Fachwerk.de - Vliestapete im Hamburger Altbau oder Putzen/Spachteln
habe ein Frage, die wahrscheinlich schnell von erfahrenen Renovieren beantwortet werden kann: Wir haben eine Altbauwohnung mit unebenem, ausgebessertem Putz. Früher hatten wir einfach Rauhfaser drauf, aber das können wir nich mehr sehen ;-). Jetzt soll alles renoviert werden, und die Meinungen gehen weit auseinander.
Es soll: 1.) gut aussehen, auch nach jahren noch
2.) wasserdampfdurchlässig sein.
Es handelt sich um einen trockenen Altbau, der ein WDV-System erhalten hat. Die Wände haben lt. Malermeister einen Kalk(-Zement?)-Putz, der mit einem Gipsfeinputz überzogen ist.
Die einen schlagen vor, alles mit einem modernen Kalkspachtel (hoher Kalkanteil, mit Zuschlagstoffen, angeblich ziemlich wasserdampfdurchlässig) überzuspachteln (+-2mm) und dann mit Silikatfarbe zu streichen.
Die anderen sagen: "viel zu aufwändig" und sagen, eine Vliestapete (mit Methylankleister auf der Wand) macht die Wände super glatt, hält ewig und ist wasserdampfdurchlässig. Danach Silikatfarbe oder Kaseinfarbe.
Was denkt Ihr ist die bessere Lösung?
Dank für die Antwort, Andreas.
Andreas Hampel | 25.04.08
farbiger Lehmedelputz ?
Moin, Moin
Feinkorngrundierung rauf, (Conluto, Casa Natura oder Clayfix sind alle eigentlich gut ) den Farbigen Lehmputz 2-3mm aufspachteln und glätten. Hällt ewig, sieht Super aus und brauch auch nie wieder gestrichen werden.
Moin, Moin
Feinkorngrundierung rauf, (Conluto, Casa Natura oder Clayfix sind alle eigentlich gut ) den Farbigen Lehmputz 2-3mm aufspachteln und glätten. Hällt ewig, sieht Super aus und brauch auch nie wieder gestrichen werden.
Tapeten ...
... sind nicht mehr unbedingt im Trend.
Eine Kalkglätte (eventuell eingefärbt) oder ein strukturierter Kalkputz ergibt ein angenehmes Wohnambiente / Wohnklima mit einer edlen Wandoberflächenoptik. Zudem ist die Wandfläche alkalisch und diffusionsoffen, bietet Schimmel somit keine Wachstumsgrundlage (im Gegensatz zu Methylcellulose).
www.farbrenaissance.de
... sind nicht mehr unbedingt im Trend.
Eine Kalkglätte (eventuell eingefärbt) oder ein strukturierter Kalkputz ergibt ein angenehmes Wohnambiente / Wohnklima mit einer edlen Wandoberflächenoptik. Zudem ist die Wandfläche alkalisch und diffusionsoffen, bietet Schimmel somit keine Wachstumsgrundlage (im Gegensatz zu Methylcellulose).
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Erhalten und Gestalten
Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
denkmal konkret | Th. Hunkel | 25.04.08
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denkmal konkret | Th. Hunkel | 25.04.08
Antwort auf Lehmfeinputz und Kalkglätte
-> Lehmedelputz
Hallo, den Lehmputz hatten wir schon verworfen, wegen seiner Neigung zum Schimmeln. Ich weiß dass der Lehmputz die diffusionsoffenste Lösung ist, aber aus den o.g. Gründen wollten wir die "zweitbeste" Lösung.
-> Kalkglätte
Unser Maler sagt, auf dem vorhandenen Gipsfeinputz hält keine Kalkglätte mehr, daher müsse er eine Mischlösung (Spachtelmischung aus Kalk + Zuschlägen (?) ) verwenden. Ich weiss aber nicht, wie diffusionsoffen diese ist. Der Architekt hingegen empfiehlt eine unstrukturierte Vliestapete, diese sei völlig diffusionsoffen und würde mit wenig Arbeit (=wenig Kosten) ein Top- Ergebnis ergeben.
Ob die Vliestapete im Trend ist oder nicht, interessiert uns weniger, es soll nur eine gute Lösung sein...
Dank für Eure Anregungen, Andreas aus Hamburg
Andreas Hampel | 26.04.08
-> Lehmedelputz
Hallo, den Lehmputz hatten wir schon verworfen, wegen seiner Neigung zum Schimmeln. Ich weiß dass der Lehmputz die diffusionsoffenste Lösung ist, aber aus den o.g. Gründen wollten wir die "zweitbeste" Lösung.
-> Kalkglätte
Unser Maler sagt, auf dem vorhandenen Gipsfeinputz hält keine Kalkglätte mehr, daher müsse er eine Mischlösung (Spachtelmischung aus Kalk + Zuschlägen (?) ) verwenden. Ich weiss aber nicht, wie diffusionsoffen diese ist. Der Architekt hingegen empfiehlt eine unstrukturierte Vliestapete, diese sei völlig diffusionsoffen und würde mit wenig Arbeit (=wenig Kosten) ein Top- Ergebnis ergeben.
Ob die Vliestapete im Trend ist oder nicht, interessiert uns weniger, es soll nur eine gute Lösung sein...
Dank für Eure Anregungen, Andreas aus Hamburg
Andreas Hampel | 26.04.08
Lehmputz
Wieso neigt Lehmputz zum schimmeln?
Eine Tapete mit ihrem Tapetenkleister hat ein viel höheres Potentioal den Schimmel anzuziehen.
Volker
Volker | 26.04.08
Wieso neigt Lehmputz zum schimmeln?
Eine Tapete mit ihrem Tapetenkleister hat ein viel höheres Potentioal den Schimmel anzuziehen.
Volker
Volker | 26.04.08
Vliestapete
Hallo
Wenns denn unbedingt Vliestapete sein muss, dann schaut, dass ihr einen einfarbigen und hellen Untergrund habt. Leider hatten wir erst am letzten Wochenende versucht das mit Massivwänden versehenes Wohnzimmer in unserem Fachwerkhaus aus anderen Gründen mit Vliestapeten zu tapezieren.
Nach 2 1/2 Std. und mal knappen 3 Metern haben wir die Aktion abgebrochen. Der Grund, ganz einfach. Erstens waren sämmtliche Spachtel- und Putzflecken der vergangenen 50 Jahre durch die cremefarbene Tapetete zu sehen und Zweitens war es bei unseren schief und krummen Wänden fast unmöglich die Vliestapete wie in der Anleitung geschrieben auf Stoss zu kleben. Alle Überlappungen standen hässlich raus und gaben so eine scheussliche Optik. Da wir aus zeitlichen Gründen nicht nochmals zu verputzen anfangen wollten, haben wir uns sehr dankbar mit Raufaser begnügt.
Wenn wir jedoch nicht nächstens endlich in unser Haus einziehen wollten, hätten wir auch hier wie schon in anderen Zimmern (Fachwerkwände) angewandt, farbigen Lehmedelputz genommen.
Und nur so als Anmerkung, in unserer momentanen Wohnung hatte unsere frühere Mieterin durch schlechtes Lüften Schimmel in 2 Zimmern produziert. Diesen Schimmel haben wir gerade durch das Verwenden von Lehmputz und gesundem Lüften rausgebracht.
Gruss aus Südhessen
Marlene
Hallo
Wenns denn unbedingt Vliestapete sein muss, dann schaut, dass ihr einen einfarbigen und hellen Untergrund habt. Leider hatten wir erst am letzten Wochenende versucht das mit Massivwänden versehenes Wohnzimmer in unserem Fachwerkhaus aus anderen Gründen mit Vliestapeten zu tapezieren.
Nach 2 1/2 Std. und mal knappen 3 Metern haben wir die Aktion abgebrochen. Der Grund, ganz einfach. Erstens waren sämmtliche Spachtel- und Putzflecken der vergangenen 50 Jahre durch die cremefarbene Tapetete zu sehen und Zweitens war es bei unseren schief und krummen Wänden fast unmöglich die Vliestapete wie in der Anleitung geschrieben auf Stoss zu kleben. Alle Überlappungen standen hässlich raus und gaben so eine scheussliche Optik. Da wir aus zeitlichen Gründen nicht nochmals zu verputzen anfangen wollten, haben wir uns sehr dankbar mit Raufaser begnügt.
Wenn wir jedoch nicht nächstens endlich in unser Haus einziehen wollten, hätten wir auch hier wie schon in anderen Zimmern (Fachwerkwände) angewandt, farbigen Lehmedelputz genommen.
Und nur so als Anmerkung, in unserer momentanen Wohnung hatte unsere frühere Mieterin durch schlechtes Lüften Schimmel in 2 Zimmern produziert. Diesen Schimmel haben wir gerade durch das Verwenden von Lehmputz und gesundem Lüften rausgebracht.
Gruss aus Südhessen
Marlene
Hinter jedem Mann steht seine starke Frau, die für ihn die Putzsäcke rumschleppt :))))
Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Marlene Leimbach | 27.04.08
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Marlene Leimbach | 27.04.08
@Marlene
Ihr hättet beim Kleben der Vliestapete einen Doppelnahtschnitt ausführen müssen, dann wären keine Überlappungen zu sehen gewesen.
Es gibt Wichtigeres im Leben,als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Malermeister | Thomas Lingl | 27.04.08
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Malermeister | Thomas Lingl | 27.04.08
Calciumsulfat
Hallo Andreas,
Vliestapete funktioniert natürlich auch. Ich habe ebenso den Kalkputz und darauf den Gipsfeinputz als Überzug in meinem Haus. Wenn bisher kein Schimmel auftrat kann auch weiterhin im System geblieben werden.
Wichtig ist, dass der Schichtaufbau zum Raum hin an Härte abnimmt. Kalkhaltigen Spachtel halte ich da nicht für eine gute Wahl. Nach Säuberung der Wände von Kleberesten usw. spricht nichts dagegen einfach wieder einen Gipsputz fein darüber zu ziehen.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Hallo Andreas,
Vliestapete funktioniert natürlich auch. Ich habe ebenso den Kalkputz und darauf den Gipsfeinputz als Überzug in meinem Haus. Wenn bisher kein Schimmel auftrat kann auch weiterhin im System geblieben werden.
Wichtig ist, dass der Schichtaufbau zum Raum hin an Härte abnimmt. Kalkhaltigen Spachtel halte ich da nicht für eine gute Wahl. Nach Säuberung der Wände von Kleberesten usw. spricht nichts dagegen einfach wieder einen Gipsputz fein darüber zu ziehen.
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 28.04.08
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 28.04.08
@Thomas
Hallo Thomas
Danke für den Tip:-) Aber da weder mein Mann noch ich Helden in Punkto Tapezieren sind und auch keine sein müssen, sind wir mit dem Endresultat in Raufaser ganz zufrieden.
Wenn wir in einigen Jahren mal wieder die Energie und vorallem die benötigte Zahlkraft haben, dann wird mit schönem nichtschimmelndem Edellehmputz rumgematscht.
Gruss
Hallo Thomas
Danke für den Tip:-) Aber da weder mein Mann noch ich Helden in Punkto Tapezieren sind und auch keine sein müssen, sind wir mit dem Endresultat in Raufaser ganz zufrieden.
Wenn wir in einigen Jahren mal wieder die Energie und vorallem die benötigte Zahlkraft haben, dann wird mit schönem nichtschimmelndem Edellehmputz rumgematscht.
Gruss
Hinter jedem Mann steht seine starke Frau, die für ihn die Putzsäcke rumschleppt :))))
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Marlene Leimbach | 28.04.08
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Marlene Leimbach | 28.04.08