Wettertaugliche Arbeitskleidung im Außenbereich

Solarzellen

Eine adäquate Arbeitskleidung, die den Anspruch erhebt, einerseits jahreszeitlich passend und andererseits den Handwerker vor Gefahren zu schützen, muss nicht nur aus robusten und widerstandsfähigen Materialien hergestellt sein. Strapazierfähige Arbeitsbekleidung bietet neben Schutz vor Wind und Wetter auch Sicherheit vor mechanischer Einwirkung von außen. So können etwa herabfallende Gegenstände oder abstehende Nägel und Schrauben, an denen Pullover, Hose & Co. gerne auch mal hängenbleiben, latente Gefahrenquellen darstellen. Entsprechend sind die Anforderungen in punkto Qualität hoch und spiegeln die Ansprüche wieder, die an zuverlässige, wettertaugliche Arbeitskleidung von Handwerkern wie etwa Dachdeckern oder Zimmerleuten gestellt werden. Während in der kalten Jahreszeit besonderes Augenmerk auf wasserabweisende und isolierende Materialien gelegt werden sollte, kommt es im Sommer vor allem auf Atmungsaktivität der verwendeten Stoffe an. Welchen Anforderungen muss eine Bekleidung bei Arbeiten im Freien grundsätzlich entsprechen?

Arbeitskleidung bei Wind und Wetter

Verantwortungsbewusste Chefs statten ihre Mitarbeiter nicht ganz uneigennützig mitunter gerne mit spezieller Berufskleidung aus, die dann Dienstkleidung genannt wird. Zum einen bietet sich Betrieben eine willkommene weil imagefördernde Werbefläche durch entsprechende Logos und Werbeaufschriften etwa auf einheitlichen Arbeitsjacken an. Andererseits muss ihnen am Wohl der Mitarbeiter gelegen sein, um ihre volle Arbeitskraft zu schützen und zu erhalten. Obwohl rechtlich nicht dazu verpflichtet, greifen einige Betriebe daher gerne zu einheitlicher Berufskleidung, die im Idealfall für alle Angestellten kostenlos zur Verfügung gestellt und gerade vor allem von Handwerkern gerne angenommen wird, die selbst bei Frost in Herbst und Winter wie auch bei größter Hitze im Sommer im Freien arbeiten müssen.

Nicht nur die Gefahr von Unterkühlung kann ein ständiger Begleiter sein, auch drohen Überhitzung und Hitzeschlag im Sommer, und Rutschgefahr durch Glättebildungen von Wasser, Schnee und Eis im Winter. Gerade Dachdecker und Zimmerleute sind froh und dankbar für Arbeitsbekleidung, die Kälte, Nässe und Hitze trotzen. Auch ausreichender Schutz vor allgegenwärtig lauernden, berufsspezifischen Gefahren durch Abrutschen auf glitschigem Grund oder Hängenbleiben an spitzen Gegenständen steigert das Sicherheits- und Wohlgefühl. Beides zusammengenossen kann überdies allgemeiner Motivation und Leistungsbereitschaft förderlich sein. Letztlich hilft Berufsbekleidung, sich jenseits äußerer Widrigkeiten voll auf die eigentlichen Aufgaben konzentrieren zu können.

Die typische Berufsbekleidung gibt es nicht

So vielfältig das Anforderungsprofil an die zu leistende Arbeit ist, so vielfältig sind auch die Erwartungen, die an eine Arbeitsbekleidung gestellt werden, welche die täglichen Aufgaben optimal unterstützen soll. Allerdings sollten alle Ausführungen und Varianten typischer Berufsbekleidung für den Außenbereich zwei Dinge gemeinsam haben: Zum einen müssen sie winddicht, wasserdicht, atmungsaktiv und in punkto Sicherheit auf dem neuesten Stand sein. Zum anderen dementsprechend von besonders hoher Qualität sein, die sich wiederum auch in höheren Preisen als denen herkömmlicher Bekleidung niederschlägt. Sie lassen sich in Zeiten von Internet in den einschlägigen Webseiten und spezialisierten Online-Portalen ausgiebig studieren, bevor nach getroffener Wahl die jeweilig favorisierte Arbeitskleidung bequem online gekauft werden kann. Dabei helfen verschiedenste Filter, eine entsprechende Vorauswahl je nach gewünschten Produkteigenschaften und Sicherheitskriterien zu treffen und aus einer Angebotsvielfalt bequem und komfortabel seine Wahl zu treffen.

Dabei fällt auch auf, dass bei Arbeitsbekleidung grundsätzlich zwischen Berufskleidung, Dienstkleidung und Schutzkleidung je nach Gewichtung unterschieden wird. Allen gemeinsam ist jedoch die Grundfunktion, die persönliche Bekleidung vor Einwirklungen aller Art zu schützen und zu schonen.

Grundsätzlich ist jeder Einzelne dabei für Erwerb und Nutzung von Arbeitsbekleidung selbst verantwortlich und trägt die damit verbundenen Kosten, wenn nichts Anderes im Arbeitsvertrag oder auf betrieblicher wie tariflicher Ebene vereinbart worden ist.

Anforderungsprofil an Outdoor-Arbeitskleidung

Arbeitsbekleidung im Handwerk besteht zuallererst aus strapazierfähigen Hosen, Jacken und Schuhen, die höheren Anforderungen an Formstabilität und Widerstandsfähigkeit gegen scharfe, chemische Reinigungsmitteln entsprechen müssen.

Da in den verschiedensten Handwerkerberufen Kontakte zu Ölen, Fetten, Chemikalien und Gefahrenstoffen wie diverse Lösungsmittel und Harze an der Tagesordnung sind, muss entsprechende Arbeitsbekleidung etwa so strapazierfähig sein, dass sie unzählige Wasch- und Trockengänge unbeschadet übersteht. Hier kommt die ISO-Norm 15797 zum Tragen, die entsprechend robuste Arbeitsbekleidung als Industriewäsche-geeignet deklariert. Dazu gehören auch Formstabilität selbst bei 90 Grad-Waschgang, Bügel- und Knitterfreiheit als auch Widerstandsfähigkeit gegen bleichende und scharfe chemische Reinigungsmittel.

Modernes, funktionales Gewebe gewährleistet nicht nur Schutz vor Schmutz, Staub, Regen oder Wind, sondern hilft, mechanische Einwirkungen von außen wie Stöße zu mindern. Hier kommen die verschiedenen EN DIN-Normen für Berufsbekleidung und persönlicher Schutzausrüstung ins Spiel, die nach Einsatzzweck bestimmte Standards setzen.

So ist zum Schutz gegen Regen etwa die DIN 343 maßgebend, Kleidungssysteme zum Schutz gegen Kälte tragen das DIN 342-Label. Werte für Wetterschutz, die gemäß DIN 341 vergeben werden, bemessen sich dabei einerseits am Wasserdurchgangswiderstand (Wasserdichte) in Millimeter Wassersäule, die für Atmungsaktivität in Gramm pro Quadratmeter in 24 Stunden. Je nach erzielten Endwerten wird die Arbeitskleidung dann in drei verschiedenwertige Klassen (1-3) aufgeteilt, mit Klasse 3 als hochwertigster Stufe im Hinblick auf die Schutz-Güte.

Gewebemischungen von Softshell-Arbeitsjacken etwa, die DIN 342 entsprechen, sind auf extreme Wetterbedingungen ausgelegt und bestehen aus hochwertigen Materialien und wärmendem Fleece- oder Thermo-Steppfutter. Wasserdichte weil verdeckte Reißverschlüsse, Stehkragen und ergonomisch geformte Ärmel und Ärmelabschlüsse bieten zusätzlichen Windschutz. Gleichzeitig wasserabweisende als auch atmungsaktive Kunstfasern runden ein Anforderungsprofil ab, das nach DIN 343 an eine Oberbekleidung für Außenarbeiten gestellt wird. Polyamid hat sich in dem Zusammenhang besonders bewährt. Outdoor-Arbeitskleidung sollte Kriterien nach Klasse 3 entsprechen.

Für Arbeitshosen gilt prinzipiell das Gleiche, wenn auch im meist bevorzugten Mischgewebe ein gerne mitverarbeiteter Anteil an zusätzlichen Stretch-Fasern für ausreichende Bewegungsfreiheit sorgt.

Großzügig dimensionierte Seiten-, Schenkel- und Gesäßtaschen erhöhen die Funktionalität maßgeblich und bieten genügend Platz für regelmäßig benötigten Zollstock, Bleistift, Messband und Cutter-Messer. Auch entsprechend dimensionierte Hilfstaschen für persönliche Utensilien wie Handy oder Schlüsselbund sollten bei hochfunktionaler Arbeitskleidung nicht fehlen. Aufgesetzte Latztaschen, Patte und Kletten bieten genügend Platz für zusätzliche Utensilien.

Mitunter verfügen einige Hosen-Modelle auch über innenliegende Knieeinschubtaschen für Kniepolster oder sonstige Knieverstärkungen, die zusätzlichen Aufprallschutz bieten. Im Unterschied zu privater Kleidung sind Reißverschlüsse an hochwertiger Berufskleidung mit besonders reißfesten Spezialgarnen vernäht und mit wasserfestem Stoffaufsatz gegen eindringende Feuchtigkeit geschützt.

Foto: fotolia©photo 5000 (#72047399)

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