Fachwerk.de - Umgbindehaus / Fachwerk
Teil des Hauses (Ziegelwände mit Fachwerk). Würde mich freuen wenn jemand das Rätsel lüften könnte.
Heiko Grams | 23.09.03
Holzständer
Guten Tag Herr Grams,
ich kenne mindestens drei Ursachen für fehlende Schwellen.
1. Üblicherweise würden die Stützen des Umgebindes nicht auf Schwellen sondern auf Steine gesetzt, der Befund entspäche dem Original
2. Das Einziehen neuer Schwellen bereitet Mühe und wurde deshalb oft unterlassen, anstelle der Schwellen kamen Punktfundamente zum Einsatz.
3. Die Horizontalkräfte werden anderweitig abgeleitet und Schwellen sind entbehrlich oder wurden für entbehrlich gehalten. Diese Form mit punktförmig gegründeten oder sogar in Felsköcher eingespannte Stützen existiert bei wenigen alten (archaischen) und ungenügend erforschten Fachwerkhäusern primitiverer Bauart.
Eines macht mich aber neugierig: Wieso sind Ihre Stützen bis ins Obergeschoß durchgehend, können Sie mir Zeichnungen oder Skizzen mailen:
Dietmar_Beckmann@freenet.de
Würde mich freuen
Guten Tag Herr Grams,
ich kenne mindestens drei Ursachen für fehlende Schwellen.
1. Üblicherweise würden die Stützen des Umgebindes nicht auf Schwellen sondern auf Steine gesetzt, der Befund entspäche dem Original
2. Das Einziehen neuer Schwellen bereitet Mühe und wurde deshalb oft unterlassen, anstelle der Schwellen kamen Punktfundamente zum Einsatz.
3. Die Horizontalkräfte werden anderweitig abgeleitet und Schwellen sind entbehrlich oder wurden für entbehrlich gehalten. Diese Form mit punktförmig gegründeten oder sogar in Felsköcher eingespannte Stützen existiert bei wenigen alten (archaischen) und ungenügend erforschten Fachwerkhäusern primitiverer Bauart.
Eines macht mich aber neugierig: Wieso sind Ihre Stützen bis ins Obergeschoß durchgehend, können Sie mir Zeichnungen oder Skizzen mailen:
Dietmar_Beckmann@freenet.de
Würde mich freuen
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 23.09.03
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Stützen, nachtrag
Bevor ich es vergesse: wenn nicht die Umgebindestützen sondern andere betroffen sind, bleibt das Haus wenigstens stehen. Die Füße müssen aber fachgerecht erneuert werden. Dies kann ohne weiteres auch durch Profilstahl geschehen, der angedübelt wird. Gegen zimmermannsmäßigen Ersatz ist (außer den Kosten)natürlich nichts einzuwenden. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Kreisdenkmalpfleger.
Bevor ich es vergesse: wenn nicht die Umgebindestützen sondern andere betroffen sind, bleibt das Haus wenigstens stehen. Die Füße müssen aber fachgerecht erneuert werden. Dies kann ohne weiteres auch durch Profilstahl geschehen, der angedübelt wird. Gegen zimmermannsmäßigen Ersatz ist (außer den Kosten)natürlich nichts einzuwenden. Sprechen Sie auf jeden Fall mit Ihrem Kreisdenkmalpfleger.
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 23.09.03
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mmhmm, @Dietmar Beckmann
Schwellenloser Bau in Ständergeschoßbauweise würde doch zeitlich zusammenpassen, oder? Bei Ihnen kurz hinter DO in Richtung Münsterland kann man zumindestens sowas finden. Da werden die Deckenbalken dann mit Zapfenschlössern durch die durchgehenden Ständer geführt.
Grübelnde Grüße aus Leipzig
Schwellenloser Bau in Ständergeschoßbauweise würde doch zeitlich zusammenpassen, oder? Bei Ihnen kurz hinter DO in Richtung Münsterland kann man zumindestens sowas finden. Da werden die Deckenbalken dann mit Zapfenschlössern durch die durchgehenden Ständer geführt.
Grübelnde Grüße aus Leipzig
planen + bauen mit holz
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Malangeri - planen + bauen mit holz | Martin Malangeri | 23.09.03
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durchgehende Ständer
mmhm@Martin Malangeri
die Häuser, die Sie meinen, sind die meist sehr bescheidenen Heuerlingshäuser, wie sie meistens nach der Gemarkenteilung (hier: gleichbedeutend mit dem vollen Anschluß an Preußen ab 1815) entstanden sind. Die Bauweise geht wohl auf das sehr viel ältere Bauernhaus der Emscherregion zurück. Ins Zittauer Gebirge haben wir sowas wohl nicht exportiert.
mmhm@Martin Malangeri
die Häuser, die Sie meinen, sind die meist sehr bescheidenen Heuerlingshäuser, wie sie meistens nach der Gemarkenteilung (hier: gleichbedeutend mit dem vollen Anschluß an Preußen ab 1815) entstanden sind. Die Bauweise geht wohl auf das sehr viel ältere Bauernhaus der Emscherregion zurück. Ins Zittauer Gebirge haben wir sowas wohl nicht exportiert.
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 24.09.03
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