Fachwerk.de - Hab ich ein Fachwerkhaus???
Saniere seit fast zwei Jahren ein Haus von ich glaube 1890. Nun habe ich das Forum etwas durchstöbert und frage mich hab ich auch ein Fachwerkhaus?
Bis auf die Aussenwände ist das ganze Haus meiner Meinung nach ein ausgemauertes Holzgestell. Im Keller sind wie ich jetzt weiß Preußische Kappendecken drin. Kann mir wer mehr Infos zu diesem Baustil bereitstellen?
Habe auf die Leer gefegt und Beton drüber gegossen und anschließend einen Schwimmenden Estrich drüber eingezogen. Hoffe das ist nicht zu viel.
Baustilkunde
Ich würde vermutlich Eklektizismus als Baustil nennen, wenn ich Fotos von Deinem Haus sehen könnte (Ein zusammengewürfeltes Gemisch verschiedener Zitate historischer Baustile).
Das war typisch für die Zeit.
Viele Grüße
Ich würde vermutlich Eklektizismus als Baustil nennen, wenn ich Fotos von Deinem Haus sehen könnte (Ein zusammengewürfeltes Gemisch verschiedener Zitate historischer Baustile).
Das war typisch für die Zeit.
Viele Grüße
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 04.07.08
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 04.07.08
Konstruktion und Baustil ...
... sind zwei verschiedene Dinge.
In der Zeit um 1890 war es als Konstruktion durchaus üblich, die Aussenwände massiv, z.B. als geschossweise unterschiedlich dickes Ziegel- oder Bruchsteinmauerwerk zu mauern, während die Innenwände in Art eines sparsamen "Fachwerks" mit tragenden Holzständern und großflächigen Ziegelausfachungen konstruiert waren. Man spricht dabei jedoch i.A. nicht von einem Fachwerkhaus.
Der Stil der Zeit ist geprägt von einer sehr heterogenen Verwendung von Silelementen vergangener Epochen, z.B. Neorenaissance, Neogotik, Neoromanik, Neo- u.s.w, z.T. auch epochenübergreifend gemischt (das ist dann der Eklektizismus = Sammelstil), aber auch neue Stile entwickeln sich langsam, z.B. Jugendstil. Man nennt die Zeit der 1870er bis 1890er Jahre auch Gründerzeit und leitet davon den Begriff Gründerstil ab.
Beste Grüße, Marc Sattel
... sind zwei verschiedene Dinge.
In der Zeit um 1890 war es als Konstruktion durchaus üblich, die Aussenwände massiv, z.B. als geschossweise unterschiedlich dickes Ziegel- oder Bruchsteinmauerwerk zu mauern, während die Innenwände in Art eines sparsamen "Fachwerks" mit tragenden Holzständern und großflächigen Ziegelausfachungen konstruiert waren. Man spricht dabei jedoch i.A. nicht von einem Fachwerkhaus.
Der Stil der Zeit ist geprägt von einer sehr heterogenen Verwendung von Silelementen vergangener Epochen, z.B. Neorenaissance, Neogotik, Neoromanik, Neo- u.s.w, z.T. auch epochenübergreifend gemischt (das ist dann der Eklektizismus = Sammelstil), aber auch neue Stile entwickeln sich langsam, z.B. Jugendstil. Man nennt die Zeit der 1870er bis 1890er Jahre auch Gründerzeit und leitet davon den Begriff Gründerstil ab.
Beste Grüße, Marc Sattel
"500 Jahre Garantie" - alte Bautechniken für morgen nutzen
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AltBauPlan | Architekt Dipl.-Ing. (FH) Marc Sattel | 04.07.08
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AltBauPlan | Architekt Dipl.-Ing. (FH) Marc Sattel | 04.07.08
Auszug aus...
...Typische Baukonstruktionen von 1860-1960. Wahrscheinlich gelten heute andere Werte, aber als Anhaltspunkt ganz hilfreich...
und noch ein paar Anmerkungen, auch wenn es wahrscheinlich zu spät ist:
1. damit der Druck zwischen den Gewölbesteine erhalten bleibt, sollte eine Trennschicht zwischen Ausgießmaterial und Gewölbe eingebaut werden (das dürfte bei schwimmendem Estrich ja der Fall sein)
2. bei preuß. Kappen sind oft die Auflager korrosionsgefärdet, sie sollten überprüft und ggf. mit Rostschutzfarbe gestrichen werden. Allerdings ist ein Abstützen bei Schäden auch sehr einfach, da man einfach auf die alte Wand einen Wandpfeiler zur Unterstützung des Stahlträgers mauern kann (Gründung beachten). Ansonsten sind sie ausgesprochen belastbar... s.o.
Gruß Frank
...Typische Baukonstruktionen von 1860-1960. Wahrscheinlich gelten heute andere Werte, aber als Anhaltspunkt ganz hilfreich...und noch ein paar Anmerkungen, auch wenn es wahrscheinlich zu spät ist:
1. damit der Druck zwischen den Gewölbesteine erhalten bleibt, sollte eine Trennschicht zwischen Ausgießmaterial und Gewölbe eingebaut werden (das dürfte bei schwimmendem Estrich ja der Fall sein)
2. bei preuß. Kappen sind oft die Auflager korrosionsgefärdet, sie sollten überprüft und ggf. mit Rostschutzfarbe gestrichen werden. Allerdings ist ein Abstützen bei Schäden auch sehr einfach, da man einfach auf die alte Wand einen Wandpfeiler zur Unterstützung des Stahlträgers mauern kann (Gründung beachten). Ansonsten sind sie ausgesprochen belastbar... s.o.
Gruß Frank
Guter Wille allein reicht nicht...
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Frank Holberg | 04.07.08
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Frank Holberg | 04.07.08
...das ganze haus
....ein ausgemauertes holzgestell....
das war der brüller des tages, ich hab herzhaft lachen müssen über diese beschreibung!!!
nix für ungut! grüße und viel spaß bei der weiteren erforschung! carmen riedl
....ein ausgemauertes holzgestell....
das war der brüller des tages, ich hab herzhaft lachen müssen über diese beschreibung!!!
nix für ungut! grüße und viel spaß bei der weiteren erforschung! carmen riedl
Keine Bange ..
eine solche Bauart ist nicht so ungewöhnlich .Außen massiv ( ggfls schon 2schalig ? )und Innen Fachwerk war um die (vorletzte) Jahrhundertwende durchaus üblich .
Die Kellerdecke hätte vielleichr ein wenig Dämmung verdient gehabt ?
GRuß aus Minden
Jürgen Kube
eine solche Bauart ist nicht so ungewöhnlich .Außen massiv ( ggfls schon 2schalig ? )und Innen Fachwerk war um die (vorletzte) Jahrhundertwende durchaus üblich .
Die Kellerdecke hätte vielleichr ein wenig Dämmung verdient gehabt ?
GRuß aus Minden
Jürgen Kube
FensterEcke Brüggemann + Kube / Brüggemann + Kube ZiMMEREi
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Brüggemann + Kube ZiMMEREi | Jürgen Kube | 07.07.08
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Brüggemann + Kube ZiMMEREi | Jürgen Kube | 07.07.08