Viele Fragen zu einem alten Bauernhaus und dessen Sanierung

Viele Fragen zu einem alten Bauernhaus und dessen SanierungHallo zusammen,
ich hoffe das Ihr uns mal einige Ratschläge geben könnt. Wie in meinem Profil schon erwähnt ist es ein altes Bauernhaus Bj.1900 aber kein Fachwerkhaus.
Mein Schwiegervater hatte am seit 2001 einiges erneuern lassen wie z.B. ein neues Dach, komplette E-Anlage im Haus, Einbau neue Fenster,Einbau Nachspeicherheizung und Durchlauferhitzer, Erneuerung des Schornsteinkopfes, Einbau eines Kamins (Hark) im Wohnzimmer, ein zusätzlicher Anbau wurde erstellt(18m²), eine Terasse wurde angelegt und die Gewege auf dem Hof gepflastert.Das Grundstück ist 2200m² groß, es gibt eine Scheune und einen Stall, das Haus hat ca.65m² Wohnfläche, klein aber ausreichend da genügend Nebengebäude vorhanden sind. Da das Haus schon immer feucht war und noch ist frage ich mich woran das liegen kann, die Außenfassade wurde ebenfalls neu verputzt.Im Haus selber wurden weder die Böden erneuert noch an den Wänden und den Innentüren etwas gemacht, die Wände im Bad sind nicht gefliest.Das Haus hat nur einen kleinen Kriechkeller(ca.4m²) von der Küche aus wo die Wasseruhr untergebracht ist.
Wir haben nun in 4 Wochen verteilt über das Jahr den unnötigen Hausrat entsorgt, sind gerade dabei die Scheune auszuräumen und haben auch den 1500m² großen Garten wieder halbwegs beräumt.Nun da es wieder einigermaßen ansehnlich wird gefällt uns das es dort schön ruhig ist, man kann dort leben. Trotz der teilweise schweren Arbeit fühlen wir uns dort wohl, man kennt die Gegend und auch noch viele Leute.
Wir haben schon fleißig geplant wie man was machen könnte doch die feuchten Wände sitzen im Hinterkopf wo wir uns manchmal fragen lohnt sich das ?
Die Böden im Haus neu machen sollte kein Problem sein, genauso die alten Türen mit Kastenschlössern die abgeschliffen werden müssten, die haben halt ihren Charme. Außen am Haus sieht man nichts von der Feuchtigkeit nur an den Innenwänden sieht man auf den weissen Wänden wie die Feuchtigkeit hochzieht und im unteren Bereich ist auch Schimmel zu sehen. Im August habe ich mal etwas Putz abgeklopft die schwarzen Verfärbungen sind nur auf der äußeren Farbschicht zu sehen.Wir wissen auch nicht ob damals am Haus wegen der Feuchtigkeit etwas unternommen wurde. Ich werde dazu mal einige Bilder einstellen, vielleicht sieht man dort was ich meine.
Über ein paar Tipps würde ich mich riesig freuen, danke.

Bilder habe ich hier eingestellt da ich leider nicht weis wie ich es anders machen kann.
http://community.fachwerk.de/index.cfm/ly/1/0/community/a/showMitglied/19251$.cfm#bilder

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 11.09.16

Feuchtigkeit


Auf den Bildern kann ich nichts Ungewöhnliches erkennen.
Die typische, dreieckige Wärmebrücke im unteren Eckbereich, ein vorsprigender Sockel, eine unvorteilhafte Heizung,keine Dämmung, ein Sommer mit immer wieder mal warmen, schwülen Tagen- das ergibt die typischen Erscheinungen von Kondensat- bzw. Tauwasserausfall auf der Wandoberfläche.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 11.09.16

Viele Fragen zu einem alten Bauernhaus und dessen Sanierung


Hallo Herr Böttcher,
danke für die Info. Sie meinen das hier keine aufsteigende Feuchtigkeit der Grund ist sondern nur viele Fehler und Witterungseinflüsse auf einmal vorhanden sind ? Die gleichen Anzeichen tauchen in anderen Räumen auch auf, in einem sogar mit Salpeterausblühungen im unteren Bereich und an den Innenwänden.Der Schimmelfleck ist ja über die gesamte Wand verteilt allerdings nur in 10-15cm Höhe der Rest ca.1m sieht man das die weisse Wand feucht ist.
Die Heizung stört uns auf jeden Fall gewaltig doch welche Alternative würde es geben, Infrarotplattenheizkörper ?
Wäre hier eine Außendämmung oder Innendämmung angebracht ?Ich muss noch erwähnen das das Haus im Moment nur alle 4-6 Wochen für 7 Tage bewohnt wird, also in dem Zeitraum kann gelüftet werden. Im Winter war die Heizung an und wir haben diese bis April immer weiter runtergedreht wegen der hohen Stromkosten.
Freue mich auf Ihre Antwort.

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| 11.09.16

Feuchte kann verschieden Ursachen haben


Grundsätzlich gebe ich Herr Böttcher Recht. Ein fast unbewohntes Haus hat 1. eine geringe Luftzirkulation und die befallenen Ecken sind eindeutig die kältesten Flächen in Raum die anfällig für Kondensat sind. Auch wenn sie ein wenig heizen beschleunigen sie diesen Prozeß eher, weil die Stellen nicht deutlich wärmer werden, weil die Kältestrahlung von außen und unten eine größere "Leistung" hat als die Heizung aufbringen kann. Damit wird die Spannung zwischen wärmerer Luft und den Außenwänden noch größer, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit aufnehmen kann. Ich möchte trotzdem behaupten, das noch begünstigende Faktoren hinzukommen, die den Abtransport der Feuchtigkeit verringern oder zusätzlich verstärken. Ich weiß nicht auf welchem Niveau die wohnfläche zum Terrain befindet. Oft ist der Niveauunterschied nur eine Stufe. Wenn jetzt Oberflächenniveau zusätzlich hinzukommt, da es in der Gegend ja nicht so viel regnet, kann es auch nicht abtrocknen. Da die Feuchtigkeit nicht weiter steigt, scheinen die Räume mit Kalkputz geputzt zu sein. Aber der neue Außenputz sieht mir sehr zementlastig aus, so das nach außen weder durch Diffusion noch kapillar Feuchtigkeit entweichen kann. Man müßte es sich mal ansehen. Als Lösung würde ich vorschlagen, diesen Bereich zu temperieren, denn wenn der Bereich nur wenig erwärmt wird, fallt kein Kondenswasser mehr an.
Auch unsere dritte Haut braucht regelmäßige Pflege und nicht einen Notarzt!
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der hausdoktor - holz- & bautenschutz | | 11.09.16

Viele Fragen zu einem alten Bauernhaus und dessen Sanierung


Hallo Michael,
danke für die Antwort. Wir planen im nächsten Jahr ganz dorthin zu ziehen weil das Grundstück an sich zu schade zum Verkauf ist und im Gegenwert kann man sich hier nichts kaufen.Ich weis jetzt nicht was die damals mit dem Außenputz gemacht haben, ob der alte DDR Putz drangeblieben ist und neuer nur aufgetragen wurde. Eventuell findet man noch Rechnungen die etwas aussagen. Meine Frau meinte das Haus war vor dem Neuverputzen nicht so feucht.
Es ist von außen mit nur einer Stufe begehbar, wenn Sie das mit dem Niveau meinten.
Wie kann man die Bereiche temperieren ?
Wir sind ja auf der Suche nach jemanden der sich damit auskennt und uns beraten kann, habe bis jetzt in unserer Gegend noch keinen gefunden.

So jetzt habe ich mal die alten Rechnungen gesucht und was gefunden. Das ganze wurde 2001 erledigt und folgende Arbeiten wurden an den Außenwänden gemacht:
-vorhandenen Altputz abklopfen u. entsorgen
-einlagigen Kalk Zementleichtputz auf Außenmauerwerk herstellen
-Kornstrukturputz 0-3mm weiß auftragen u.abreiben, einschl. Putzgrundierung
-Haussockel ausbessern, einschl. grundieren u.mit Fassadenfarbe streichen

Hoffe das hilft etwas Licht ins Dunkel zu bringen.

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| 11.09.16

Tauwasser


Am Außen- und Sockelputz liegt es nicht.
Was Sie brauchen ist ein Sanierungskonzept das Heizung, Lüftung und Dämmung einbezieht. Was genau dabei an Maßnahmen herauskommt ist hier vom Schreibtisch aus reine Spekulation.
Wenn Sie sich Hilfe vor Ort suchen dann lassen Sie sich nicht einreden:
Der Zement, wo auch immer er drin ist, sei dran schuld,
dem Haus fehlt eine waagerechte und senkrechte Abdichtung,
das Haus benötigt eine Drainage.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 11.09.16

meine Annahme


Ich will hier erst einmal nicht ausführlich werden, aber meine Annahme hat sich ja teilweise bestätigt, es heißt die Handwerker haben mit gutem Gewissen ganze Arbeit geleistet. Im schlimmsten Fall ist der Sockelputz außer vielleicht auch noch hohl (mal dranklopfen). Ich mache der Firma wie gesagt keine Vorwürfe, denn in den meisten Fällen funktioniert es ja ziemlich lange. Aber der Kalkzementputz hat den Nachteil er transportiert wenig Feuchtigkeit und das Mauerwerk dahinter speichert es. So wie das Foto aussieht ist innen noch ein Kalkputz und wahrscheinlich noch eine durchlässige Wandfarbe, ganz wichtig. Dadurch trocknet die Feuchtigkeit in den wärmeren Bereichen wieder ab. Hier ein kleiner Einblick,http://forum.derhausdoktor.net/#post6 (jeder Physiker würde mich für so eine Erklärung lynchen ;-)). Wie gesagt es ist schwer alles ohne Ansehen zu erklären. In den nächsten Wochen fahre ich wieder heim. Wenn Sie einverstanden sind. wie gesagt ich habe teilweise das gleiche Problem, nur keine Arbeit in der Umgebung.
Temperierung des Gebäudes ist wie eine Wandheizung nur als eine Schleife in dem kritischen Bereich, habe ich gerade voriges Jahr in einem ähnlichen Fall machen lassen, der mit geringer Vorlauftemperatur ca. 15°C betrieben wird. Das große Problem ist das wir mit den heutigen Heizungssystemen fast ausschließlich die Luft erwärmen und die Nutzer den Prozeß noch beschleunigen, weil es ihnen von der Wand her zieht und die Raumtemperatur erhöhen. Auch die Dämmung ist da nur teilweise eine Lösung. Sie finden weitere interessante Informationen auch bei Konrad Fischer, http://www.konrad-fischer-info.de/ oder eben auf meiner Homepage. Mit freundlichem Gruß
Michael Schmidt
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der hausdoktor - holz- & bautenschutz | | 11.09.16

Viele Fragen zu einem alten Bauernhaus und dessen Sanierung


Ich war auch überzeugt davon eine horizontale Sperre einzubringen nachdem ich einiges gelesen hatte, war dann aber wieder skeptisch weil ich das nicht verstehen konnte das die feuchten Wände nur innen sind, wenn das Mauerwerk durch aufsteigende Feuchtigkeit nass ist müsste man das doch auch außen sehen oder liege ich falsch?
Da das ganze Haus eine neu elektrische Anlage hat würden wir sowieso versuchen alles elektrisch zu beheizen, wir haben außerdem für Heizkessel ob Öl oder Gas keinen Raum im Haus frei. Nun lese ich gerade über Wandheizungen die es auch elektrisch gibt.Also irgendwie gefällt mir das schon wenn man in den kritischen Bereichen eine Wandheizung installieren würde, dann weitere Infrarotheizungen für Räume ohne Kaminanschluss, im Wohnzimmer könnte man zusätzlich den Kamin nutzen, im Bad welches saniert werden muss ebenfalls die kritischen Bereiche mit Wandheizungen ausstatten und eine Fußbodenheizung einbauen. Die Nachtspeicheröfen würde ich entfernen lassen, den Zähler ausbauen lassen und die vorhandenen Stromanschlüsse in den Zimmern könnte man doch dann für die Heizungen verwenden.

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| 11.09.16

Gesamtkonzept


Es ist sinnvoll, nicht an einzelnen Komponenten wie zb der Heizung rumzudoktern, sondern ein Gesamtkonzept zur Sanierung zu erstellen, also Dämmung, Heizung, Nutzung und gewünschter Wohnkomfort usw. Nur zur Info: Strom die kwh 30ct, Gas 5-7ct. Es geht auch ein Flüssiggastank im Garten oder der Scheune/Stall. Sie schreiben ja selbst, Sie haben die Heizung wegen der hohen Stromkosten im April abgestellt.
Haben Sie ums Haus den lausitztypischen sandigen Boden? Ich vermute auch, es handelt sich eher nicht um aufsteigende Feuchte. Um 1900 hat man u.U. schon Horizontalsperren eingebaut, bei unserem Haus, Bj.1904, jedenfalls ist sie vorhanden auf Höhe EG-Fußboden.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 11.09.16

Heizung


Hallo,
ja da haben Sie schon recht was die Kosten betrifft nur sind wieder zusätzliche Arbeiten wie Heizkörperrohre usw. Verlegen nötig.Könnte man denn dabei nicht die Heizungsrohre gleich als Wandheizung benutzen dann wäre das auch vom Tisch.
Der Boden ist schon sandig und ich denke auch das hier z.B. das Mauersägeverfahren zum Einbringen einer Horizontalsperre Quatsch wäre, das muss andere Ursachen haben. In den 90igern war das Haus auch schon mal unbewohnt und wurde nur ab und zu beheizt da Oma im Heim war und erst ab 2000 begann man dort was zu erneuern bis man ab 2003/04 ganz dort wohnte und ständig heizte.Aber schauen Sie sich das Bild der Außenansicht an,würde man hier auf die Idee kommen das innen alles auf dem alten Stand ist wie man es mal gebaut hatte ? Selbst Fußböden in einigen Räumen scheinen noch mit Mauersteinen ausgelegt zu sein. Leider sind wir ja soweit noch nicht vorgedrungen da wir ja immer den Verkauf im Auge hatten und den Hausrat entrümpelt haben. Also hier wäre wirklich ein Berater nötig der uns Ratschläge gibt wie wir das alles machen. Handwerkliches Geschick habe ich und auch keine Angst sowas selber durchzuführen nur muss man eben wissen was wichtig wäre, sei es beim Fußboden Neuaufbau bis hin zur richtigen Vorgehensweise beim Bad sanieren und der richtige Putz der Innenwände.Aus finanzieller Sicht müssen wir auch viel selber machen und wollen es auch, muss ja nicht alles auf einmal sein.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 11.09.16

Planung light


Wir haben unser Fachwerkhaus gekauft und wollten eigentlich vorläufig nur die 40 Jahre alten Teppichböden sinnvoll ersetzen und ein paar Schönheitsreparaturen machen. Vielleicht mal ein paar Ideen zur Vorgehensweise.

Zuerst haben wir Freunde und Verwandte mit Bauerfahrung durch das Haus geführt und befragt. Die Begeisterung war nicht groß, aber sowohl ich als auch unser Umfeld hat schon einiges an Erfahrung aufzuweisen. Es war schnell klar, dass kein ernsthafter Handwerker einen hochwertigen Boden einbaut wenn wenn in absehbarer Zeit Dach und Wände auch noch gemacht werden müssen. Also wurde es eine Generalsanierung. Ich habe mit einigen Handwerkern gesprochen und die Arbeiten geordnet. Jetzt sind wir schon eineinhalb Jahre an der Renovierung. Wir haben viel Eigenleistung erbracht und auf einen Planer verzichtet. Es sollte auch nichts umgebaut, sondern nur renoviert werden.

Das ganze war aber nur möglich da die Handwerker auch ihre Erfahrung eingebracht haben und deutlich gesagt haben welche Arbeiten notwendig sind bevor sie anfangen können. Ich habe zum Glück auch einen erfahrenen Mitstreiter gefunden, der mir auf Stundenbasis hilft und mit all seiner Erfahrung aus seinem eigenen Projekt zur Seite steht. Dennoch musste einiges zwei mal gemacht werden da sich manches später anders als erwartet ergeben hat. Lokale Handwerker sind vielleicht manchmal teurer, sie kennen sich aber und wissen wie sie zusammenarbeiten können.

Die Heizung würde ich noch mal überdenken. Vermutlich sind Nachtspeicheröfen immer noch bedeutend billiger als Lösungen die normalen Strom verwenden. Dann vielleicht besser noch ein paar Jahre warten bis man sich eine neue Heizung auch leisten kann. Isolierung wird viel helfen, vor allem da dann auch die Kondensation in Griff zu bekommen ist. Innen- oder Außenisolierung würde ich mir Angebote von Fachfirmen kommen lassen. Meine Lösung mit Lehm und Holzfaserdämmplatten war sehr zeitaufwändig zu verlegen. Die Zeit hätte ich evtl. besser nutzen können.

Auf gutes Gelingen
Herbert
Ein Fachwerkhaus ist romantisch und hat große Vorteile. Die Raumaufteilung ist nicht vernünftig
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 11.09.16

Bei 65 m2 Wohnfläche...


... würde ich Innendämmung schon mal vergessen.

Schritt 0:

Luftentfeuchter aufstellen.

Schritt 1:

Von aussen Dämmen. Das Haus hat genug Dachüberstand.

Bitte ignoriert die "Ziegelphysiker" wie KF. Wer sein Haus nicht in Styropor einpacken will, kann statt dessen ein mineralisches WDVS wie Multipor oder Steinwolle verwenden.

Schritt 2:

Bodenaufbauten kontrollieren, wenn nötig gedämmt und abgedichtet erneuern.

Schritt 3:

Heizung. Wenn die Dämmung gut genug ist, dann wird die Heizlast tief genug dass eine günstige Luft-Wasser-Wärmepumpe reichen sollte. Wenn es wirklich kalt wird taugen die nicht so viel, aber dann kann man den Kaminofen anwerfen.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.09.16


Hallo,
wie stark sollte denn einen Innendämmung sein, wie wird diese in dem Fall ausgeführt und was passiert dann wenn die Wände wieder feucht werden, schimmelt dann die Dämmung ?
Innen würde mir persönlich besser gefallen da außen ja schon ein neuer Putz drauf ist und bei einer Außendämmung müsste man diesen auch wieder erneuern -> höhere Kosten ?
Heizung wie schon geschrieben würden wir entweder erstmal die Nachtspeicher behalten oder Infrarotheizung, Bad mit elektrischer Fußbodenheizung und Infrarot zusätzlich.Eventuell könnte man an die kalten Außenwände ja elektrische Wandheizungen einbauen ?
Die Böden wollten wir eh neu aufbauen und mit Dämmung foamglas o.ä. versehen. Da weis ich aber noch nicht wie man das angeht. Wir wollen aus Kostengründen soviel wie möglich selber machen.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.09.16

Nochmal -Konzept


Sie basteln im Kopf immer noch an Einzellösungen. Wir wissen ja nicht mal die Stärke der Außenwand und das Material. Eine Wandheizung ohne Dämmung kommt einer Beheizung des Gartens gleich. Im Fachwerkbau wird die Wandheizung mit einer Innendämmung kombiniert, so um die 6cm. Ob das bei einer Massivmauer(?) funtkioniert, sollte ein Fachmann entscheiden.Die Ausführung einer Innendämmung muss ganz fachgerecht ausgeführt werden, besonders die Anschlüsse an einbindende Innenwände und Fußböden sowie Decken mit den Balkenköpfen. Selber machen ja, aber hier nur unter Baubegleitung.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.09.16

Wollte ich auch sagen...


Erst mal ein ordentliches Konzept aufstellen. Und zwar nicht nur Dämmung und Heizung, sondern auch die Gesamtvision für dieses Haus und den Umschwung. Einerseits mit Blick auf die eigenen Wünsche - Alterssitz ? - und auf einen zukünftigen Verkauf.

Stückwerk kostet am Schluss viel mehr.

Beispiel Aussenputz: Damals hätte man aussen dämmen sollen. Kann man immer noch, auch wenn man damit eine intakte Putzschicht überdeckt. Mit feuchten Wänden ist eine Innendämmung bestenfalls riskant, im schlimmsten Fall fatal.

Beispiel Dach: Wie sieht der Dachaufbau aus ? Gedämmt ? Ich sehe da oben eine Platzreserve z.B. für Schlafraum. Ein 65 m2 Häuschen hat heute keinen grossen Wert, ein 90 m2 Haus mit einer attraktiven inneren Struktur (z.B. Luftraum beim Wohnzimmer + Schlafempore mit Bad) könnte eher verkäuflich sein.

Build nice, or build twice !
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Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.09.16

Gut gemeinter Rat


Hallo Hardy,

so jetzt wo Du Dich entschieden hast das Haus selbst zu nutzen, mach in eigenem Interesse ein vernünftiges Konzept raus. Da die Bauzinsen so günstig wie nie sind mach eine anständige Kalkulation von Anfang an raus:

Aussendämmung ist auf alle Fälle zu bevorzugen, aber bitte nicht meistens als billig Version - soll heissen Hände weg vom Styropor nur weils billiger ist! Das ist Sondermüll egal was ev. Fachfirmen sagen werden. Oft sind Flammschutzmittel wie HBCD enthalten. Dann brauchst Du ebenfalls keine Spezialfarbe mit Giftzusätzen um der Veralgung Herr zu werden.


Investier stattdessen in z.B. hochwertige Holzfaserdämmung o.ä. und Verputz selbst. Die Verputzmaschine die Du hierfür brauchst kostet ca. € 230,- und wird an einen handelsüblichen Kompressor angeschlossen. Schubkarre mit Putz füllen und los gehts.

2ter Punkt Heizungssystem:
Schau vielleicht nach Alternativen zur Elektroheizung. Solltest Du mit Wärmepumpen liebäugeln dann stell Flächenheizung wie Fußboden- oder Wandheizung mit in die Kalkulation auf. Du benötigst 40° Vorlauftemperatur!
Dann musst Du aber neuen Estrich oder 4 cm Kalk- oder Lehmputz für Innenwände einkalkulieren.

Altputz mit Schimmel entsorgen - auf Mundschutz und Arbeitsschutzrichtlinien achten. Vorher Schimmel mit 80-100%gen Alkohol(Apotheke) abtöten.
P.S. Nein nicht einfach in den Baumarkt gehen und ein Schimmelmittel auf Chlorbasis Kaufen - auch wenns einfacher scheint. Ist gesünder.

und zum Abschluss das Wichtigste!: Such Dir einen Fachmann für Altbauten in der Gegend oder hier im Forum und lass Dir helfen!!!

VG Hüpenbecker
Hab ich mich denn vermessen?
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.09.16

Viele Fragen zu einem alten Bauernhaus und dessen Sanierung


Viele Fragen zu einem alten Bauernhaus und dessen SanierungHallo zusammen,
mit dem Thema Haus sind wir erstmal am Schluss da wir uns im Frühjahr mal einen Fachmann kommen lassen wollen der uns berät.Danke für die vielen Ratschläge.
Da wir die Sachen aus den Räumen dann beim Umbau unterstellen müssen haben wir die Möglichkeit einen ehemaligen Pferdestall in der Scheune zu nutzen da dieser trocken ist, Problem ist nur der Boden der so wie es scheint nur aus Sandboden besteht.Die Briketts die dort noch lagern sollen in den eigentlichen Kohlestall im anderen Nebengebäude umgelagert werden, der Boden soll so aufgearbeitet werden damit man den Raum im nächsten Jahr als Abstellraum und danach als Werkstatt für meinen Modellbau genutzt werden kann, die Wände sollen etwas verputzt und gestrichen werden.
Könnt Ihr uns vielleicht Ratschläge geben wie wir den Bodenaufbau machen könnten.Starke Holzbohlen usw. für einen Holzboden liegen genügend herum oder sollte man einfach nur einen Betonboden aufbauen ?
Danke für die Unterstützung.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.09.16

Wofür die Brickets ?


Die Nachtspeicherheizung braucht sie nicht, und im Kaminofen verheizen - na ja.

Genug trockener Abstellplatz ist während der Bauzeit Gold wert, also "macht flott den Schrott".

Ich würde in diesem Fall für einen neuen Betonboden plädieren.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.09.16

Briketts und Boden


Hallo,
die Briketts liegen zwar schon einige Zeit sind aber für den Kaminofen Hark32 ebenfalls neben Scheitholz empfohlen also rein damit.Was soll man sonst damit machen, im eigentlichen Kohlestall liegen ja auch noch einige Tonnen, Holz ist auch ausreichend für die nächsten Jahre dort.
Nach dem Ausräumen des zweiten Scheunenteils werden wir wissen ob ausreichend und passendes Material für einen Holzboden vorhanden ist, andernfalls wird es Beton.Später soll dort nur die Kreissäge und eine Werkbank für den Rahmenbau meiner Modellbahn stehen, sonst passiert dort weiter nichts.
Gruß Hardy

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.09.16

Bodengestaltung


dann wäre doch auch ein Belag aus alten Abbruchziegeln in Sand (sollte in der Lausitz ja kein Problem sein) sinnvoll.
Leben ist das was passiert, während Du eifrig dabei bist andere Pläne zu machen. (J. Lennon)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.09.16

Bauernhaus-Bilder aus der Bilddatenbank: