Fachwerk.de - Fuge zwischen Schwelle und Sockel

Schönen guten Tag zusammen!
Ich wollte mal eine kleine Frage stellen.
Und zwar habe ich ein altes Fachwerkhaus von 1728, der Schwellbalken liegt auf einem ca. 80 cm hohen Sockel aus Sandstein, der ca. 10 cm dicker ist (vor steht) als der Balken. Deshalb ist die Sockeloberkante auch nicht waagerecht, sondern abgeschrägt zum Schwellbalken hin (regenwasser). Zwischen dem Schwellbalken und dem Sockel ist eine teilweise schon 2 cm breite Spalte, die senkrecht nach unten geht und von Jahr zu Jahr breiter wird. Nach jedem Regenguß steht in dieser Spalte oft stundenlang das Wasser und sickert langsam in den Sockel und unter die Schwelle! Dieser Balken ist teilweise schon angefault. Mit welchem Mittel soll ich die Fuge am besten zuspachteln? Zement oder Moltofil ist glaube ich nicht elastisch genug! Ist Silikon besser? Soll ich die Schwelle vorher mit einer Lasur vorstreichen?


Fessler | 20.03.03
Fugen
Guten Tag Herr Fessler,
es gibt speziellen Mörtel für Sandstein!! Leider weiß ich nicht, wie er heißt.Informieren sie sich mal bei einem Fachhändler. Ich werde mal versuchen heraus zu bekommen ,was das für ein Material ist.Ich würde nichts anderes verwenden.
Desweiteren sollte die Vorderkante des Schwellbalkens immer freiliegen,damit das herunterlaufende Wasser abtropft.
Silikon hält außerdem nicht den Bedingungen stand.
MfG.M.Bönneken
Alte Häuser erzählen Geschichten. man muß sie pflegen,sonst verstummen sie.
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mb-AltbauSanierung | Markus Bönneken | 20.03.03
nicht alles ist richtig was die alten machten!
da haben die erbauer wohl mal was falsch gemacht. das beste wäre das wasser mechanisch vom Holz wegzuhalten. also die sockelvorderkante nach vorne hin abzufasen/ anzuschrägen. Hammer und meisel in die hand nehmen und klopfen. bitte nicht zuschmieren!
grüsse, chr. bernard
ZEITGEMÄSSE KONZEPTE FÜR HISTORISCHE GEBÄUDE
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punkt4 architekten | christian bernard | 20.03.03
Zink oder Mörtel?
Ich hab noch mal genau nachgeschaut. Auf dem roten Randstein befindet sich eine im gleichen rot angestrichene Zementschicht, die zwar nach vorne abgeschrägt ist (richtiges Gefälle) , jedoch nicht bis zum Schwellbalken reicht! deshalb steht das Wasser zwischen Zement und Balken! Vielleicht könnte ich die Lücke mit Gußmörtel ausfüllen und nachdem er erhärtet ist zum Balken elastisch (Silikon) abdichten! Dann kann das Regenwasser nicht mehr unter die Schwelle und fließt ab! Ein Maurer hat mir geraten, eine Zinkkante an den Schwellbalken zu Nageln, damit der Regen direkt abfließt und nicht in den Sockel sickern kann.


Fessler | 21.03.03
Korrektur
Korrektur:
Statt: "Auf dem roten Randstein " muß es natürlich heißen:" auf dem roten Sandstein"
...hab wohl zu schnell geschrieben! ;o)


Fessler | 21.03.03
Zement
Runter mit der Zementschicht. Hat eh keine Funktion - außer schlechten. Und - wie schon ausgeführt - den Sockel anschrägen und den Schwellbalken kontrollieren, eventuell sogar ersetzen. Aber bloß kein Silikon oder dergl. verwenden. Damit versucht man, den Teufel mit dem Beelzebub auszutreiben. Gruß und viel Erfolg


anonymus | 21.03.03
Schwellbalken
Der Schwellbalken muss freiliegen, um "Atmen" zu können. Also bloß nicht die Fuge zuschmieren oder versuchen abzudichten. Sockel wie bereits beschrieben bearbeiten.
Viele Grüße
Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen: Bauen mit Naturbaustoffen
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Lehmbau & Sanierung | Lehmbau & Sanierung - Mathias Josef | 21.03.03
Nur nicht...
... abdichten! Fault Ihnen von Innen dann weg. (Siehe auche M.Gerner "Schäden an Fachwerkfassaden" IRB Fraunhofer Verlag). Am besten is Konstruktiver Holzschutz, wie auch immer der im Detail bei Ihnen aussehen sollte - einen Zimmermanm fragen! Gruß
...interessierter Laie
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Stefan Brühne | 22.03.03

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