Fachwerk.de - Wie sabiere ich das Gefache meines ca. 150 Jahre alten Bauernhauses?
Jetzt meine Fragen noch mal auf den Punkt gebracht:
- Was für Material verende ich für den Außenputz?
- Gibt es moderne Alternativen, die empfehlenswert sind?
- Was für Material ist für Innen geeignet?
Ich hoffe mir kann jemand weiterhelfen. Ich bin für jeden Tipp dankbar.
Göran Ott | 19.03.04
Guten Tag Herr Ott,
ich würde es von den lokalen Bautraditionen abhängig machen, welche Baustoffe einzusetzen sind. Sicherlich kann Ihr Kreisdenkmalpfleger Ihnen diesbezüglich nützliche Hinweise geben; er verfügt auch über eine Kartei von Handwerksfirmen, die die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten haben und zuverlässig sind. Dann könnte auch noch entscheidend sein, was denn jetzt an Substanz vorhanden ist.
Sie können unterscheiden zwischen baustellengemischten Putzen und Mörteln und Werksfertigmörteln und -putzen. Letztere sind erprobt bei standardisierten Qualitäten, aber immer noch deutlich teurer als Baustellenmischungen.
Bei letzteren gibt es noch den grundsätzlichen Unterschied zwischen Produkten auf Lehmbasis und Produkten auf Kalkbasis. Hier sollte ein Gespräch mit dem Kreisdenkmalpfleger Ihre Entscheidung erleichtern.
Moderne Baustoffe leisten auf Fachwerkwänden leider nicht das, was traditionelle Baustoffe leisten und sind deshalb - abgesehen vom Fortschritt der Werksfertigmörtel und -putze -abzulehnen, aus technischen Gründen wie aus Gründen der Denkmalpflege.
Eine einfache Antwort, im Sinne: "nehmen Sie dies" gibt es nicht.
Auch die Frage "Holz sichtbar lassen oder überputzen" kann m.E. nur mit Blick auf die regionalen Traditionen beantwortet werden.
ich würde es von den lokalen Bautraditionen abhängig machen, welche Baustoffe einzusetzen sind. Sicherlich kann Ihr Kreisdenkmalpfleger Ihnen diesbezüglich nützliche Hinweise geben; er verfügt auch über eine Kartei von Handwerksfirmen, die die notwendigen Kenntnisse und Fertigkeiten haben und zuverlässig sind. Dann könnte auch noch entscheidend sein, was denn jetzt an Substanz vorhanden ist.
Sie können unterscheiden zwischen baustellengemischten Putzen und Mörteln und Werksfertigmörteln und -putzen. Letztere sind erprobt bei standardisierten Qualitäten, aber immer noch deutlich teurer als Baustellenmischungen.
Bei letzteren gibt es noch den grundsätzlichen Unterschied zwischen Produkten auf Lehmbasis und Produkten auf Kalkbasis. Hier sollte ein Gespräch mit dem Kreisdenkmalpfleger Ihre Entscheidung erleichtern.
Moderne Baustoffe leisten auf Fachwerkwänden leider nicht das, was traditionelle Baustoffe leisten und sind deshalb - abgesehen vom Fortschritt der Werksfertigmörtel und -putze -abzulehnen, aus technischen Gründen wie aus Gründen der Denkmalpflege.
Eine einfache Antwort, im Sinne: "nehmen Sie dies" gibt es nicht.
Auch die Frage "Holz sichtbar lassen oder überputzen" kann m.E. nur mit Blick auf die regionalen Traditionen beantwortet werden.
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Mitglied der Fachwerk.de Community(Profil)
Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 19.03.04
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Asbestschindeln hinterlüftet?
Wenn es nur um das Aussehen geht, würde ich alles so lassen, wenn die Schindeln hinterlüftet sind. In meiner Gegend war es üblich mit Dachziegeln die Fassade zu verkleiden.
Alternativ können die Schindeln ja auch angestrichen werden.
Wenn Sie die Schindeln abmachen noch ein Tip, vorher mit dem Rasensprenger die Schindeln vollkommen benässen, wenn möglich auch die Rückseite (Lehm hin oder her) und nach der Demontage in Plastefolien einpacken. Mundschutz würde ich auch benutzen. Die Lunge wird es danken. Asbestentsorgung kann ziemlich teuer werden. Vorher mal die Abfallbehörde fragen.
Wenn es nur um das Aussehen geht, würde ich alles so lassen, wenn die Schindeln hinterlüftet sind. In meiner Gegend war es üblich mit Dachziegeln die Fassade zu verkleiden.
Alternativ können die Schindeln ja auch angestrichen werden.
Wenn Sie die Schindeln abmachen noch ein Tip, vorher mit dem Rasensprenger die Schindeln vollkommen benässen, wenn möglich auch die Rückseite (Lehm hin oder her) und nach der Demontage in Plastefolien einpacken. Mundschutz würde ich auch benutzen. Die Lunge wird es danken. Asbestentsorgung kann ziemlich teuer werden. Vorher mal die Abfallbehörde fragen.
Asbestschindeln
Einen schönen Sonntag,
die Ratschläge sind gut gemeint und auch vollkommen richtig, leider ist es aber verboten, Asbestzement selber zu entsorgen oder damit zu hantieren. Ebenso unerlaubt ist das Anstreichen. Danach kann es richtig teuer werde4n.
Einen schönen Sonntag,
die Ratschläge sind gut gemeint und auch vollkommen richtig, leider ist es aber verboten, Asbestzement selber zu entsorgen oder damit zu hantieren. Ebenso unerlaubt ist das Anstreichen. Danach kann es richtig teuer werde4n.
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Dietmar Beckmann | Büro für Städtebau+Architektur | D.B. | 21.03.04
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