Fachwerk.de - Steinverbund locker
beim Verlegen von Elektroleitungen mußte ich die Tage auf unseren (nicht genutzten und schwer zugänglichen) Speicher.
Dort habe ich mit Erschrecken festgestellt, dass an einer unverputzten Wand mit Feldbrandsteinen der ganze Steinverbund gelockert hat. Der Kalkmörtel hält die Steine wohl nicht mehr zusammen. Gibt es einen kostengünstigen und einfachen Weg den Steinverbund zu festigen?
Die Mauer abzutragen und neu aufzumauern möchte ich vermeiden. Reicht es vielleicht aus, die Mauer mit Kalkmörtel (oder mit Kalkzementmörtel (MG2)..schlimm schlimm)großflächig zu verputzen?
Vorab vielen Dank für die Hilfe
mit freundlichen Grüßen
Michael
Unser Haus ist ein Werkstoff-Versuchsgelände
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Michael Jopen | 15.11.03
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Michael Jopen | 15.11.03
Steinverbund
Guten Morgen herr Jopen,
alles halb so schlimm wahrscheinlich. Auch ein loser Haufen Steine, zwischen denen gar kein Mörtel mehr klebt, hat noch einen ordentlich schubfesten Verbund. Mit der Kippsicherheit sieht es dann weniger gut aus, aber auch die Druckfestigkeit ist noch da.
Wir reparieren so etwas wie folgt: Restfugen tief auskratzen bezw. ausschlagen, Mauerwerk ordentlich vornässen und mit Mörtel MG II bzw. MG IIa tief verfugen, dabei Rheinsand Körnung 0-3 als Zuschlag verwenden. Den Fugmörtel feste mit dem Fugeisen eindrücken. Alternative: Hochhydraulischen Kalk (blaue Säcke) mit Rheinsand im Verhältnis 1:3 mischen. Die ruck-zuck-Methode, eine Zementschlämme aufzutragen und abzuwaschen, bringt m.E. keine ausreichende Festigkeit und ist eine Sauerei.
Viel Erfolg !
Guten Morgen herr Jopen,
alles halb so schlimm wahrscheinlich. Auch ein loser Haufen Steine, zwischen denen gar kein Mörtel mehr klebt, hat noch einen ordentlich schubfesten Verbund. Mit der Kippsicherheit sieht es dann weniger gut aus, aber auch die Druckfestigkeit ist noch da.
Wir reparieren so etwas wie folgt: Restfugen tief auskratzen bezw. ausschlagen, Mauerwerk ordentlich vornässen und mit Mörtel MG II bzw. MG IIa tief verfugen, dabei Rheinsand Körnung 0-3 als Zuschlag verwenden. Den Fugmörtel feste mit dem Fugeisen eindrücken. Alternative: Hochhydraulischen Kalk (blaue Säcke) mit Rheinsand im Verhältnis 1:3 mischen. Die ruck-zuck-Methode, eine Zementschlämme aufzutragen und abzuwaschen, bringt m.E. keine ausreichende Festigkeit und ist eine Sauerei.
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 17.11.03
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