Fachwerk.de - Einige Fragen nach "Feuchteschaden": Wie den Sockel verputzen?

Einige Fragen nach "Feuchteschaden": Wie den Sockel verputzen?Hallo zusammen,

der Urlaub ist vorbei und die Arbeit ruft wieder (in jeder Hinsicht).
Nachdem unser abgesoffener Keller (durch monatelanges Querlüften im feucht-warmen Frühjahr, siehe meine früheren Postings) nun langsam trocknet will ich die aufgegrabenen Hauswände (weil wir ursprünglich annahmen, dass das Wasser von Außen kommt) wieder verschließen.
Nun stellen sich einige Fragen:

Damit die Wand besser trocknen konnte/kann habe ich den zentimeterdicken und glasharten Zementputz-Sockel abgeschlagen (siehe rote markierung im Bild). Das ganze soll mit Kalkputz wieder Verputz werden. Was nimmt man da?
Luftkalk (Kalkhydrat) und Sand 1:3 oder besser hydraulischen Kalk und Sand (wg. Spritzwasser)?
Welcher Körnung für den Sand?
Der Sockel war etwa 20cm über dem Hofniveau und ging ca. 50cm bis unter Hofniveau. Soll das wieder soweit runter und evtl. bis ganz zur Fundamentkante verptzt werden?

Mit was würdet Ihr den etwa 1-1,2 m tiefen Graben wieder auffüllen? Das Haus steht in einem sehr schweren Lehmboden.
Bitumen o.ä. scheiden aus. Ich wollte das Ganze mit Kies / Schotter (ist das ein Unterschied?) etwa 20-30 cm Breit auffüllen. Welche "Körnung" sollte man nehmen?
Zwischen Kies und umgebenden Boden sollte dann ein Flies?
Oder ist das alles Quatsch und ich sollte einfach den Boden, der seit über hundert Jahren um das Haus ist einfach wieder reinkippen?
Danke vorab für Eure Antworten!

Gruß Markus
Einfach etwas mehr tun als man muss...
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Markus Sips | 23.07.07
Ein paar Gedanken -
mit allem Vorbehalt der Ferndiagnose:
Ich würde den Sockel mit LKM verputzen, Hydraulmörtel ziehen mehr Wasser, haben höhere Wasserrückhaltung und trocknen schlechter ab.

Die Auffüllung würde ich wieder mit bindigem Boden vornehmen, evtl. aus dem Bestand. Grund: Kiesiges Zeugs nimmt Unmengen Wasser auf, das füllt dann den Graben und kann drückende Feuchte am Fundament bilden. Und zwar so sicher wie das Amen in der Kirche, da - wie Sie selbst schreiben - das Haus im dichten Lehm steht und die Brühe von dort nur schlecht wegsickert.

Wenn Sie eine Drainage in den gekiesten Füllbereich legen, kann das Wasser zwar abziehen, aber wie lange bleibt das Risikosystem funktionstüchtig?
Erhaltende Instandsetzung
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Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 23.07.07
Dränage, Horizontalsperre und Entfeuchtugsputz

Hallo Herr Sips,

die Körnung des Waschsandes sollte 0,2 mm betragen, auf keinen Fall Kalk verwenden. Dazu geben Sie Zement nach Wahl Ihrer Region. (Die Sorte können wir Ihnen dann empfehlen) Mischen Sie etwas Wirkstoffkonzentrat und Wasser unter. Es ensteht ein dauerhafter Sockelverputz der frostbeständig ist.

Für die Erdbaumaßnahmen senden Sie bitte ein EMail für die Zusendung von Unterlagen - diese führen wir nicht selbst aus - stehen Ihnen aber beratend zur Verfügung.

MfG Andrea Cyba

Bauwerkserhaltung nach dem Stand der Technik von heute
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mauertrocken-shop.de | Andrea Cyba | 02.08.07
Feuchteschaden
Zement nach Wahl ihrer Region ? Die Sorte können wir Ihnen dann empfehlen ?
Klingt alles etwas wirr ! Könnten sie das näher erklären !
Es gibt Wichtigeres im Leben,als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen.
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Malermeister | Thomas Lingl | 03.08.07

Sehr geehrte Frau Cyba,

jetzt machen sie mich aber neugierig. Habe ich etwas verpasst?
Bitte um nähere technische Infos über Entfeuchtungsputz und Wirkstoffkonzentrat.
Mit freundlichen Grüßen
Bernd Kibies
"Alles ist ähnlich, nichts ist gleich. Und diese feine Vielfalt erzeugt Identität." (Caminada)
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Techniker der Baudenkmalpflege | Bernd Kibies | 03.08.07
Einige Fragen nach Feuchteschaden
"Zement nach Wahl Ihrer Region"
Solch einen Blödsinn kann wirklich nur Frau Cyba verzapfen.
Gibt es ein Terroir bei Zement? Vielleicht ist ja auch der Jahrgang entscheidend!
Übrigens: Sand mit der Körnung 0,2 mm, das ist die nächste Stilblüte.
2/10-tel mm große Sandkörner, solche Einzelkörnung kriegt man nicht, sie ist für Putz übrigens auch völliger Quatsch.
Mineralische Dichtschlämmen als Putzzusatz oder zum Auftragen gibt es in jedem Baumarkt.

Mein Tipp für Markus:
Bei bindigem Boden eine Dränung einbauen, um kurzzeitig drückendes Wasser zu verhindern.
Eine richtig geplante, gebaute und gewartete Dränung funktioniert über viele Jahre.
Auffüllung mit bindigem Boden funtioniert nur, wenn ich diese als mineralische Dichtung auch richtig einbauen und verdichten kann. Dazu muß der Wassergehalt und die Verdichtungsarbeit genau abgestimmt sein; für einen Laien wird so etwas schwer hinzukriegen. Dann sollte man Oberflächenwasserandrang auf die Abdichtung vermeiden (Belag, Fließrichtung vom Haus weg).
Gegen die Bodenfeuchte im Erdreich würde ich mit einer klassischen Dickbeschichtung arbeiten. Die ist für Eigenleistung besser geeignet.

Viele Grüße
Georg Böttcher
Immer vorher Gehirn einschalten
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | Georg Böttcher | 03.08.07

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