Fachwerk.de - Überstrichener Sandstein
Unsere über hundert Jahre alten Sandsteinsäulen die den Kreuzweg Jesu darstellen, die teilweise in der Wiese und teilweise im Wald stehen, verwittern. Vor ca. 15 Jahren wurden sie von einem Maler renoviert, der vielleicht Siliconharzfarbe benutzt hatte. Stellenweise sprengte der Stein auf und bekam Risse, die von einem Steinmetz ausgegossen wurden. Letztes Jahr erneuerten wir sämtliche Steinschäden und überstrichen die Steine komplett neu.
Nun platzt an manchen Stellen die Farbe ab, meistens an den Dächern. Eigentlich sieht es aus wie Abrieb.
Da nun von Anfang an alles Falsch gemacht wurde, hoffe ich auf einen Rat um wenigstens das gute Aussehen zu erhalten.
Auf eine Antwort freut sich Anja.
Anja Strecker | 10.06.06
Erste Hilfe
Die Figuren müssen sofort abgebaut werden, Trocken und frostfrei eingelagert werden. Dadurch, daß doch Feuchtigkeit in dem Stein war oder aber reingekommen ist will diese wieder raus. Die Farbe hindert am schnellen Entweichen. Der Dampfdruck wird so groß, daß die Farbe sich ablöst (stellenweise auch Stein). Dadurch kommt noch mehr Wasser in den Stein und der Kreislauf fängt von Vorne an. Wenn die Figuren nur noch in der Art zu erhalten sind, daß sie wirklich gestrichen werden müssen, dann sollten die Figuren in einem "Heiligenhäuschen" umbaut werden.
Dann stehen die Figuren zumindest vorm Regen geschützt.
Weitere Ansprechpartner erfragen Sie unter www.akademie-des-handwerks.de
Viel Erfolg.
anonymus | 10.06.06
Die Figuren müssen sofort abgebaut werden, Trocken und frostfrei eingelagert werden. Dadurch, daß doch Feuchtigkeit in dem Stein war oder aber reingekommen ist will diese wieder raus. Die Farbe hindert am schnellen Entweichen. Der Dampfdruck wird so groß, daß die Farbe sich ablöst (stellenweise auch Stein). Dadurch kommt noch mehr Wasser in den Stein und der Kreislauf fängt von Vorne an. Wenn die Figuren nur noch in der Art zu erhalten sind, daß sie wirklich gestrichen werden müssen, dann sollten die Figuren in einem "Heiligenhäuschen" umbaut werden.
Dann stehen die Figuren zumindest vorm Regen geschützt.
Weitere Ansprechpartner erfragen Sie unter www.akademie-des-handwerks.de
Viel Erfolg.
anonymus | 10.06.06
Steinrestauratoren und Maler
machen das auch gerne drauf und rein, was ihnen die Industrie verkauft.
Die Industrie hat das Geschäft gemacht, der Handwerker sein Geschäft und der Bauherr oder Eigentümer hat den Verdruss.
Manchmal werden durch diese Pampen und Zaubermittel die alten Kunstwerke bis zur Unkenntlichketi zersetzt, weil die tollen Imprägnierungen die Oberfläche verhärten und Abdichten ... ein Abschälen und Abplatzungen von filigranen und flächigen Teilen sind die Folge und eine oft zu beobachtende Regel dieser tollen modernen Sanierungen.
Was der saure Regen und die umweltverschmutzung nicht geschafft haben - das schafft die moderne Chemie dann mit links.
Das Resümee der Schädiger dann im Nachhinein: "Die Schadstoffe in der Luft werden immer agressiver" ... oder "wir haben da noch ein besseres, neueres Allwundermittel" ... usw
oberflächliche Anstriche kann man mühselig entfernen (lassen)
Ausgussmittel sind da meist resistenter ...
Wer mit dem Zeug arbeitet und anstreicht - bringt das Kunstwerk auf Dauer um! Diese Mittel werden meist "erforscht", zertifiziert und von Instituten empfohlen, die natürlich, wie immer: neutral sind ... ??
reinigen was noch geht; trocknenlassen; wenns geht mit KalkSandsteinmörtel (OHNE zementäre, hydrofobierende, dispergierende und sonstige Mittelchen beinhaltend ...) nachmodellieren (der ist allerdings nicht einfach herzustellen)
und die Schutzhüttchen oder Überbauten sind keine schlechte Variante ...
viel Erfolg!
FK
machen das auch gerne drauf und rein, was ihnen die Industrie verkauft.
Die Industrie hat das Geschäft gemacht, der Handwerker sein Geschäft und der Bauherr oder Eigentümer hat den Verdruss.
Manchmal werden durch diese Pampen und Zaubermittel die alten Kunstwerke bis zur Unkenntlichketi zersetzt, weil die tollen Imprägnierungen die Oberfläche verhärten und Abdichten ... ein Abschälen und Abplatzungen von filigranen und flächigen Teilen sind die Folge und eine oft zu beobachtende Regel dieser tollen modernen Sanierungen.
Was der saure Regen und die umweltverschmutzung nicht geschafft haben - das schafft die moderne Chemie dann mit links.
Das Resümee der Schädiger dann im Nachhinein: "Die Schadstoffe in der Luft werden immer agressiver" ... oder "wir haben da noch ein besseres, neueres Allwundermittel" ... usw
oberflächliche Anstriche kann man mühselig entfernen (lassen)
Ausgussmittel sind da meist resistenter ...
Wer mit dem Zeug arbeitet und anstreicht - bringt das Kunstwerk auf Dauer um! Diese Mittel werden meist "erforscht", zertifiziert und von Instituten empfohlen, die natürlich, wie immer: neutral sind ... ??
reinigen was noch geht; trocknenlassen; wenns geht mit KalkSandsteinmörtel (OHNE zementäre, hydrofobierende, dispergierende und sonstige Mittelchen beinhaltend ...) nachmodellieren (der ist allerdings nicht einfach herzustellen)
und die Schutzhüttchen oder Überbauten sind keine schlechte Variante ...
viel Erfolg!
FK
langlebig - nachhaltig - einfach
Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Architekturbüro slow-house | Florian Kurz - Architekt | 10.06.06
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Architekturbüro slow-house | Florian Kurz - Architekt | 10.06.06