Fachwerk.de - Natursteinmauer ( Kalkstein ) verfugen

Hallo,

ich habe mir ein ca. 300 Jahre altes Haus in Oberfranken gekauft. Ist mal ein altes Gasthaus gewesen. Angeblich schon seit es erbaut wurde. Das Gebäude ist zweistöckig. Das untere Stockwerk ist vollständig aus Kalksteinquader (ca70cm Wandstärke) gebaut. Ebenso die Westseite des oberen Stockwerks. Die andern drei Außenwände des oberen Stockwerkes sind Fachwerk. Die Westseite war unverputzt alle anderen Außenwände wurden mit einer Art Zementputz versehen. Der Vorbesitzer hat bei einer dieser verputzten Wände über beide Stockwerke diesen Putz entfernt. Der Putz ist sehr hart und hat an der Bruchstelle eine art leichte rosane Färbung. Es ist für die Natursteine sicher besser nach und nach alles entfernen. Das Fachwerk ist auch damit verputzt
Teilweise müssen deshalb nun die Fugen der freigelegten Qadersteine ausgebesert werden. Was nehme ich dafür am besten? Normalen Kalkmörtel? Ich möchte noch Möglichkeit die gleichen Baustoffe wie die ursprünglichen Erbauer des Hauses einsetzen. Zement kommt für mich jedenfalls nicht in frage.

Wie kann ich feststellen ob das Haus ursprünglich überhaupt verputzt war oder nicht. Die Fenster und Türen sind nämlich mit behauenem Kaltsteinstürzen und Wangen eingefaßt. Stehen ca 2cm von der Wand über. Bei den verputzen Wänden sind sie bündig. Macht auch von der Machart nicht den Eindruck als ob das so gedacht war. Auch haben alle vier Außenecken des Hauses so eine art Zierstein von unten bis oben die auch ca 2cm überstehen und an anderer Stelle bündig eingeputzt sind. Sowas macht man doch nicht um es später mit einzuputzen oder irre ich mich da? Ich vermute daß die Natursteinmauern vom Haus ursprünglich nicht Verputz waren. Die Steine der Wand sind nicht glatt aber eben und gerade behauen.

Gruß Michael
nicht alles was alt ist ist schlecht!!
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Blacksmith13 | 04.04.10
Ur-zustand
Sehr gute Informationen kannst du über einen Heimatverein bekommen,am besten im Rathaus mal fragen wer sich dort mit historische Geschichte auskennt
Gruß
Stefan
Mit freude Geschichte gestalten und erhalten
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OHS-Reno Schimmelladen Heinsberg | Stefan Kober | 05.04.10

Stellen Sie doch mal ein Foto ein.

Grüße aus Schönebeck


anonymus | 05.04.10

Genau das möchte ich auch wissen, kann nirgends etwas darüber finden. Wo sind die Fachleute?

Gruß Moni
Die einzig revolutionäre Kraft, ist die Kraft der menschlichen Kreativität.
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Monika Schulz | 06.04.10
Natursteinmauer verfugen
Hallo,

bei der "Art Zementputz" muß man immer auch an Kalkputz mit hydraulen Bestandteilen rechnen, z.B. natural hydraulic lime, NHL, den es in verschiedenen Festigkeitsklassen gibt.
Die rosarote Färbung könnte entsprechend vom Zuschlagstoff herrühren, was Ziegelmehl oder Ton sein kann.
Vor dem abschlagen würde ich eine Analyse des Putzes vornehmen lassen.
Bauhistorisch war es durchaus üblich, Ecksteine unverputzt stehen zu lassen. Bei einem so alten haus wird Ihnen das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege auf jeden Fall behilflich sein.
Der Weg dorthin führt über Ihre örtlich zuständige Untere Denkmalschutzbehörde, die Sie hier finden:
http://www.blfd.bayern.de/faq/faq_zustaeandigkeiten/index.php

Grüße vom Niederrhein
Neue Nutzungen für alte Gebäude
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 06.04.10
Bilder
Hallo,

vielen Dank für die bisherigen Antworten.

Ich werde in den kommenden Tagen zwei Bilder von den verschiedenen Wandoberflächen (verputzt und unverputzt mit Details wie Fenster und Ecksteinen) machen und versuche sie hier reinzustellen.

Bis die Tage

Gruß Michael
nicht alles was alt ist ist schlecht!!
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Blacksmith13 | 06.04.10

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