Wandheizung im Altbau - optimale Ausführung bei 24cm KS Stein

Hallo,

es gibt schon viele Fragen zum Thema Wandheizung auf ungedämmten Außenwänden, aber ich habe hier eine " neue " Konstellation:

ich habe ein altes haus erworben, daß 1 geschossig ( ohne Keller) mit Drempel ist. Dachgeschoss ausgebaut.

Gebäude steht mit Längsseite nach süden und bekommt große Fensterfächen nach Süden ( alle Fenster kommen neu ).

die Außenwände sind 24 KS massiv ohne Luftschicht.

Noch sind Nachspeicher drin, aber die fliegen raus. Rein soll eine ÖL Brennwertheizung mit Solarunterstützung ( 10qm ) für Heizung + WW.

Geplant ist eine geringe Vorlauftemperatur ( um 35% Grad ) zu fahren.

Bei der Planung von Außendämmung und Wandheizung ( würde hier ruhig mehr Leitung verlegen, um mit der Vorlauftemperatur so gering wie möglich zu kommen ) bin ich frei ( alles kann gemacht werden ).

Was ist am dämmungsmäßig Sinnvollsten? Nur Außendämmung ( zb. 10cm neopor ), oder Außendämmung und etwas ( 3-5cm ) Innendämmung zusätzlich? Ziel ist eine ökonomisch und bauphysikalisch sinnvoller Aufbau.

Macht die zusätzliche Innendämmung noch Sinn ( dann muss ja schließlich nicht die ganze 24cm KS Wand mit erwärmt werden ), oder ist der Unterschied nur sehr gering ( abgesehen von einer erhöhten Trägheit, die für mich aber egal ist )?

Vielen Dank für eure Einschätzung.

fg
stefan


stefan | 13.06.16

Hallo Stefan,


abgesehen von einer Aussendämmung würde ich zumindest ein leichte Innendämmung empfehlen um zum einen die Reaktionsgeschwindigkeit der WH zu erhöhen und zum anderen den Energieeintrag in die Wand zu reduzieren.

35°C halte ich für sehr niedrig , macht aus meiner Sicht nur Sinn wenn z. B. ein Wärmepumpe oder Solarenergie genutzt werden soll.

Als Putz empfehlen/ verwenden wir schweren Lehmputz.

Grüße Gerd
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 14.06.16

Wandheizung


Je nach Ausführung des Gebäudes kann man innen oder außen oder innen und außen dämmen. Das sollte der Planer entscheiden.
Die VL von =35°C ist ok, wenn der WE mit Brennwert betrieben wird.
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 14.06.16

zusätzliche innendämmung


danke für eure unterstützung.

ich nehme an bei der zusätzlichen Innendämmung sollte man holzfaserplatte nehme. oder wäre Polystyrol mit alublechen besser?

um den niedrigen Vorlauf halten zu können würde ich natürlich entsprechend mehr Rohr verlegen.

dank und gruß


stefan | 14.06.16

Innendämmung


... Holzfaser hohlraumfrei aufbringen ist ok. PS kann funktionieren, ist aber u.U. problematisch.
Heizfläche berechnen lassen.
Geht nicht gibt's nicht!
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ESZTERMANN HAUSTECHNIK – Energieberater | | 14.06.16

Ja die Weichholzfaser


ist das bewährte Produkt für die Innendämmung.

Nein Polysterol ist auf keinen Fall besser!

Grüße
Spezialisten für Lehmbaustoffe, Dämmstofftechnik Wandheizungen und Naturfarben
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Meurer NATÜRLICHES BAUEN GmbH | | 15.06.16

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