Geht es den Bau-Handwerksbetrieben zu gut??????
Meine Frage: Sind bei euch auch die Handwerker am Telfon sehr intresiert daran einen Auftrag bzw. zuerst ein Angebot machen. aber dann kommt entweder garnichts oder nach dem Aufmass nichts mehr? Das geht vom Dachdecker bis zum Klemptner,Trockenbauer über Estrichleger Küchenplaner. usw. Wollen die nicht oder ist das die falsche Jahreszeit (August).
Ich freue mich über eure erfarungen.
Joachim
Joachim Ernesti | 27.08.08
... jooooo, das ist immer so....
wir haben n halbes Jahr auf ein Dachdeckerangebot gewartet, damals 4 oder 5 Monate auf Heizung... und Elektro...
Und momentan warte ich grade auf das Angebot für Fenster... *hibbel*
Aber meine Erfahrung sagt: Nehmt die Handwerker, auf deren Angebot Ihr länger wartet *lach*. Weil das sind die gefragten, die haben kaum Zeit. Die, die keiner haben will, die schicken das Angebot am nächsten Tag. Wir haben uns "leider" für den falschen Dachdecker entschieden... Super Angebot. Kam sofort. Alles drauf, was wir wollten... er war auch nicht der Billigste. ABER die Bauausführung... *au weia!*... - nie wieder...
Grüße Annette
anonymus | 27.08.08
Vielleicht
liegts ja an den Erfahrungen, die wir in den letzten Jahren gemacht haben.
Da schaut man sich das Objekt gründlich an, arbeitet 2- 3 Abende ein Angebot aus, und hört wochenlang nix mehr.
Dann fährt man mal wieder an dem Haus vorbei, die Arbeiten sind in vollem Gange, kein Firmenschild, Autos mit ausländischen Kennzeichen.
Und dafür hat man mindestens 15 -20 Arbeitsstunden für lau investiert. Davon wird meine Familie nicht satt.
Wenn mir der Verdacht kommt, dass da wieder sowas ansteht, verkneif ich mir den Spass lieber, das Spritgeld hab ich dann sicher verdient.
MfG
dasMaurer
Maurermeister | Ulrich Warnecke | 27.08.08
alt und neu ist kein widerspruch
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Annette...
...du und deine Dachdecker!;-)) Scheint ja ne "never ending Story" zu werden :-((.
Vielleicht nehmen sich die "Guten" ja auch einfach mehr Zeit zu einer überlegten Angebotserstellung. Vielleicht wägen die ja ausführlich ab, was dem Kunden "zuzumuten" ist, und wo die "Grenzen" des betrieblichen Umsatzes für ein Gewerk sind.
Solche soll es geben.
Andererseits gibt es sicher Betriebe, die es nicht "auf die Kette" bringen zeitnah ein Angebot zu erstellen.
Solls geben.
Den "Filter" dafür musst du aber selbst "entwickeln", Joachim!!
Gruß
Martin
Martin Wittwar, Dipl. Ing. (FH) | 27.08.08
Fachwerk ist Lebensqualität (nicht immer, aber oft)
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Ich habe letztes Wochenende für die Nachbarn (die hatten ein Loch in ihre Wasserleitung gehauen!) - eine Firma informiert. (Loch war notdürftig geflickt)(Samstag)
Montag Mittag rief mich mein Nachbar an - auf meine Frage, ob sie sich schon gemeldet hätten - nee.
Dienstag Mittag habe ich dann selbst noch mal nachgehakt - Ergebnis: die wollten mit mir Termin machen.
Das Telefongespräch gebe ich mal lieber nicht wieder - jedenfalls habe ich später zu den Bekannten gesagt: wenn ich so gearbeitet hätte, dann...
Das Loch war übrigens nur dazwischen gekommen - der Nachbar wartet noch heute auf das Angebot der neuen Heizung mit Solar, welches schon 2 bis 3 Wochen vorher besprochen wurde...
viele Grüße
Silke
Silke | 28.08.08
Baustelle(n) und kein Ende in Sicht
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@Annette
"Aber meine Erfahrung sagt: Nehmt die Handwerker, auf deren Angebot Ihr länger wartet *lach*. Weil das sind die gefragten, die haben kaum Zeit. Die, die keiner haben will, die schicken das Angebot am nächsten Tag."
Ab und zu schreibst du einfach Senf !
Läßt man sich mit dem Angebot Zeit ,heißt es der braucht ja schon allein fürs Angebot ewig. Schreibt man es sofort, kommt sowas dabei raus wie deine Aussage. Wie macht man es den jetzt richtig ?
Malermeister | Thomas Lingl | 28.08.08
Gegen Verlust an Heimat und Handwerkskunst!
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annette
du schreibst völligen Käse. Handwerker die Wochenlang brauchen um ein Angebot zu erstellen haben mit sicherheit zwar viel zu tun aber Ihr größtes Problem ist eine Ordentliche Planung und Zeiteinteilung.Ein Angebot sollte innerhalb einer Woche beim Kunden sein (bei sehr Umfangreichen Angeboten natürlich länger)je länger so etwas dauert desto ungenauer können Angebote ausfallen weil einfach zuviel Zeit dazwischenliegt.Ich selbst habe schon einige Aufträge verloren wiel ich einfach zu lange gemorkst habe(ich war halt schon am Anfang unzuverlässig laut der Kundschaft, weil dies der Erste eindruck war und."Der Erste Eindruck hat keine Zweite Chance")aber Ich habe daraus gelernt und gebe Angebote sehr Zeitnah ab, wenn ich dann für die Ausführung erst Monate später Zeit habe ist das was anderes- DANN HAB ICH VIEL ZU TUN !! aber wer Monate für ein Angebot braucht ist(oft) unzuverlässig - so die Kundschaft.
Ein gefragter Handwerker ist meist ein guter Handwerker und der gibt sein Angebot Zeitnah ab -is so.
Gruß aus dem schönsten Vogtland der Welt
Baustoff-Plus / Fachgroßhandel für Naturbaustoffe | Mirko Schlosser | 28.08.08
Wo Informationen fehlen, da wachsen Gerüchte
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Handwerk und Angebote
Hallo liebe Fachwerker,
das Verhältnis Kunde Handwerker ist immer etwas problematisch und ich denke da muß jeder für sich selbst entscheiden, mit wem er zusammenarbeitet, manchmal auch unabhängig vom Preis. Einerseits kann ich als Kunde erwarten, dass ich ein Angebot in einem akzeptablen Zeitrahmen bekomme. andererseits kann ich als Handwerker auch erwarten, dass ich in einem akzeptablen Zeitrahmen vom Kunden Mitteilung bekomme, was mit meinem Angebot ist. Ich weiß nicht wo Joachim wohnt, aber die Auslastung ist regional schon sehr unterschiedlich. Da kann ich in unserer Region sofort einen Handwerker bekommen, aber woanders, vorallem in Regionen mit viel Industrie, da wird es schon mal viel schwieriger, da hier oft jetzt schon das Problem des Nichtvorhandenseins von Fachleuten akut zuschlägt.
Gruß Karsten
Karsten Wolf | 28.08.08
Neubau eines Fachwerkhauses
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Ausschreibung, Angebote
Sehen Sie es positiv, wahrscheinlich ist es für Sie besser so.
Sie haben die Chance, noch einmal gründlich über Ihr Vorhaben, den zeitlichen Ablauf, den Umfang und die Finanzierung nachzudenken.
Nach den genannten Gewerken steht bei Ihnen eine umfangreiche Sanierung an.
Zur Erläuterung, wie Aufträge üblicherweise zustande kommen:
Variante 1:
Sie holen einen Handwerker, den Sie beauftragen wollen, vor Ort.
Sie erläutern ihm Ihr Vorhaben, er macht ein Aufmaß und schickt Ihnen ein Angebot.
Sie feilschen über den Preis, einigen sich und der Auftrag wird erteilt. Nur im Ausnahmefall erfolgt dann keine Beauftragung.
Variante 2:
Sie machen eine Ausschreibung.
Sie lassen ein Leistungsverzeichnis anfertigen, in dem die auszuführenden Arbeiten mengenmäßig genau aufgeschlüsselt sind und schicken mehrere Kopien an in Frage kommende Betriebe. Die füllen diese Verzeichnisse aus, also setzen Ihre Einzelpreise ein und schicken diese Verzeichnisse zurück.
Dann erfolgt die Auswertung, Sie wählen den für Sie günstigsten Anbieter aus und schließen einen Vertrag.
Also, entweder Auftragsvergabe nach Variante 1 oder Ausschreibung nach Variante 2.
Wenn Sie mehrere Handwerker nach Variante 1 vor Ort holen, die sich selber Ihr Aufmaß erstellen, müssen Sie den Firmen, die keinen Auftrag erhalten, die Aufmaße, die als Planungsleistung gelten, erstatten. Das macht keiner, also kriegen Sie hier auch nur wenig Resonanz. Außerdem sind solche Angebote kaum vergleichbar, da der Leistungsumfang variiert.
Holen Sie sich professionelle Hilfe durch einen guten Planer, der für Sie und mit Ihnen ein Sanierungskonzept erstellt, ein Aufmaß anfertigt, Leistungsverzeichnisse und Aufgabenstellungen schreibt.
Damit können Sie dann Angebote einholen.
Bei der Auswertung, der Vertragsgestaltung, der Ausführungskontrolle, der Koordinierung der Schnittstellen zwischen den Gewerken als Ihr Bauleiter, der Rechnungsprüfung und der Abnahme sollten Sie weiter mit Ihrem Planer arbeiten.
Der kann das besser als Sie und erspart Ihnen damit viel Geld und Ärger.
Sein Honorar verdient er sich so praktisch selber.
Viele Grüße
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 28.08.08
Immer vorher Gehirn einschalten
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Guten Tag,
ich kann mich nur den Meinungen der Herren Warnecke und Böttcher anschließen. Diese Pauschalisierungen bezüglich der Handwerkerschaft sind für mich völlig abstrus und wenig hilfreich.
Grüße,
Bernd Kibies
Techniker der Baudenkmalpflege | Bernd Kibies | 28.08.08
"Alles ist ähnlich, nichts ist gleich. Und diese feine Vielfalt erzeugt Identität." (Caminada)
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ordentlicher Handwerker statt gelernter Prutscher
Hallo,
was oft das Verhältnis Kunde / Handwerker stört sind leider häufig die unpräzise, bzw. missverständlich ausgedrückten Angebote.
Da kostet das Fliesen des Bades mal schnell das doppelte weil Leistungen nicht im Angebot enthalten waren, oder die Mehrwersteuer, das Eindichten, gar das Material ....
Der Kunde weiß im Normalfall nicht was alles benötigt wird, wie abgerechnet wird (nicht Länge x Breite x Geld) und kommt sich häufig "abgezockt" vor. Da steht dann klein als letzter Satz "Abgerechnet wird nach tatsächlich erbrachten Leistung" o. ä. – das ist nahezu gerichtssicher und vergräzt letztlich die Stimmung.
Warum es so kommt ist schon klar: Den Zuschlag bekommt immer der billigste. Wenn der Bauherr zwar später sagt: "Hätte ich das gewußt hätte ich gleich die Fa. XY beauftrag, die war doch 15% darunter ...." ist es halt schon zu spät. Der Bauherr hat mehr bezahlt als hätte sein müssen und die ehrlich anbietende Fa. XY hat den Auftrag nicht bekommen.
Wie oft wird XY noch ehrlich anbieten? Hoffentlich immer, den nur die Ehrlichkeit am Markt und die Qualität wird sich dauerhaft durchsetzen. Der Bauherr wird den "Abzocker" nicht weiter empfehlen, im Gegenteil, davor warnen. Hört man sehr oft: "Nimm blos nicht den ... der ist immer viel teurer als im Angebot!"
Negative Mundpropagande ist schneller als die positive.
Präzise Leistungsbeschreibungen sind das A und O um sich vor bösen Überraschungen zu schützen. Durch einen transparenten, echten Vergleich der Leistungen lässt sich das meiste Geld sparen, nicht durch Gottvertrauen auf Worte, an die sich später keiner mehr erinnert.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 28.08.08
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Warum schreibe ich Käse? - Das ist MEINE Erfahrung... mit den Handwerkern, die ich hier schon hatte... (aber ist mir egal, dann denkt Euch halt, ich erzähl Käse...)
Natürlich ist es prima, wenn ein Angebot schnell kommt und dann die Firma auch nocht toll arbeitet. Von den viiiielen Handwerkern, die hier bei uns zugange waren, hat das auch genau einer geschafft. Und ich habe lieber ein ausführlicheres Angebot, in dem alles steht anstatt eines, in dem die Hälfte fehlt (und der dann augenscheinlich billiger ist).
Fragt mal Euren Zahnarzt, wo er sich die Zähne machen lässt, wenn was zu tun ist *grins*. Das hab ich kürzlich gemacht *hehe*. Oft haben die Handwerker Sekretärinnen oder Mitarbeiter, die die Angebote schreiben. Das sagt wenig drüber aus, wie die anderen MITARBEITER ARBEITEN, die er eingestellt hat. Ein Handwerker ist nunmal ein Handwerker und keiner, der Bürotätigkeiten macht. Das ist eher ein notwendiges Übel für ihn.
A propos notwendiges Übel ;o): Ja, der Dachdecker ist ja immer noch nicht fertig ;o). Hat unser Dachfenster mit dem falschen Eindeckrahmen eingebaut (für Pfanne anstatt Biber) und das verdellerte und verlöcherte Zinkabtropfblech "ist ja nicht so schlimm" (meint er...). ;o)
Grüße Annette
anonymus | 28.08.08
Oder
der Kundfe beauftragt den Architekten der überhaupt keine Ahnung von Altbausanierung hat. Die Arbeiten gehen los der Kunde informiert sich und stellt fest da der Architekt schlecht und fachlich inkompetent beraten hat.
Wir betreuen gerade so einen Kunden.
Günstig ist das nicht.
Grüße
Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | Gerd Meurer | 28.08.08
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Hallo Gerd,
ja, genau diesen Architekten hatten wir auch schon ... ;o)
Ich glaub, wir sind ne Unglücksbaustelle ;o)
anonymus | 28.08.08