Ziegelfundament aus gelegten Zieglen für Gewächshaus?

Ich bin gerade dabei ein Gewächshaus zu bauen und möchte das Fundament nur aus Ziegeln legen. Ist das möglich, ohne Mörtel als Fundament einfach Ziegel im Verband zu legen?

Auf das Fundament kommt ein Ziegelsockel, welcher rein mit Kalkmörtel gemauert werden soll. Auf diesen Sockel kommt dann das Gewächshaus aus Holz und Glas.
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ALL4web | | 09.03.15

Fundament


Machbar ist das je nach Baugrund und Qualität der Fundamentierung.
Streifenfundamente funktionieren sogar als Steinpackung oder Kiesschüttung, bei entsprechendem Baugrund. Mauern im frostgefährdeten Bereich geht auch mit Kalk wenn er hart genug wird, also mit hydraulischen Zusätzen.
Was mich interessiert: Was erwarten Sie sich von dieser Bastelei für Vorteile?
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 09.03.15

Fundament


im üblichen Sinn sollten frostfrei sein und die Lasten in den Baugrund abtragen können. Das letztere wird wohl nicht das Problem sein. Ein nicht vermauertes Fundament aus losen Steinen kann für Dein Gewächshaus bei einem kleineren Sturm, wie er gelegentlich in Europa vorkommt, keine Verankerung am Boden sicherstellen - das dürfte das Hauptproblem werden. Ich würde Schwerbetonsteine Kaufen und diese vermauern, Oben als Abschluß eine Rollschicht aus Klinker - dann lohnt sich auch die Investition in ein gutes Gewächshaus. Zeit ist ja noch. (Frostfrei wäre etwa 80-90 chm tief, je nach Region - oder bis zum Felsuntergrund)
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 09.03.15


"Mauern im frostgefährdeten Bereich geht auch mit Kalk wenn er hart genug wird, also mit hydraulischen Zusätzen."

Also ich glaube das ist nicht das Problem - man hat ja schon vor 100ten von Jahren mit Kalkmörtel gebaut und verputzt. Vieles davon steht ja heute noch.


"Was mich interessiert: Was erwarten Sie sich von dieser Bastelei für Vorteile?"

Es muss nicht immer für alles Vorteile geben, wenn man eine Idee oder Frage hat. Meine Idee ist es, ein Gewächshaus aus natürlichen Baustoffen zu bauen, dass auch ökologisch sinnvoll ist. Daher auch die Frage, ob es reicht das Fundament auch nur mit Ziegeln auszulegen.
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ALL4web | | 09.03.15


"Ein nicht vermauertes Fundament aus losen Steinen kann für Dein Gewächshaus bei einem kleineren Sturm, wie er gelegentlich in Europa vorkommt, keine Verankerung am Boden sicherstellen - das dürfte das Hauptproblem werden."

D.h. das Hauptproblem ist die Verankerung mit dem Boden, auch wenn der Sockel ruindum etwa 50 cm hoch mit Ziegeln drauf gemauert wird. Ich sollte somit das Streifenfundeament vermauern? Der Boden wäre im übrigen Lehm, d.h. ich könnte ohne Probleme auf Frosttiefe von etwa 80 cm graben.

Ein Betonfundament will ich eigentlich nicht machn, dann schon eher aus Stein wie unser Wohnhaus.
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ALL4web | | 09.03.15

neue Fakten


"auch wenn der Sockel ruindum etwa 50 cm hoch mit Ziegeln drauf gemauert wird"

wenn ich Dich richtig verstehe - in der Erde trocken verlegte Ziegel - obendrauf gemauerter Sockel 50 cm

Als Mauerer sehe sich so etwas skeptisch, mach das Experiment und berichte in 10 Jahren drüber.

Meine zwei Gewächshäuser stehen auf ca 1m tiefen Beton/betonsteinfundamenten seit 10 Jahren. Würde ich nicht unbedingt als unökologisch bezeichnen, nur weil Zement im Spiel ist - da gibt es andere Dinge im Alltag, über die man tüäglich nachdenken sollte als zement in der Gründung - Sorry !
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 10.03.15

neue Fakten


doppelt
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| 10.03.15

Sorry


Internetverbindung spinnte mal wieder
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 10.03.15


OK, ich weiss jetzt zwar noch nicht was ich mache, aber mehr ökologisch kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Ich benutze Ziegel die ich von einem alten Abbruch bei mir liegen habe, mauere mit Kalkmörtel, also Sand und Kalk und mache das Glashaus aus alten Fenstern und Holz!

Was man im Alltag alles ökologischer machen kann, ist eine andere Frage. Es ist natürlich immer einfach bei einer solchen Frage auf anderes zu zeigen, aber wenn man immer so denkt, ändert sich nichts.
Ein kleiner ökologischer Beitrag von mir sollte eben sein, ein Glashaus möglichst Ressourcenschonend und doch funktionell und schön zu bauen.
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ALL4web | | 10.03.15


Wenn dein Holz/Glas nach einer Windhose in der Natur verteilt ist, wirds aber doch unöko.
fachwerk.de super informativ!
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| 10.03.15

Sockelbereich


Ihre Ideen fallen dann unter die Versuch- Irrtum- Methode, früher wurde öfters so gebaut. Wenigstens beim ersten Mal.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 10.03.15

Etwas,


was nicht nachhaltig ist, kann auch nicht ökologisch sein. Über die Idee, auf Sand zu bauen, verbreitet sich schon ein literarischer Klassiker. Allein das Vorhandensein "ökologischer" Baustoffe führt nicht zum gelungenen Projekt.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 10.03.15

Gewächshaus bauen


Hallo Andreas
Grundsätzlich kann man natürlich so etwas bauen-
auch wenn's von der üblichen Bautechnik abweicht.

Je nach Größe, Höhe, Lage, Konstruktion, vorhandenem Materia etc
muß natürlich überlegt werden, wie das Ding verankert
und überhaupt sinnvoll konstruiert und gebaut werden kann.

Ob das jetzt durch große Steine, Seilabspannungen, Bäume, Schraub-Spinnenanker etc gesichert wird muß man je nach Situation entscheiden-
Möglichkeiten gibt's jedenfalls genug.

Hast du eine Zeichnung/Skizze dazu mit Maßen und evt Bild vom Gelände?

Willst du Gemüse darin anbauen oder ist's auch zum Wohnen oder als Aufenthaltsraum gedacht?

Dach auch komplett aus Glas?
(Ich wohne in Kärnten und will auch noch ein Gewächshaus bauen-Holz/Glas)
Andreas Teich

Und was genau...


...spricht für obigen Klimbim und gegen ein normal aufgemauertes Fundament?

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 10.03.15

Gartenhaus


- der Wunsch des Kunden evt?

Warum sollte keine kleine Mauer als Sockel auf eine Gründung aus Steinen gebaut werden?
Lose aufeinander geschichtete Steine oder auch nur Bruchschotter, wie im Gleisbau üblich, sollten ein genügend stabiles Fundament ergeben um ein Glashäuschen darauf setzen zu können.

Es handelt sich hier nicht um einen Hochbau mit entsprechenden Anforderungen.
Die Verankerung kann wie beschrieben separat erfolgen.

Pyramiden wurden ohne Mörtel gebaut, ebenso griech. Tempel,Trockenmauern gegen Erdrutsche und zahllose Bauten in Erdbebengebieten wurden nur mit Lehm vermauert-
da wird ein kleines Sockelmäuerchen mit Glasaufbau auch einige Jahrzehnte halten wenn es gegen Abheben/Verschieben gesichert wird.

Da soll man doch lieber froh sein wenn nicht bei jedem kleinsten Bauvorhaben sinnlos Unmengen von Beton nach Standardbautechnik verbaut werden und lieber kostengünstige Alternativmöglichkeiten mit vorhandenem und recyceltem Baumaterial darstellen.

Beton als Baustoff ist in den Bauschadensstistiken auch nicht gerade ganz unten vertreten

Andreas Teich

dir ist schon bekannt


Das es im Gegensatz zu deinen Beispielen hier richtigen Bodenfrost geben kann?
In irgendeiner unbestimmten Höhe dann mit Mauern zu beginnen ist ziemlich sinnfrei, weil der Frost die Fugen dann eh aufreißt wenn sich der Boden hebt.
fachwerk.de super informativ!
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| 10.03.15

Deshalb...


muß man ja nicht jeden ökigen Spleen gut finden.

Wie es solide gebaut werden kann, steht schon im 2. thread.

Der Wunsch des Kunden? Na, baue ihm das nicht. Mag der Kunde König sein wollen, kein Fachbetrieb sollte Unsinn bauen nur deshalb, weil sich das wer wünscht.

Ganz nebenbei: Ein Gewächshaus, drinnen Schmackhaftes und guter Boden, draußen die Wildnis... Für ein solides Fundament spricht auch der Schutz gegen das Durchwachsen von Wurzeln ebenso wie gegen unliebsames Ungeziefer aller Art.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 10.03.15

Gewächshausfundament


Ob bei Frost Bodenbewegungen ein Problem sind hängt natürlich vom Untergrund ab.
Eine Schotterbettung wie bei Bahndämmen kann genauso die Frostsicherheit gewährleisten (siehe Georgs Beitrag)wie lose aufeinandergelegte Steine wenn zB mit Lehm abgedichtet wird.

Bei versickerungsfähigem Boden wäre Frost gar kein Problem

gegen Ungetier hilft dann ein Gitter im Boden oder eine Steinpflasterung und Bäume werden wohl nicht im Gewächshaus gepflanzt werden.

Und wer gar kein Fundament will kann einfach eine Holzkonstruktion auf Einschraub- oder Einschlagpfosten setzen und hätte damit gleichzeitig die Windsogsicherung gewährleistet.

Ich gehe auch nicht davon aus, daß hier übliche Gewährleistungspflichten erwartet werden- soll ja ohnehin selbst gebaut werden
Andreas Teich

Käse:


"Beton als Baustoff ist in den Bauschadensstistiken auch nicht gerade ganz unten vertreten"

Holz dürfte wesentlich weiter oben stehen, wenn es diese Statistiken nach Materialen und Anzahl der Sündenfälle sortiert überhaupt gäbe.

Abgesehen vom Zahn der Zeit; man kann mit jedem Werkstoff falsch bauen.

Grüße

Thomas

P.S. Na Herr Teich, ein Gärtner sind Sie jedenfalls auch nicht.
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 10.03.15

Glashausbau


Stimmt- hier wird ja auch kein Gärtner gesucht, dafür gibts andere Foren.
Beton hat nur den Nachteil, in der Entsorgung deutliche schwieriger und aufwendiger zu sein, dazu kommt ein hoher Energieverbrauch bei der Herstellung, was sich bei Holz alles deutlich günstiger verhält.
Fachwerk ist ja auch (meistens) aus Holz und die Verwendung von Beton sollte doch auf die unbedingt notwendigen Fälle beschränkt werden.
Einen solchen kann ich bei dem Minifundament vom Selbstbau-Gewächshaus nicht erkennen.

Und um Schadensfälle zu minimieren gibts ja dieses Forum mit hoffentlich kompetenten Antworten
Andreas Teich

Herr Teich,


jenseits der surrealen Betonallergie gings nur um mauern (von Ziegelsteinen!) mit einem Mörtel, der hält. Das kann, wie sie offenbar überlesen haben, auch ein Kalk sein. Und wenn's entsorgt wird, nach dem Modell Trümmerfrau das bisschen Mörtel von den Steinen schlagen - falls diese nicht ohnehin hinüber sind. Das Entsorgungsvolumen wächst kaum merklich, falls das Kalkaufkommen nicht ohnehin unter "Dünger" läuft.

Fundamentale Bekenntnisse helfen da nicht weiter. Gärtnerische Kenntnisse insofern, welche Basics ein Gewächshaus auszeichnen sollten, schon.

Aber Kleingärtner sind ein ganz, ganz besonderer Menschenschlag - ich weiß :-)

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 10.03.15

Glashausfundament


keineswegs überlesen,
nur unter der Erde wird normaler Kalkmörtel wegfaulen und hydraulischer soll wohl nicht unbedingt genommen werden-Mörtelfreie Fundamentierung wäre dann also sinnvoller und möglich.

Die Mauer auf dem Fundament sollte ja unter Verwendung von Kalkmörtel erstellt werden wie er schrieb.
Dabei nur Ziegel lose aufeinander legen war nicht vorgesehen- das wäre nur bei größeren, schweren Gesteinsformaten möglich.
Das Gärtnern wird er dann schon hinbekommen.- dazu gebe ich keine Ratschläge.

Aber vielleicht äußert sich noch der Threadersteller- falls es ihm nicht die Sprache verschlagen hat ?

Andreas Teich

Fundament Glashaus -vielen Danke für die rege Disskussion


Ich bedanke mich vorab herzlichst bei Thomas und Andreas, die beide sehr interessante Sichtweisen hier geschrieben haben.

Zuersteinmal möchte ich sagen, dass dies keine Auftragsarbeit (ja, ich baue das Gewächshaus für meine Mutter) ist, sondern ich baue es für uns privat und somit gibt es auch keine Gewährleistungsansprüche o.ä. (auch nicht an jene, die Tipps in der Fachwerk.de Community geben ;-).

Ob meine Idee auch wirklich sinnvoll ist oder nicht will und kann ich ja nicht beurteilen, daher schreibe ich ja hier ins Forum und frage um eure Meinung.

Aus meiner Erfahrung mit alten Häusern ist es eben so, dass man einen normalen heutigen Maurer oder Baumeister kaum zu diesem Thema befragen kann, da sowieso alles mit Beton, Silikatputz usw... gemacht und saniert wird - wobei ich auch sagen muss, dass sich das in den letzten Jahren gebessert hat. Daher auch meine Frage hier im Forum, wo ich schon sehr tolle Threads gelesen habe.

Also die Lage ist im Südosten der Steiermark auf etwa 340 m Seehöhe und einer Frosttiefe von etwa 80 cm. Die Bodenbeschaffenheit ist Lehm, Ebenerdig und der Platz des Gewächshauses soll im Garten, umgeben von Bäumen, Sträuchern und Gebäuden sein - also, das Problem mit dem Wind sollte sich in Grenzen halten.
Da die Holzkonstruktion ja auf einem gemauerten etwa 50 cm hohen Ring der auf dem Fundament, welches auch immer, liegt, sah ich bis zu diesem Forum das Problem der Verankerung ja nicht.

Da ich das Gewächshaus zusätzlich etwa 30-50 cm tiefer in den Boden bauen will, ist die Angrifflsfläche für den Wind vielleicht auch nicht ganz so groß.

Ungeziefer aller Art hat man auch im normalen Garten - wo ja das Gewächshaus stehen soll, nur hat man im geschlopssnenen Glashaus die bessere Möglichkeiten Ungeziefer leichter zu erwischen.

Die Frage ist nur wenn ich das Fundament wirklich nur mit gelegten Ziegeln mache, sind Wurzeln udn Frost (auch wenn iich auf Frosttiefe gehe) wirklich ein Problem und beschädigen/heben das daraufliegende Mauerwerk?


Übrigens, es wird kein Wohnglashaus, kein Aufenthaltsraum, sondern ein Gewächshaus für Gemüse, Tomaten, Salat,.....
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ALL4web | | 10.03.15

leider


enthielt diese Angaben nicht die Eingangsfrage, Glas und Holz könnte ebenso eine teurer "Einkauf" sein und da wäre eine stabile Gründung schon sinnvoll - wenn es dort zu Problemen kommt (Setzungen, unterschiedliche Hebungen durch Frost) dann ist die ganze wertvolle Arbeit obendrauf für die Katz - also auch eine Frage der Ökologie. Entscheiden muß das jeder für sich selber, alte Ziegel kann man durchaus legen, ein normale vermauerung mit Mörtel (Hydralisch abbinden) würde ich selber empfehlen, was Du draus machst, ist Dein persönliches Experiment. Gute Nacht !
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
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| 11.03.15

Eine klassische Alternative


zu einem Steinfundament sind in den Boden eingerammte Holzpfähle. Die rotten dann zwar vor sich hin, aber je nach Holzauswahl und Oberflächenbehandlung kann das sehr lange dauern. Eiche, Lärche, und noch ein Holz, das mir jetzt nicht einfällt, halten am längsten. Tropenholz scheidet für michaus. auch ich bin ein Anhänger des ökologischen Bauens. Unter Oberflächenbehandlung verstehe ich deshalb auch nicht Gift, sondern das äußerliche Verkohlen der Pfähle.
Und wenn die Pfähle verrottet sind, sind sie Humus. Auch nicht schlecht, oder? Dann müssen halt neue reingerammt werden.
Ralph Schneidewind


Ralph Schneidewind | 11.03.15

Glashausfundament


Du meinst sicher Robinie/falsche Akazie, die die höchste Resistenzklasse der heimischen Hölzer hat, besser noch als Eiche.
Ankohlen wurde schon vor Urzeiten als Maßnahme gegen Verrottung bei Bodenkontakt angewendet.
So wird es nicht von Schädlingen und Pilzen befallen.

Man könnte einige Pfosten einschlagen, darauf einen Querbalken als Schwelle befestigen und darauf dann die Glashauskonstruktion setzen, wodurch weitere Verankerungen überflüssig wären.
Steine könnten dann immer noch dazwischen gemauert werden.
Andreas Teich

Stimmt,danke


ich habe wirklich Robinie gemeint.
Ralph Schnmeidewind


Ralph Schneidewind | 11.03.15

Robinie?


Das stimmt alles nicht 'mal annäherungsweise.

Adultes Kernholz ist Haltbarkeitsklasse 1, richtig. Juveniles Kernholz aber, also die ersten 7-15 Jahresringe des Kernes, haben nur die 4. Und das Splintholz wird so schnell zu Erde, daß man gar nicht schnell genug die Schaufel holen kann.

Nun schaue man sich das üblicherweise im GaLa - Bau verwendete Robinienholz einmal näher an und zähle die Ringe...

Eiche und Robinie haben ferner zwar schützende Gerbsäure, diese aber ist wasserlöslich und gegen Auswaschung nicht geschützt. Bei Lärche hingegen ist die gleichfalls reich und oft reicher als in Eiche vorhandene Gerbsäure besser im Holz gebunden, da Harze die Auswaschung bremsen. Ferner lassen die allgemeinen Haltbarkeitsklassen keine ausreichenden Schlußfolgerungen auf die Haltbarkeit von Holz bei Erdkontakt zu.

Zu berücksichtigen wäre auch die Überlegung, daß die feuchtwarme Gewächshausatmosphäre den Holzzerfall stark beschleunigt. Es hat seine Gründe, warum Gewächshäuser nur im Wolkenkuckucksheim mancher Märchenprinzen aus Holz sind.

Ferner sollte der gute Sohn seiner Mutter kein Gewächshaus hinstellen, nicht nagetiersicher ist. Das gegen das Durchwachsen von Wurzeln nicht geschützt ist. Weiter oben kam schon der Hinweis, daß die teuere oberirdische Konstruktion nicht auf ein eher vages Fundament gestellt werden sollte. Wer den hydraulischen Kalk später entsorgen will, kann ihn ja in der Kaffeemühle mahlen und als winterliches Streugut bereithalten. Ich verstehe den scheinökologischen Ansatz überhaupt nicht. Jeder Deutsche, auch der Fragesteller, produziert Unmengen vermeidbaren Müll, verpestet die Luft und verunreinigt das Trinkwasser. Was spricht nun tatsächlich dagegen, ein Bauwerk für jahrzehntelange Nutzung auf eine solide Basis zu stellen? Wenn unreflektierter Eigensinn an sich kein Argument ist, dann absolut NICHTS.

Grüße

Thomas

Hinweis: Man kann ein Gewächshaus auch aus reinem Eis machen. Das ist ultraökologisch, weil rückstandsfrei entsorgbar. Leider wachsen darin nur Eisblumen :-)
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 12.03.15

@ Thomas


100 % Zustimmung, meine 2 Gewächshäuser aus Betonsteinfundament und Klinkerrollschicht steht seit etwa 20 (10 war ein Tipfehler), jedes 2. Jahr Bodenaustausch, 1x Tomate, 1x Gurke - da herrschen oft tropische Verhältnisse. Von unten Wühlmaussicher, oben Alu+Glas pflegeleicht und kein notwendiger Holzschutz - andere mussten Ihr wiederverwendetes Fensterholz schon ersetzen nach 10 Jahren.
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| 12.03.15

Gewächshausbau


Es ist schon klar, und das weiß sicher auch der Fragesteller,
daß ein Gewächshaus mit einem Betonfundament und -mauer, wühlmaussicherem Betonboden, Alurahmenkonstruktion und Isoglas mit Alu-Dichtungsprofilen techn. Vorteile hat und länger hält.

Aber dies hier soll ja nun gerade kostengünstig und ökologisch vertretbar mit vorhandenem Material und preisgünstig gebaut werden.
Dafür gibts eben verschiedene Möglichkeiten und es läßt sich auch ein Drahtgewebe in den Boden legen zur Wühlmausabwehr und vorhandene Fenster und Klinker verwenden.

Und wenn das dann nur 10 oder 15 Jahre hält ists ja auch gut- geht dafür schnell, billig, Gemüse kann auch drin wachsen und es gibt keine dicken Betonbrocken im Untergrund.

Es will auch auch nicht jeder einen Neuwagen haben- manchmal reicht die Restaurierung eines vorhandenen Gefährtes.

Es läßt sich ja beides darstellen- die Luxus-ewig-stabil-Neumaterial- Variante und eine abgespeckte, die auf Wünsche des Fragestellers eingeht und hilft diese zu verwirklichen.

Andreas Teich

Ignori, Ignora...


Herr Teich, Sie nerven mit Ihrem Sülz. Irgendwie erinnert mich Ihre Herangehensweise an Pippi Langstrumpf ("Ich mal mir meine Welt, wie sie mir gefällt").

Sind Sie grundsätzlich so fest im Glauben, daß Sie gar nicht auf unpassende Argumente eingehen können?

Ich werde Ihnen meine Wühlmäuse schicken. Mäuse überzeugen mehr als Worte. Wie Sie die erkennen? Sie sind hungrig, und es sind viele.

Viel Spaß mit den possierlichen Tierchen wünscht

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 12.03.15

Wühlmäuse


was nervt nicht lesen oder kommentieren-
ist ja auch an den Fragenden gerichtet und nicht an die Insider.

bei uns kommen die Wühlmäuse durch Drahtgeflecht/-gitter nicht durch- deshalb wird bei Hochbeeten von allen Gärtnern empfohlen, Drahtgitter einzulegen.

Vielleicht sind die bei Euch aus unerfindlichen Gründen anders geartet, daß die Beton zur Abwehr benötigen...

Andreas Teich

Dann letzmalig,


und speziell für Sie: Es geht um ein standfestes, durchwuchgeschütztes und nagetiergeschützes Fundament. Also ein geeignetes Gewächshausfundament und nicht um ein Hochbeet. Diese Zielsetzung ist mit aufeinandergelegten Ziegeln nicht erreichbar. Wohl aber dann, wenn die vorhandenen Ziegelsteine mit geeignetem Kalk- oder Zementmörtel vermörtelt werden. Dieser Vorschlag ist weder unsittlich noch unökologisch. Auch wenn das nicht in Ihre Gedankenwelt passt.

Ach, eine Frage habe ich dann doch noch an Sie: Können Sie die Strohballenbauweise auch für Gewächshausfundamente empfehlen?

Gute Nacht

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 12.03.15

Arkazie


nehmen wir für die Weidepfähle. Die sind jetzt seit 17 Jahren im Boden und einwandfrei. Ich habe Sie am Montag kontrolliert. Den einzigen Pfahl, den ich ersetzt muss ist ca. 50 cm über dem Boden abgebrochen.

Liebe Grüsse
Nicole
Was brauchst Du heute, damit es Dir gut geht?
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| 12.03.15

Glashaus


gegen Kalkmörtel hat noch nie jemand etwas gesagt-
im Gegenteil
Nur die Betonkonstruktionen sind unnötig.

Das solltes du dem Fragesteller jetzt aber noch näher erläutern, sonst verliert so mancher jetzt den Faden....

Strohballenbau ist für die Sockelmauer bei richtiger Ausführung ebenfalls geeignet:
großer Dachüberstand
gute Drainage
Feuchtigkeitsabdichtung von unten und innen-
also kein tropisches Klima erzeugen
aber für Kakteenzucht ideal
Kalkputz innen und außen
innen evt eine dichtere Farbe als außen

Bei dem einzigen bekannten Schaden mit Termitenbefall hat sich nach Öffnung der Wände herausgestellt, daß die sich nur am verbauten Holz aber nicht am Stroh verköstigt haben.

Mäusebehausungen in fachgerecht verputzten Strohballenhäuser sind nicht bekannt, unverputztes Stroh wird aber gerne besiedelt..

Andreas Teich

Fundament


Hallo Andreas,
Ihre Frage ist ein typisches Beispiel dafür wie Selbstbauer versuchen im festen Glauben etwas Gutes zu tun das auch noch besser als die gängigen Bauweisen ist. Ökologisch soll es sein, billig, frei von bösen Industriebaustoffen, nach guter alter Art gebaut und zum Schluß auch noch geeignet sich von anderen Bauherren abzusetzen, also damit ein bisschen anzugeben.
Dagegen ist nichts zu sagen,aber um so etwas umsetzen zu können sollte man wissen WAS und WARUM man es tut.

Ich versuche deshalb ein paar Fakten in Ihre vagen Vorstellungen zu bringen:
Fundamente in bindigem Boden (Lehm) kann man auch ohne Beton erstellen; ein tiefer Graben senkrecht heruntergeschachtet bis in den frostfreien Bereich reicht dafür. Aufgefüllt wurde früher mit Steinpackungen in Sand, gut abgestuftenm Kiessand o.ä. Das funktioniert in bindigem, gewachsenem Boden weil solche Streifenfundamente nicht nur über die Sohlpressung sondern auch über die Mantelreibung an den Flanken Last abtragen. Warum wurden solche Fundamente überhaupt gebaut? Trockener, gewachsener Lehm kann hart wie Beton sein! Es ging um Setzungen. Bindige Böden setzen (konsolidieren) sich zeitverzögert, bei einer Kirche wäre das verheerend. Nicht bindige Böden setzen sich ohne Verzögerung.
Gemauert wurde darauf der Sockel ab dem gewachsenen Bodenbereich mit frostsicheren Steinen, vorzugsweise sauber gefügten Natursteinblöcken, gesetzt in frostsicheren hydraulischen Kalkmörtel. Natursteine deshalb weil sie kein Wasser kapillar leiten und so als Abdichtung wirken. Hydraulischer Mörtel deshalb weil er im Gegegensatz zu Luftkalkmörtel fester wird und unabhängig von der Außenluft abbindet. Ein Grund warum moderne Zemente ab dem 19.Jahrhundert entwickelt wurden war die Suche nach besseren hydraulischen Bindemitteln. Ausgangspunkt dieser Entwicklung waren antike römische Betone bzw. Zemente.
Was ist mit der Ziegelpackung?
So etwas wurde beim Bau von KELLERN als Unterlage der aufgehenden Wände eingesetzt. Mehrere Lagen hart gebrannter Klinker wurden trocken auf das Planum in einen Fundamentgraben gelegt, dann wurde gemauert. Auch hier war der Grund aufsteigende Kapillarfeuchte zu verhindern.
Als etwa ab der Mitte des 19.Jahrhunderts Abdichtungsmaterialien und Zemente auf den Markt kamen verschwanden diese Bauweisen sehr schnell. Streifenfundamente aus Stampfbeton waren, vor allem bei nichtbindigen Böden, tragfähiger und billiger, statt teurer Natursteine oder Klinker konnte mit billigem Backstein und Zementmörtel im Sockelbereich gearbeitet werden.
Es macht heute auch keinen Sinn mehr mit dem Handkarren bei Lidl vorzufahren und den Wochenendeinkauf damit zu transportieren. So ein Karren mag zwar billig sein, umweltfreundlich und aus ökologischen Materialien hergestellt aber eben nicht mehr zeitgemäß.
Dieser Rückschritt den Sie da planen bringt ihnen also keine Vorteile, höchstens um vor Freunden und Nachbarn damit anzugeben.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.03.15

Gewächshaus-Bilder aus der Bilddatenbank: