Das Grubenhaus
Als Grubenhaus bezeichnet man kleine, einräumige Vielzweckbauten von rechteckiger Form, deren Nutzfläche 0,5 bis 1,0m in den anstehenden Boden eingetieft wurden. Grubenhäuser werden seit der Zeit um Christi Geburt bis in die Neuzeit errichtet. Die größeren Typen wurden hauptsächlich als Werkstätten und Handwerkhäuser, die kleineren Typen als Erdkeller zur Lagerung von Vorräten genutzt. Wegen ihres gleichbleibenden Innenraumklimas und der relativen Feuchtigkeit sind sie besonders gut für Textilverarbeitendes Handwerk und zur Lagerung von Milchprodukten und deren Weiterverarbeitung geeignet.

Auf dem Bild ist die Grubenhausrekonstruktion aus dem Medenheimer Wäldchen, bei Northeim, zu sehen. Die ursprüngliche Anlage wird auf das 10 oder 11 Jahrhundert datiert. Die Gebäude stehen auf 6 Pfosten und sind 0,6m eingetieft. Die Anlage wurde mit Brunnen und Heuberge rekonstuiert und immer einen Besuch wert

Fitz Rantz aus Neuseeland hat einen Modellbausatz zum Zusammenkleben gezeichnet. Grubenhaus als Modell Klicken Sie auf das Bild und drucken Sie die Zeichnung aus. Dann ausschneiden und zusammenkleben.

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(c) Hartmut Stöpler