Trockenestrich bzw alternativen???

Hallo liebe Fachwerkfreunde.
Heute will ich auch mal meinen ersten Beitrag verfassen.
Die Zimmerleute sind abgezogen, die Betontreppe ist gegossen und die ersten Trockenbauwände stehen.
Der Innenausbau ist in vollem Gange.
Erstmal ein Paar Daten zum Bestand und jetzigen Stand und später zur Frage
Also wir haben zu Hause ein Bauernhaus so aus ca. Mitte 1800 mit einem Fachwerkgiebel zur Hofseite.
Da das Haus wohl in mehreren Abschnitten an und umgebaut wurde, besteht die restliche Außenhaut aus Klinker.
Vom Typ her ist es ein Niedersächsisches Hallenhaus - Vierständerhaus.

Mitte 1980 wurde die alte Vieh-Diele schon zu Wohnzwecken umgebaut.
Nun bin ich dabei für mich einen Bereich zu schaffen auf bisher teilweise ausgebauten "Dachgeschoss".

Nun zu meiner Frage:
Unsere Architektin hatte uns für den Umbau dahingehend beraten erstmal das Dachgeschoss zu Entkernen und anschließend in Trockenbauweise auszubauen.
Da am Dach eh einiges neu gemacht werden musste.
Quer zur Hauptbalkenlage haben wir ausgerichtete 10*16 KVH Hölzer im Abstand von 60 cm gelegt und diese mit 25 mm OSB Platten beplankt.
Die KVH Hölzer wurden mit Dampbremsfolie ausgelegt und hier rein 160 Steinwolle gepackt. Darauf kamen dann die OSB-Platten
Sämtliche Ver und Entsorgungsleitungen werden im 80cm hohen Hohlraum zwischen der Hauptbalkenlage und der Decke des Erdgeschosses verlegt.

Da wir hier keinen riesigen Fußbodenaufbau haben wollten, hatten wir uns zum Anfang der Planungsphase für Trockenestrich entschieden.
So nun gibt es einige Eckpunkte die bei der Auswahl zu bedenken sind.
Aufbauhöhe insgesamt mit Fliese etc. 5-6 cm
Das Badezimmer soll mit RTL-Fußbodenheizung ausgestattet werden.
Die Dusche hier soll als begehbare Dusche angelegt werden.
Im Wohn- unn Esszimmer soll evt. Dielenboden verlegt werden.
Die Schlafzimmer mit Kork oder Laminat ausgelegt werden
Die allgemeinen Laufbereiche, Küche und Nassbereiche werden gefliest.
Die Osb-Platten liegen im groben und ganzen grade. Die KVH-Hölzer wurden mit Laser ausgerichtet. Höhendifferenz maximal 1 cm.

Wer kann mir hilfreiche Tips und Denkanstösse geben welche Untergründe am besten geeignet sind, besonders für die Badezimmerproblematik.
Ich habe mich schon mal über Fermacell Trockenestrich und die Estrichziegel von Creaton informiert.

Worauf ist in Bezug auf Trittschall zu achten. Welche Materialien kann man hier verwenden.

Mit was muss man für Trockenestrich oder andere Materialien pro m² rechnen. Fläche ist ungefähr 170 m²

MfG
tobi
altes bewahren und neues gestalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.04.10

als


Denkanstoß trotz Deiner fachmänischen durch einen Archi möchte ich einwenden, dass Fliesen auf OSB immer ein Problem bleiben. Abgesehn davon sind Fliesen ein kalter und harter Belag - das spürt jeder abstürzende Teller in der Küche. Hast Du mal über geschlossene Beläge aus Bahnenware (das Material lasse ich mal mit Absicht aus dem ersten Anstoß raus) nachgedacht. Die sind flexibler auf OSB, Dichten durch geschweißte Fugen besser ab im Bad und sind für Füße und Kinderkniee auch im Laufbereich (Annahme zum Familienstand) auch schonender .....
Das erste Haus baue man für einen Feind, das 2. für einen Freund und erst das 3. für sich selber !
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.04.10


Hallo,

Von der Steinwolldämmung (wozu?) rate ich dringend ab. Wenn diese einmal feucht wird trocknet Sie nicht mehr aus.
Die Dampfsperre darunter und die OSB Platten darüber (auch recht Dampf dicht) verschlimmern das ganze.
Alternativen wären z.B. ein Höhenausgleich von ca. 10 cm ¾ mit Schüttung auffüllen und, entweder Schwalbenschwanzplatten und Zementestrich (ca. 6cm) drauf, oder Rauspund oder OSB und Gussasphalt.
Wo Dielung drauf soll den Höhenausgleich von vorn herein höher ziehen und dort direkt die Dielen drauf verlegen.


Grüße aus Schönebeck


anonymus | 12.04.10

Hobeldiele ist eine feine Sache...


... und das würde hier auch noch gehen.

Mit dem Verlegesystem von GUTEX (profiliertes Lagerholz mit Thermosafe NF - 40mm) und einer Diele kommt Ihr knapp über 6cm hin. Das wäre eine recht einfache Variante.

Wenn Ihr es schlanker haben wollt, dann wäre eine Sparschalung unter der Diele eine Alternative.

Eine einfache Diele mit dem Unterbau solltet Ihr mit ca. 70,-- Euro /m² Materialkosten schaffen. Allerdings ist auch schnell mehr Geld ausgegeben.

Kork oder Laminat sollten in der Auswahlfrage keine ebenbürtigen Produkte sein. Kork ist eindeutig dem Laminat vorzuziehen. Ich würde noch mal eine 20mm Holzdämmplatte, 22er OSB und dann einen Korkfertigparkett mit ca. 12mm wählen = 54mm. Kosten bei Qualitätsware (Kork - massives Dekor - geölt/gewachst) ca. 45,-- Euro/m².

Grüße aus Frangn

Frank von Natural-Farben.de
lehm lassn und lehm - Naturfarben und Baubiologie
Mitglied der Fachwerk.de Community
Natural Naturfarben Shop | | 13.04.10

Unterboden ist drin


Moin Moin
Also bis zur OSB-Platte ist ja schon alles verbaut.
Lässt sich jetzt drüber streiten ob es sinnig ist oder nicht. Aber ist nicht mehr änderbar. Denn die Hälfte der Trockenbauwände ist schon aufgestellt.


Hauptsächlich wollte ich nur den Oberbau zur diskussion stellen..
Die bisherige Planung der Architektin sieht so aus das:
25mm OSB - schon Bestand
30 mm Trockenestrich z.B. fertige Fermacell Verlegeplatten mit 10 mm Holzwolle und 20 mm Fermacell
Dann Fliese.

Das wird ja so möglich sein, sonst hätte die Architektin das nicht so geplant.
Die Frage war halt nach Alternativen
Die Estrichziegel von Creaton find ich ganz interessant. Frage nur taugen die in meiner Konstellation was?

Holzdielen finde ich persöhnlich Spitze, nur meine "Holde" nicht und es wird auch in allen Räumen das Budget sprengen.

Wir haben bei Fliesen so um die 30€ kalkuliert mit dem Trockenestrich 15€ wären das zusammen 45€.
Wäre schön wenn noch mehr Ideen hier kund getand werden könnten.
altes bewahren und neues gestalten
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 13.04.10

Trockenestrich-Bilder aus der Bilddatenbank: