Fachwerk.de - was ist zu beachten beim Ausmauern der Gefache?

Hallo,
ich möchte die Gefache meines Fachwerkhauses mit alten Feldbrandziegeln als Sichtmauerwerk neu ausmauern.
Hierzu hätte ich folgende Fragen:
Sollte ich hierzu einen harten oder weichen Ziegel verwenden und wie erkenne ich den Unterschied.
Wie kann ich die restlichen Kalkspuren von Ziegel entfernen?
Wie kann ich verhindern, dass an dem Anschluß der Ausfachung an die Fachwerkkonstruktion zu einem späteren Zeitpunkt ein Spalt entsteht?
Gruß, Johannes


Johannes | 04.04.06
Da hart gebrannte Klinker
die Feuchtigkeit schlechter aufnehmen, würde ich weiche Steine bevorzugen. Möglicherweise gibt es auch Argumente dagegen, aber mein Vorschlag hat folgenden Hintergrund:
Bei unserem Haus waren die Gefache in der beabsichtigten Weise mit hart gebrannten Ziegel ausgemauert. Jedoch gerade im Giebelbereich und dadurch, daß das Haus sich nach hinten neigt, ist diese Wand der Witterung stark ausgesetzt. Nun sagt man, daß der Kalkputz die Feuchtigkeit, die in die Ritzen eindringt, gut aufnimmt - in unserem Fall jedoch nicht gut genug: Viele der Riegel waren auf der Oberseite mehr oder weniger feuchtegeschädigt. Habe darum die Ziegel entfernt bzw. bin noch dabei.
Die Ritzen bekommt man wahrschenlich nie wirklich dicht, da das Holz reichlich arbeitet. Ich denke, daß eine geschlossene Putzschicht auf wenigstens einer Seite der Wand die beste Lösung ist. Mein Favorit ist immer Lehm: Alles, was Holz heißt und damit "eingepackt" war, war intakt, der Rest leider oft genug nicht, manchmal gar nicht mehr vorhanden.
Mit in geeigneter Weise gemagerten Lehm kann man auch mauern und die Fugen später mit Kalk verfugen. Das verfugen habe ich allerdings selbst noch nicht gemacht, kann daher dazu leider keinen Tip geben.

mfg


Karsten Hildebrandt | 04.04.06
Ähm,
es muß wohl heißen "gemagertem" ...


KH | 04.04.06

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