Welcher typ Kaminofen

Hallo

ich steht vor der Entscheidung einen passenden Kaminofen zu finden. Die Auswahl ist groß und die Ahnung klein :)

Mein Heizverhalten wird Wochentags bei 2-4 Stunden liegen (ca.) und am Wochenende ganztägig bis ein paar Stunden (je nach dem)

Von guten Speicheröfen bin ich daher schon weg. Das wird sich nicht lohnen. Die sind erst dann richtig schön warm wenn ich wieder ins Bett gehe oder nicht mehr zu Hause

Da ich das Holz unters Dach tragen muss wäre es mir aber dennoch wichtig möglichst wenig Holz zu verbrauchen.
Ich werde Nadelholz verbrennen da mich das "nichts kostet"


Ich habe nun z. B. von Öfen gelesen die eine automatische Verbrennungsluftregelung haben und dadurch das Holz optimal abbrennen und so den Verbrauch senken. So wie sich das gelesen hat wäre das für mein Heizverhalten nicht verkehrt.

Was haltet ihr davon, gibt es Hersteller/Marken die da wirklich gut mit umgehen können?
Das heißt das es tatsächlich gut funktioniert und auch eine langlebige Technik ist?


Der Ofen an sich sollte sich dann im Bereich von 5-7kw bewegen.

Hoffe mal hier kann einer so was zu schreiben


Alternativ habe ich derzeit nur einen klassischen Gusseisenofen im Auge.
Die sollen aber wegen fehlender Rauchabzugsregelung wiederum viel Holz verbrauchen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 05.10.16

Ofenwahl


Hallo Hans Peter,
bei Deiner Ofenauswahl kann ich Dir leider nicht helfen,
außer vielleicht sich wirklich auf das Wesentliche zu konzentrieren und nicht auf Markennamen und irgendwelchen Klimbim hereinzufallen. Verkäufer können da sehr kreativ sein.
Ich denke aber das da bei Dir keine Gefahr besteht denn Du konzentrierst Dich auf das Wesentliche, die Funktion.
Als nicht ganz ernst gemeinten Beitrag dazu die folgende Nachricht die ich mal für jemanden geschrieben habe der sich bei der Ofenauswahl von anderen Dingen wie seinem Markenbewußtsein leiten ließ.

"Was ist Markenbewusstsein?
Nehmen wir ein Beispiel, den Kauf eines Kaminofens.
Basis sei ein ordentlich proportionierter, funktionaler, zuverlässiger, guter Ofen. Verkaufen kann man den nicht nur mit dem Hinweis auf seine guten funktionellen Eigenschaften. Das machen alle Mitbewerber, sie preisen an wie gut ihre Produkte sind. Man kann sich ohne technische Innovationen nur über den Preis, also billiger als die anderen, oder über etwas Immaterielles, die Marke oder das Design,abheben. Billiger verkaufen oder den Leuten etwas mit verkaufen was die anderen nicht haben.
Das könnte so gehen:
Man pappt an den Ofen ein paar farbige Elemente, etwas Goldflitter und eine weiße Platte die wie Marmor aussieht mit dem stilisierten Namenszug eines "Stars" drauf.
Sagen wie Kim Kardashian oder Justin Bieber. Denen glauben Käufer aufs Wort das sie in der Lage sind die besten Kaminöfen zu konstruieren die auch noch schön aussehen. Der Namenszug ist natürlich mit Gold ausgelegt (oder was das wie Gold aussieht). Dann kann man irgendwo an der Seite noch eine Plakette aus poliertem Edelstahl anbringen auf der eingraviert steht: handcraftet by… und dann folgt ein deutsch oder nordeuropäisch klingender handgeschriebener Name. Dazu noch ein kleines gefaltetes Zettelchen an einer güldenen Cordel mit verschnörkelten Buchstaben wo eine herzergreifende Geschichte draufsteht wie und warum der Star einen Kaminofen gemacht hat und wie er seinen Arsch daran wärmt. Dazu noch was über CO²- Neutralität und die armen Affen im abgeholzten Urwald.20 € Mehrkosten für den Klimbim, 20 € für die Benutzung des Namens, 250,- € Preisaufschlag. Das ist Marktwirtschaft.
Das System ist nicht neu; wem noch der Name Rudolph „Moosi“ Mooshammer etwas sagt:
Der hat damit haufenweise Geld gescheffelt. Billige no- name- Klamotten eingekauft und ein dolles Firmenschildchen mit dem Namen Mooshammer eingenäht. Das Zeug dann in bester Lage in München an die Möchtegern- Schickeria verkauft. Mittels feinem Geschäft, begnadetem Verkäufer und dollem Etikett kreierte er so sein eigenes Modelabel. Aus einem billig aus Italien importierten 5,-DM- Schlips wurde ein 90,- DM-Designerstück.
Warum sonst geben Leute ein paar hundert Euro für eine 50,- € Jeans aus die auch noch bewusst durch Abscheuern mit Sandpapier und eingerissenen und ausgefranste Löchern in ihrem Gebrauchswert geschädigt wurde? Nur weil ein kleines Schildchen mit irgendeinem erfundenen Fantasienamen dranpappt. Für mich ist das der Gipfel der Dummheit.
Noch eine Version für Möchtegern- Kunstversteher mit pseudointellektuellem Style gefällig:
Man nehme am besten einen bekannten Namen wie Harald Glööckler, der ist aber zu teuer.Dann macht man sich eben selber einen, am besten erfinde man einen coolen Namen wie Thobjo Karriost, das klingt extravagant und rätselhaft da man den Namen keinem Kulturkreis zuordnen kann. Vielleicht finnische Designerschule, vielleicht kanadischer Ureinwohner oder von den Kommunisten ehemals unterdrückter Lette? Schon das wirkt geheimnisvoll und fördert den „Ätsch, ich habe was das Du nicht hast“- Effekt.
Dann werden auf den Kaminofen ein paar Gipsabgüsse gepappt, sagen wir in der Mitte eine halbentblößte Göttin Flora mit Sonnenbrille und oben drüber zwei besoffene Silen mit erigierten Pimmeln die gerade ins hochgehaltene Füllhorn der Flora kotzen. Alles mit Farbe, Sandstrahler und Raspel getrimmt und etwas individualisiert damit es nach Einzelstück aussieht, die Bediengriffe am Ofen vergoldet.
Darüber lässt sich dann mit Freunden bei der Party trefflich über das Thema:
„Was will uns der Künstler damit sagen?“ plaudern. Für den gipsernen Schund 50,- € an die indische Firma die das zusammenpappt, Preisaufschlag 1.000,- €, mindestens.
Zu billig bedeutet die Kunst taugt nichts, sie ist gar keine Kunst.
Kunst ist nur gut wenn sie teuer ist. Warum nicht 10.000,-? Kommt nur auf den Kundenkreis an. Je blasierter, je eingebildeter, je reicher- je besser. Da darf`s auch noch ein Kaminbesteck designed vom Büro Porsche in poliertem Edelstahl und limitierter Auflage als Draufgabe sein. Ob das zu obszön ist? Kunst ist nicht obszön, jedenfalls behaupten das z.B. Theaterregisseure die mit öffentlichen Geldern sowas auf der Bühne in lebensecht bringen; denn sie nehmen sich heraus festzulegen was obszön (und was Kunst) ist und was nicht.
Vielleicht könnte man ja unter dem Schamtüchlein der Flora einen Ohrhörer zwischen ihren Beinen heraushängen lassen oder eine bronzene Wäscheklammer am Nippel der freiliegenden Titte klemmen- was für eine angeregte Diskussion ergäbe das!"
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 06.10.16

Guter kaminofen


mein Wamsler Küchenherd hat eine automatische Verbrennungsluftregelung. Das ist einfach eine Bimetallspirale, die bei einer entsprechenden Brennraumtemperatur die Primärluftklappe öffnet bzw. schließt. Das ist ziemlich simpel und wenig zielführend, weil Holzverbrennung mit einer ordentlichen sekundär- oder sogar tertiärzuluft am besten funktioniert. Ich denke, Du solltest Dir die automatische Regelung genau erklären lassen und nur wenn es Dir wirklich schlüssig erscheint, auch kaufen. Ich empfehle zudem, sich mit dem Thema Holzverbrennung genauer zu beschäftigen, das schafft Grundlagen für eine autarke Kaufentscheidung. Für eine Mietwohnung habe ich einen Kaminofen im Bereich 250 Euro gekauft (wenn ich mich recht erinnere), die Mieter sind zufrieden, der hat eine gut regelbare Sekundärluftklappe und eine Scheibenbelüftung, damit die nicht so verrußt. Ansonsten sind die Grundfunktionen bei preiswerten und Nobelgeräten wohl ziemlich gleich (gut tauschbare Schamotteplatten etc), das ist wie bei den Autos, die wesentlichen Funktionen wie Fahren, lenken, bremsen können sie alle gut.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 06.10.16

Hallo,


also ich kann dir zwei Ofenfirmen dazu empfehlen mit denen ich gute Erfahrung habe. Zum ersten das Ofenprogramm von Fa. Thorma (Tschechien) und Fa. Wamsler.
Der Werkstattofen von Wamsler z.B. ist vom Korpus her Baugleich mit dem Dauerbrandofen, der aber deutlich teurer ist. Einzig die temperaturgeführte Luftzufuhr fehlt. Man hat aber auch so genügend Möglichkeiten die Verbrennungsluft zu regulieren um so eine Art Zeitbrand zu realisieren. Nadelholz ist dafür jetzt nicht unbedingt geeignet aber mit ein bisschen Geschick geht es auch. Achte beim Kauf darauf, daß die Öfen Dauerbetriebsfest sind und als Brennstoff auch Kohle zugelassen ist. Von der Leistung her ist weniger oft mehr. Interessant ist auch Thorma, da gibt es eine sehr gut und einfach zu regelnde Luftzufuhr mit der Zeitbrand gut funktioniert und es gibt einen Ofen der sehr geringe Abstandsflächen fordert.
Bauschaum und Silicon rettet die Nation!!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 06.10.16

Die automatische


Verbrennungsluftreglung mal außen vor gelassen.

Was haltet ihr generell von Gussöfen?
Vorteile und Nachteile dazu?
(Aus persönlicher Erfahrung)

Und wegen der Makrensache. Mir ist klar das Marke nicht immer Gut heißen muss.
Manchmal geb ich aber die Hoffnung nicht auf das es Marken gibt von denen man sagen kann das man erst mal Grundsätzlich nichts damit verkehrt macht

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 06.10.16

Unsere Fussbodenheizung...


(mit Restholz vom Fussboden befeuert, also auch viel Nadelholz)

... ist ein Faro von Justus, bei Obi gekauft. War für hiesige Verhältnisse bezahlbar, beim Ofenbauer hätten wir 2 bis 3 mal so viel gezahlt. Die Glastüre tendiert etwas zum quietschen, ansonsten scheint er ordentlich verarbeitet. Oben hat der Ofen eine Specksteinplatte, die etwas Wärme speichert.

Automatische Regulierung würde ich mit Skepsis betrachten. Es braucht etwas Erfahrung damit die Brennkammer und die Scheiben nicht verrussen. Die Glasscheiben reinigen wir gelegentlich mit Ofenspray. Der Russ in der Brennkammer verschwindet von selbst wenn man es richtig macht.

Nadelholz sollte man in kleineren Portionen verbrennen. Wenn es eine schöne Glut hat, kann man wieder mehr Holz drauflegen, Primärluft voll auf, und einige Sekunden später brennt es wieder prächtig. So gibt es weniger Kokelei und Russ.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.10.16

Gussofen


Ich bin immer wieder beeindruckt von den klassischen Modellen der dänischen oder norwegischen Gussöfen. Die sind sparsam, der Tee bleibt heiss drauf und mit einem Eichenklotz ist er morgens noch warm. Gefühlt eine andere Klasse als die Blechkamine.
Im Zweifel für das Alte
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.10.16

wie


lang bleibt denn so ein Gussofen mit sagen wir 200-250kg nach dem das Feuer aus ist warm/heiß?

Man liest das es nicht lange dauert. Im Vergleich zu einem richtigen Grundofen ist das wohl richtig.
Redet man dann von 1 Stunde oder 2 oder sogar 3?

Sind Specksteinöfen in der Hinsicht wesentlich besser?

Mir wurde angeraten bei einem Kaminofen nicht all zu viel Wert auf 20kg Speckstein zu legen. Das sei dann eher eine optisches Sache.

Allerdings gibt es auch Öfen mit deutlich mehr Speckstein. Wobei ich mir nie so sicher bin wie viel Speckstein dann tatsächlich am Ofen ist. Die Angaben sind oft unzureichend.
Vielleicht auch aus gutem Grund...


Bis jetzt bin ich noch bei den Gussöfen hängen geblieben. Die gedrungenen Modelle gefallen mir doch recht gut und auch sonst scheint mir so ein Gussofen nicht ganz verkehrt zu sein. Preislich im Durchschnitt allem Anschein nach auch etwas niedriger als andere Öfen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.10.16

Ein Gussofen....


ist an sich schon eine solide Sache. Er baut nicht so groß, ist relativ robust und einfach in der Bedienung. Durch die Fehlende Umkleidung werden sie aber sehr heiß und geben entsprechend viel Wärme ab. Man muß also bei dem Heizen schon den Wärmebedarf berücksichtigen und die Luftzufuhr entsprechend einstellen. Speicherverhalten ist quasi null, wenn der Ofen aus ist, ist er auch bald kalt. Man kann die Effektivität noch durch eine Anlaufstrecke im Rauchrohr verbessern, sonst verschwindet ein Großteil der Wärme durch den Schornstein.
Bauschaum und Silicon rettet die Nation!!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.10.16

Ofenwahl


Hallo Hans Peter,

ich bin auf der Suche nach einem Ersatz für einen Gussofen in unserem Ferienhaus. Momentan ist dort ein alter englischer Gussofen (hat kein Schamott innen), den aber der Schornsteinfeger nicht mehr so recht mag und ich auch nicht: zu viele Brandflecken in den Dielen von den Vorbesitzern des Hauses haben recht schnell deutlich gemacht, dass die Feuerung damit vielleicht nicht ganz so einfach ist.

Zuerst zu den Vorteilen, dann den Nachteilen und dann mein Wunschofen (:-)

Vorteile: Wird schnell warm, macht ordentlich heiss, lädt von der Seite und nimmt 50 cm Stücke, wie mein Grundofen. Kein herausnehmbares Aschefach. Rost, aber nicht für Luft von unter, daher rostloser Betrieb. Ich leere einfach die Asche lange nicht aus, wie beim Grundofen (dort leere ich einmal im Jahr bei täglichem Betrieb im Winter)
Schönes Feuerbild vorne durch kleines Fenster, das leider oft verrusst.
Nachteile: SEHR heiss, Gefahr für Kinder. Großer Abstand nötig. Spezielle Bodenplatte nötig für Seitenladung. Bekommt Luft durch ein verschliessbares "Löchlein" in der seitlichen Ladetür und eine Mechanik hinten. Brennt entsprechend schlecht an (nur sehr trockenes Bucheholz). Darf wahrscheinlich auch gar nicht viel Luft bekommen, um nicht zu glühen..
Gut Abstand nötig wegen Hitze. Schnell kalt aber für das schnelle Hochheizen ideal. Rest macht Zentralheizung.

So, jetzt zum Traumofen:

Ich habe lange überlegt, einen Grundofen zu nehmen. Aber da das Haus nicht dauernd bewohnt ist, macht das keinen Sinn.
Kein Langzeitspeicher sondern schnelle Hitze
möglichst großes Holz (50cm)
Seitliche Ladung wäre nett, denn meine Bodenplatte passt jetzt dazu.
Rostloser Betrieb (das macht RIESIG etwas aus in Bezug auf Holzverbrauch und Leerung der Asche!!).
Dafür braucht er eine große Brennkammer mit hochgezogenen Wänden damit die Asche beim Öffnen der Türe nicht rausfällt.
Und ausserdem muss er eine gute Regelung der Luft die oberhalb bzw. seitlich aufs Holz trifft (Sekundärluft).
Mein kleiner Wamsler Werkstattofen im Arbeitszimmer hat leider nur Löcher in der rückwand für die Sekundärluft.
Ein kleines Glasfenster reicht völlig für die Stimmung.
Und ganz wichtig: Sehr einfach zu bedienen, auch für Feriengäste.
Last but not least: Bezahlbar. Ich will damit schlicht heizen. Da sollte man doch was für ca. 2000 Euro kriegen können?

Probleme: Eine größere Scheitlänge und der rostlose Betrieb scheinen das größte Problem zu sein. Beim Googeln erfährt man zwar, dass rostloser Betrieb toll ist, viele Hersteller erwähnen das aber gar nicht in den Details. Und dann verstehe ich auch nicht ganz, wieso etwas teurer wird, wenn man es weglässt (Rost)??? Zumindest waren die Öfen eher auf der sehr teuren Seite..

Ich werde sicher auch nochmal bei den Gussöfen schauen, allerdings da auch auf die nötigen Standards achten.
Für Tipps bin ich sehr dankbar.

Viele Grüsse,
Walter
Neue Baustoffe/Techniken: kürzere Arbeitszeit, bessere Planbarkeit. Aber sind die Ergebnisse besser?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.10.16

Rostloser Betrieb


hab ich einen Winter versucht, eine Vermiculiteplatte zugeschnitten und auf den Rost gelegt- primärluft gestoppt. Das Problem ist eher die geringe Brennraumhöhe (war bei mir ein Küchenherd) und die Zuführung der Sekündärluft. Aber solche Umbauten kriegst Du nie vom Schorni genehmigt.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.10.16

Kaminofen-Bilder aus der Bilddatenbank: