hauptsache es passt in die Norm. Aber gerade ein von der Zeit geprägtes Dach bringt ein bissel Farbe in die graue Welt der gelackten DIN-Klötzer von heute.Sucht Euch evtl. noch ein paar andere Urteile von vielleicht mit Denkmalen vertrauten Zimmerern, die ein etwas diferenzierteres Urteil bilden können. Mit herzlichem Gruß, der marKus
Markus Flade | 06.02.04
Bauen für die Ewigkeit - und das Leben leben als wärs morgen zu Ende ! (Frei nach Luther...)
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besten Dank schon mal...
Es ist schon das Haus im Vordergrund.
Es ist seit kurzer Zeit der Wurm drin, da es schon lange leer steht und das Dach nicht dicht war (feuchtes Holz lockt den Wurm), es liegen aber keine Vollschäden vor. Mit Borsalzhaltigen Produkten sollte er, nachdem das Holz Trocken ist, aber zu erledigen sein. Es sind nur unter zwei Balken Sägemehl anzufinden. Ich schätze das die Balken sich auch durch die Feuchte etwas gegeben haben. Interessant ist auch das der Kehlbalkendachstuhl keine Hahnebalken hat (vielleicht auch daher das unförmige Dach?)...
Achso: ja, das Ansetzen von Balken schlug er schon mal bei einem anderen Objekt vor wo Dünne drin waren, bei unserem gekauften Haus sind die Balken mit ca. 20x15cm doch sehr stark und sollten in der Lage sein selbst Isolierungen noch zu tragen....
Kay van Treeck | 06.02.04
...gut Ding will Weile haben...
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Insekten und Borsalz
Guten Tag,
mit Ihren Borsalzprodukten können Sie vorbeugend imprägnieren aber keine Insekten wirksam bekämpfen. Wenn Sie wirklich in größerem Umfang Insektenfraßschäden haben, sollten Sie einen Sachverständigen kommen lassen, der die bekämpfungsmaßnahmen festlegt und der auch die Resttragfähigkkeit beurteilen kann. Wenn Feuchtigkeit im Spiel war, besteht immr auch der Verdacht auf einen Pilzbefall. Dieses "Gemeinschaftswerk" kriegen Sie mit Borsalz nicht weg, zumal Sie nur Streichen oder spritzen, nicht aber druckimprägnieren können.
Bei aller Liebe zum gewachsenen Dach: auch unter wirtschaftlichen Aspekten würde ich - nachdem ich das Sachverständigenurteil eingeholt habe - über einen Komplettaustausch nachdenken.
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | Dietmar Beckmann | 07.02.04
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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..beten scheev hat gott leev..
..oder ähnlich sagen die des Niederdeutschen mächtigen .
Wenn statisch nix auszusetzen ist am Gespärre : laßt es drin ! Sollte aber ein Statiker o.ä. abnicken , für Dachausbau , so geplant muß eh nachgewiesen werden .
Was den Schädlingsbefall angeht , ist es unbedingt notwendig den Übeltäter zu bestimmen und u.U. befallene Hölzer auszutauschen . Bekämpfung z.b. über Heißluftverfahren möglich .
besten Gruß Jürgen Kube
Brüggemann + Kube ZiMMEREi | Anne Brüggemann Jürgen Kube | 07.02.04
FensterEcke Brüggemann + Kube / Brüggemann + Kube ZiMMEREi
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jo dat het he...
...ein Holzfachmann de nich gliek allns nee moken will, RESPEKT ;-) Findetman selten.
...uns würde das nicht stören, das es schief ist, eine neue Lattung muss beim neu decken eh drauf, dann wird es sicher etwas besser. Der Dachboden war teilweise schon ausgebaut, soll aber alles raus...Holzwurmlöcher hat fast jedes Fachwerkhaus hier, doch reißt man es deswegen ab???? Ab 55°C unter Holz unter 15%Feuchte soll der Bock nicht mehr lebensfähig sein...Nochmal; es handelt sich nicht um Vollschäden und Pilz ist keiner da (habe schon Häuser angesehen, da waren die Balken wie Pappmachè vom Wurm so ist es nicht...). ..
Bilder folgen demnächst...
Kay van Treeck | 07.02.04
...gut Ding will Weile haben...
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Muß denn alles gerade sein?
Der Dachstuhl ist ein wichtiges Merkmal eines Baudenkmals, da gerade dort die handwerkliche Kunst zur Bauzeit zu erkennen ist. Die Verformungen, die das Dach während seiner Nutzungsdauer angenommen hat, gerade irgendwie zu seinem Charakter und können, soweit sie sich nicht auf die Nutzung und die Standsicherheit auswirken, erhalten bleiben.
Ich bin selbst als Statiker in der Denkmapflege tätig. Würde ich jeden verdrehten oder verformten Balken austauschen, wäre ich dort wohl fehl am Platz. Denn dabei wird ein Denkmal nicht erhalten, sondern eher zerstört.
Man sollte es sich als Planer bzw. beauftragter Handwerker in diesem Bereich nicht zu einfach machen.
Ingenieurbüro Leyh | Thomas Leyh | 07.02.04
... sinnvoll sanieren ...
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krumm?
Was Ihr "Dachexperte" gesagt hat, lässt mir an Hunderwasser denken, der einmal von unsere "Diktatur der gerade Linie" gesprochen hat! Wir sind mitten drin mit unsere Vorschriften und Experten! Und die meisten machen mit, und machen sich dabei selbst krank.
m.f.g.
Architekt und Planer | J.Hamesse | 08.02.04
Neubau, Altbau, ökologisches Gedankengut
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