Dachdämmung

Hallo.

Wir beabsichtigen unser in die Jahre gekommenes Satteldach 50° neu eindecken zu lassen. Dachziegel sind schon eingetroffen.
Nun plane ich eine Aufsparrendämmung bzw eine Zwischensparrendämmung.
Der Dachboden soll zu einem Schlafzimmer ausgebaut werden. Ca. wohnfläche 25-30m2.
Dieser Teil des Hauses ist teils Fachwerk. Ich denke es wurde nach dem Krieg bzw. In den 50zig er Jahren erweitert.
Es gibt noch einen voll gemauerten Anbau mit Flachdach aber dieser stammt aus den 70ziger Jahren.
Ein Dachdecker attestierte mir vor einigen Wochen das der Dachstuhl einwandfrei sei. 10-11 cm starke Sparren. Abstand ca. 60cm.

Ich möchte wie gefolgt dämmen. Satteldach ca. 70m2.

1. Aufsparrendämmung PUR mit 100mm N+F Platten.
Vorteile. Keine Wärmebrücken wie bei der Zwischensparrendämmung. Sehr Leicht. Geringer Aufbau. Dach ist schnell wieder zu. Kosten liegen bei ca. 20-25€/m2.

Da im Satteldach ein Kamin ist muss hier die Dämmung unterbrochen und mit anderer Dämmung ausgeführt werden also stelle ich die Dämmung in Frage. Desweiteren kommen auf die Südseite 2 Fenster.

Oder

2.

Aufdoppelung der Sparren mit Holzbalken 60x100.

Oben Unterdachbahn. Dann Zellulose Einblasdämmung zwischen den Sparren.Unten OSB Platten und dann Gipskarton.

Habe aber auch gehört das Zellulose durch die Behandlung mit diversen Mitteln ( Borate) in Verdacht steht Krebs bzw. Für Unfruchtbarkeit sorgen kann... Blöd ist ja das Schlafzimmer...

Aufwendig zeitintensiv das Dach würde min. Einen Tag ohne Dachabdeckung stehen... ( Bauplanen zum abdecken?)

3. Aufdoppelung der Sparren mit 60x60 oder 80x80 Kanthölzern.
Zwischensparrendämmung mit Steinwolle Glaswolle.Unten Folie sd 5 oder 10. Oben Unterspannbahn oder Unterspannbahn platten dwd also nach aussen difusionsoffen.

Welche Dämmung wäre hier am sinnvollsten und auch am schnellten abbildbar.

Die Arbeiten werden z.T in Eigenregie erfolgen aber ein Dachdecker wird dabei sein.

Ich denke die Kosten liegen alle sehr nah beisammen. Ich würde gerne etwas nehmen was am sinnvollsten für das vorhandene Gewerk ist.

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 09.05.16

Doppel


Doppel

Dachdämmung


Pur-Dämmung hat den Nachteil eines fast nicht existenten Schall- und Hitzeschutzes.
Besser ist in der Hinsicht:
Auf die Sparren Holzfaser-Unterdachplatten befestigen-
bei der Fläche sollte das in einem Tag zu schaffen sein.
Erst eine Hälfte abdecken und verkleiden, dann die andere Hälfte.

Platten sind zuverlässiger und kondenswasserfrei gegenüber Folien.
Innenseitig könnten zB Pavatex-Platten mit eingebauter Funktionsschicht verwendet werden.
Hohlraum mit Zellulosedämmung ausblasen.
Zellulose ist bestens getestet und hier auch zur Kompostierung geprüft.
Niemand schluckt Borate und Borsäure in solchen Mengen-
vorher würde man sich ohnehin übergeben.
Es geht ja hier um orale Aufnahme-ausgasen können die nicht.

Die Menge macht wie immer den Unterschied. Auch Kochsalz kann tödlich sein.

10 Liter Wasser schnell getrunken können auch zum Nierenversagen führen- deshalb wird es aber nicht vom Markt genommen oder mit Warnhinweisen versehen.

Innen schwere Holzfaserplatten zu verwenden verbessert den Hitzeschutz und reduziert Wärmebrücken der bei nach außen durchlaufenden Sparren.

Ob lieber Holzfaserplatten oder Aufdoppelungen hergestellt werden hängt auch von der evt Notwendigkeit ab, dadurch die Sparren zu verstärken.

Fenster auf Südseiten des Dachs gegen Überhitzung mit außenliegendem Hitzeschutz versehen.

Andreas Teich


Mein Vorschlag:

https://www.u-wert.net/berechnung/u-wert-rechner/?&d0=1.25&L0=1&mid0=196&d1=4&L1=1655634327&mid1=217&x1=20&d2=4&L2=1655634327&mid2=36&x2=6&d3=4&L3=1655634327&mid3=217&x3=24&d4=0.02&L4=2&mid4=2970&d5=10&L5=1603385292&mid5=251&x5=60&d6=10&L6=1603385292&mid6=36&x6=10&d7=6&L7=3&mid7=39114&bt=1&unorm=enev14alt&T_i=20&RH_i=50&Te=-5&RH_e=80&outside=3&cq=240128&name=Dach

60 mm Holzweichfaserplatten auf die Sparren (mit 35 mm käme man auch noch in etwa auf den Zielwert der EnEv). Wenn die drauf sind ist das Dach erst mal dicht, aber der Hitzeschutz und graue Energie ist besser als bei PUR.

Zwischen den Sparren Holzflex (einfacher für Eigenleistung) oder Zellulose.

Unter den Sparren Dampfbremse, Traglattung im 50 cm Achsabstand, dazwischen Untersparrenfilz WLG 032 von Isover.

Gipsfaserplatten als raumseitiger Abschluss. Am besten die Version mit Trockenbaukante, Fugen lassen sich leichter bearbeiten. Am Anfang kommen 5 cm weg, bei der Lattung berücksichtigen...

Wegen dem Borsalz würde ich mir nicht den Kopf zerbrechen, wenn die Dampfbremse richtig abgeklebt wird.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 10.05.16

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