Definition

FeldmarkDie Gemarkung war im Mittelalter rechtlich und wirtschaftlich zweigeteilt, es gab die "geteilte Feldmark" und die "ungeteilte Feldmark". Unter der geteilten Feldmark verstand man das Ackerland, da die Nutzung der Äcker auf die einzelnen Höfe aufgeteilt war. Ursprünglich war jede Flur oder Gewanne in so viele Grundstücke eingeteilt, wie Bauernhöfe im Dorf waren; jeder Bauer hatte also in jeder Gewanne sein Stück Land. Die Größe der Äcker war aber auch damals schon verschieden, es gab ärmere und reichere Bauern. Die Grundherren hatten aber wohl die besten Stücke.

Der größte Gemarkungsteil war jedoch die ungeteilte Feldmark, auch Allmende genannt. Dazu gehörten der Wald, Teile der Wiesen, die Wege und das Wasser. An diesem ungeteilten Besitz war zur Nutzung jeder berechtigt, der einen "eigenen Rauch" hatte, das heißt, wer eine eigene Feuerstätte besaß. Das galt sowohl für die Höfe von Hörigen, als auch für die Höfe von Freien.