Tolle Bruchsteinwände in der Wohnung, aber wie pflegt man die auf Dauer?

Hallo,

ich hab es schon im Profil geschrieben. Wir ziehen in einer Woche in eine traumhafte Wohnung in einem über 300 Jahre alten Fachwerkgut. Ein Teil der Wände sind freiliegende Bruchsteinwände die noch den alten Lehm als Mörtelmaterial haben. Wie erhält man nun solche Wände, der Lehm ist ja bröckelig. Vielleicht hat ja Jemand einen Tipp für uns.

Danke Gaby
Auf der Suche nach Wissen ;-)
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| 06.01.04

Fleißig bürsten....


In unserem neu erworbenen Haus haben wir das selbe "Problem"; es lässt sich zwar nicht endgültig, aber doch recht zufriedenstellend mit einem einfachen Mittel lösen: einer Wurzelbürste. Wir haben einfach fleißig die Wand ab- und damit die losen Lehmbröckchen heruntergebürstet, bis da nichts mehr rieselt. Das kann dann von Zeit zu Zeit wiederholt werden; wenn man beim ersten Mal aber ordentlich mit Druck gebürstet hat, bleibt das lange gut. Viele Grüße und viel Spaß beim Bürsten!

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| 07.01.04

Lehm?


Hi,

ich denke mal nicht dass sie Lehmfugen in dem Mauerwerk haben. Es handelt sich vielmehr um einen Kalkmörtel der über die Jahre (oder auch durch den beigemischten Sandanteil) sich bräunlich verfärbt hat. Genauso ist es auch bei meinem Bruchsteinsockel meines FW-Hauses!!
Um die Mauer wieder schön zu bekommen mit der Drahtbürste die Fugen auskratzen bis der ganze lose Mörtel heraus ist und mit REINEM Kalkmörtel (also keine Sackware aus dem Baumarkt etc..sondern reiner Kalk gemischt mit gewaschenem Sand) die Fugen neu verarbeiten.
Das sieht hinterher traumhaft aus und wird auch wieder richtig fest und bröckelt nichtmehr!

Mfg
Markus
Interessierter Neuling im Fachwerkbereich
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| 07.01.04


Mit Wasserglas festigen oder, besser, lose Fugen auskratzen und mit reinem Kalk oder Lehm neu verfugen. Bitte keinen Beton oder Gips oder sackware aus dem Baumarkt. Sieht ätzend aus.
Unser Traum wird wahr!
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| 07.01.04

Erst einmal vielen Dank ...


Toll das hier gleich so viele Infos kommen, aber dann auch gleich noch eine Frage. Diese "reine Kalk" wo bekommt man den denn her? Ich habe übrigens heute gesehen das wohl der Vormieter hier und da mit Zement in der ein oder anderen Fuge herum gebastelt hat :-(

Gruß Gaby
Auf der Suche nach Wissen ;-)
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| 07.01.04


Bei www.hasit.de gibt's zementfreien Kalkmörtel (und andere feine Sachen); ansonsten mal im nächsten hagebaumarkt ganz nachdrücklich nachfragen - die können fast alles besorgen.
Gruß gf
Unser Traum wird wahr!
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| 07.01.04


Hallo Günter,

danke für den Tipp. Das liest sich ja sehr interessant an.
Auf das die Wand in neuem bzw. altem Glanz erstrahle.

Gaby
Auf der Suche nach Wissen ;-)
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| 07.01.04


Gerne geschehen, Gaby, und viel Glück beim großen Werk. Noch ein Tipp: Fragt doch mal bei Maler-, Verputzer- oder Restaurierungsbetrieben in Eurer Nähe (Gelbe Seiten). Vielleicht kriegt Ihr da ein zwei Sack Kalkmörtel für ein Butterbrot und ein Ei, oder wie das heißt (Meinen Überschuss hab ich leider erst vor zwei Wochen verkloppt ...).
Gruß Günter
Unser Traum wird wahr!
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| 07.01.04


...'n Appel und 'n Ei ;-))

Danke


Gaby | 07.01.04

Tschaja


Ich hab den Kalk von meinen Verputzer bezogen. Reiner Kalk aus nem Kalkofen in Fässern abgefüllt.
Dann selber mit Sand gemischt und gut. Bei der Sackware ist doch immer Zement mit dabei, nur wenn der Anteil und 2 oder 3 % ist muss es nicht auf dem Sack angegeben werden. Das ist der Trick dabei!
Merkt man auch...der Kalkmörtel aus dem Sack zieht merklich schneller an!

Lg
Markus
Interessierter Neuling im Fachwerkbereich
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| 07.01.04

nochwas geht....


...nähmlich ein Traßkalkmörtel. Dieser blüht nicht aus und ist, wenn man ihn noch etwas mit feinem QuarzSand streckt, sehr gut für den Laien mit einer eingekürzten Fugenkelle einsetzbar. Selbst schon vielfach durchgeführt und auf unsrer Homepage auch auf einem Bild sichtbar. Grüße aus der lausitzer Berglandschaft.
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | | 07.01.04

Wände-Bilder aus der Bilddatenbank: