Pilzbefall

Hallo, eine Frage an die Holzschädlingsexperten, folgenden Befall fand ich bei einer Baustellenbesichtigung vor, kann Ihn aber nicht genau definieren. Um welchen Pilz handelt es sich hier und inwieweit geht eine Gefährdung von ihm aus? Vielen Dank für die Hilfe und viele Grüße.
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Bauen mit Naturbaustoffen
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Lehmbau & Sanierung | | 25.08.04

Ferndiagnose?! Bildqualität


Hallo,
eine Ferndiagnose kann niemand stellen, Vermutungen ohne Gewähr lassen sich theoretisch äußern. Die Bildqualität lässt für mich aber nicht einmals eine unverbindliche Vermutung zu.
Vielleicht einmal das (und andere Bilder) über meine Homepage mailen, mölicherweise sehe ich dann besser was es vielleicht sein könnte.
Mir freundlichen grüßen Ulrich Arnold
Allg. Bauplanung bis Holzschutz
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Planungs-/Gutachterbüro Arnold | | 26.08.04

Noch ein Bild


Hallo, habe mommentan leider keine besseren Fotos zur Verfügung, Im Original sind Sie aber besser, die Mail kommt. Ich will naturlich hier keine genaue Diagnose, mit einer unverbindlichen Einschätzung als Gesprächsgrundlage ist mir vorerst geholfen. Um Hundertprozentig sicher zu sein hilft wohl nur eine Laboruntersuchung.
Vorerst vielen Dank für die Hilfe.
Viele Grüße vom Edersee
Mathias
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Bauen mit Naturbaustoffen
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Lehmbau & Sanierung | | 26.08.04

Pilzbefall!!


Hallo Matthias
wie ich dir schon am Telefon gesagt habe benötigt man Bilder mit besserer Qualität wenn du diese heißt kannst du die wir an meine Mailadresse (siehe Profil) senden

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden

PS: und deiner Architektin solltest du mal raten dass sie hier ins Forum mal hinein schaut (um ein bisschen über Fachwerk zu lernen)!
Fachwerkzentrum Andreas Vollack
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Fachwerkzentrum Andreas Vollack | | 26.08.04

Schimmelpilz


Es könnte sich um mehrere Pilze handeln.
Im Randberichen sehe ich schwarze Spuren.
Könnte z.B.ein Pilz Namens Stachybotrys sein.
genaue Untersuchungen könnten durch uns erfolge.
Weitere Infos gerne unter 0172/4219732


Stachybotrys
Der zelluloseabbauende Schimmelpilz Stachybotrys chartarum ist in Innenräumen meist nach Wasserschäden auf Gipskartonplatten, Tapeten u. a. zellulosehaltigen Materialien zu finden. Er ist ein Mykotoxinbildner und als Erreger der Stachybotrymykose gefürchtet. Die gebildeten Toxine können auch durch Hautkontakt aufgenommen werden.


Stachybotrys Befall nach einem Wasserschaden in einem Schlafzimmer
Zu den beobachteten Symptomen gehören unter anderem:
• Kopfschmerzen
• Schwindelgefühle
• Übelkeit
• Konzentrationsschwächen
• Müdigkeit
• Haarausfall
• grippeähnliche Symptome
• Störung der unteren Atemwege (Bronchitis, Asthma, chronischer Reizhusten), Atembeschwerden
• Hautreizungen, nässende Hautentzündungen
• gerötete und geschwollene Gesichthaut
• Augenbeschwerden
• konstitutionellen Beschwerden (Grippegefühl, Muskelschmerzen, allgemeines Unwohlsein)
• Veränderung des weißen Blutbildes
• Nasenbluten und sogar Lungenbluten
• Störung der Immunabwehr
• entzündliche und blutende Lungenerkrankungen bei Säuglingen
• Herzrhythmusstörungen
• Stachybotryose
Bei Stachybotrys chartarum können schon bei geringer Sporenkonzentration in der Raumluft Toxinwirkungen auftreten(!). Auch tote Sporen können toxisch und allergen wirken. Bemerkenswert ist es, das Stachybotrys chartarum in der Lunge die Synthese eines Enzyms verhindern kann, das die Lungenbläschen unter Spannung hält, damit diese nicht zusammenfallen.
Stachybotrys chartarum verursacht Vergiftungen durch vom Pilz gebildete Schimmelpilzgifte (Mykotoxine). Bei diesen können vier verschiedene Stadien unterschieden werden:
• Im ersten Stadium treten Geschwüre in der Mundschleimhaut auf, verbunden mit vermehrter Speichelbildung (bis zu 12 Liter pro Tag), Nasenschleimhautentzündung und Entzündungen der Bindehaut des Auges.
• Das zweite Stadium ist gekennzeichnet durch Verminderung der weißen Blutkörperchen.
• Im dritten Stadium ist die Blutgerinnung blockiert. Erhöhte Temperatur und Durchfall sind weitere Kennzeichen diese Stadiums.
• Im vierten Stadium ist keine Nahrungsaufnahme mehr möglich. Es kommt zum Tod.
Stachybotrys und Alzheimer
Die Auswirkungen einer Intoxikation durch Stachybotrys können in frappierender Weise den Symptomen der Alzheimerschen Krankheit ähneln. Der Verlust von logischem Denkvermögen und von Gedächtnisinhalten bei durch Schimmelpilze geschädigten Personen kann dazu führen, dass dieses in Zusammenhang gebracht wird mit fortschreitendem Alter oder mit dem Beginn der Alzheimerschen Krankheit. Auch sind medizinische Forscher davon überzeugt, dass ungünstige Umweltbedingungen eine genetisch fixierte Krankheit zum Ausbruch bringen können. Solche ungünstigen Umweltbedingungen können durch Schimmelpilze verursacht werden.
Bei Menschen, die bereits an Alzheimer erkrankt sind, sollte ganz besonders darauf geachtet werden, dass sie in einer schimmelpilzfreien Umgebung leben können. Nicht nur Stachybotrys, auch andere gesundheitsgefährdende Schimmelpilze sind befähigt, den Krankheitsverlauf drastisch zu verschlimmern.



Stachybotrys Sporen im REM Stachybotrys wächst durch eine Farbschicht (REM Aufnahme)
Einen optimalen Nährboden für diesen Schimmelpilz bilden zellulosehaltige Baustoffe, speziell Gipskartonplatten und Tapeten. In den häufigsten Fällen zeigt sich der Stachybotrys schleimig und mit schwarzer bzw. dunkelgrauer Färbung. Speziell auf Gipsbauplatten erscheint er in Form einer schwarzen Rußschicht. Ein Nachweis von Stachybotrys in Wohn- und Arbeitsräumen kann durch eine erste Probeentnahme mit einem Direktpräparat (z.B. mit Tesafilm) erfolgen. Diese Methode ist zu Anfang sehr sinnvoll, weil die recht charakteristischen Konidien und manchmal sogar konidiogenen Zellen von Stachybotrys darauf bereits mikroskopisch sichtbar sind und dadurch zumindest eine Verdachtsdiagnose möglich ist. Selbstverständlich müssen nach einer positiven Erstdiagnose weitere Untersuchungsmethoden angewandt werden. Diese sind auf den jeweiligen speziellen Einzelfall abzustimmen.
Zur Gattung Stachybotrys gehören folgende Arten:
• Stachybotrys albipes
• Stachybotrys chartarum
• Stachybotrys cylindrospora
• Stachybotrys dichroa
• Stachybotrys echinata
• Stachybotrys elegans
• Stachybotrys kampalensis
• Stachybotrys longispora
• Stachybotrys mangiferae
• Stachybotrys microspora
• Stachybotrys nilagirica
• Stachybotrys oenanthes
• Stachybotrys parvispora
• Stachybotrys theobromeae
• Stachybotrys zeae


Mfg

Objekta GmbH

p.Schneider
Fachwerksanierung vom Profi
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Schneider/Fachwerkrestaurator | | 26.08.04

Schimmelpilze


Nach genauerer Betrachtung gehe ich davon aus das drei Pilzarten vorhanden sind.Wie gesagt ist jedoch nur eine Verdiagnose.
Anlage
Trichoderma
Trichoderma

Trichoderma ist eine Gattung der Schimmelpilze. Trichoderma kommt sehr häufig auf Erde, Tapeten, Papier und zerfallenem Holz vor.
Zur Gattung Trichoderma gehören folgende Arten:
Trichoderma lignorum
Trichoderma harzianum
Trichoderma roseum
Trichoderma viride

2 Art.Aureobasidium pullulans
Aureobasidium pullulans

Aueobasidium pullulans
Hyphen und Sporen
Aureobasidium pullulans gehört zur Gattung Aureobasidium und kommt weltweit häufig in Böden, Blumenerde, Pflanzenteilen, Kompost, Abwasser, Früchten, Fruchtprodukten und auf Samen und verschiedenen Baumaterialien wie Farbanstrichen und Tapeten vor. Aureobasidium pullulans ist ein gefürchteter Materialzerstörer in Innenräumen, z. B. von Tapeten. Er vermag Cellulose in Pflanzenfasern jeglicher Art abzubauen. Auch Holz kann direkt angegriffen werden, jedoch nicht die Ligninkomponente. Aureobasidium pullulans kann Allergien auslösen.

Im Alter verfärbt sich das Myzel von Aureobasidium pullulans durch Melanineinlagerungen dunkel bis schwarz. Die einzelligen, eiförmigen Sporen sind ebenfalls dunkel gefärbt und werden lateral an den Hyphen gebildet. Es handelt sich um Blastokonidien, die durch Knospung weitere Konidien bilden können.

Das Wachstumsoptimum von Aureobasidium pullulans liegt bei 25 °C, das Minimum bei 5 °C, das Maximum bei 35 °C.

Unter ungünstigen Lebensbedingungen wächst der Pilz in Form von schwarzen Sprosszellen hefeartig. Diese können bei Austrocknung mit dem Wind über weite Strecken transportiert werden.

Die sprossenden Entwicklungsformen der Gattung Aureobasidium und anderer werden als so genannte „Schwarze Hefen“ bezeichnet.

Aureobasidium pullulans ist ein wichtiger Organismus in der Biotechnologie. Er dient als Produzent von Pullulan, das als Dickungsmittel und als Zusatz zu energiereduzierten Lebensmitteln ebenso Verwendung findet wie als Gleitmittel bei der Kunstfasergewinnung.

Im Zusammenhang mit Aureobasidium pullulans wurden neben den bereits erwähnten Allergien folgende Krankheiten beschrieben: Keratitis, Lungeninfektionen, Hautinfektionen, Peritonitis und systemische Infektionen.

3 Pilzart


Der zelluloseabbauende Schimmelpilz Stachybotrys chartarum ist in Innenräumen meist nach Wasserschäden auf Gipskartonplatten, Tapeten u. a. zellulosehaltigen Materialien zu finden. Er ist ein Mykotoxinbildner und als Erreger der Stachybotrymykose gefürchtet. Die gebildeten Toxine können auch durch Hautkontakt aufgenommen werden.

Der letze Pilz ist Hardcore also Aufpassen

Genaueres ,,Wie gesagt müßte man Analysiren

Gruß Objekta

P.Schneider
Fachwerksanierung vom Profi
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Schneider/Fachwerkrestaurator | | 26.08.04

Pilz


Hallo Peter Schneider, danke für die Einschätzung, ein Wasserschaden lag hier wohl vor, ist aber seit langem behoben und der Pilz ist ausgetrocknet. Ich traue dem Braten aber trotzdem nicht, ich denke mal auch bei einem Schimmelpilz überleben die Sporen trotz der Trockenheit. Bin Morgen wieder zu einer Besprechung vor Ort und werde dann versuchen Bilder mit einer besseren Qalität zu schießen. Die zuständige Architektin muss ich jetzt aber nochmal verteidigen, Andreas. Die Arbeiten haben noch nicht begonnen und die Vorgehensweise mit dem Pilzbefall muss noch genau abgeklärt werden.
Denke mal Morgen habe ich ein besseres Foto.
Vielen Dank an alle für die rege Beteiligung
Gruß Mathias
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Bauen mit Naturbaustoffen
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Lehmbau & Sanierung | | 26.08.04

Hallo Mathias


Du kannst mich gerne noch im Büro Anrufen .Kann dir für Morgen noch einige wichtige Tipps bezüglich der Feststellung sowie Sanierung geben.

Mfg Objekta GmbH
peter
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Schneider/Fachwerkrestaurator | | 26.08.04

Hallo Mathias


Du kannst mich gerne noch im Büro Anrufen .Kann dir für Morgen noch einige wichtige Tipps bezüglich der Feststellung sowie Sanierung geben.Tel 0441/82262 oder 0172/4219732 bin noch bis ca 2 im Büro

Mfg Objekta GmbH
peter
Fachwerksanierung vom Profi
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Schneider/Fachwerkrestaurator | | 26.08.04

Spekulationen???


Anhand eines Bildes(auch zwei), könnte es der echte Hausschwamm, der Kellerschwamm u.a. mit der Gruppe der Porenschwämme, oder auch die Blättlinge sein! Verwechselungen sind ohne eine genaue Vorortuntersuchung zwangsläufig gegeben! Hilft keinem weiter! Schon gar nicht der Bauherrenschaft ! Schaft nur Spekulationen und und...!

Ursachenforschung und Bestimmung des Pilz- oder Schwammbefalls, ist nur vor Ort möglich! Feststellen des Schadensausmaßes und Dokumentation durch eine Fachfirma oder einen Gutachter sind hier zwingend und auch nur zu empfehlen!
Alles andere sind nur Vermutungen!

schöne Grüße
Jeder Dummkopf kann eine Scheune einreißen, doch um eine zu bauen, braucht man einen Zimmermann.
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Holzbau Eckardt | | 26.08.04

Pilzbefall!!


Hallo Matthias
ich habe deine Fotos per Mail bekommen ich kann die aber nur raten einer Pilzeprobe zu entnehmen und sie in ein Labor zu schicken. Von den Fotos kann ich leider keine genaue Pilzbestimmung machen.
Wenn du diesbezüglich noch Fragen hast einfach mal kurz anrufen.

Mit zimmerlichem Gruß
Andreas Vollack
aus Hann. Münden

Ps. Zur Verteidigung der Architektin
es hatte sich am Telefon so angehört als wenn die Architektinnen von Pilzen keine Ahnung hatte!
Fachwerkzentrum Andreas Vollack
Mitglied der Fachwerk.de Community
Fachwerkzentrum Andreas Vollack | | 28.08.04

Pilz


Hallo Andreas, ich melde mich wegen der Laboruntersuchung nochmal, wenn feststeht um welchen Pilz es sich handelt sehen wir weiter.
Viele Grüße
Mathias
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Bauen mit Naturbaustoffen
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Lehmbau & Sanierung | | 29.08.04

Evtl. Mischbefall


Hallo,
nachdem die Bilder aus der esten Mail nicht lesbar waren, konnte ich die Bilder der 2. Mail öffnen. Die Nahaufnahme war unscharf, die erste Aufnahme könnte im rechten Bildbereich auf "Ausgebreiten Hausporling" Synonym: "Eichenporling" hindeuten. (Lat. Donkioporia expansa). Es könnte eine Fruchtschicht mit einzelnen "Glutationstropfen" auf dem Foto sein. Dann müsste das befallene Holz weißfaul sein (Hell, faserig) Links im Bild könnte auch ein anderer Pilz sein. Zusätzlich zu holzzerstörenden Pilzen können die ganz dunkelen Bereiche evtl. Schimmelpilz sein. Wie bereits gesagt ist eine Ferndiagnose nicht möglich, eine Beprobung zur Laboruntersuchung erscheint mir sinnvoll, wobei wegen der Möglichkeit, dass ein Mischbefall vorliegt, die Probe repräsentativ sein sollte. Also von jeder unterschiedlich aussehenden Erscheinungsform ein bischen. Für eine Sanierung sollte eigentlich sowoeso ein Fachman hinzugezogen werden. DIN 68800 Teil 4 schreibt vor, dass der Pilz bestimmt wird, ein Fachmann den Befallsbereich eingrenzt und ein Sanierungskonzept entwickelt wird. Pilzbefallenes Holz ist mit Sicherheitsabstand "gesundzuschneiden" (Nassfäulen 30 cm Echter Hausschwamm 100 cm). Die Ursachen sind zweifelsfrei zu ermitteln und abzustellen.
Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
Allg. Bauplanung bis Holzschutz
Mitglied der Fachwerk.de Community
Planungs-/Gutachterbüro Arnold | | 30.08.04

Pilz-Bilder aus der Bilddatenbank: