Scheunen Ausbau, Möglichkeiten der Außendämmung

Ich suche nach Ideen und Hintergrund Infos zum Ausbau und der Dämmung einer Fachwerk Scheune.
Die Scheune hat eine 1,0 bis 2m hohen naturschein Sockel. Die Idee wäre die Außenwand zu dämmen und mit einer hinterlüfteten Holzschalung zu verkleiden.
Ich bin mir nicht sicher, ob es notwendig ist die Gefacht neu mit Lehmsteinen auszumauern oder ob man auch direkt die Gefache mit Dämmmaterial Füllen kann. Auch für Tips zum Dämmmaterial wäre ich sehr Dankbar.
Viele Grüße Philipp


Philipp | 06.03.16

Fachwerkscheune ausbauen und dämmen


Den baurechtlichen Teil hast du schon abgeklärt?
Dabei müßte die EnEv eingehalten werden, was aber bei Außendämmung unproblematisch ist.
Bei Kombination Außendämmung mit Innendämmung müssen Wärmebrücken, Anschlüsse etc berücksichtigt werden.
Ziegel- oder sonstige schwerere Ausmauerung ist allenfalls aus Schallschutzgründen notwendig.
Wie ist der bisherige Zustand?

Fenster wirst du dann auch einbauen müssen und ggf die Öffnungen dazu herstellen.
Ich hatte in der letzten Zeit mehrere Gebäude teils ausgeführt, teils geplant, die mit Stegträgern versehen und mit Zellulose und Holzfaserplatten gedämmt wurden.
Zwei davon mit Holzverkleidung- eins mit senkrechter Stülp-Deckel-Schalung eins mit waagerechten Rhombusbrettern.
Alle Dämmmaßnahmen wurden selbst durchgeführt.

Passivhausniveau ist dabei relativ leicht zu erreichen, sodass die Heizungsanlage entsprechend klein und verbrauchsgünstig ausgeführt werden kann.

Wie groß ist die Scheune, wieviel Etagen?
Wenn es vorher ein reiner Scheunenbau war muß dann wohl außer der Fachwerkkonstruktion fast alles neu gebaut werden.
Wo steht das Gebäude?

Bilder helfen weiter
Du kannst mich auch anrufen oder eine Mail schicken

Andreas Teich

Alternative


Den Sockel mit einem geeigneten WDVS (z.B. Multipor) dämmen und verputzen, den oberen Teil aussen Holzweichfaser, davor neue Holzschalung. Gefache mit Zellulose oder Holzflex ausdämmen. Innen OSB, gedämmte Installationsebene, Gipsfaserplatten.
Ich habe einen einfachen Geschmack - ich bin mit dem möglichen zufrieden. (frei nach Oscar Wilde)
Mitglied der Fachwerk.de Community
| 07.03.16

Scheunenausbau ... als Wohnbau oder bewohnbarer Bau?


Egal worum es geht, so geht es um Wärmefluss, Diffusion, Kapillarität ... oder auch um Wärmegewinnung.

Multipor ist unverschämt teuer im Vergleich zu einem eigenen Kalkdämmputz (auch mit Hanf ... oder Perlit ...) und nicht wirklich attraktiv und OSB ist zwar sehr praktisch, aber Plastik mit Holzarmierung und dem Diffusionswert von Plastik, wenn ich mich recht erinnere ...

Jetzt gehe ich einmal von einem Haus in Hugenottistan aus, welches ein wenig im Windschatten von Taunus oder Westerwald liegt, wo aber der Erinnerung nach kein Buntsandsteingebiet ist ... sondern ein dichterer Naturstein. Mit vermutlich 900 ml/annum Regen.

Kann man da nicht ein www.earthship.org oder www.bio-solar-haus.de oder www.luft-solar-haus.de vor das Haus bauen? Oder http://www.bauplusenergie.de/Referenzen/Referenzen%20bauh.htm ... oder gibt es Leute, die nach Mittelhessen wollen und alles total zubauen?

Aber um auf das Gefach zu kommen:
Lehm war das naheliegende Bindemittel mit Zuschlag und man hat noch die verfügbare Armierung bzw. Dämmung genommen.

Im Vergleich dazu sind Kalk-Hanf etc., weil heute die Rohstoffe andere Preise haben.

Aber grundsätzlich:
Staken etc. mit Lehm oder Kalkleimmörtel sind auch versteifend, was Mineralwolle nicht ist ...
Kalk-Laden in Frauenzimmern hat die moderne Form der Dreiecksleisten für Gefacheabdichtung
Hanfschäben mit Kalk, Prompt-Naturzement machen auch Putz

... etc. etc.

Ob wieder ein Kläffer kommt ???


... dies kann man auch noch sterbien ...

Mitglied der Fachwerk.de Community
| 12.03.16

Ausbau-Bilder aus der Bilddatenbank: