Fachwerk.de - Was ist zwischen den Fussböden?

Hallo an alle,

ich bin jetzt angefangen die alten fussböden im EG meines Bruchsteinhauses zu entfernen und durch Betondecken zu ersetzen. Was steckt denn eigentlich zwischen den Balken für eine Schüttung? Es ist teilweise Lehm mit Stroh und darüber eine grobkörnige Schüttung, scheinbar aus einer Asche mit Holzkohle vermischt. Ist diese Schüttung bedenklich und muß entsorgt werden? Oder einfach wie an anderer Stelle hier im Forum beschrieben im Garten vergraben?

MfG Dietmar


Dietmar | 14.03.05
alles kann.
Hallo Dietmar,
als Fehlbodenfüllung ist eine ganze Menge zu finden: Sand, Lehm, Bauschutt, Schlacke, u. ä.
Gemeinsamer Nenner ist im Prinzip das es weitgehend anorganisch ist und vor allem Gewicht zur Schalldämmung einbringt.
Die Füllung sollte also materialentspechend entsorgt werden.
Ich frage mich allerdings warum jetzt unbedingt Betondecken eingebracht werden müssen: Statische oder konstruktive Gründe?
Grüße aus Leipzig von
Martin Malangeri
planen + bauen mit holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Malangeri - planen + bauen mit holz | Martin Malangeri | 14.03.05
Kostengründe!
Die alte Decke ist fällig, und eine neue Holzkonstruktion kommt mir teurer als Beton. Den kann ich mit hilfe meines Nachbarn (Baufirma) selber machen. Für Estrich (mit Isolierung) habe ich ca.18-20€ eingeplant.

MfG Dietmar


Dietmar | 14.03.05
Wieso fällig?
sind die Balken irreparabel verfault? Immerhin hält die Fehlbodenfüllung noch.

Viele Grüße
keine Panik!
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Stephan | 14.03.05
Statiker?
Hallo,

hat sich ein Statiker das ganze angesehen? Die zusätzlichen Lasten durch die Betondecken sind nicht zu vernachlässigen!

Mit besten Grüßen
Das gute Gefühl gesund zu wohnen
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Naturbaustoffhandel | Gunnar Schneider | 14.03.05

Hallo Namensvetter,
der eine fühlt sich in organischen Materialien wie Holz & Lehm u. ä. wohl. Dem anderen ist das nicht fest genug. Deshalb muß Beton her.
Welche Gründe gab es denn, außer dem Betonmischer in der Nachbarschaft, die alte Decke umzubauen.??
Die anderen Fragen und Bedenken, die ich noch habe, wurden schon gestellt.
Nachdenkliche Grüße
Dietmar
Es gibt noch viel zu tun, packen wir´s an.
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Dipl.-Restaurator (akad.) | Dietmar Fröhlich | 14.03.05
Der Keller war sehr lange Feucht,
und die tragenden Balken sind ca. 30+30cm und schon weit über 100Jahre alt. Sie stammen aus abgerissenen Häusern aus dem Möhnetal die für die Talsperre weichen mußten. Die Balken sind sehr Wurmstichig und ich kann die ersten cm mit dem Finger hineinprockeln.
Dazu kommt das der Boden sehr uneben ist, da vor etlichen Jahren ein Durchbruch zur Raumvergrößerung gemacht wurde und die beiden Fußböden unterschidliches Niveau haben. Die Dielen sind auch teilweise morsch.
Jetzt habe ich die Gelegenheit eine dauerhafte Lösung einzubauen. Die Betondecke wird auf neuen Mauern aus 11,5cm Stein aufgesetzt welche auf einem 40*40cm Fundament im Keller ruhen soll.
Giebt es denn eine Regel nach der man beurteilen kann ob die Balken noch tragfähig genug für die nächsten x Mieter sind? Ich bin grundsätzlich an einer Preiswerten Lösung interessiert. Aber ich glaube das die Balken wirklich am Ende sind!

Dietmar


Dietmar | 16.03.05
habe jetzt die komplette Zwischendämmung raus,
und stelle fest das wirklich NUR die ersten zwei cm morsch sind die direkten Luftkontakt hatten. Ein befreundeter Zimmermann sagt das die Balken noch zu verwenden sind. Zur Sicherheit soll ich sie an den Seiten mit Bohlen (ca. 3*20cm) verstärken und mit in`s Mauerwerk einlassen. Das verringert auch gleichzeitig die Spannweite von 90 bis 100 cm und ich kann die Unebenheiten der Balken korregieren indem ich die Oberkanten der Bohlen als auflage für den Fussboden niveliere. Zwischen den Balken kann ich noch Queerfächer eifügen, was ein schwingen des neuen Bodens verhindert. Als Fussboden schweben mir OSB oder ähnliches vor. Ich weiß das das ein Stilbruch ist, aber es steht nicht die Originaltreue im Vordergrund sondern die Zweckmäßigkeit, Verarbeitung und die Kosten.
Durch diese Variante erhoffe ich mir auch einen erheblichen Zeitgewinn. Wie findet ihr die Idee?

MfG Dietmar


Dietmar | 17.03.05
mmmpfh.
Wenn ein Balken morsch ist, heisst das, das er pilzbefallen ist. Die Hyphen der Pilze finden sich auch in den angrenzenden äußerlich gesunden, angrenzenden Holzzellen. Die DIN 68800 schreibt einen Gesundschnitt am Holz von mind. 30 cm, bei Echtem Hausschwamm von 100 cm vor. Diese Aussage ist nicht umsonst so in die DIN gekommen.
Ich stimme mit Deinem Zimmerer nicht überein, das die geschädigten balken verbleiben können.
Mit freundlichen Grüßen
Martin
planen + bauen mit holz
Mitglied der Fachwerk.de Community()
Malangeri - planen + bauen mit holz | Martin Malangeri | 17.03.05

Passende Bilder aus der Bilddatenbank:

Frage zum Aufdoppeln der Dachsparren - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Dazu noch ein Detail - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Fachmann / Statiker gesucht für Gewölbe - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Bild bei dem die Absenkung des Gewölbes zur hinteren Mauer gut ersichtlich ist - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Erwerb eines denkmalgeschuetzten Hauses - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo
Für den Statiker bereits "gelüftet"...... - Klicken Sie auf das Bild für ein grösseres Photo