Alte Zimmertüren und Zargen aufarbeiten

Hallo,

In meinem Haus befinden sich zu einem Großteil noch die Original-Zimmertüren (dem Geldmangel der Vorbesitzer sei Dank!). Es sind (sauschwere) Holz-Kasettentüren, die allerdings in den vergangenen ~120 Jahre einiges mitmachen mussten. Sie sind mehrfach gestrichen (Ölfarbe oder Lack), und schließlich wurde die schöne Kassette unter einer potthäßlichen Verkleidung versteckt.

Wie bekomme ich jetzt an den Türen und vor allem an den eingebauten Türzargen die Farbschichten am schonendsten und einfachsten wieder runter? Die Türen sollen danach wieder weiß werden, kleine Farbreste in den Poren wären also nicht so schlimm. Vermutlich wäre Heißluft das Mittel der Wahl, oder?

Gruß,
Tina
Traumhaus gefunden
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 18.03.13

Mit dem


Heißluftgerät geht es prima. Nehmt dafür nicht das erstbeste Gerät, denn wenn Ihr dabei seid, soll das Ding etwa 2 x 3 Std. am Stück arbeiten. Da sind die billigen Geräte schnell auf. Beginnen in den Ecken und Profilen, das hält auf, aber wenn dann mal ein Rahmenteil gemacht wird ist es wie Urlaub. Tipp: für die Profile schleift Euch in etwa passende Malerspachtel zurecht. Für Flächen die Spachtel mit langem Schaft.


Benjamin | 18.03.13

Speedheater


zur Unterstützung kann man mit einem Speedheater arbeiten,einfach mal im Netz stöbern.Und für den Rest die Heißluftpistole.Streichen mit Leinölfarben z.b Ottosson ,Kreidzeit usw.
Frohes Schaffen
Naturbau Selle
Natürliches Bauen & Fachwerksanierung ,Ottosson-Leinölfarben,Luftkalk,Lehmbau aus Sachsen
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Lehmbau,Naturbau & Naturbaustoffhandel Selle | | 18.03.13

Es kann leicht sein,


daß Euch schon die Zargen ewig aufhalten. Außerdem ist das Kratzen und Schleifen Gift für die Profilkanten.

Die Türblätter würde ich deshalb zum Ablaugen geben. Sucht Euch eine Ablaugerei, die die Türen mit Lauge besprüht, statt sie in ein großes Becken zu schmeißen, und beauftragt auch das Neutralisieren mit. Das Trocknen erfolgt besser zu Hause:

Absolut waagerechte Fläche suchen, erste Tür auf saubere plangehobelte Leisten waagerecht legen, neue Leisten, neue Tür... Obenauf den Stapel noch etwas beschweren. Der gewählte Raum sollte natürlich gut luftig sein. Sogar leicht flügliche Türen Richten sich so. Türen, die an die Wand gelehnt trocknen, verziehen sich zuweilen.

Grüße

Thomas
Holz schwimmt immer oben
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Restauratio GmbH | | 19.03.13

Also


bei mir hat ein Billigst-Gebläse ziemlich viel mitgemacht... um 2001 herum gekauft und immer wieder stundenlang damit gearbeitet. Klingt seit Jahren etwas seltsam, aber läuft immer noch.
Des woa scho immer so!
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 19.03.13

Türen-Bilder aus der Bilddatenbank: