Schimmelgeruch bei Vollziegelwand mit nachträglich aufgeputztem Sanierputz

Schimmelgeruch bei Vollziegelwand mit nachträglich aufgeputztem SanierputzHallo!

Hätte eine Frage und würde euch gerne um euere Erfahrungen bzgl. dieses Themas bitten.

Ich besitze ein nicht unterkellertes Bauernhaus.
Baujahr etwa 1900.

Kurz zu mir. Bin selbst Bauingenieur. Ihr könnt also gern mit mir in „Fachchinesich“ kommunizieren. Arbeite jedoch nicht im Bereich der Bauwerkssanierung….

Kurze Beschreibung.

Die aufgehenden Wände des Wohnhauses sind auf einem durchgehenden Streifenfundament aus Granit gegründet. Also nicht saugend, jedoch guter Wärmeleiter. Wände sind von außen nicht gedämmt.

Im EG habe ich nun mein Schlafzimmer.

Habe vor 3 Jahren als ich das Haus kaufte in diesem Zimmer bis zu einer Höhe von etwa 60 cm unten den Putz abgeschlagen, da sich dort leichte Salzausblühungen gezeigt haben.

Muss dazu sagen, dass etwa 60 cm Mauerwerk aus Bruchsteinen machte einen „sehr trockenen“ Eindruck.

Habe dann trotzdem mal Sanierputz drüberputzen lassen.

In einem Bereich unterhalb eines Fenster waren jedoch Vollziegel.
Ich vermute früher war hier anstatt des Fensters eine Türe. Diese hat man nachträglich aufgemauert und ein Fenster draus gemacht.

Von der Lage des Gebäudes an einem Weiher, und der Nutzung dieses Zimmers als Schlafraum, habe ich dort relative Luftfeuchten von etwa 60 % bei aktuell 20°C.
Am Morgen, durch die Nutzung als Schlafraum teilweise auch um die 65%. Also durchaus etwas höher.

Stelle nun einen schimmligen Geruch in dem Bereich der nachträglich aufgemauerten Türe (bei den Vollziegeln) fest.
Aber nur hier. Im Bereich des Bruchsteinmauerwerks nicht….

Dieser Geruch war vorher nicht an dieser Stelle. Meine Vermutung, das hat irgendwas mit dem Sanierputz zu tun, da dieser einen höheren mue- Wert hat, und aufgrund der erhöhten Luftfeuchtigkeit im Raum und dem eher schlechten Dämmwert die Luftfeuchtigkeit im Bereich der Wand kondensiert, und so Schimmel entsteht.

Dieser Schimmel ist nicht sichtbar. Ist in keiner Ecke, sondern wirklich nur lokal im Bereich dieses Fensters auf der glatten Wandoberfläche wahrnehmbar.

Mich würde nun euere Meinung interessieren.
Meine Vermutung, wie gesagt, die Wahl des Putzes war nicht so gut.

Was könnte ich machen….

In erster Linie nur bezogen auf die Auswahl des Putzes…

Ah genau, und Farbe ist überall Keim Biosil….

Anbei ein Bild, wie es damals unter dem Putz aussah, als ich diesen abgeschlagen habe.

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| 13.06.17

Schimmelgeruch


Ich kann nur raten da ich die Gegebenheiten vor Ort nicht kenne:
Hauptursache ist das Fenster. Ungedämmte Fensterlaibungen, die Luftdichtigkeit der Fugen und das Dichtungsmaterial in den Fugen sind potentielle Schwachstellen. Dazu die Fensterbank. Wenn die aus Naturstein besteht und ungenügend thermisch entkoppelt bildet sie eine Kühlrippe. Was da unter ihr in der Fuge passiert wäre interessant zu wissen. Sanierputz ist hydrophob eingestellt, Kondensat fällt auf der Oberfläche aus und wird nicht sorptiv eingelagert.
Dann die Fußleisten und das was dahinter passiert- bei Dielenböden ebenfalls potentielle Nährböden für Schimmel.
Der wächst auch ohne Kondensatbildung auf Oberflächen, es reicht schon wenn die Grenzschicht zur Raumluft konstante Feuchten über 70% über einen längeren Zeitraum, einen halben Tag etwa, aufweist. Nahrung gibt es überall auf der Wand, Milbenkacke, Hautschuppen, Pollen...

Zulässige relative Raumluftfeuchte und notwendiger Außenvolumenstrom (q in m³/h) zur Vermeidung von Schimmelpilzwachstum im Musterschlafraum (Raumvolumen 20m³) mit zwei Personen bei unterschiedlichen Außen- und Raumlufttemperaturen nach Ehrenfried Heinz

Temp. außen -10°C -5°C 5°C 12°C
Temp. innen 16° 18° 16° 18° 16° 18° 16° 18°
Zul. rLF innen 57% 56% 61% 60% 69% 68% 76% 74%
Vorh. rLf außen 80% 79% 78% 76%
q in m³/h 13 11 13 12 17 14 32 22
Nach Künzel liegt man hinsichtlich der Vermeidung von Schimmelpilzwachstum während der Heizperiode in gut gedämmten Gebäuden (U kleiner 0,5) immer dann auf der sicheren Seite wenn die relative Raumluftfeuchte nicht größer als 50% ist. Bei schlechterer Wärmedämmung (U größer 1,4) sollte die relative Luftfeuchte im Schlafzimmer kleiner als 40% sein.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 13.06.17

Sehr gute Erklärung - aber kein Vorschlag zur konkreten Abhilfe


@Hr. Böttcher:
Sehr gute Erklärung!

Aber - mit Verlaub - Welchen konkreten Vorschlag haben Sie denn nun als Abhilfe?


Fragender | 13.06.17

Sehr geehrter Herr Böttcher


Danke Ihnen für Ihre ausführliche Antwort.

Im Winter ist es so, dass wir während der Hauptheizperiode bei trockener Kälte und durch das Heizen mit Holz, die rel. Luftfeuchtigkeit schon in Richtung 40 % kriegen. Raumtemperatur allerdings nur 17 bis 18°....

Sommer bzw. Übergangsphasen sind meiner Sicht nach problematischer.

Ihre Erklärung mit den Fensterlaibungen ist gut nachvollziehbar. Hier jedoch sekundär.
Die Fenster dürften späte 80er, frühe 90er eingebaut worden sein.

Ihr Punkt mit dem Dielenboden ist, wenn ich das so lese, dass was meinem Problem am nächsten kommt.

Wie gesagt, dieser Dielenboden wurde vor einigen Jahren dort (nicht von mir) eingebaut.
Wie Sie beschreiben kondensiert Wasser an der kalten Wand und bildet so unten mit dem Holz den Nährboden.


Die langfristige Lösung meinerseits sähe so aus.
Dielenboden raus. Fußbodenheizung rein. Fliesenbelag.
Fenster würden in diesem Zug (mehr aus optischen Gründen) auch gleich ausgetauscht.

Alternativ Sockelleistenheizung. Liest man aber auch viel unterschiedliches darüber....

Außendämmung bei meinem Haus bin ich ziemlich gespaltener Meinung. Ich denke es würde aufgrund der Lage des Grundstücks am Wasser eher zu Problemen führen.

Ist aber aktuell noch eine finanzielle Frage, und deshalb noch nicht möglich.

Was könnte ich kurzfristig tun?

Interessant ist dennoch, dass sich nur im Bereich der Vollziegel ein Schimmelgeruch wahrnehmen lässt. Im restlichen Bereich (s. Foto) ist dieser Geruch nicht wahrnehmbar...

Hier hätte ich nun kurzfristig mal den Putz runter und neuen aufgeputzt (wissentlich, dass dies auch nur eine temporäre Lösung ist).

Welcher Putz wäre geeignet?
Der Sanierputz war ja nach meinen nachträglichen Erkenntnissen scheinbar die falsche Wahl. Wäre ein Putz der Feuchtigleit aufnehmen kann, da nicht doch besser?

Kalkputz? Oder welche Putze gäbe es, die Feuchtigkeit aufnehmen können und atmungsaktiver (kleineres mue als Sanierputz) als Sanierputz sind?

Zur Fußboden / Sockelleistenproblematik...

Von unten entlang der Ritzen zwischen Sockelleiste und Wand merkt man leicht, wie Sie ja schon beschreiben, einen Schimmelgeruch. Wie könnte ich dieses Detail kurzfristig entschärfen?

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| 13.06.17

Schimmelgeruch


Die Alternative ist, unabhängig von bautechnischen Veränderungen, ein angepasstes Heizungs/Lüftungsregime.
Das ist manuell kaum noch hinzukriegen. Denken Sie über eine Zwangslüftungsanlage nach.

Ich habe das Problem Schimmel im Schlafzimmer nicht, heize aber das gesamte Haus zwischen 22 und 24°C im Winter durch; die Türen stehen offen. So entstehen keine Feuchtespitzen, die normale manuelle Lüftung reicht aus.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 14.06.17

Sehr geehrter Herr Böttcher


Würde dennoch gerne mal wegen dem Thema Putz anfangen.
Gäbe es hier sinnvollere Alternativen als Sanierputz?

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| 14.06.17

Innenputz


Ein normaler Innenputz PI CSI aus der Tüte.
Wunder können Sie bei dem Untergrund nicht erwarten was Feuchtepufferung betrifft.
Eine effektivere Methode ist der nachträgliche Einbau einer Innendämmung. Nicht um die Umwelt zu retten sondern die Wandflächeninnentemperatur um ein paar Grad zu erhöhen. Das lässt sich relativ schnell und einfach in Eigenleistung realisieren.

3 Möglichkeiten sehe ich:
1. Udiclimate und Unger
2. Calciumsilikatplatten wie Multipor
3. Rigitherm
Die Dämmplatten MÜSSEN hohlraumfrei aufgeklebt werden. Bei dem vorhandenen Innenputz kein Problem.

Ich favorisiere Nr. 3. Sie ist am kostengünstigsten.
Dann brauchen die Platten nicht verputzt werden, nur gespachtelt. Es genügt Rigitherm 040 9,5 + 20 mm.
Bei der Gelegenheit kann die Fensterlaibung mit gedämmt werden (Wedi). Einbindende Bauteile würde ich nicht mit dämmen, dazu ist die Dämmwirkung zu gering. Trotzdem sollte der Lüftung mehr Beachtung geschenkt werden.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 14.06.17

Guten Abend Herr Böttcher,


danke für Ihre Tipps...
Bzgl. Innendämmung muss ich mir mal für beide Mauerarten (Bruchstein bzw. Vollziegel) ein Glaserdiagramm aufmalen und mir so meine Gedanken darüber machen...

Ich denke auch der Punkt lüften wäre der wichtigste...
Heute z. B. Außentemperatur um 25°C sonnig...
Innentemperatur 21°C und tagsüber rel. Luftfeuchte min. 38% in dem Raum...
Vormittag um die 50% und Abends gerade 48% wieder bei ähnlicher Temperatur...

Aber leider schlafe nicht nur ich in dem Raum sondern auch meine Frau... :-)

Das bedeutet Jalousien runter. Fenster und Türe geschlossen...

Ich hab mal irgendwo aufgeschnappt nachts Fenster kippen im Schlafzimmer kann man machen...

...und wenns nach mir gehen würde wären die Fenster im Moment nachts offen....

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| 14.06.17

Schimmel


Glaser-Berechnungen werden kaum weiterhelfen, da mit lange gleichbleibenden Klimaverhältnissen und Autrocknungsperioden gerechnet wird.
Zur Dämmung können auch Mineralschaumplatten verwendet werden, die besser dämmen und günstiger sind als Kalziumsilikatplatten.

Alternativ im Fensterbereich Glasschaumplatten ansetzen, die völlig diffusionsdicht sind.
Um Sorptionsfähigkeit zu erreichen diese mit Kalkputz versehen und mit Kalk- oder Silikatfarbe streichen.

Zuerst Holzfußleisten entfernen falls dies die Ursache für den Schimmelgeruch ist.
Keim Biosil enthält ca 2 % Acrylate- das wird nicht zum Schimmel beitragen.

Andreas Teich

Sehr geehrter Herr Teich,


Abgesehen von einem Granitsockel (nicht saugend / nahezu kein wasseraufnahme) habe ich keine Horizontalsperre gegen aufsteigende Feuchtigkeit...
(Vermute ich zumindest...)

Dennoch, kann ich mir da mit ner Innendämmung nicht irgendwelche Probleme holen?

...interessanterweise ist der Schimmelgeruch nur bei der aufgehenden Wand im Bereich der Vollziegel wahrnehmbar.
Fensterlaibungen sind nicht wirklich das Problem.
Sockelleisten nicht ganz auszuschließen.

Temperaturprofile habe ich mal selbst gemessen mit zug. Luftfeuchten....

Anhand diese wollte ich mir mal für beide Wandtypen (Bruchstein / Vollziegel) Profile aufzeichnen....


Franz | 15.06.17

vielleicht nur eine Nische zugemauert?


Hallo Franz,

aber das Fenster mit dem Vollziegel ist nicht das von dem Bild, oder doch?

Mal na anderer Theorie zu der Feuchte in dem Bereich unter dem Fenster. War da vielleicht mal eine Nische unter dem Fenster für eine Heizung. Dann wurde die Heizung versetzt / FBH eingebaut und die Nische bündig zugemauert. Oben Fernsterbank drauf und gut ist. Doch was ist mit dem Lufspalt zwischen Vollziegel und Außenwand. Da könnte es doch schön kondensieren, Feuchtigkeit läuft im Zwischenraum nach unten Richtung Fußleiste und es stinkt vor sich hin...

Ist nur ne Theorie da ich gerade vor dem Problem stehe, mit was ich den Zwischenraum füllen werde, da ich meine Nieschen mit Ytong bündig zugemauert habe und einen Luftspalt von 2-4cm habe....

Gruß Sese
Aus alt mach neu
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| 17.06.17

Luftspalt


Normalerweise werden solche Spalten beim Mauern schichtweise mit Mörtel verfüllt.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.06.17

...Granit als Sperrschicht / Lüftungsverhalten während der Nacht...


...die Bilder machte ich 2014. Der Bereich mit den Vollziegeln wäre am rechten Bildrand...
Davon habe ich (warum auch immer) kein Bild gemacht.

So richtig erklären kann ich mir das auch nicht, warum das in dem Vollziegelbereich ist und nicht in dem Bereich mit den Bruchsteinen...

Der U-Wert der Vollziegelwand ist kleiner als der des Bruchsteinmauerwerks.

Nach meinem Wissen, wäre somit das Bruchsteinmauerwerk anfälliger als der Rest...

Der Vollziegelbereich steht auch genauso auf einem Granitsockel wie der restliche Bereich....
(sieht man von außen)

Also aufsteigende Feuchtigkeit sollte da auch nicht kommen...

Habt Ihr eigentlich Erfahrung bzgl. dem Granit als horizontale Sperrschicht?

Ansonsten hatte ich heute Nacht mal beide Fenster gekippt und Türe geöffnet.
Und siehe da.
Luftfeuchtigkeit 50% bei Innentemperatur von 20°.

Bei geschlossenen Fenstern und Türe hat man sonst bei ähnlicher Temperatur eher Werte von 65%....

Lüften dürfte ein Wesentlicher Teil zur Vermeidung dieses Problems sein...


Franz | 17.06.17

Günstiger Feuchtigkeitssensor


Es gibt ein günstiges Messgerät (<50 Euro), welches direkt auf den Putz installiert wird.
Dieses Gerät ermittelt DIREKT an er Oberfläche die rel. LF und signalisiert mit Leuchtdioden, ob die für Schimmelbildung nötigen 70% rel. LF ok. - erreicht- oder überschritten sind.

Gerät an die Wand - im Winter einfach öfters ansehen, dann sehen Sie, "wie es der Wand geht".

Lüftungs- und Heizverhalten darauf abstimmen - keine Probleme mehr.

Trotz häufiger Lüftung oft im roten Bereich:
Sockelleisten-Heizung an den gefährdeten Stellen installieren.
Durch den Coanda-Effekt bildet sich eine laminare Strömung der erwärmten Luft DIREKT an der Wand und senkt somit die rel. LF auf unkritische Bereiche.


Wiki | 17.06.17

Coandaeffekt


Klingt wichtig und geheimnisvoll, das mit dem Coandaeffekt.
Ist aber in diesem Fall Quatsch. Es funktioniert hier nicht, jedenfall nicht so wie von einigen Protagonisten angepriesen.
Vor- und Rücklauf zum Heizkörper in eine Fußleiste verlegt haben die gleiche Wirkung.
Was ich öfters sehe sind Wassereinleitungen in die Wand über fehlerhaft verlegte Außenfensterbänke. Wenn dann noch Ziehgel mit hohem Lochanteil und knirsch gesetzter Stoßfuge darunter vermauert wurden kann es zu hohen Materialfeuchten kommen.
Besonders schlimm ist sowas an Kellerfenstern deren Lichtschächte nicht richtig entwässern. Da kommen schon mal Bächlein aus der Wand.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.06.17

Warum?


Warum funktioniert der Coanda-Effekt bei beheizten Sockelleisten nicht.

Ich bite um ausführliche Begründung und nicht nur um "geht nicht".


Wiki | 17.06.17

Coandaeffekt


Weil eine Wand kein glatter, mit Aluminium beplankter, aerodynamisch geformter Flugzeugflügel ist an dessen Oberfläche Unterdruck entstehen kann,
die Strömungsgeschwindigkeit nicht einige hundert Kilometer pro Stunde beträgt und
die Temperatur des Abgasstrahles nicht einige hundert Grad Celcius.
Die aufsteigende Warmluft einer Heizleiste wird schon nach ein paar Dezimetern als turbulente Strömung verwirbelt da ihre Geschwindigkeit vielleicht bei einem Kilometer pro Stunde liegt, jedenfalls am Austritt. An der kalten Wand kühlt die Luft schnell ab, die Geschwindigkeit sinkt weiter, es kommt zu Verwirbelungen. Eine Fensterbank, eine Gardine, Zug am undichten Fenster, ein Bild an der Wand, ein Regal, ein Schrank... In der Hydrodynamik würde man von einem exrem schlechten Rauhigkeitsbeiwert sprechen.
Alles führt zu Verwirbelungen. Haben Sie mal Schlierenfotografien gesehen?
Schon der Nieser der Hausfrau oder eine Tür die aufgemacht wird stört die heile Welt der laminaren Strömung an der Wand. Was bleibt ist ein erwärmter Wandfuß und eine Konvektionsheizung mit besonders niedrigem Wirkungsgrad.
Und ein wohlkingender, geheimnisumwitterter Name.
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Ingenieurbüro Georg Böttcher | | 17.06.17

nachträglich-Bilder aus der Bilddatenbank: