Terrassen richtig überdachen

Der Garten ist ein Ort der Erholung und Entspannung, er gibt Kraft und ermöglicht direkten Zugang zur Natur. Als optimaler Übergang zwischen Wohnhaus und Gartenbereich erweist sich eine schöne Terrasse als allseits beliebt. Wichtig ist hier jedoch eine stimmige Planung der gesamten Terrassenfläche vom Boden bis zum Dach. Damit es auf der Terrasse auch bei starker Sonne oder einem Sommerregen noch angenehm ist, ist eine Überdachung ein absolutes Muss. Bevor die Überdachung installiert wird, sollten sich Bauherren jedoch einige Gedanken zu diesem Thema machen.

Planung der Überdachung

Eine Terrasse zu überdachen, wirkt zunächst wie eine einfache Aufgabe. Dass jedoch mehr dahinter steckt, erfahren Handwerker schnell, denn Statik, Optik und Größe spielen eine wichtige Rolle. Was die Größe betrifft, sollten Bauherren zunächst das örtliche Bauamt konsultieren. Auch wenn Terrassenüberdachungen im Prinzip nicht genehmigt werden müssen, kann dies ab einer bestimmten Größe dennoch erforderlich sein. Es lohnt sich, vor dem Bauen nachzufragen, denn eine Geldstrafe oder gar der Abriss der neuen Überdachung sind mögliche Folgen eines Verstoßes gegen die Bauordnung. Vor allem bei Sondermaßen und -formen gibt Nachfragen zusätzliche Sicherheit. Bei manchen Häusern sind einfache Terrassenüberdachungen nicht die optimale Lösung. Individuelle Maße können für die Planung der Terrassenüberdachung bei gartenhaus-gmbh.de eingegeben werden, sodass eine optimal zugeschnittene Überdachung gefertigt wird.

Hat das Bauamt seine Zustimmung zum Bauvorhaben gegeben, kann die Planung einzelner Details beginnen. Nicht nur die Grundkonstruktion der Überdachung ist wichtig, sondern auch der Belag des Daches an sich. Da die Terrassenüberdachung Schutz vor verschiedenen Witterungen bieten soll, muss sowohl an sonniges als auch regnerisches Wetter gedacht werden. Zunächst sollten sich die Terrassenbesitzer darüber im Klaren sein, welche Art von Überdachung sie sich wünschen. Soll sie klar, milchig oder undurchsichtig sein? Erst nach Beantwortung dieser Hauptfrage kann der eigentliche Belag ausgewählt werden.

Welcher Belag eignet sich?


Terrassenueberdachung
Blick nach oben: Welcher Belag für die Überdachung? (Quelle: creatingmoon2014 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com)

Freundlicher geht es mit lichtdurchlässigen Materialien wie Kunststoff oder Glas zu. Das Glasdach ist hierbei jedoch zweifellos ein Sonderfall, denn aufgrund der Schwere des Materials braucht es eine spezielle Unterkonstruktion. Einfache Konstruktionen tragen das Glas nicht. Zudem ist Glas an sich recht anfällig gegenüber Witterungseinflüssen, selbst wenn es sich um Spezialglas handelt.

Kunststoff ist der Alleskönner

Mit einer Überdachung aus Kunststoff entscheiden sich Terrassenbesitzer zumeist richtig. Zugrunde liegen hier zumeist die Kunststoffe Polycarbonat, PVC oder auch Acryl. Sie lassen sich spielend leicht zuschneiden und befestigen, sodass auch der Heimwerker problemlos mit ihnen arbeiten kann. Zudem ist Kunststoff besonders wandelbar. Es gibt ihn sowohl in glasklarer als auch in milchiger Ausführung. Die glasklare Variante, auch wenn sie optisch ansprechend daherkommt, hat nicht nur Vorteile. Im Sommer, wenn die Sonne direkt auf die Überdachung scheint, kann es unter einer glasklaren Überdachung schnell heiß werden. Bei Milchglasoptik passiert das nicht, denn das auftreffende Licht wird gestreut und die erzeugte Wärme bleibt auf einem deutlich niedrigeren Niveau. So werden Terrassenbesitzer nicht geblendet und genießen ein angenehmes Klima. Verstärkt werden kann dieser positive Effekt an besonders sonnigen Tagen durch ein Sonnensegel, das an der Unterseite der Überdachung angebracht wird.

Die Doppelstegplatte ist unter den Kunststoff-Überdachungen eine besonders hochwertige Variante. Sie besteht zumeist aus Acryl oder Polycarbonat, hat eine glatte Oberfläche und schützt den Terrassenbereich vor übermäßiger Hitze. Im Vergleich zu Well- oder Profilplatten sind Doppelstegplatten zwar etwas teurer, erweisen sich jedoch besonders im Wohnhausbereich als optisch ansprechender.

Für einen sicheren Stand

Damit die Terrassenüberdachung langfristig sicher im Garten steht, sollten Handwerker sich um ein solides Fundament kümmern. Es ist nicht notwendig, ein durchgehendes Fundament für eine vergleichsweise leichte Dachkonstruktion zu errichten. Der Boden sollte aber dennoch so vorbereitet werden, dass die Träger auf solidem Grund stehen. Es genügt in der Regel, Betonfüße in den Boden einzulassen und die Konstruktion auf ihnen zu errichten. Dies kann per Schraubung erfolgen, doch auch das Einbetonieren der Pfostenträger ist übliche Praxis. Damit eine Überdachung aus Holz nicht mit der Feuchtigkeit des Bodens In Kontakt kommt, eignen sich Pfostenträger, die einen gewissen Abstand zum Untergrund erzeugen. Diese sind zumeist verzinkt und schützen das Holz.

Das optische Erscheinungsbild


Welche Terrassenüberdachung sich für den eigenen Garten am besten eignet, bestimmt vor allem auch das bisher vorhandene Gesamtbild. Die Farbe der Überdachung, die von gewöhnlicher Holzfarbe über Weiß bis hin zu glattem Aluminium reichen kann, sollte selbstverständlich auch zum Terrassenbelag passen. Ist bereits ein Terrassenbelag verlegt und soll er nicht ersetzt werden, orientiert sich die Farbgebung der Überdachung an ihm. Soll sowieso alles gemeinsam ausgesucht werden, ist es empfehlenswert, zunächst den richtigen Terrassenbelag auszuwählen und erst anschließend die Frage der Überdachung zu klären. Ein Artikel auf dieser Website informiert Interessierte dahingehend.

Eine Überdachung aus Holz kann selbstverständlich auch farbig gestrichen werden. So kann die Terrasse passend zur Fassade des Hauses angelegt und gestaltet werden. Dies ist besonders bei Häusern empfehlenswert, deren Äußeres sich von gewöhnlichen Farbmustern abhebt. Damit die Überdachung aus Holz viele Jahre lang schön und robust bleibt, sollte eine regelmäßige Pflege erfolgen. Mit Öl oder wetterfester Lasur kann das Naturmaterial den Witterungseinflüssen besser trotzen und bleibt bis zur nächsten Behandlung schön. Es genügt, diese Behandlung alle zwei Jahre komplett durchzuführen.

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Abbildung 1: creatingmoon2014 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

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