Fachwerk.de - Verrusste Küche säubern
Theoretisch müsste sich der Russ doch chemisch entfernen lassen - Wenn der darunterliegende Kalk angelöst wird, sollte sich doch eigentlich die oberste Schicht mitsamt dem Schmutz abwaschen lassen. Ein paar Versuche mit Javelwasser und anderen leichten Säuren haben eine deutliche Aufhellung gebracht, aber nicht den durchschlagenden Erfolg. Hat jemand hierzu Erfahrungen/Empfehlungen? Wasserstoffperoxid könnte ich mir auch gut vorstellen, hatte ich bisher aber nicht gerade bei der Hand.
Nach dem Abwaschen kommt natürlich wieder Farbe drauf. Eine mechanische Entfernung (Topfbürste, Sanierfräse etc.) halte ich für wenig erfolgversprechend.
Die Natur ist der beste Bau- und Lehrmeister
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Marcel Züger | 12.05.09
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Marcel Züger | 12.05.09
Stark verrusster Putz muß runter.
Problem sind die Öle die sich mit dem Rus im Putz absetzen. Sie können den Putz zwar oberflächlich Reinigen, der Süff wird aber immer wieder durchschlagen. Alternativ könne sie die Wand mit einen Speergrund vorstreichen und hoffen das es hält.
Gruß
Der Mensch hat freien Willen , das heißt, er kann einwilligen ins Notwendige.
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Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 12.05.09
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Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 12.05.09
Schwarze Küche
Hallo Marcel,
hilft Dir nicht weiter, aber ich hätte gerne mal ein Bild von der Küche gesehen. Wenn diese wirklich sehr alt ist, kann es sich um eine sog. Schwarze Küche handeln?
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Hallo Marcel,
hilft Dir nicht weiter, aber ich hätte gerne mal ein Bild von der Küche gesehen. Wenn diese wirklich sehr alt ist, kann es sich um eine sog. Schwarze Küche handeln?
Gruß aus Wiesbaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 12.05.09
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Schwarze Küche
Ich bin mir über die Definition der "Schwarzen Küche" nicht ganz im Klaren, es könnte sich aber durchaus um eine solche handeln. Der Raum hat drei Türen, einer in den Innenkörper des Hauses, einen in einen Nebenraum und einen in den ehemaligen Stall.
Auf dem Bild ist der unmittelbare Kochbereich zu sehen. Der Kamin ist ein "Schlupfkamin" und geht noch über drei Wohn- und zwei Estrichetagen. Die kleine, wohl ursprüngliche Tür rechts im Bild ist aus der Biedermeierzeit. Am jetzigen Standort soll schon "früh" (vielleicht 12. J.) eines der ersten Gebäude des jetzigen Dorfes gestanden haben, Teile des Kellers und ev. des betreffenden Erdgeschosses sind aus dem 17. Jahrhundert, der Baukörper als Ganzes ist von Mitte 19. Jahrhundert - ehemals herrschaftlich; heute leben wir trotz einigen Erneuerungen wohl bescheidener und einfacher als alle anderen hiesigen Einwohner.
Wir haben das Haus seit weniger als 3 Jahren, und trotz Sympathie für das Alte wird die Küche wohl noch ihre letzten Federn lassen müssen. Sie wurde auch mehrfach an- und umgebaut.
Ich bin mir über die Definition der "Schwarzen Küche" nicht ganz im Klaren, es könnte sich aber durchaus um eine solche handeln. Der Raum hat drei Türen, einer in den Innenkörper des Hauses, einen in einen Nebenraum und einen in den ehemaligen Stall. Auf dem Bild ist der unmittelbare Kochbereich zu sehen. Der Kamin ist ein "Schlupfkamin" und geht noch über drei Wohn- und zwei Estrichetagen. Die kleine, wohl ursprüngliche Tür rechts im Bild ist aus der Biedermeierzeit. Am jetzigen Standort soll schon "früh" (vielleicht 12. J.) eines der ersten Gebäude des jetzigen Dorfes gestanden haben, Teile des Kellers und ev. des betreffenden Erdgeschosses sind aus dem 17. Jahrhundert, der Baukörper als Ganzes ist von Mitte 19. Jahrhundert - ehemals herrschaftlich; heute leben wir trotz einigen Erneuerungen wohl bescheidener und einfacher als alle anderen hiesigen Einwohner.
Wir haben das Haus seit weniger als 3 Jahren, und trotz Sympathie für das Alte wird die Küche wohl noch ihre letzten Federn lassen müssen. Sie wurde auch mehrfach an- und umgebaut.
Die Natur ist der beste Bau- und Lehrmeister
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Marcel Züger | 12.05.09
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Marcel Züger | 12.05.09
zur eigentlichen Frage
Auf dem Bild ist ein Ausschnit des verrussten Putzes zu sehen. Zu Erkennen sind auch die Probeflächen.
Ich hatte in der Tat gehofft, es würde reichen, den Russ so gut als möglich zu entfernen, und dann einen Sperrgrund aufzubringen. Und wenn mal wieder was durchkommt, kommt wieder neuer Kalk drauf. Damit überhaupt was hält, muss doch zumindest die Oberfläche entkrümelt sein. Hierbei hatte ich halt an eine Säure gedacht.
Hat jemand schon mal mit Flusssäure gearbeitet? Die soll ja durch den Kalk neutralisiert werden, was macht die aber wohl mit dem Russ?
Es dürfen noch weitere Vorschläge eingereicht werden...
Auf dem Bild ist ein Ausschnit des verrussten Putzes zu sehen. Zu Erkennen sind auch die Probeflächen.Ich hatte in der Tat gehofft, es würde reichen, den Russ so gut als möglich zu entfernen, und dann einen Sperrgrund aufzubringen. Und wenn mal wieder was durchkommt, kommt wieder neuer Kalk drauf. Damit überhaupt was hält, muss doch zumindest die Oberfläche entkrümelt sein. Hierbei hatte ich halt an eine Säure gedacht.
Hat jemand schon mal mit Flusssäure gearbeitet? Die soll ja durch den Kalk neutralisiert werden, was macht die aber wohl mit dem Russ?
Es dürfen noch weitere Vorschläge eingereicht werden...
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Marcel Züger | 12.05.09
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Marcel Züger | 12.05.09
Säure
wird durch Kalk neutralisiert, aber der Kalk wird durch die Säure ebnfalls neutralisiert. Und damit fehlt den Sandkörnchen im Putz der Zusammenhalt und alles wird sich der Schwerkraft beugen und sich auf dem Fussboden versammeln.
Die einzig sichere Möglichkeit ist runter mit Putz und Russ und neu verputzen.
MfG
dasMaurer
wird durch Kalk neutralisiert, aber der Kalk wird durch die Säure ebnfalls neutralisiert. Und damit fehlt den Sandkörnchen im Putz der Zusammenhalt und alles wird sich der Schwerkraft beugen und sich auf dem Fussboden versammeln.
Die einzig sichere Möglichkeit ist runter mit Putz und Russ und neu verputzen.
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 12.05.09
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Maurermeister | Ulrich Warnecke | 12.05.09
Ruß in schwarzer Küche
Hallo Marcel,
Lage, Art der Feuerstelle und des Schlotes sprechen tatsächlich für die Reste einer "Schwarzen Küche". (vergl. hierzu: http://kornmayer.com/page1/page18/page40/page40.html)
Zum verrußten Putz: Zum Entfernen und neu verputzen wird es wohl keine Alternative geben, die enthaltenen Öle würden immer wieder durchschlagen.
Gruß aus WIesbaden,
Christoph Kornmayer
Hallo Marcel,
Lage, Art der Feuerstelle und des Schlotes sprechen tatsächlich für die Reste einer "Schwarzen Küche". (vergl. hierzu: http://kornmayer.com/page1/page18/page40/page40.html)
Zum verrußten Putz: Zum Entfernen und neu verputzen wird es wohl keine Alternative geben, die enthaltenen Öle würden immer wieder durchschlagen.
Gruß aus WIesbaden,
Christoph Kornmayer
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 13.05.09
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Architekturbüro Kornmayer | Christoph Kornmayer (Architekt) | 13.05.09
nicht lachen ;-)
die Decke bei mir in der Küche (immerhin 300 jahre alt) war vom ruß fast schwarz.
Mein Vater (Maler) wollte unbedingt die "chemische Keule" verwenden, da er meinte nichts anderes würde helfen.
Habe dann alle losen Schichten mt der Spachtel entfernt und bin dann nach vielem hin- und her und reden mit verschiedenen Restauratoren zum Schluß gekommen, das wie eben vor 300 Jahren üblich zu behandeln.
Und das ist mit Kuhmist ;-)
Im Verhältnis von 2 Teilen (frischem) Mist 1 Teil Sumpfkalk zu einer streichfähigen Masse verührt und dann 2 x damit die russigen Stellen überstrichen. Riecht auch nur für kurze Zeit etwas streng. Aber von der Wirkung bin ich absolut begeistert.
Es kommt an keiner einzigen Stelle der Russ durch.
Ich kann's nur bestens weiterempfehlen.
Gesundheitlich vollkommen unbedenklich und das Beste: Auch biologisch abbaubar ;-).
die Decke bei mir in der Küche (immerhin 300 jahre alt) war vom ruß fast schwarz.
Mein Vater (Maler) wollte unbedingt die "chemische Keule" verwenden, da er meinte nichts anderes würde helfen.
Habe dann alle losen Schichten mt der Spachtel entfernt und bin dann nach vielem hin- und her und reden mit verschiedenen Restauratoren zum Schluß gekommen, das wie eben vor 300 Jahren üblich zu behandeln.
Und das ist mit Kuhmist ;-)
Im Verhältnis von 2 Teilen (frischem) Mist 1 Teil Sumpfkalk zu einer streichfähigen Masse verührt und dann 2 x damit die russigen Stellen überstrichen. Riecht auch nur für kurze Zeit etwas streng. Aber von der Wirkung bin ich absolut begeistert.
Es kommt an keiner einzigen Stelle der Russ durch.
Ich kann's nur bestens weiterempfehlen.
Gesundheitlich vollkommen unbedenklich und das Beste: Auch biologisch abbaubar ;-).
Den Scharm "alter" Häuser erhalten
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Christian Regenscheit | 14.05.09
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Christian Regenscheit | 14.05.09
jo mai, wenns schee macht.
Das nenn ich doch mal nen alternativen Tipp, nicht schlecht.
Frage ist nur, wäre der Aufwand nicht geringer gewesen direkt neu zu verputzen Christian?
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Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 14.05.09
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Bauwerksanierung-PAAS | Jens H.Schröters | 14.05.09
@ Jens
neee, denke ich nicht. der Putz ist zwar schon 300 jahre alt. hält aber sehr gut, hat keine hohlstellen oder dergleichen.
ausserdem ist der putz auf einer alten lehmwickeldecke aufgebracht und das neu zu verputzen ist nicht einfach.
da wars schon viel einfacher die kuhsch... mit dem Kalk zu mischen ;-) und die Decke damit einzupinseln.
neee, denke ich nicht. der Putz ist zwar schon 300 jahre alt. hält aber sehr gut, hat keine hohlstellen oder dergleichen.
ausserdem ist der putz auf einer alten lehmwickeldecke aufgebracht und das neu zu verputzen ist nicht einfach.
da wars schon viel einfacher die kuhsch... mit dem Kalk zu mischen ;-) und die Decke damit einzupinseln.
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Christian Regenscheit | 18.05.09
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Christian Regenscheit | 18.05.09