Fachwerk.de - Wer kann Informationen zu sogenannten: "Strohlehmschindeln" geben?
Kann mit diesem Begriff wenig anfangen.
Ist unter unseren Fachleuten jemand, der weiterhelfen kann?
Nachfolgend ein etwas wenig aussagekräftiges Foto. Leider eben auch nur überstellt bekommen.
Grüße von einem Lehmbauer
Udo
LEHM - natur am bau
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LehmHandWerk Udo Mühle | LehmHandWerk | 26.10.07
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Schindel
Sind das wirklich Schindel? Mir ist lediglich die Technik der Wandverkleidung bekannt, in der Langstroh in den frischen Lehmaussenputz gedrückt wird und anschließend auch etwas verschmiert wird. Das sieht dann letztendlich eigentlich so aus, wie auf dem Foto. Ist wohl als Wetterschutz manchmal so gemacht worden. Im Freilichtmuseum Kommern kann man sich eine solche Wand auf einer Wetterseite anschauen. Da müsste man mal fragen, wie lange die so schon da besteht, um die Wetterfestigkeit beurteilen zu können. Eine sehr schöne Art der Wandverkleidung. Als richtige Strohschindeln könnte ich mir sonst nur Strohpuppen vorstellen, ähnlich wie sie auch in der Ziegeldeckung verwendet werden, aber das kenne ich an der Wand nicht. Vielleicht weiß aber jemand was genaueres. Viele Grüße, Johannes Prickarz
Sind das wirklich Schindel? Mir ist lediglich die Technik der Wandverkleidung bekannt, in der Langstroh in den frischen Lehmaussenputz gedrückt wird und anschließend auch etwas verschmiert wird. Das sieht dann letztendlich eigentlich so aus, wie auf dem Foto. Ist wohl als Wetterschutz manchmal so gemacht worden. Im Freilichtmuseum Kommern kann man sich eine solche Wand auf einer Wetterseite anschauen. Da müsste man mal fragen, wie lange die so schon da besteht, um die Wetterfestigkeit beurteilen zu können. Eine sehr schöne Art der Wandverkleidung. Als richtige Strohschindeln könnte ich mir sonst nur Strohpuppen vorstellen, ähnlich wie sie auch in der Ziegeldeckung verwendet werden, aber das kenne ich an der Wand nicht. Vielleicht weiß aber jemand was genaueres. Viele Grüße, Johannes Prickarz
Altbausanierung - Denkmalpflege - Ökologisches Bauen
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Lagerhaus Vlatten | Dipl. Ing. Johannes Prickarz | 27.10.07
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Wer suchet - der findet!
Hallo
entweder
http://www.google.com/search?client=safari&rls=de-de&q=Strohlehmschindeln&ie=UTF-8&oe=UTF-8
oder
http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/4/seite/0401/meyers_b4_s0401.html
und irgendwo in der Lehmbibliothek hab ich davo auch schon was gelesen - weiss aber nicht mehr genau wo's steht!
Kommt vom Dachdecken her als erste Schicht bei Stroh- oder Reetdächern oder so ähnlich!??
FK
Hallo
entweder
http://www.google.com/search?client=safari&rls=de-de&q=Strohlehmschindeln&ie=UTF-8&oe=UTF-8
oder
http://susi.e-technik.uni-ulm.de:8080/Meyers2/seite/werk/meyers/band/4/seite/0401/meyers_b4_s0401.html
und irgendwo in der Lehmbibliothek hab ich davo auch schon was gelesen - weiss aber nicht mehr genau wo's steht!
Kommt vom Dachdecken her als erste Schicht bei Stroh- oder Reetdächern oder so ähnlich!??
FK
langlebig - nachhaltig - einfach
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Architekturbüro slow-house | Florian Kurz | 27.10.07
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Strohlehmschindeln
Nach meinem Kenntnisstand war das eine Notlösung ärmerer Bürger, die damit die ab dem 16. Hhr. immer restriktiver werdenden kommunalen Auflagen zum Brandschutz erfüllen wollten.
Die Kommunen begannen, für Fassaden und Dächer feuerfeste, nicht brennbare Baustoffe zu fordern um den verheerenden Feuersbrünsten zu begegnen, die regelmäßig die eng bebauten Städte verwüsteten.
Ein Ziegeldach war damals sehr teuer, Srohdächer bei ärmeren Bürgern die Norm.
Natürlich sind Strohschindeln in unserem Klima keine dauerhafte Lösung, selbst wenn allerlei Zusätze den Lehm wasserfest machen sollten. Deshalb gibt es sie vermutlich auch nicht mehr.
Auch Lehmdächer wie das Dornsche Dach oder das Hallesche Lehmdach waren dem Brandschutz geschuldet und verschwanden, sobald es bessere Baustoffe gab. Man hatte halt nichts Besseres.
Strohlehmschindeln als Unterlage für ein Reetdach kann ich mir gut vorstellen, aber da gibt es sicher kompetentere Leute hier im Forum zu der Problematik.
Georg Böttcher
Nach meinem Kenntnisstand war das eine Notlösung ärmerer Bürger, die damit die ab dem 16. Hhr. immer restriktiver werdenden kommunalen Auflagen zum Brandschutz erfüllen wollten.
Die Kommunen begannen, für Fassaden und Dächer feuerfeste, nicht brennbare Baustoffe zu fordern um den verheerenden Feuersbrünsten zu begegnen, die regelmäßig die eng bebauten Städte verwüsteten.
Ein Ziegeldach war damals sehr teuer, Srohdächer bei ärmeren Bürgern die Norm.
Natürlich sind Strohschindeln in unserem Klima keine dauerhafte Lösung, selbst wenn allerlei Zusätze den Lehm wasserfest machen sollten. Deshalb gibt es sie vermutlich auch nicht mehr.
Auch Lehmdächer wie das Dornsche Dach oder das Hallesche Lehmdach waren dem Brandschutz geschuldet und verschwanden, sobald es bessere Baustoffe gab. Man hatte halt nichts Besseres.
Strohlehmschindeln als Unterlage für ein Reetdach kann ich mir gut vorstellen, aber da gibt es sicher kompetentere Leute hier im Forum zu der Problematik.
Georg Böttcher
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 27.10.07
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