Fachwerk.de - Empfehlung Kalkputze Haga, Kreidezeit, Schwenk oder Rotkalk?

Lieber Forumsmitglieder,

so langsam gehts an die Wände, diese sind noch mit gröberen "original" Kalkputz und x Schichten Leimfarben belegt.
Die Leimfarben waschen wir runter (nur Wasser oder mit einem Zusatz, wenn ja welcher?, 1 Wand ist auch mit Styroporkleber verunstaltet welchen wir abzuschleifen versuchen. Um die Wände nach den Installationen wieder zu Richten möchten wir die Schlitze und Risse mit Kalkspachtel und GF Rissband reparieren und dann über die ganze Fläche einen Kalkfeinputz mit ca. 3-5mm Stärke ziehen (Steichputz wird wohl nicht ausreichen), anschliessend mit Kalkfarbe streichen.
Soweit so gut, aber welchen Kalkputz/Hersteller könnt Ihr dafür empfehlen?
Hier vor Ort können wir gut Haga & Kreidezeit beziehen oder vom Baustoffhändler Schwenk KIP und Marmorit Rotkalk.
Gibt es grosse Verarbeitungsunterschiede zwischen den verschiedenen Putzen?
Spricht etwas gegen die konventionellen (und doch deutlich günstigeren) Kalkputze?

Vielen Dank für Euren Rat,

Djamila
keine Ahnung
Mitglied der Fachwerk.de Community()
djamila | 27.11.09
Kalkfeinputz
Ich sehe keine großen Unterschiede bei den Markenherstellern im selben Produktsegment.
Feinputze und Kalkglätten sind deshalb teurer, weil sie eine andere Siebline und andere Zutaten beim Zuschlag haben. Normaler Kalkputz hat eine gröbere Körnung; dünne Aufträge lassen sich damit nur schwer erzielen.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 27.11.09
Das sachgerechte Vorgehen
wäre ein dem Original möglichst nahekommender Luftkalkmörtel, damit sich das technisch gut verträgt.

Fragen Sie mal bei den genannten Herstellern die Palette der Inhaltsstoffe ab und entscheiden Sie dann.

Feuchterückhaltende Zellulose hat im Mörtel m.E. nix zu suchen, ebenso nicht Hydraulen. Oft schmeißen die Hersteller aber so Zeugs rein. Im historischen Mörtel werden Sie vergeblich danach suchen.

Und wenn Sie den Mörtel einfach selber mixen? 1 Teil Weißkalk, 3 Teile Sand? Billiger geht es bestimmt nicht. An einer Kleinstelle üben wäre ja nicht verboten ...

Und damit nix schiefgeht: Mit den gängigen Kalkfehlern beschäftige ich mich im Detail auf meiner Webseite, hier will ich das nicht duplizieren.
Erhaltende Instandsetzung
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Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 27.11.09
Ein
Kalkfeinputz lässt sich ais Weisskalk und Quartzsand selbst herstellen. Mischungsverhältnis ca 1:2.
Wichtig ist, dass der alte Kalkputz ausreichend fest und tragfähig ist. Gut vornässen und schnelles austrocknen verhindern, also mehrere Tage gut feuchthalten.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Maurermeister | Ulrich Warnecke | 28.11.09
Weil nämlich die Kalkkristallbildung
bei ausreichender Feuchte schön Kohlensäure nachgeliefert bekommt und sich dann herrlich im System verankern kann.

Resultat: Gute Bindung und Stabilität.

Wenn nicht: Aufbrennen und Abpudern.

So einfach wäre es mit Kalk. Und trotzdem wird überall Bocksmist verbaut.
Erhaltende Instandsetzung
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 28.11.09

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