Fachwerk.de - Weiß jemand was das für ein Pilz ist?
Ich habe vor ca. 8 Wochen ein halbes Rähm ausgetauscht. Die Fragmente des alten Rähms liegen seit dem bei uns im Hof (auch mal im Regen). Heute Morgen bemerkte ich an einem Fragment diesen Fruchtkörper.Weiß jemand was das für ein Pilz ist?
Besteht die Gefahr, dass in dem verbliebenen Teil des Rähms der Pilz auch vorhanden ist, oder kann es sein, dass er sich erst jetzt etabliert hat?
Vielen Dank schon mal im Voraus.
Gruß
Martin Wittwar
Fachwerk ist Lebensqualität (nicht immer, aber oft)
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Martin Wittwar | 27.07.07
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Martin Wittwar | 27.07.07
Schleimpilz???
Es könnte ein Schleimpilz sein. Das ist eine Pilzfamilie, die besondere Merkmale von Tieren und Pflanzen aufweist. (Myxomyzeten).
Um die vage Vermutung etwas abzugleichen empfehle ich als erstes bei Henry Rüpke auf www.holzfragen.de zu suchen. Dort finden sich auch weiterführende Links zu Pilzen. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
Es könnte ein Schleimpilz sein. Das ist eine Pilzfamilie, die besondere Merkmale von Tieren und Pflanzen aufweist. (Myxomyzeten).
Um die vage Vermutung etwas abzugleichen empfehle ich als erstes bei Henry Rüpke auf www.holzfragen.de zu suchen. Dort finden sich auch weiterführende Links zu Pilzen. Mit freundlichen Grüßen Ulrich Arnold
Allg. Bauplanung bis Holzschutz
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Planungs-/Gutachterbüro Arnold | Ulrich Arnold | 27.07.07
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Holzschädigende Pilze
bieten meiner unmaßgeblichen Meinung nach nur ein Problem, wenn sie die notwendige Holzfeuchte für ihre entwicklung haben. Wenn ihr Balken nun voll bewittert im Hof herumliegt, ist der Befall normal. Im eingebauten - und angenommenen - trockenen Zustand sieht das dann anders aus.
Fazit: Im trockenen Rähm kein Problem. Sollte es aber dort Feuchten über 20% geben, schon.
Viel Glück
Konrad Fischer
bieten meiner unmaßgeblichen Meinung nach nur ein Problem, wenn sie die notwendige Holzfeuchte für ihre entwicklung haben. Wenn ihr Balken nun voll bewittert im Hof herumliegt, ist der Befall normal. Im eingebauten - und angenommenen - trockenen Zustand sieht das dann anders aus.
Fazit: Im trockenen Rähm kein Problem. Sollte es aber dort Feuchten über 20% geben, schon.
Viel Glück
Konrad Fischer
Erhaltende Instandsetzung
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Architektur- & Ingenieurbüro Dipl.-Ing. Architekt | Konrad Fischer | 27.07.07
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Es ist ein Schleimpilz
Lieber Martin Wittwar,
Hallo Uli,
es ist in der Tat ein Schleimpilz, sehr wahrscheinlich Reticularia lycoperdon.
Ein Indiez für einen (bislang noch) verdeckten Schaden nach Befall durch holzzerstörende Pilze.
Beim Fachwerk kommt dies oft vor, z.B. wenn eine bewitterte Außenseite keinen ausreichenden konstruktiven Witterungsschutz mehr hat (irgendwann wurde das Fachwerk als Sichtfachwerk freigelegt und mit Silikon und Farbe zugekleistert) und z.B. Innen eine Innendämmung ausgeführt wurde (meist als stehende Luftschicht, auch um die Flächen sauber und glatt zu haben).
In solchen Fällen und ähnlich gelagerten ist der kapillar durchgängige Wandaufbau nun unterbrochen. Die darin über die Jahreszeiten sich einlagernde Wassermenge aus Tauwasser und Schlagregenbelastung kann zu hoch werden. Sie führte dann zur Schadträchtigkeit inform eines Befalls durch holzezsrstörende Pilze.
Die Schleimpilze auf der Außenweite der Fachwerkbalken meldet diese Entwicklung freundlicherweise dem Fachwerkhausbesitzer, aber leider zu spät, weshalb ein Sachverständiger doch besser hinzugezogen werden sollte.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke
ich hab wieder mein Passwort vergessen...
Lieber Martin Wittwar,
Hallo Uli,
es ist in der Tat ein Schleimpilz, sehr wahrscheinlich Reticularia lycoperdon.
Ein Indiez für einen (bislang noch) verdeckten Schaden nach Befall durch holzzerstörende Pilze.
Beim Fachwerk kommt dies oft vor, z.B. wenn eine bewitterte Außenseite keinen ausreichenden konstruktiven Witterungsschutz mehr hat (irgendwann wurde das Fachwerk als Sichtfachwerk freigelegt und mit Silikon und Farbe zugekleistert) und z.B. Innen eine Innendämmung ausgeführt wurde (meist als stehende Luftschicht, auch um die Flächen sauber und glatt zu haben).
In solchen Fällen und ähnlich gelagerten ist der kapillar durchgängige Wandaufbau nun unterbrochen. Die darin über die Jahreszeiten sich einlagernde Wassermenge aus Tauwasser und Schlagregenbelastung kann zu hoch werden. Sie führte dann zur Schadträchtigkeit inform eines Befalls durch holzezsrstörende Pilze.
Die Schleimpilze auf der Außenweite der Fachwerkbalken meldet diese Entwicklung freundlicherweise dem Fachwerkhausbesitzer, aber leider zu spät, weshalb ein Sachverständiger doch besser hinzugezogen werden sollte.
Viele Grüße
Hans-Joachim Rüpke
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Holz ist wunderbar - und manchmal voller Leben...
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SV-Büro für Holzschutz Rüpke / Dr. Kürsten | Hans-Joachim Rüpke | 27.07.07
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Zunächst einmal....
vielen herzlichen Dank für eure Antworten.
Da zeigt sich wieder einmal, und ich wiederhole mich da, wieviel Fachkompetenz und Hilfsbereitschaft hier im Forum vorhanden ist.
Dem Link (übrigens ein sehr guter wie ich finde) von Ulrich Arnold folgend, bin ich auch auf einen Schleimpilz gestossen.
Nun ist es so, das der Balken (oder die Fragmente) wirklich seit zwei Monaten voll bewittert im Hof liegen.
Andererseits ist es aber auch so wie Hans-Joachim Rüpke geschildert hat. Die Wand, aus der das Rähm stammt, ist ohne ausreichenden Wetterschutz, früher einmal zugekleistert, und von Innen mit Glaswolle gedämmt.
Jetzt habe ich mir aber schon ordendlich viel Arbeit gemacht, habe das Rähm auf ca. 3m abgetrennt und mit einem zünftigen Hakenblatt ein neues eingebaut. Muß ich die ganze Arbeit nun in Frage stellen??
Der erneuerte Teil ist übrigens nicht überdacht und eben wie der alte Teil (noch) voll der Witterung ausgesetzt, der verbliebende liegt Trocken unter Dach.
Von daher hoffe ich, das dort (im verbliebenen) noch alles im Lot ist! Oder?
Gruß
Martin
vielen herzlichen Dank für eure Antworten. Da zeigt sich wieder einmal, und ich wiederhole mich da, wieviel Fachkompetenz und Hilfsbereitschaft hier im Forum vorhanden ist.
Dem Link (übrigens ein sehr guter wie ich finde) von Ulrich Arnold folgend, bin ich auch auf einen Schleimpilz gestossen.
Nun ist es so, das der Balken (oder die Fragmente) wirklich seit zwei Monaten voll bewittert im Hof liegen.
Andererseits ist es aber auch so wie Hans-Joachim Rüpke geschildert hat. Die Wand, aus der das Rähm stammt, ist ohne ausreichenden Wetterschutz, früher einmal zugekleistert, und von Innen mit Glaswolle gedämmt.
Jetzt habe ich mir aber schon ordendlich viel Arbeit gemacht, habe das Rähm auf ca. 3m abgetrennt und mit einem zünftigen Hakenblatt ein neues eingebaut. Muß ich die ganze Arbeit nun in Frage stellen??
Der erneuerte Teil ist übrigens nicht überdacht und eben wie der alte Teil (noch) voll der Witterung ausgesetzt, der verbliebende liegt Trocken unter Dach.
Von daher hoffe ich, das dort (im verbliebenen) noch alles im Lot ist! Oder?
Gruß
Martin
Fachwerk ist Lebensqualität (nicht immer, aber oft)
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Martin Wittwar | 27.07.07
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Martin Wittwar | 27.07.07
das Bild dazu
ich reiche noch Bilder zu Reticularia lycoperdon nach:
http://www.holzfragen.de/bilder/reticularia_lycoperdon_15.gif
Reticularia lycoperdon, frisch aufgewachsen. Foto: Rüpke
http://www.holzfragen.de/bilder/reticularia_lycoperdon_16.gif
Reticularia lycoperdon, reif und schon aufgeplatzt, die Sporen werden ausgeworfen. Foto: Rüpke
ich reiche noch Bilder zu Reticularia lycoperdon nach:
http://www.holzfragen.de/bilder/reticularia_lycoperdon_15.gif
Reticularia lycoperdon, frisch aufgewachsen. Foto: Rüpke
http://www.holzfragen.de/bilder/reticularia_lycoperdon_16.gif
Reticularia lycoperdon, reif und schon aufgeplatzt, die Sporen werden ausgeworfen. Foto: Rüpke
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