Kaufen zum (fast) Grundstückspreis?

Hallo liebe Community!

Ersteinmal stelle ich mich kurz vor, da dies hier mein erster Beitrag ist:

Ich wohne seit ca. drei Jahren sehr glücklich in einem kleinen Fachwerkhaus zur Miete. Mein Vermieter ist spezialisiert auf die Sanierung bzw. Abbau und Neuaufbau von Fachwerkhäusern.


Irgendwann möchte ich auch einmal ein eigenes Fachwerkhaus besitzen, dass ich gern selbst sanieren bzw. sanieren lassen möchte, um meine eigenen Wünsche berücksichtigen zu können.


In meiner Region werden hin und wieder geeignete Objekte angeboten. Ganz aktuell interessiert mich ein Fachwerkhaus, das (aus meiner Sicht) günstig zu haben ist. Der Kaufpreis liegt ca. EUR 5.000,- über dem Grundstückswert mit Anschlusskosten (Wasser, Abwasser, Strom vorhanden). Ist das günstig? Kann es überhaupt noch günstiger werden?


Die Lage gefällt mir sehr gut. Das Haus ist allerdings stark sanierungsbedürftig. Auf einer Giebelseite (Wetterseite) ist das Fachwerk vollkommen verrottet, die Fachwerkverbindungen sind fast nicht mehr vorhanden. Hier ist dringend Handlungsbedarf vorhanden, um die Substanz zu wahren. Auf der anderen Giebelseite ist der Schwellbalken auf einer Länge von ca. 4m verrotet. Weitere Fachwerkschäden habe ich nicht erkennen können.


Sehr gut gefällt mir, dass das Haus noch nicht kaputtrepariert wurde. Es sind sogar noch Tonziegel auf dem Dach. Die Gefache sind noch mit Lehm/ Lehmbewurf (Traufseiten) bzw. Rotstein (Giebelseiten) vorhanden.


Ich bin ziemlicher Laie, könnte allerdings technische und organisatorische Unterstützung von meinem netten Vermieter bekommen. Ich stelle mir vor, das Haus in den nächsten 4-6 Jahren soweit zu sanieren, dass ich im Erdgeschoss einziehen kann.


Was kann bei so einem günstigen Kaufpreis alles schiefgehen? Selbst wenn das Haus sich als unrettbare Bruchbude erweisen sollte, hätte ich fast "nur" den Grundstückspreis bezahlt.


Für Anregungen und Tipps bin ich dankbar. Natürlich werde ich vor einem endgültigen Kauf mit meinem Vermieter eine genauere fachkundige Inspektion des Objekts vornehmen.
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.10.07


Hallo,

also wenn Sie schon so denken "Was kann bei so einem günstigen Kaufpreis alles schiefgehen? Selbst wenn das Haus sich als unrettbare Bruchbude erweisen sollte, hätte ich fast "nur" den Grundstückspreis bezahlt" - dann wollen Sie hier sicher nur Zuspruch :o)

Ich habe ehrlich gesagt noch keinen kennen gelernt, der so realistisch ist, in den nächsten 4 - 6 Jahren einziehen zu wollen *hihi*. Die meisten wollten ihr Haus nach einem Jahr fix und fertig haben und wohnen jetzt schon 5 Jahre inmitten ihrer Baustelle :o)

Super, nur Mut. Wenn Sie sich jetzt schon damit abgefunden haben, dass dies und das zu machen ist (Giebel, Schwellbalken usw), dann kann einem ja nix mehr erschüttern.

Grüße Annette


anonymus | 15.10.07

Machen sie eine kleine Nutzen-analyse


Hallo,

Fragen die Sie sich stellen sollten:
Wieviel Geld muss hinein, bis ich damit zufrieden bin. (Fachwerk-Zimmerleute + Materialien sind teuer)
und kann ich mir das leisten.
Wieviel Geld bekome ich, wenn ich das Gundstück wieder veräußere? (Bei Immobilien: location location location..:)
Stellen Sie sich vor es ist Juli 2008, sie haben das Grundstück nicht. Ärgern sie sich sehr?
Stellen Sie sich vor es ist Juli 2011 und sie haben es renoviert und eigentlich mehr hineingestckt als gedacht, Ärgern sie sich nun?

Andere, erfahrenere Foren-Schreiber können ja noch weitere "Fragen die sie sich stellen sollten" hinzufügen!

Viel Erfolg damit!
Hendrik


Hendrik | 15.10.07

Ich muß Hendrik...


...recht geben. Die beiden Fragen, die du dir stellen sollst, treffen es ganz gut.
Ich selbst habe für mein Bauerhaus auch in ungefähr den Grund gezahlt.
Inklusive Sanierung, komme ich auf einen Gesamtpreis, für den ich, wenn auch nicht pompös, neu bauen hätte können (kam ja gemäß meinem Motto nicht in Frage).
Aber ein bißchen sollte man schon das Maß im Auge behalten. Trotz meiner Liebhaberei für mein Riesenbauernhaus habe ich schon versucht sicher zu stellen, daß der Gesamtpreis auch einigermaßen wieder erzielbar sein sollte und nicht total daneben ist. Wenn du sagst, der Preis liegt 5 Riesen über Flurstückwert, dann wäre es in manchen Gegenden sicher ein Schnäppchen, in manchen sicher nicht, wenn ich an ein paar verschlafene Ecken in den neuen Bundesländern denke.
Mein Tip, mit deinem Vermieter kannst du ja eine Grobschätzung der Gesamtkosten machen, dann suchst du mal nach etwas Vergleichbarem zum Kauf, bei dem weniger zu machen wäre oder fertig saniert ist (wobei das ja immer mit Vorsicht zu genießen ist) und dann stellst du dir die zwei Fragen von Hendrik nochmal.
Bezüglich deinem Realismus muß ich Annette voll und ganz zustimmen, das hilft ungemein. Ein Kollege tut sich gerade auch ein Bauerhaus an. Die Bude ist zwar besser in Schuß wie meine, aber seine Planungen sind auch arg blauäugig...

Gruß Patrick.
Neu bauen kann jeder...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.10.07

"Wichtig ist...


...was hinten 'rauskommt" (Helmut Kohl) :-)

Lassen Sie sich doch von Ihrem Vermieter einen Kostenvoranschlag für die Komplettsanierung abzüglich eventueller Eigenleistungen machen.

Strich 'drunter: Ist es Ihnen das wert?

Wenn ja, nur zu. Vermutlich wird es teuerer als ein Neubau, dafür wohnen Sie aber dann tatsächlich in IHREM Haus.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 16.10.07

Vielen Dank schonmal!


Hallo allerseits!

Vielen Dank schonmal für einige kritische Hinweise.

@Annette:
Ich suche Zuspruch? Ja, natürlich suche ich Zuspruch. Sie haben Recht. Allerdings möchte ich alles auch kritisch betrachten. Genau das fällt manchmal schwer, wenn das Herz laut "Jaaa!" schreit.
:-)

@Hendrik:
Sie haben gute Fragen aufgeworfen! Ja, ich würde mich später ärgern, wenn ich das Grundstück nicht hätte und kein anderes hätte. Das ist mein Problem: Seit ca. 2,5 Jahren beobachte ich den regionalen Markt. Dieses Angebot ist erst das zweite, bei dem ich der Meinung bin, dass es ein akzeptabler Preis für ein sanierungsbedürftiges Fachwerkhaus ist.
Es wurde schonmal eins angeboten, das ich jetzt eben nicht habe. Ich fahre oft an der Baustelle vorbei und denke schon, dass ICH es haben sollte und nicht derjenige, der jetzt daran arbeitet. :-(
Wenn ich nun in nächster Zeit zufällig ein anderes Angebot finden sollte, dann wäre ich evtl. nicht traurig, wenn es mit dem aktuellen Objekt nichts wird. Nur leider werden solche Objekte hier selten angeboten.
Wenn es nun Jahre später wäre und ich in dem Objekt wohne und viel Geld (mehr als geplant) investiert hätte, dann wäre ich bestimmt glücklich und zufrieden. Das Geld würde mich nicht ärgern, ich wäre Stolz auf MEIN Haus, das nach meinen Wünschen gestaltet ist.

Einen Preisvergleich mit restaurierten Objekten möchte ich nicht machen. Sie kommen nicht in Frage. Die Leute wollen hier dafür sehr viel Geld haben und man weiß ja doch nicht, wie die Arbeiten ausgeführt wurden. Da hätte ich zuviel Bedenken, einen Blender zu kaufen. Wenn Fachwerkhaus, dann nur ein selbst saniertes!

Morgen Abend spreche ich detaillierter mit meinem Fachmann (=Vermieter). Wir sollten das Objekt dann einmal gemeinsam besichtigen. Er hat da einen ziemlich objektiven Blick, weil er schon so viele Objekte "gemacht" hat und damit seinen Lebensunterhalt sichert.
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 16.10.07

Preisvergleich


Hallo Christian,

mit dem Preisvergleich meinte ich nicht, daß du als Alternative ein fertig "restauriertes" Haus Kaufen sollst. Würde ich auch nicht machen und habe ich auch nicht gemacht. Das wäre mir auch zu heiß, weil man nicht weiß, wie es gemacht wurde.
Ich meinte lediglich, was ist für ein solches Haus im fertigen Zustand in der Gegend zu erzielen. Ich restauriere auch gerne alte Motorräder und da gilt für mich das Gleiche. Bei einem etwaigen Verkauf sollte schon in ungefähr Kauf plus Restaurierung wieder reinkommen, man weiß ja nie, selbst wenn man nie vor hat, es zu verkaufen. Ich hätte irgendwie etwas Schwierigkeiten damit, viel Geld in etwas zu stecken, wenn der Gegenwert im Anschluß nicht einigermaßen dem Investierten entspricht.

Gruß Patrick.
Neu bauen kann jeder...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.10.07

Point of no return


Hallo Christian,
was meinen "Vorschreiber" geäußert haben trifft alles zu.
Ein wichtiger Punkt ist jedoch noch nicht zur Sprache gekommen.
Du mußt auf jeden Fall genug Geld und Energie haben, um das Projekt zu beenden. Warum?
Irgendwann hast Du einen Punkt erreicht, an dem Du bereits viel Geld in das Haus gesteckt haben wirst, gleichzeitig aber noch meilenweit davon entfernt bist, einziehen zu können.
Was passiert, wenn Dir ungefähr an diesem Punkt die Puste und/oder die Lust ausgeht?
Du mußt mit großem Verlust verkaufen, da geht es nicht mehr um den Kaufpreis, der ist lächerlich im Vergleich zu dem, was auf Dich zukommen wird.
Es blieben dann ein Haufen Schulden und kein Gegenwert und ein geplatzter Traum.
Wir haben für 1.000qm Grund mit 220qm Haus ca. 60.000 € bezahlt, wenn wir fertig sind, werde deutlich über 250.000, wenn nicht 280.000 € versickert sein, bei maximal möglicher Eigenleistung. Ohne in Details gehen zu wollen, so kann so etwas aussehen, und das dauert dann auch über 2 Jahre, also auch nicht nach dem Motto "bauen lassen" und im Liegestuhl dabei zusehen.
Bei aller verständlichen Euphorie, die auch dazu gehört, bedenke diesen Punkt gründlich, und kalkuliere großzügige Puffer ein, in fünf oder sechs Jahren wird alles teurer, aber nichts billiger.
Kannst Du die Doppelbelastung Miete, Zinsen, und später Tilgung mit Zinsen tragen?
Welche Bank stellt dir über einen Zeitraum von sechs Jahren Geld zur Verfügung? Die KfW nicht, das Geld muß in einem Jahr abgerufen werden, und auch das kostet schon Bereitstellungsprovision. Zinszahlungen vor der Tilgung und Provisionen sind bei uns schon locker 6.000 € geworden, Tendenz steigend.
So, genug der Schwarzmalerei,
gut überlegen, eiskalt zuschlagen, schöne Grüße, Mario Albrecht
Für weitere Fragen und detaillierte Auskünfte über unsere Erfahrungen stehe ich Dir gerne zur Verfügung
Eigene Selbstschuld...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 17.10.07

die finanzielle Seite / die Bank / mein Fachmann


Guten Morgen!

Mario, Du hast sehr wichtige Punkt angesprochen: Finanzierung bis zum Schluss, Durchhaltevermögen ("Energie") bis zum Schluss.

Es ist richtig, dass das Objekt bis zum Ende fertig werden muss. Ein Notverkauf in der Zwischenzeit wäre in der Tat eine Katastrophe.

Mit meiner Hausbank, die mich schon lange kennt, habe ich gestern über eine Immobilienfinanzierung gesprochen. Bei einem Kauf eines "normalen" fertigen Hauses spricht aus Sicht der Bank nichts gegen eine Finanzierung. Danach habe ich das Thema Sanierung/ Restaurierung eines älteren Objektes, z.B. eines Fachwerkhauses, angesprochen. Ich habe gleich gesagt, dass das bei der Bank ja evtl. schwierig werden könnte.
Ich habe gefragt, ob ich denn den Kaufpreis komplett finanzieren könnte und die Renovierung selbst im Laufe der Jahre zahlen könnte.
Mein Berater war von der Idee ein altes Haus zu sanieren gar nicht abgetan und hält auch die Finanzierung von Renovierungskosten nicht für unmöglich. Gegen die Finanzierung des reinen Kaufpreises spricht gar nichts. Im Gegenteil: Die Bank hat eine große Sicherheit, weil ich schon bei Abschluss der ersten Sanierungsmaßnahmen den Wert des Grundstücks etwas steigere. Zumindest könne der Wert angeblich nicht weiter sinken.

Und nun meine Situation: Ich könnte also den Kaufpreis komplett finanzieren. Das macht eine monatliche Belastung von 300 bis 500,-, je nach Anfangstilgung und Laufzeit des Darlehens. Zur Miete wohne ich supergünstig für ganz kleines Geld.
Selbst, wenn ich das Fachwerkhaus nur kaufe und gar nichts daran mache, kann ich die monatlichen Belastungen locker tragen und habe noch etwas übrig.
Das, was übrig bleibt, müsste ich in den nächsten 4-8 Jahren in die Sanierung stecken. Am besten ohne weitere Kreditaufnahme!
Des weiteren verfüge ich ja über etwas Ersparnisse, die ich auch komplett in das Objekt stecken würde. Diese Ersparnisse würden (nach allererster grober Schätzung) reichen, um die Gebäudehülle (Außenwände und Dach) zu sanieren, sodass kein weiterer Verfall zu erwarten ist.

Mein erstes Ziel wäre eine Sanierung der Gebäudehülle und damit eine Sicherung des Bestandes im Laufe des Jahres 2008.

In den folgenden Jahren müsste ich anhand meines ständig zurückgelegten Geldes mit dem Innenausbau (Bodenplatten, Innenseite der Außenwände) beginnen.

Wenn der Verdienst aus meiner Arbeit auf meinem jetzigen Niveau bleibt, dann bin ich in ca. 5 Jahren aus finanzieller Sicht soweit, dass alles fertig sein könnte.

Also: Der Fortschritt des Ausbaus und der Sanierung würde von meinem Einkommen abhängen. Je mehr ich zurücklegen und aufbringen kann, desto schneller könnte es vorangehen.

Ich bin übrigens selbstständig! Dies bedeutet, dass mein Einkommen je nach Lage des Unternehmens etwas schwanken kann (nach oben und nach unten). Aus derzeitiger Sicht sollte das Geschäft auch in den nächsten Jahren äußerst erfolgreich laufen. Doch eine Garantie gibt es nie!
Dies würde aber auch eine herkömmliche Immobilienfinanzierung bei einem "normalen" Haus betreffen. Wenn die Firma am Ende wäre, dann wäre ich auch am Ende - ganz egal ob ich zur Miete wohne oder was ich privat finanziert habe.
Eine fast 100% sichere Alternative zu meinem Vorhaben wäre, dass ich noch einige Jahre Kapital spare und erst dann ein Sanierungsobjekt kaufe und mit der Renovierung beginne. Zumindest dann wäre die Finanzierung ganz, ganz sicher. Aber möchte ich so lange warten? Gibt es dann passende Angebote? Das könnt Ihr mir natürlich auch nicht sagen...

Und nun noch zu meinem Fachmann (=Vermieter): Er ist begeistert von meiner Idee. Er kennt das Objekt sogar noch vom Vorbeifahren und wird es sich mit mir demnächst in Ruhe ansehen. Den Kaufpreis hält er angesichts des Wertes des Grundstücks und der vorhandenen Anschlüsse für akzeptabel, aber evtl. noch etwas verhandelbar.
Er sagt aber auch, dass solche Objekte rar am Markt sind. Meist werden Objekte angeboten, die unfachmännisch in den 60er oder 70er Jahren verbastelt wurden und aufgrund einer "Bewohnbarkeit" deutlich mehr kosten sollen. Dann solle man besser gleich etwas günstigeres kaufen, weil man eh alles sanieren müsse. Da gebe ich ihm Recht!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.10.07

selbständig sein hat....


.... wenigstens einen Vorteil: Hast du viele Aufträge, ist es gut für die Finanzen und bei Flaute kannst du mehr Hand auf der Baustelle anlegen. Ich sitze immer im Büro, auch wenn nichts zu tun ist.

Rein kaufmännisch betrachtet ist ein ein Grundstück mit einem zum Abriß verurteilten Haus weit weniger wert als ein unbebautes. Ich will gar nicht wissen, was unser Haus (dessen Restwert auf immerhin 40TEuro geschätzt wurde) im Abbruch kosten würde. Wahrscheinlich so viel wie der Grund wert ist...
wichtig ist am Platz
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.10.07


Hallo,

ja, was Mario da sagt ist in der Tat wichtig. Leider weiß man ja aber nie, wie es kommt im Leben.

Arbeit fern vom Wohnort, plötzlich Familie mit Zuwachs und nur 1 Verdienst (und jemand, der zu Hause schon ungeduldig wartet), Krankheit... Das alles haben wir auch nicht bedacht, wenn ich so nachdenke. Aber toi toi toi...

Und das mit der Lust oder der Puste kann man ja auch nicht vorhersehen. Wir machen auch grade "schöpferische Pause" *hihi*. Man kann nicht jahrelang am Stück arbeiten.
Aber ich glaube, das regt die anderen mehr auf als uns :o). "Uuuuuuuund? Wie weit seid ihr denn schon?" - und das jede Woche. Ich geh schon garnimmer ans Telefon ;o) und erfinde sogar schon immer Ausreden für mich selber! *tzzz* - so weit bin ich schon ;o)

Grüße Annette (die ja nicht nur auf der Baustelle wohnt sondern auch noch vollzeit Arbeiten muss, waschen, bügeln, putzen, kochen, einkaufen, Unkraut jäten, Freundschaften pflegen, Hobbies nachkommen ... - und ganz nebenbei auch noch das Haus fertigmachen muss :o))


anonymus | 23.10.07

Aktueller Stand der Dinge


Hallo!

Dies ist der aktuelle Stand:

1. Meine Vermieterfamilie war komplett mit Kindern allein (ohne mich) bei dem Haus. Sie mögen es alle gern und würden sich freuen, wenn es mit dem Kauf klappt.

2. Den Preis schätzt mein Vermieter als noch zu hoch ein. Vielleicht kann man ja handeln?

3. In den nächsten Tagen haben wir einen gemeinsamen Besichtigungstermin vereinbart. Dann weiß ich mehr über den Zustand bzw. die nötigen Arbeiten an der Substanz und über die Verhandlungsbereitschaft des Verkäufers.

Ich halte Euch auf dem Laufenden!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 23.10.07

nach der Besichtigung


Hallo wieder einmal!

Gestern Nachmittag haben wir das Objekt zusammen mit meinem Fachmann besichtigt.

Fazit: Das Fachwerk an der Westseite des Gebäudes muss komplett instand gesetzt werden. An einigen anderen Stellen muss der Schwellbalken getauscht werden.
Der Dachstuhl ist erstaunlicherweise in einem recht guten Zustand. Die Sparren wurden früher eingeräuchert, sodass das Holz noch gut erhalten ist.

Die ersten Arbeiten wären eine komplette Entkernung des Innenbereichs. Außer dem Fachwerk muss alles raus: Wände, Beton- und Dielenböden. Da ist also zunächst ein halbes Jahr Abbrucharbeit angesagt.

Und jetzt zum (für mich) größten Haken: Das Grundstück ist etwas zu klein. Gerade beim Eingangsbereich möchte der Verkäufer mir nur wenig Platz lassen. Aber dazu laufen in den nächsten Tagen die Verhandlungen. Das Grundstück muss eh neu vermessen werden.
Anstelle eines Preisnachlasses für das Bauwerk möchte ich gern möglichst viel Grundstück dazu haben. Grundsätzlich ist der Verkäufer verhandlungsbereit. Je mehr Land ich bekomme, desto eher werde ich zuschlagen.

Sofern mir die Grenzen zu nah am Haus bleiben sollen, dann lehe ich den Kauf komplett ab. Dann werde ich nicht glücklich :-(

Wie immer: Sobald es Neues gibt, halte ich Euch auf dem Laufenden!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 27.10.07

Einigung und Kauf


Hallo!

So, wir sind uns einig geworden. Ich bekomme wie gewünscht mein großes Grundstück und dafür keinen Preisnachlass (aber auch keine Zusatzkosten).

Telefonisch habe ich dem Makler vorhin zugestimmt. Es geht also los: Verträge, Notar, Vermesser, Grundbuch usw.

Ach und das Wichtigste: Die Bauarbeiten gehen dann auch irgendwann Anfang 2008 los. Juhuuuuuuu!

Euch allen ein schönes Wochenende und vielen Dank für ein paar kritische Hinweise!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 02.11.07

Dann wünsche Ich Dir,


daß Dein Juhuuu... nicht während der Bauarbeiten auf der Strecke bleibt.

Profis für alle Fragen und Aufgaben, die Du nicht selber angehen willst, gibt es hier im Forum.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 02.11.07

Hallo Christian


auch von mir Herzlichen Glückwunsch!! Wo steht denn "Dein"
Haus? Wenn es nicht weit weg von uns ist, könntest Du mal vorbeikommen, um zu sehen, wie sowas zwischendurch aussieht.
Dann bekommst Du mittendrin keine Panik, daß Du nicht wieder alles beieinandner bekommst...
Wir wohnen in 59590 Geseke, an der A 44 zwischen Dortmund und Kassel.
So viel schon mal vorwech: sechs Monate zum Entrümpeln wird wohl nicht klappen, das könnte sich länger hinziehen, aber egal, wird auch irgendwann fertig!!
So denn, ran!
Grüße, Mario Albrecht
Eigene Selbstschuld...
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 02.11.07

Fachwerk-Haus auf Sandsteinsockel UNTER Grundstückspreis, 5.700 €


Hallo Christian,

auch mein Fachwerkhaus verkaufe ich zum Grundstückspreis - leider muss ich es verkaufen, weil ich nicht genug Geld zum Sanieren habe und wegen meiner Behinderung selbst zu wenig selber machen kann.
Alter ca. 100 Jahre, reine wohnfläche ohne Treppenhaus und Dachstuhl ca. 120 qm, Grund 351 qm. Bei Interesse schicke ich gerne Bilder etc.

Gruß Sven


Sven Klass | 08.11.07

@Mario & Sven


Hallo Mario!

Vielen Dank für Dein Angebot, bei Euch mal vorbeizuschauen. Ich wohne etwas weiter im Norden, zwischen Hannover und Bremen. Daher kann nicht nicht "mal eben" vorbeikommen. Aber vielleicht mache ich ja einmal einen Ausflug daraus.
Was die Abbrucharbeiten angeht, kannst Du natürlich Recht haben. Vielleicht schaffe ich es nicht bis Mitte 2008. In meinem Haus ist allerdings nicht viel zu entkernen. Es gibt kaum feste Einbauten wie Teppich, Tapeten, Einbaumöbel usw. Ich muss innen "nur" die Gefache herausnehmen, Dielenböden aufnehmen, die Decke über dem EG rausnehmen, ein Badezimmer kpl. ausbauen.
Am meisten graust es mich vor der Diele. Da wurde einmal eine Betonbodenplatte eingebaut, die ich wahrscheinlich mühevoll herausstemmen muss. Zufall wäre es, wenn ich mit dem Höhenniveau der Platte zurechtkomme, und sie drinbleiben kann. Ich vermute, sie ist zu hoch :-(

@Sven:
Danke für Dein Angebot, aber ich habe ja jetzt schon "mein" Objekt gefunden. Im übrigen hat sich mein Preis-/ Leistungsverhältnis ja nochmal deutlich zu meinen Gunsten verbessert, da anstelle eines Preisnachlasses ca. ein ca. 550-600qm größeres Grunfdstück bekomme.

@all:
Der Notartermin war noch nicht. Z.Zt. warte ich auf einen Vertragsentwurf. Wir haben uns also alle schön geeinigt, aber es ist nichts unterschreiben.
Bitte habt also Verständnis, dass ich noch keine weiteren Details zum Objekt bekanntgebe. Aber eines verspreche ich Euch: Sobald alles unterschrieben ist, bekommt Ihr hier ganz detaillierte Infos und Bilder.

Viele Grüße & einen schönen Tag!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.11.07

Heute war der Notartermin!


Hallo Forum!

So, heute war der Termin beim Notar und alles ist glatt gelaufen.

Doch zuvor ist auch noch vieles passiert. Der Reihe nach:

1. Einigung mit dem Verkäufer:
Das Grundstück sollte ursprünglich recht klein sein. Anstelle eines Preisnachlasses habe ich mehr Land gefordert und schließlich auch bekommen. Mein Grundstück wird nach Vermessung ca. 1.500qm groß sein. Das ist für mich eine ideale Größe.

2. Bebaubarkeit:
Wie ich feststellte, liegt das Grundstück im sog. Außenbereich, in dem man nicht ohne Weiteres neu bauen kann. Nun ist das Haus für mich aber nur sinnvoll nutzbar, wenn ich auch Nebengebäude für Gartengeräte, Autos usw. habe. Mit der zuständigen Behörde habe ich mich schnell einigen können. Ich habe denen bei einem persönlichen Termin mein Anliegen geschildert und mit vielen Zeichnungen und Fotos untermauert. Die Behörde war zunächst mündlich mit meinem Vorhaben einverstanden.
Dennoch habe ich eine schriftliche Bauvoranfrage gestellt, deren positive Beantwortung ich in der letzten Woche in der Post hatte.

3. Finanzierung:
Alles geregelt... :-)

4. Baumaterial:
Es ist schon interessant, wie manchmal alles zusammenpasst. Ich habe schon ca. 40 Ständer aus Eichenholz günstig erwerben können. Die hatten ich bei diversen Leuten mehr oder weniger zufällig bekommen. Sie liegen schon auf der zukünftigen Baustelle.

Und jetzt zum Objekt:
Das Haus liegt ca. 10km südlich von Nienburg/Weser. An mein Grundstück grenzt südlich eine riesige Wiese an, ich habe also einen weiten Blick, der vermutlich in den nächsten 10 Jahren (oder wahrscheinlich länger) nicht verbaut wird.
Im Erdgeschoss sind ca. 110qm wohnfläche vorhanden und später auch so nutzbar. Dann habe ich noch einen Natursteinkeller (ca. 20qm??), der einmal ein Weinkeller werden könnte.
Der Dachstuhl steht als Reserve mit ca. 70qm (?) zur Verfügung und ist noch sehr gut in Schuss, da alle Sparren eingeraucht sind.

Neubauten:
Als Nebengebäude werde ich eine Fachwerk-Doppelgarage mit anschließendem Abstellraum und Unterstellplatz bauen. Zusätzlich wurde mir ein Carport für ein PKW genehmigt.

Das weitere Vorgehen:
Sobald ich dann auch im Grundbuch offiziell und richtig Eigentümer bin, werde ich mit den Arbeiten loslegen. Erste Priorität hat bei mir nun doch die Garage. Sobald sie dicht ist, kann ich sie nämlich gut als Lager für Material und Werkzeuge nutzen.

Zu tun ist in den nächsten Jahren genug. Ich werde berichten.

Und sobald ich wieder auf der Baustelle bin und das Wetter halbwegs vernünftig ist, mache ich schöne Fotos und zeige sie Euch!

Viele Grüße!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 06.12.07

Herzlichen Glückwünsch!


Der Sonne entgegen ...Ich wünsche euch alles Gute, viel Kraft und noch mehr Spaß am eigenen Haus.






Ich freue mich auf die Fotos.
Alles unter Dach und Fach
Mitglied der Fachwerk.de Community
Fachwerk.de | | 06.12.07

Mal


alles Gute in´s Spargelland. :-))
MfG
dasMaurer
alt und neu ist kein widerspruch
Mitglied der Fachwerk.de Community
Maurermeister | | 06.12.07

Das größtmögliche aller Abenteuer


für den Mitteleuropäer erwartet Euch.

Gutes Gelingen wünscht

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 06.12.07


Wie geht die Geschichte weiter? Was ist zeit dem Haus Kauf passiert?

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 08.01.10

Es ist viel passiert!


Hallo liebe Gemeinde, hallo John!

Seit dem Kauf ist gaaaanz viel passiert. Es ist fast zu viel, um es alles hier zu schreiben... Daher im Folgenden und in Kürze die Ereignisse:

Wir haben...
... einen Zaun gebaut,
... den alten Schornstein abgerissen,
... einen alten Anbau abgerissen,
... eine Giebelwand abgerissen,
... sämtliche Fußböden ausgebaut
... eine Giebelwand neu aufgebaut,
... das Dach abgedeckt,
... ein Unterdach gebaut,
... das Dach mit den alten Hohlpfannen neu gedeckt,
... einen neuen Schornstein gemauert,
... (fast) alle Gefache der Außenwände entfernt,
... (fast) alle Gefache der Außenwände sowie einige Balken erneuert,
... (fast) alle Innenwände abgerissen,
... das Fachwerk vieler Innenwände neu gebaut,
... Grundleitungen im Haus verlegt,
... teilweise eine neue Grundplatte betoniert,
... usw. usw.

Bilder sagen oft mehr als 1000 Worte. Daher stelle ich Euch mal ein paar Fotos ein, die wesentliche Bauabschnitte darstellen.

Sobald das Wetter wieder besser ist, geht es weiter! Ich muss zugeben, dass wir die kleine Baupause im Winter genießen, aber ich freue mich auch schon darauf, wenn es weitergeht.

Mein Zwischenfazit: Ich würde es wieder tun und ich bereue gar nichts! Nach wie vor bin ich voller Tatendrang und Energie! Das liegt auch daran, dass wir viele Unterstützer des Projektes haben: Freunde, Verwandte, Nachbarn usw. stehen hinter uns und unserem Projekt.
Die Wochenenden auf der Baustelle machen mir viel Spaß. Sie sind ein sehr guter Ausgleich zu meiner Bürotätigkeit, der ich sonst nachgehe.

Wenn Ihr Fragen oder Anregungen habt, dann bitte gern!

Hier das erste Bild: Diese Giebelwand wurde komplett abgerissen.

Viele Grüße!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.01.10

Jetzt ist die Wand weg.


Bild 2.
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.01.10

Neuaufbau Fachwerk


Bild 3
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.01.10

Bild 4


Dacharbeiten. Weitere Bilder stelle ich morgen ein.
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.01.10

Weiter geht's mit Bildern.


Der andere Walm ist an der Reihe...
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.01.10

Und wieder Dacharbeiten.


Diesmal auf der Nordseite.
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.01.10

Nochmal Dacharbeiten...


... auf der Nordseite.
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.01.10

Ausmauern und Putzen...


... der neuen Giebelwand.

Weitere Bilder gibt es morgen wieder!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.01.10

Na, das sieht doch Super aus!


...Glückwunsch!!

Wohnt ihr schon drin?

Grüße
Martin


anonymus | 13.01.10

Hallo Martin! Nein, wir wohnen...


... noch lange nicht drin. Das wird noch ein paar Jährchen dauern...

Hier das nächste Bild: Das Dach auf der Nordseite und der Schornstein ist fertig.
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.01.10

Und hier: Arbeiten an der


Eingangsseite.
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.01.10

Das letzte Bild.


So sieht unsere Baustelle z.Zt. im Winter aus. Sobald es die Witterung zulässt, sind wir natürlich wieder voller Tatendrang auf dem Bau und machen weiter.
Ich denke, dass im späten Frühjahr die Außenhülle des Gebäudes komplett fertig sein sollte.

Viele Grüße!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 14.01.10

o weia


Hallo,

Schön geworden ,

hoffentlich sieht die Bilder niemand von der Bauberufsgenossenschaft ???

viele Grüße
Denkmäler schützen heißt nicht Genuß suchen,sondern Pietät üben (Georg Dehio)
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro | | 14.01.10

Ach was,@ Robert, ------


Denkmalgerechte Verbundfester


--- wenn wir in das schöne Haus ganz schnell noch ein
paar schöne Augen einbauen, dann kriegen die BG-ler das gar nicht mit, weil sie von Berufs - wegen nicht die geringste
Beziehung bezüglich der Erhaltung der Baukultur haben können und müssen.
Anfertigung von Verbundfenstern u. Isolierglasf. mit hist..getreuen Profilen und Rahmenquerschnitt
Mitglied der Fachwerk.de Community
Tischlerei Milling | | 14.01.10

Das "alte Lied", Robert...


...wenn ein Privatmann sein Haus in Eigenleistung selbst saniert, renoviert oder restauriert, und ich denke das ist hier der Fall, interessiert die Berufsgenossenschaft überhaupt nicht. Die ist nämlich für die Mitarbeiter der ihr angeschlossenen Unternehmen verantwortlich. (Man korriegiere mich wenn ich falsch liege, aber ich denke so ist es).

Bei meinem selbstgebauten Holzspalter habe ich auch gelegentlich den Ruf nach der BG gehört. Da der aber nicht gewerblich eingesetzt wird, interessiert es die BG auch nicht.

Kein Unternehmen, keine BG. Genausowenig wie eine DIN oder LBO.

Was natürlich ein gewisses Sicherheitsbewußtsein des ausführenden Privatmannes nicht ausschließen sollte.

Aber ich wiederhole mich da!

Grüße
Martin


anonymus | 14.01.10

Berufsgenossenschaft


Der Robert hat recht, Martin.
Egal ob, Nachbarschaftshilfe, Minijobber oder Verwandte, die Abgabe zur Unfallversicherung wird fällig.
Die Herren verstehen da keinen Spaß, wenn die dahinterkommen. Es drohen Bußgelder bis 2.500,- €.
Lieber die paar hundert Euronen abdrücken, Antragsformulare gibts bei der BG Bau im Internet.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 14.01.10

Ja so ist


es.Nicht nur Bußgeld auch eine Nachzahlung.Und wenn der Bauherr nicht belegen kann wer mit gearbeitet hat, kommt eine Schätzung des Arbeitsaufwandes hinzu.Das heißt dann sagt Dir die BG wie lange und wieviele Leute da gearbeitet haben müßten.Und zu guter letzt geben die das an den Zoll weiter und der meldet sich auch und prüft.
Und wenn einer zu Schaden kommt zahlt deine Versicherung nicht.Also eine Lawine.Und wir BG zahlende kommen dafür mit auf.Also melde lieber 3 oder 4 Leute an sonst kann es richtig teuer werden.
Alt aber schön....Häuser meine ich natürlich
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.01.10

Sicherheitsbedenken


Moin allerseits!

Tja, ich muss zugeben, dass es auf den Bildern in der Tat so aussieht, als käme die Sicherheit viel zu kurz. Ganz so ist es aber nun auch nicht. Meine eigene Sicherheit ist mir im eigenen Sinne und im Sinne der Familie schon wichtig.
Auf diesem Bild seht Ihr mich das erste Mal wirklich bei der Arbeit.
Ich wurde sogar belächelt, warum ich denn oben im Dachstuhl einen Helm trage und warum ich mich anseile, nur weil ich "mal eben" nach da hoch will...

Vor einem Besuch der Bau-BG habe ich keine Angst. Sie kann mich gern jederzeit auf der Baustelle besuchen und mir beim Arbeiten zusehen! Ich denke, dass ich nichts zu verbergen habe?!

Wenn ich falsch liege, dann korrigiert mich bitte, damit ich es richtig machen kann. Danke!

Viele Grüße!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.01.10

Ganz einfach


geh auf die Internetseite der BG und melde den Bau an.
Der Rest kommt per Post.Mußt ja nicht rein schreiben wie lange Du schon da arbeitest.Ich oder wir als Beitragszahler werden es Dir danken.
Alt aber schön....Häuser meine ich natürlich
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.01.10

BG Bau


Es ist egal, ob Du einen oder 5 Helme trägst, das interessiert erst mal nicht.
Das ist eine gesetzliche Pflichtversicherung mit der Betonung auf Pflicht.
Wichtig ist die Anmeldung und das Bezahlen.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 15.01.10

@ Georg


Das betrifft aber doch nicht die Eigenleistung der Bewohner bzw. Eigentümer, oder?

Freunde, Nachbarn etc. ist klar. Die müssen angemeldet werden. Ich habe weiland natürlich alles alleine gemacht.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 15.01.10

So...


...würde ich das auch verstehen, Thomas.

Ich habe bisher auch alles alleine gemacht (aber wirklich).
Die Pflichtversicherung würde ich für gewerbliche Unternehmen sehen (so verstehe ich zumindest den Wortleut betreffend der Zuständigkeit der BG)


anonymus | 15.01.10

BG Bau


Stimmt, nicht die Eigenleistung.
Aber erklär mal einem Kontrolleur, das Du alles selber gemacht hast.
Die sind wie Finanzbeamte. Für die sind alle erst mal Steuerhinterzieher, Du mußt beweisen das Du es nicht bist.
Deshalb schnell anmelden.

Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 15.01.10

Also so langsam...


... kommt mir das hier komisch vor! Eigentlich wollte ich Euch nur Bilder meines Fachwerkhäuschens zeigen und es endet in Antworten, bei denen mir unterstellt wird, dass ich irgendwelche Vorschriften, Versicherungen usw. nicht korrekt einhalte oder anmelde.

Ich kann dazu nur Folgendes sagen, nachdem ich auf der Internetseite der Bau BG genau nachgelesen habe:
- Der Bauherr und die Bauherrin müssen der BauBG garnichts melden, wenn sie selbst arbeiten. Die Meldepflicht gilt nur, wenn andere Helfer (Angestellte, Freunde, Nachbarn usw.) auf der Baustelle tätig sind, richtig?!
Dazu Zitat der BauBG: "Arbeiten außer dem Bauherrn und seiner Ehefrau auch Dritte mit, ist der Bauherr per Gesetz verpflichtet, die Helfer bei der BG BAU anzumelden,..."

- Z.Zt. wird gar nicht gebaut, weil es erst im Frühjahr weitergeht.

- In diesem Jahr (wahrscheinlich ab März) werde ich wohl jemanden für Hilfsarbeiten einstellen, damit es schneller voran geht. Genau weiß ich das aber noch nicht. Nach Eurem Tipp habe ich die Meldung dafür natürlich gleich eben per Internetseite der BauBG ausgeführt. Ich müsste also demnächst Post von denen bekommen.

Wenn ich nicht alles komplett falsch verstehe, dann sieht es in der Tat so aus: Die Bauherren selbst können so viel arbeiten, bauen, machen und tun wie sie wollen. Das interessiert die BauBG nicht.
Und ich versichere Euch, dass ich seit dem Kauf (außer jetzt bei Schnee) so gut wie jede freie Minute auf dem Bau verbringe!
In der Woche bin ich abends meist noch bis zum Einbruch der
Dunkelheit da, den kompletten Samstag wird gearbeitet und sonntags laufen dann leise Arbeiten wie aufräumen, Streichen usw.
Uns macht es einen riesigen Spaß und ich lasse mir von Euch nicht die Freude daran nehmen.

Wenn es jetzt noch Vorwürfe gibt, dann bitte her damit! Ansonsten war es das erstmal von meiner Seite.

Viele Grüße & ein schönes Wochenende!
Heizen: mit Sonne und Holz!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 15.01.10

na denn...


...gutes Gelingen. Über den Berg scheint Ihr ja schon zu sein.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
Mitglied der Fachwerk.de Community
Restauratio GmbH | | 15.01.10


Es betrifft nicht die Eigenleistung des Bauherren und ggf. des Ehepartners. Versicherungsschutz/-Pflicht besteht grundsätzlich auch für Helfer bei privaten Bauarbeiten.
Der Versicherungsschutz besteht automatisch, egal ob angemeldet oder nicht oder bezahlt oder nicht oder ob entgeltlos, Schwarzarbeiter oder nicht.

Deshalb sind die Strafen gerechtfertigt heftig wenn man dabei erwischt wird.

Gruß aus Wiesabaden,
Christoph Kornmayer
Architektur beginnt, wenn zwei Backsteine sorgfältig zusammengesetzt werden. (Mies van der Rohe)
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro Kornmayer | | 15.01.10

Ich glaube...


...beweisen müsste ich nichts. Wenn ein Kontrolleur von mir Geld haben wollte, müsste er es mir beweisen, dass ich nicht alles selbst gemacht habe.

Ich gehöre nunmal zu solchen Blödmannern (ich vermute Christian auch), die alles selbst machen. Und wenn ich von Eigenleistung spreche, dann meine ich auch eine solche. Wenn mein Nachbar die faulen Balken ersetzt, ist das keine Eigenleistung.

Offenbar wurde (wird) hier ein wenig aneinander vorbeigeredet, gell?

Würde ich mir dazu noch Freunde, Bekannte, Verwandte und Schwarzarbeiter auf den Hof holen, diese dann bei der BG anmelden und dafür bezahlen und schlußendlich auch noch für deren Bockmist gerade stehen müssen, würde ich mich lieber völlig ausklinken, die Beine hochlegen und die Arbeiten durch ein Fachunternehmen ausführen lassen.

Wenn "alles" (Heizung, Strom, schließe ich für mich da aus) alleine gemacht wird, muß man zwar auch für Bockmist gerade stehen, aber eben nur für den Eigenen. Und bevor man sich zu sehr über sich selbst ärgert, informiert man sich eben wie, was, wann, und wo zu machen ist. Nicht etwa um die örtlichen Unternehmen um ihre Aufträge zu bringen, nein, sondern weil es Spaß macht handwerklich tätig zu sein und ein zufriedenstellendes Ergebnis fertig zu bringen.

Laß dich nicht entmutigen, Christian. Mir gefällt das Ergebnis.

Gruß
Martin


anonymus | 15.01.10

Unfallversicherung


Irgendwie bin ich wieder mal bei dem Problem angelangt, das ich etwas schreibe, WAS KEINER VERSTEHEN WILL.

Nun gut, es ist nicht mein Skalp, um den es hier geht.
Ich empfehle Euch DRINGENDST! das Merkblatt für private Bauherren von der Bau BG herunterzuladen und durchzulesen.

Da werdet Ihr finden, das:
- jeder Bauherr auch bei privaten Bauvorhaben VERPFLICHT ist, dieses Bauvorhaben zu anzumelden, egal ob reine Eigenleistung oder nicht(für den Eigenleistungsanteil muß man zwar nicht zahlen, man ist aber auch nicht bei der Bau- BG versichert),

- wer das nicht macht und bei Kontrollen erwischt wird, neben der Strafe auch eine Nachberechnung erhält, die auf der Basis einer SCHÄTZUNG der Kontrolleure erfolgt (Ihr könnt dann ja gern vor Gericht dagegen klagen),

- nicht die Kontrolleure, IHR müsst dann beweisen, das alles in Eigenleistung erfolgte, das ist nicht realisierbar.

- Bei Inanspruchnahme von Fördermitteln sind auch die Bauherren mitversichert und haben zu zahlen.

Wenn Ihr wissen wollt, ob Kontrolleure kommen oder nicht:
Wir Deutschen sind nicht nur das (gewesene) Volk der Dichter und Denker, sondern auch das Volk der Denunzianten.
Misslaunige Bauunternehmer, die keinen Auftrag bekommen haben oder zuwenig Werklohn, missgünstige Planer, neidische Nachbarn, reicht das?
Nicht zu vergessen: Die Bauämter und die Bewilligungsstellen für Fördermittel sind auch Informationsquellen für die BG.

Dann träumt mal schön weiter
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Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.01.10

Lieber Georg...


...so sehr ich Deine Beiträge und Dein fachliches Know How schätze, so sehr habe auch ich das Gefühl, dass manch einer nicht versteht was ich hier schreibe.

Es geht natürlich nicht darum irgendjemanden zu "besch..." noch darum unwahre Angaben zu machen.

Ich für meinen Teil MUSS jedes Bauvorhaben anmelden, bzw. beantragen, da meine Hütte unter Denkmalschutz steht. Dass dabei die Behörden zusammenarbeiten, habe ich auch schon gemerkt. Mein letzter denkmalschutzrechtlicher Bauantrag bezog sich auf die "Erneuerung des Innenwandaufbaus eines Raumes". Die Erneuerung war notwendig, weil der Innenwandaufbau im Zuge der Fachwerksanierung entfernt werden musste (und zwar von mir).

Wenige Wochen nach dem Antrag bekam ich Post vom Finanzamt, da der Einheitswert neu berechnet werden müsse. Ich würde offenbar eine Zugewinnung von Wohnraum planen.

Mit einem Hinweis von mir, dass die Maßnahme allenfalls der Verringerung des "Einheitzwertes" dient (Heizkostenersparniss), der Raum aber von jeher als Wohnraum genutzt wurde, war die Sache erledigt.

Sobald eine Behörde im Spiel ist, werden automatisch auch andere Instanzen hinzugezogen.

Da hast du Recht.

Ich weiß, Unwissenheit schützt vor Strafe nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass die Herrschaften von der BG schon längst hiergewesen wären, wenn es von Relevanz wäre.
Wären da nicht auch die zuständigen Behörden in der Pflicht den Bauherren darüber zu informieren?

Alles was ich über die BG erfahren habe, habe ich hier im Forum erfahren. Also weit ab von jeglicher Bauleistung. Ist doch merkwürdig, oder?

Und wenn du schreibst dass der Beweis der reinen Eigenleistung nicht realisierbar ist, wie soll denn der Gegenbeweis erfolgen das es nicht so ist?

Außerdem frage ich mich wo du lebst!

"Misslaunige Bauunternehmer, die keinen Auftrag bekommen haben oder zuwenig Werklohn, missgünstige Planer, neidische Nachbarn".

Ist so was bei euch an der Tagesordnung? Ich kenne das nicht!

Grüße
in den Sonntag
Martin


anonymus | 17.01.10

Bau BG


Ich habe solche Fälle schon erlebt;
Bekannte sprachen mich an, denen so etwas passiert war.
Sie erhielten eine Strafe und einen Nachberechnungsbescheid, die saftig waren.
Es ist mir völlig egal, was Ihr mit den Informationen macht oder nicht, es ist nicht mein Geld.
Ich muß nicht missionieren.
Ich wundere mich nur über soviel Naivität.

Viele Grüße
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Mitglied der Fachwerk.de Community
Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.01.10

Naivität?...


...ich glaube nicht!

Missionieren? Ja, schon ein bisserl, oder?

Natürlich kann es dir egal sein, was der private Bauherr mit seinem Geld macht. Es kann dir auch egal sein, was der "Private" mit den Informationen macht.

Ich bleibe aber bei meinem Standpunkt: Wenn der private Bauherr sein Bauvorhaben über eine BG (die Betonung liegt auf "eine") absichern muß, dann soll doch bitte diese BG aktiv werden und die Bauherren informieren.

Oder soll der "private Bauherr" aufs "Blaue" Informationen einholen was sein muß und was nicht?

Diese ganze Disskussion erinnert mich ein wenig an die Gepflogenheiten der GEZ ("Heute schon gezahlt?").

Allerdings, werden die ja auch "hyperaktiv" und klingeln an jeder Tür, an der sie Einnahmen vermuten.

Die Hinweise auf die "Pflichtmitgliedschaft" in einer Berufsgenossenschaft (man lese "Berufs" genossenschaft) interessieren mich wirklich nicht. Mein "Beruf" ist ein anderer.

Und wenn dann doch mal ein "Kontrolleur" bei mir aufschlägt, bin momentan etwas streitbar. Das wird lustig!

Grüße
Martin


anonymus | 17.01.10

BBG


Hallo Martin,
Früher , als man in Hessen für jede Baumaßnahme eine Baugenehmigung brauchte, war immer ein Zettel von der Bauberufsgenossenschaft dabei.
Nach 2004 hat man dann den §56 und §55 eingeführt.
§56 :in beplanten Gebieten muss der Bauherr der Gemeinde und der Bauaufsicht das Vorhaben mitteilen.
§55: Der Bauherr muss nur der Gemeinde das Vorhaben mitteilen.
In beiden Fällen hat sich der Bauherr eines Entwurfsverfassers und eines nachweisberechtigten Ingenieurs zu bedienen. Hier muss der Entwurfsverfasser den Bauherren über die Pflichten gegenüber der BBG informieren.
Die BBG ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Die Helfer auf einer Baustelle sind "von Amt`s wegen" versichert.
Wenn was passiert und die Arbeitsschutzrichtlinien nicht eingehalten wurden,gibt es richtig Ärger: Für den Bauherren und den Bauleiter.

Bei der Gartenbauberufsgenossenschaft ist es noch schlimmer:

Jeder der ein Grundstück von mehr als 2500 qm hat, wird Zwangsmitglied.

viele Grüße
Denkmäler schützen heißt nicht Genuß suchen,sondern Pietät üben (Georg Dehio)
Mitglied der Fachwerk.de Community
Architekturbüro | | 17.01.10

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